Yuzu Man 2011

Yuzu Man von Caron
Käufe über Links auf unserer Website, etwa dem eBay Partner Network, können uns Provision einbringen.
6.7 / 10 145 Bewertungen
Ein Parfum von Caron für Herren, erschienen im Jahr 2011. Der Duft ist frisch-zitrisch. Es wird von Cattleya Finance vermarktet.
Käufe über Links auf unserer Website, etwa dem eBay Partner Network, können uns Provision einbringen.

Duftrichtung

Frisch
Zitrus
Fruchtig
Grün
Holzig

Duftnoten

japanische Yuzujapanische Yuzu indisches Eisenkrautindisches Eisenkraut Australisches SandelholzAustralisches Sandelholz indonesisches Basilikum provenzalische Feige AtlaszederAtlaszeder

Parfümeur

Bewertungen
Duft
6.7145 Bewertungen
Haltbarkeit
5.6117 Bewertungen
Sillage
4.9117 Bewertungen
Flakon
6.7114 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
7.012 Bewertungen
Eingetragen von TomLavender, letzte Aktualisierung am 27.06.2024.

Duftet ähnlich

Womit der Duft vergleichbar ist
L'Eau d'Issey pour Homme (Eau de Toilette) von Issey Miyake
L'Eau d'Issey pour Homme Eau de Toilette
Sport de Paco Rabanne / Eau de Sport von Rabanne
Sport de Paco Rabanne
L'Eau d'Issey pour Homme Yuzu von Issey Miyake
L'Eau d'Issey pour Homme Yuzu
Azzaro pour Homme L'Eau von Azzaro
Azzaro pour Homme L'Eau

Rezensionen

14 ausführliche Duftbeschreibungen
8
Flakon
2
Sillage
4
Haltbarkeit
8
Duft
Parma

261 Rezensionen
Parma
Parma
Top Rezension 20  
Leises, exotisches Kleinod
Ich habe eine Vorliebe für leise Düfte (wenn ich sie selber trage). Und für frische und handwerklich gut gemachte. Deshalb mag ich diesen hier.

Zudem habe ich ein Herz für Außenseiter und dieser ist mit Sicherheit einer. Und zwar einer mit Pfiff!

Im Prinzip hat er zwar den Charakter eines klassischen Herrencolognes mit viel Zitrik, einer leicht würzigen Seifigkeit, sowie Holzigkeit im Fond, aber hier handelt es sich um eine japanische Ausgabe, die durch die Yuzu-Frucht und eine beigemischte fruchtige Feige einen exotischen Twist bekommt.

Leider wartet er auch mit japanischer Zurückhaltung auf, welche zumindest den Mitmenschen diese schöne Mischung vorenthält, da es praktisch keine Sillage gibt. Für einen selbst bleibt aber auch nicht viel übrig, da er auf der Haut nur gut eine Stunde vernehmlich wahrnehmbar ist. Spätestens nach drei Stunden muss nachgelegt werden. Das ist schon fast tragisch.

Zu Beginn steht die Kombination aus sehr herbbitterer, krautiger Zitronenverbene, der durchscheinenden, leicht exotischen Zitrusnote der Yuzu und einem zurückhaltend eingesetzten Basilikum, welches eine leichte Würzigkeit beisteuert, die in Verbindung mit der herben Zitrik eine wahrnehmbare Seifigkeit entwickelt und dem Duft eine dezent klassisch-männliche Ausrichtung verleiht. Die exotische Zitrik wird schnell runder und fruchtiger (fruchtige Noten in Fragrantica nachvollziehbar angegeben) und zusätzlich durch die Feige etwas angesüßt. Mit dazu bei trägt evtl. auch das süße Mastixharz (auf Basenotes angegeben). Dadurch wirkt er eine Nuance dichter und man kann den Eindruck von Kokos gewinnen. Im Gesamten bleibt er aber trotzdem leicht und durchlässig. Die in der Basis angegebenen Hölzer – eigentlich nur das weiche Sandelholz – treten hyperdezent auf, so dass der zitrisch-fruchtige Haupteindruck komplett durchgehalten wird. Dabei ist die Yuzu-Frucht vor den Fruchtnoten immer tonangebend. Auf Fragrantica sind für die Basis noch allgemein Gewürze angegeben, die aus meiner Sicht aber nicht wahrnehmbar sind.

Insgesamt würde ich den Charakter als exotisch zitrisch-fruchtig mit leicht seifigem Einschlag beschreiben, welcher einen legeren Eindruck erweckt, aber mit einer nonchalanten Eleganz, ähnlich der eines „Eau Sauvage“. Der Dior ist dabei allerdings strahlender und lebendiger, „Yuzu Man“ eher das graue Mäuschen. Beiden ist gemein, dass sie zeitlos wirken. Das wilde Wasser tendiert dabei in meinen Augen leicht zum Retrohaften, während der Caron weder diese Tendenz hat noch modern ausgerichtet ist.

Im Vergleich zu einem aktuellen Yuzu-Duft, dem „Note de Yuzu“, erscheint „Yuzu Man“ ebenfalls recht dumpf. Deutlich mehr Ähnlichkeit weist er da mit dem wohl bekanntesten Yuzu-Duft, „L‘Eau d‘Issey pour Homme“, auf. Mit diesem teilt er sich die Kopfnote. Danach ist der Caron aber deutlich süßfruchtiger und hat diesen leicht seifigen Einschlag, während der Issey Miyake im Verlauf herber und frischer bleibt und etwas synthetisch daherkommt, der "Yuzu Man" hingegen sehr natürlich. Sie sind auf keinen Fall Duftzwillinge wie hier angegeben.

Am Caron mag ich neben seiner Zurückhaltung und Natürlichkeit die unaufgeregte Komposition. Angeblich hat Carons Hausparfumeur Richard Fraysse einige Jahre daran gearbeitet. Der Duft passt sich der Haut mühelos an und ich habe dabei nicht das Gefühl, parfümiert zu sein.

Für mich ein richtig schöner (Sommer-)Duft zum leider nur sehr kurzen Selbstgenuss ohne jede Effekthascherei und im wahrsten Sinne des Wortes „ausgeglichen“ (L'Équilibre, s.u.).

https://www.youtube.com/watch?v=lydqcEec1Pc
12 Antworten
10
Haltbarkeit
5
Duft
Profumo

284 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 22  
Baumarkt-Buddha
Vorweg: ‚Yuzu Man’ riecht gut – frisch, ein bisschen fruchtig, leicht holzig, mit feiner, dezenter Moschus-Basis. Er ist gefällig, hat eine angenehme Präsenz und für einen Hesperiden-Duft eine mehr als akzeptable Haltbarkeit.
Soweit, so gut.
Aber kann es sein, dass die Verantwortlichen von Caron und deren Parfumeur Richard Fraysse ganze 11 Jahre gebraucht haben, um diesen Duft zu kreieren?
Kaum zu glauben. Aber nachdem man sich so manches Jahr darin erschöpft hat das eigene Erbe reformulierend zu verunstalten (ich kann es immer noch nicht fassen was aus ‚Narcisse Noir’ geworden ist!), waren die Kräfte offenbar derart geschwunden, dass das kreative Potential allein für einen Duft dieser Machart ausreichte.
Aber, wie gesagt: Schlecht ist er nicht, nur langweilig, oder besser gesagt – fad.

Nun hat Caron ja in Sachen Herrendüfte eine ganz passable Ahnenreihe: Die Lavendel-Legende ‚Pour un Homme de Caron’, das sensationelle animalisch-orientalische Leder-Chypre ‚Yatagan’, das wunderbar rauchig-blumige ‚Le 3me Homme de Caron’ und das strohig-metallische, etwas sperrige, aber immer noch großartige ‚L’Anarchiste’. Dass sich in diese Reihe ein fruchtig-zitrischer Duft gut einfügen würde, mag auf der Hand gelegen haben, doch hätte ich mehr erwartet. Denn wie schon die Ahnenreihe des neuen Duftes zeigt: Die Neueinführung eines Herrenduftes ist bei Caron etwas Besonderes und ganz und gar nicht Alltägliches – genau wie es die Düfte waren.
Diesmal ist es leider anders. Diesmal wurde zum besonderen Anlass ein ganz und gar nicht besonderer Duft gewählt. ‚Yuzu Man’ ist nämlich, ganz im Gegensatz zu seinen Vorgängern, mittendrin im Mainstream. Kein Statement am Rande von diesem, wo sich Caron doch immer recht gut positionieren konnte – nein, wirklich mittendrin. Irgendwo zwischen ‚Kenzo Power’, ‚Bleu de Chanel’, ‚Guerlain Homme’ und Yves Saint-Laurents ‚L’Homme’. Hier ist alles frisch, frisch und nochmals frisch, mit ein paar Blümchen vermengt und nichtssagenden holzigen Noten unterlegt, verziert mit einem exotischen Früchtchen hier und einer modischen Nuance dort – das war´s.
Vor einigen Jahren hätte man solche Duftformeln noch Waschmitteln und Weichspülern zugesetzt. Exakt diese Aufgabe erfüllen sie nämlich: Sie lassen Klamotten gut und frisch riechen, widerstehen Schrankmuff und kaltem Zigarettenrauch.
Aber möchte so der ganze Kerl riechen?
Nein, er möchte nicht. Zumindest ich nicht.
Vielleicht ist das aber auch ein Zeitphänomen. Noch vor wenigen Dekaden wurden Düfte kreiert, die in erster Linie dem französischen Mann gewidmet waren, den amerikanischen oder gar asiatischen aber fassungslos zurückließen (siehe Kouros). Heute aber versucht man es allen Recht zu machen: Den Europäern, den Amerikanern, den Asiaten, einfach allen – das globalisierte Parfum.
Und was dabei herauskommt ist an ‚Yuzu Man’ bestens zu bestaunen: ‚L’Equilibre’ lautet der Untertitel des Parfums – die Ausgeglichenheit, bzw. Balance.
„Un homme en equilibre entre l’Orient et l’Occident“ führt Caron des Weiteren aus. Und tatsächlich – ‚Yuzu Man’ ist ein derart ausgewogener Duft, dass man augenblicklich ein Gähnen unterdrücken möchte. Alles was auch nur ansatzweise einen Kontrast bilden und so für Spannung sorgen könnte, wurde akribisch eingeebnet, abgeschliffen, ausgeglichen – et voilà: l’equilibre. Der spannunglose Eine-Welt-Duft, der duftende Minimalkonsens. Ein Wohlfühlduft für Wellness-Freaks, die ständig Ying und Yang im Munde führen und bei denen zuhause ein Baumarkt-Buddha sitzt.
Schon der letzte Duft von Caron, ‚Eau de Reglisse’ war so ein Duft: Harmonisch und in-sich-ruhend wie kaum ein anderer, die perfektionierte Langeweile.
Dass das nicht immer so war, lässt sich wunderbar an ‚L’Anarchiste’ (offenbar auch programmatisch der absolute Gegensatz zu ‚Yuzu Man’, dem globalen Konformisten) mit seine vielen, mitunter irritierenden Kontraste studieren: Carons Düfte lebten von gewagten Gegensätzen und den aus ihnen resultierenden Spannungen.
Woher also dieser neue Ansatz des Ausgleichens, Angleichens, Überwindens, der Drang nach Balance, nach Ruhe und Versöhnung. Ist es Mutlosigkeit? Die Angst vor der eigenen Courage, dass man etwas Großes und Gewagtes schaffen könnte, wenn man nur wollte?
Ich weiß es nicht.
Vielmehr habe ich den Verdacht, dass es sich hier um eine Art I-Pad’isierung der Duftwelt handelt. Jeder, und in diesem Falle Caron, möchte den perfekt durchgestylten Duft kreieren. Einen Duft der auch noch im letzten Winkel dieser Welt als unwiderstehlich empfunden wird, der in Asien oder Amerika - wo auch immer - rauschhaftes Begehren auslöst, und in kürzester Zeit zur Stilikone mutiert. Doch ein solcher Duft wird ‚Yuzu Man’ nicht werden, wie es meiner Ansicht nach hoffentlich nie ein Duft werden wird.
Dem ‚L’equilibre’ möchte ich ein ‚Vive la difference’ entgegnen. Wer möchte schon freiwillig ein fades Einheitssüppchen auslöffeln, das zwar keinem wehtut, aber auch sonst nicht viel mehr vermag? Ich nicht.

Noch ein Wort zur Yuzu-Frucht: Caron berichtet, dass Monsieur Fraysse so sehr von den sprühenden und spritzigen Noten dieser exotischen Frucht angetan war, dass er die Aufgabe übernahm den ersten maskulinen Hesperiden-Duft, ein Werk von großer Originalität, für das Haus Caron zu entwickeln: ‚Yuzu Man’.
Dass schon 26 Jahre zuvor eine japanische Parfumeurin namens Akiko Kamei (oder Kanei) die Yuzu-Frucht in den Caron´schen Duftkosmos eingeführt hat, wird natürlich nicht erwähnt, aber vor Jahren von einer Pressesprecherin des Hauses einem ‚Basenotes’-Mitglied bestätigt: „ Le parfum (3me Homme) est viril, tonique et bien équilibré. Et véritablement international, car c'est une Japonaise Akiko KANEI qui l'a créé en y introduisant pour la première fois le Yuzu mandarine japonaise de l'ile de Shikoku.“
Wie man sieht, wurde die Yuzu-Frucht schon vor mehr als einem viertel Jahrhundert von jener mutigen Dame eingeführt, und keineswegs von Herrn Fraysse. Auch das Wörtchen ‚equilibre’ ist in jener Mitteilung schon enthalten, und war vermutlich schon damals Bestandteil des Konzeptes.
So neu und so revolutionär ist das alles also nicht, was uns Caron da heute offeriert.
Aber sei´s drum.
Diejenigen, die sich an ‚Guerlain Homme’ und ‚Bleu de Chanel’ erfreuen können, denen mag dieses frisch-fruchtige Wässerchen gefallen – es ist so schlecht ja auch nicht!
Ich hätte mir allerdings eher gewünscht, Caron hätte einen alten, mittlerweile leider – wie mehrfach berichtet wird – verhunzten Klassiker neu aufgelegt, meinetwegen ein ‚pour Homme’ oder ein ‚Man’ draufgeklebt, aber wenigstens einer breiteren Menge zugänglich gemacht – ein Werk des großen Ernest Daltroff: den 1939 lancierten Hesperiden-Duft ‚Alpona’.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir die glorreiche Wiedergeburt eines eminenten Parfums erlebt hätten.

Aber so, na ja ...
5 Antworten
Knickzimt

102 Rezensionen
Knickzimt
Knickzimt
Top Rezension 14  
Zeitlos gepflegt, nobel maskulin
Einen richtigen Frischeduft würde ich ihn nicht nennen, den Yuzu Man von Caron. Für mich ist er zwar eindeutig ein zitrisches Parfum, aber eines von der gesetzten Sorte. Gleich der Beginn ist zwar auf eine wohltemperierte Art saftig und angenehm, aber Explosionen der Lebendigkeit bleiben zumindest in meiner Nase aus. Hätte vielleicht auch wehgetan, so eine Explosion der Lebendigkeit in der Nase. :) Jedenfalls kenne ich Agrumennoten aus anderen Zusammenhängen auch wesentlich spritziger und wilder. Das macht Yuzu Man aber nicht zu einem schwächeren Duft. Zum kultivierten, herbsauren Frucht-auftakt gesellt sich schnell ein unterschwelliges Kraut. Es könnte schon Basilikum sein. Es gibt der Kopfnote eine, aber nur leicht, altmodische Anmutung, die es aus meiner Sicht eher zu einem Duft für gereifte Herren macht. Ich entschuldige mich für diese merkwürdige Einordnung, aber so ist mein Riechsinn wohl einfach sozialisiert. Das Ganze wird im Lauf der Zeit noch gepflegter und bekommt ein leises, wackliges Holzfundament. Auch ein dickes saftiges Stück guter Seife schmiegt sich dazu. Wirklich sehr schön gemacht. Natürlich nicht besonders auffällig, aber wirklich rund und angenehm. Sogar die Feige konnte ich ohne Pyramide erkennen. Sie ist nicht besondes prominent, trägt aber einen sehr wichtigen Teil dazu bei, dass alle Mitspieler gut zusammenbleiben und das Ganze mit einer frischgrünen Grundstimmung aufs wohlverdiente Ende zugeht. Das hätte allerdings etwas später kommen können, 1,5 Stunden sind auf meinem Arm das Maximum.

Ein schöner Duft, der typologisch nicht zu mir passen würde, für den ich aber sehr viel Anerkennung aufbringen kann, weil er rundum gut durchdacht und angenehm inszeniert ist. Danke für die Probe, MilaMint!
4 Antworten
5
Flakon
2.5
Sillage
2.5
Haltbarkeit
6
Duft
Chnokfir

198 Rezensionen
Chnokfir
Chnokfir
Top Rezension 11  
Die Suche geht weiter
Frische Düfte kranken für mich meist an drei Problemen. Entweder riechen sie synthetisch nach Klo-Reiniger oder sie verfliegen zu schnell oder sie haben keine Basis, auf der die Zitrus-Akzente aufbauen können. Die Suche gestaltet sich folglich häufig als schwierig.

Die japanische Yuzu ist eine tolle Frucht. Ich habe sie erst einmal gegessen, dafür um so häufiger gerochen. Eine Mischung aus Zitrone und Limette, mit etwas anderem fruchtigem, was ich nicht benennen kann und eine nicht zu derbe herbe Note. Und genau das findet man hier!

Yuzu und Zitronenverbene kommen sogleich mit ihren sauren und leicht herben Noten daher, das Basilikum schiebt noch ein paar würzige Akzente nach. Die Feige soll wohl etwas Süsse mitbringen, in meiner Nase kommt davon allerdings nicht viel davon an, was ich als Frucht benennen könnte. Sanfte Hölzer wie Sandel und Zeder legen ein leichtes Fundament.

Drei bis vier Stunden später rieche ich an den Resten dieses Duftes. Basilikum und Verbene haben sich schnell verabschiedet, von der an sich charakterstarken Yuzu ist nur noch ein unbestmmbarer Zitrusakzent und von den Hölzern etwas Sägemehl übrig geblieben. Dem Duft fehlt es somit nicht nur an Ecken, Kanten und Charakter, sondern auch an Ausdauer.

Vielleicht ein Duft für einen japanischen Angestellten, der im Hintergrund schnell und gewissenhaft seine Arbeit verrichtet, den man aber am besten gar nicht wahrnehmen soll. Für den Mitteleuropäer eher ein schöner, spritziger Sport-Duft, den man dann aber nach zwei Stunden Work-Out in der Dusche wieder ablegt.

Zu alledem passt auch der schlichte, geradlinige Flakon mit japanisch anmutendem Schriftzug und silbernem Käppchen, mit einem Hauch hellgrün in der Flüssigkeit.

Ein klarer, geradliniger Yuzu-Duft ohne viel Tam-Tam - die Suche geht weiter!
2 Antworten
5
Flakon
5
Sillage
5
Haltbarkeit
5
Duft
Sisyphos

143 Rezensionen
Sisyphos
Sisyphos
Hilfreiche Rezension 9  
Nett ist die kleine Schwester …
… das würde wohl ein wenig zu weit gehen und wäre überdies unfair. Es wäre ein hartes, ein vernichtendes Urteil. Yuzu Man ist jedoch ein Parfum, das mich offen gestanden ein wenig enttäuscht hat. Hier steht die Frucht, und für meine Begriffe nur die Frucht (Yuzu), im Vordergrund. Das ist sehr saftig und aromatisch, aber auch leicht bitter. Zitrus pur. Feige und Basilikum kommen da für meinen Geschmack ganz schön unter die Räder, Sandelholz versucht, dem Ganzen irgendwo noch einen anderen Stempel aufzudrücken. Besonders viel spielt sich auf der Haut dann allerdings nicht mehr ab.

Haltbarkeit und Sillage sind unterer Durchschnitt. Yuzu Man riecht angenehm, keine Frage, ein frischer und sauberer Duft, aber hier fehlt es doch an klaren Konturen und Aussagekraft. Aufregend oder inspirierend ist das alles jedenfalls nicht. In der Reihe der Caron-Herrenparfums, die ich bisher ausführlich getestet habe (L´Anarchiste, Yatagan, Le 3e Homme, Pour un Homme de Caron, Impact), ist Yuzu Man für mich eindeutig der schwächste Duft.

YM taugt als Sportduft oder einfach so für zwischendurch. Als Ausgehduft ist er zu schwach und beliebig. Die Frucht-Komponente (Yuzu) bleibt zu eindimensional – Le 3e Homme z.B. beweist, dass nach dem fruchtigen Mandarinen-Auftakt das eigentliche Spiel erst beginnt, indem es Gewürze und Blumen miteinander vermählt und einen sehr reizvollen Duftverlauf aufkommen lässt. YM verfügt nicht über diese Tiefe und Ausdruckskraft. Selbst der Flakon vermag mich nicht so zu überzeugen wie die anderen von Caron; auch er wirkt auf mich schlicht durchschnittlich und langweilig, obwohl er sich von der Form nicht sonderlich unterscheidet. Das muss wohl an der Farbe liegen.

Betrachtet man die Caron-Klassiker, die bereits das eine oder andere Jahr auf dem Buckel haben, liegt der Verdacht einfach nahe, man habe sich hier einer Art Verjüngungskur unterziehen wollen, denn YM spricht mit Sicherheit ein deutlich jüngeres Publikum an als die alten Klassiker – und ist aufgrund seiner recht gefälligen, glatten Zitrusfrucht ein Crowdpleaser durch und durch. Das muss ja grundsätzlich nicht verwerflich sein, nur ist der Versuch in diesem Fall insofern misslungen, als das YM zu keinem Zeitpunkt über seine langweilige Schönheit und Mittelmäßigkeit hinauskommt. Mir ist das zu seicht und austauschbar, auch wenn die Frucht schön umgesetzt wurde. Nett ist das, zu nett.
7 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

21 kurze Meinungen zum Parfum
FloydFloyd vor 8 Monaten
7
Flakon
5
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
のファンタジー
Nebel am Azusa River
Schattenboxe die herben Gräser
Unter der Bleistiftschraffur
Einer Zeder
42 Antworten
AxiomaticAxiomatic vor 1 Jahr
10
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Spät kam er, aber er kam.
Schöne Yuzu mit Eisenkraut.
Dann wird er cremig mit Feigen Milchsaft.
Strandhölzer am Meer.
Hochnebel.
バランス
37 Antworten
SchoeibksrSchoeibksr vor 1 Jahr
5
Sillage
6
Haltbarkeit
6.5
Duft
Minzige Bergamotte hat mich betrogen
Fruchtig-grüne Feige mich belogen
Das Sandelholz pudrig verwoben
Keine Yuzu auf europäischen Boden..
22 Antworten
NuiWhakakoreNuiWhakakore vor 12 Monaten
5
Sillage
5
Haltbarkeit
6.5
Duft
überspitzte Zitronen
noch leicht grün
bitter flüstert sie ein Geheimnis
Yuzus wachsen nicht in Paris…
19 Antworten
CfrCfr vor 12 Monaten
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7
Duft
Pool ist gefüllt mit pink Grapefruit Saft
blauer Minz Kobold schwimmt da drinn bleib da lieber unter Zeder liegen
bin eh scharf geduscht
19 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

14 Parfumfotos der Community
Weitere Bilder

Beliebt von Caron

Pour Un Homme de Caron (1934) (Eau de Toilette) von Caron Yatagan (Eau de Toilette) von Caron Tabac Blond (Eau de Parfum) von Caron Le 3ᵉ Homme (Eau de Toilette) von Caron Parfum Sacré (1990) (Eau de Parfum) von Caron Nuit de Noël (Parfum) von Caron Montaigne (2007) (Eau de Parfum) von Caron En Avion (Eau de Parfum) von Caron Pour Un Homme de Caron (2005) (Parfum) / L'Impact de Pour Un Homme von Caron L'Anarchiste (Eau de Toilette) von Caron Tabac Blond (1919) (Parfum) von Caron Royal Bain de Caron / Royal Bain de Champagne von Caron Narcisse Noir (1960) (Eau de Toilette) von Caron Nocturnes (1981) (Eau de Toilette) von Caron Bellodgia (Eau de Toilette) von Caron Pour Un Homme de Caron Millésime 2014 von Caron Accord 119 (2011) (Eau de Parfum) von Caron Poivre (Extrait de Parfum) von Caron Pour Un Homme de Caron Le Soir von Caron Pour Un Homme de Caron Sport von Caron