
Axiomatic
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Axiomatic
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25
Mann um Tasche
Forbes of Forbes.
Himmel, das klingt ja fast wie eine Drohung der Finanzoligarchie.
Dabei meint man wohl den alten schottischen Sitz aus dem 19. Jahrhundert.
Wer jetzt den ultimativen Bezwinger des Hebriden-Archipels erwartet, dem darf ich eine Typisierung der Manneskraft à la 1990er Cuvée vorstellen.
Dieser Duft von Duft bedarf als Accessoire leider einer Kelly Tasche, Männers.
Zisch!
Grundgütiger, hier riecht es irgendwie toll.
Ganz klar eine hochwertige Ananas voller Sonne und Saft.
Organge und Mandarine passen perfekt.
Und dann…
The last summer rose!
Die Königin (Queen wäre hier auch ok, verrät aber zu viel im Voraus) ist aber eher Victor als Victoria, so kämpferisch rosengeranisch, dass es mir grünt.
Klingt schräg?
Vielleicht, aber donnerwetternochmal, es passt!
Mit die beste Kopfnote seit langem!
Keine Verwechslung möglich!
Well, let’s pour some milk in the tea, shall we?!
Und mit unserem milchigen Gebräu schlagen wir das Fotoalbum jener seichten Dekade des Glamourösen in abgerundet auf.
Ach, die 1990er…
Das Herz des Duftes ist zunächst tief waldig, harzig grün.
Man spannt die Holzfäller Fresse zum Angriff an.
Ja, bis aus Lothlórien nette Elfen uns die Suppe versalzen, sorry, verwässern.
Das so typische Fougère jener confused years gleitet wie Wolkenformationen am Himmel.
Verwässert, graugrün, leicht kristallin salzig von der minimalen Ambra, sich überall entschuldigend ob seines Daseins.
Krautig Holziges beim Therapeuten.
Aus Lübeck nimmt man die Entschuldigung an und revanchiert sich mit Jahresrationen von Marzipan.
Die Naschkatze im Manne!
Ach, Kuschelstunde auf der ambrierten Couch mit lodernder Duftkerze „Gewürznelke“ läutet den seelischen Frieden ein.
Das Patchouli legt sich gerne dazu und wärmt erdig.
Wir haben uns lieb.
Piep.
Ja, oller Axio, wo bleibt die Kelly Tasche?
Ich will mein Geld zurück!
(M. Thatcher)
Okaaay, eigentlich wollte ich nicht, aber ich erzähle es trotzdem.
Schließlich geht es um einen Typus Mann, der so etwas mal trug (und hoffentlich noch trägt).
In jenen Jahren war Britpop ein gesundes Gegenmittel zum herrschenden Seichten.
Entweder verfügte man über eine finanzielle Quelle für eine Monatskarte nach London Stansted Airport mit Shuttle zum entsprechenden Club, oder man wählte die erschwinglichere Alternative und feierte in einer geheimen Location in Köln ab.
Yep, Britpop war nicht jedermanns Tanzstunde.
Die geheimbündnerische Clique machte keine grundlegenden Unterschiede bei den Mitgliedern, wichtig war die Einstellung und Haltung.
Abseits lebte es sich besser.
Die Kleidung war ein wenig britisch, so Underdog in leicht fancy.
Ben Sherman, Duffer of St. George, Fred Perry.
Oder markenlos, Hauptsache Off.
Einer jener Stoischen war bezeichnend.
Tagsüber schuftete er im Rangierwerk Porz, reinste Knochenarbeit.
Abends tat er für sein Entkommen viel und bildete sich weiter.
Und sein Lieblingsdeprimierer war (hoffentlich ist) Lord Byron.
Ach ja, Mutter Natur war bei der Humorverteilung etwas knauserig, was sie mit anderen Attributen kompensierte.
Die anderen Mitstreiter hatten zwar einen anderen beruflichen Hintergrund, aber das störte niemanden, es spielte keine Rolle.
Lord Byron vereinte uns alle.
Und die Musik.
Ach ja, diese marzipanige Duftwolke schwebte ähnlich dem vorliegenden Dufte auch an jenen Feierabenden über die Tanzfläche.
Und in deren Mitte wohl platziert befand sich besagte Kelly Tasche und wartete darauf, Pulps Disco 2000 krachen zu lassen.
Der Rest ist einfach erklärt.
Ein Gedränge, Geschubse, Geknudle, Gestampfe und Gejaule ließen die Huskies blass wie Polarschnee aussehen.
Und ja, wir hatten uns irgendwie lieb.
Erneutes Piep!
Himmel, das klingt ja fast wie eine Drohung der Finanzoligarchie.
Dabei meint man wohl den alten schottischen Sitz aus dem 19. Jahrhundert.
Wer jetzt den ultimativen Bezwinger des Hebriden-Archipels erwartet, dem darf ich eine Typisierung der Manneskraft à la 1990er Cuvée vorstellen.
Dieser Duft von Duft bedarf als Accessoire leider einer Kelly Tasche, Männers.
Zisch!
Grundgütiger, hier riecht es irgendwie toll.
Ganz klar eine hochwertige Ananas voller Sonne und Saft.
Organge und Mandarine passen perfekt.
Und dann…
The last summer rose!
Die Königin (Queen wäre hier auch ok, verrät aber zu viel im Voraus) ist aber eher Victor als Victoria, so kämpferisch rosengeranisch, dass es mir grünt.
Klingt schräg?
Vielleicht, aber donnerwetternochmal, es passt!
Mit die beste Kopfnote seit langem!
Keine Verwechslung möglich!
Well, let’s pour some milk in the tea, shall we?!
Und mit unserem milchigen Gebräu schlagen wir das Fotoalbum jener seichten Dekade des Glamourösen in abgerundet auf.
Ach, die 1990er…
Das Herz des Duftes ist zunächst tief waldig, harzig grün.
Man spannt die Holzfäller Fresse zum Angriff an.
Ja, bis aus Lothlórien nette Elfen uns die Suppe versalzen, sorry, verwässern.
Das so typische Fougère jener confused years gleitet wie Wolkenformationen am Himmel.
Verwässert, graugrün, leicht kristallin salzig von der minimalen Ambra, sich überall entschuldigend ob seines Daseins.
Krautig Holziges beim Therapeuten.
Aus Lübeck nimmt man die Entschuldigung an und revanchiert sich mit Jahresrationen von Marzipan.
Die Naschkatze im Manne!
Ach, Kuschelstunde auf der ambrierten Couch mit lodernder Duftkerze „Gewürznelke“ läutet den seelischen Frieden ein.
Das Patchouli legt sich gerne dazu und wärmt erdig.
Wir haben uns lieb.
Piep.
Ja, oller Axio, wo bleibt die Kelly Tasche?
Ich will mein Geld zurück!
(M. Thatcher)
Okaaay, eigentlich wollte ich nicht, aber ich erzähle es trotzdem.
Schließlich geht es um einen Typus Mann, der so etwas mal trug (und hoffentlich noch trägt).
In jenen Jahren war Britpop ein gesundes Gegenmittel zum herrschenden Seichten.
Entweder verfügte man über eine finanzielle Quelle für eine Monatskarte nach London Stansted Airport mit Shuttle zum entsprechenden Club, oder man wählte die erschwinglichere Alternative und feierte in einer geheimen Location in Köln ab.
Yep, Britpop war nicht jedermanns Tanzstunde.
Die geheimbündnerische Clique machte keine grundlegenden Unterschiede bei den Mitgliedern, wichtig war die Einstellung und Haltung.
Abseits lebte es sich besser.
Die Kleidung war ein wenig britisch, so Underdog in leicht fancy.
Ben Sherman, Duffer of St. George, Fred Perry.
Oder markenlos, Hauptsache Off.
Einer jener Stoischen war bezeichnend.
Tagsüber schuftete er im Rangierwerk Porz, reinste Knochenarbeit.
Abends tat er für sein Entkommen viel und bildete sich weiter.
Und sein Lieblingsdeprimierer war (hoffentlich ist) Lord Byron.
Ach ja, Mutter Natur war bei der Humorverteilung etwas knauserig, was sie mit anderen Attributen kompensierte.
Die anderen Mitstreiter hatten zwar einen anderen beruflichen Hintergrund, aber das störte niemanden, es spielte keine Rolle.
Lord Byron vereinte uns alle.
Und die Musik.
Ach ja, diese marzipanige Duftwolke schwebte ähnlich dem vorliegenden Dufte auch an jenen Feierabenden über die Tanzfläche.
Und in deren Mitte wohl platziert befand sich besagte Kelly Tasche und wartete darauf, Pulps Disco 2000 krachen zu lassen.
Der Rest ist einfach erklärt.
Ein Gedränge, Geschubse, Geknudle, Gestampfe und Gejaule ließen die Huskies blass wie Polarschnee aussehen.
Und ja, wir hatten uns irgendwie lieb.
Erneutes Piep!
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Kopfnote
Orange
Ananas
Mandarine
Herznote
Kiefer
Basilikum
Eichenmoos
Basisnote
Patchouli
Vanille
Gewürznelke
Ambra



Axiomatic
CharlAmbre
Parma
Pflanze
Tim87























