1881 pour Homme

Eau de Toilette (1990)
1881 pour Homme (Eau de Toilette) von Cerruti
Flakondesign: Serge Mansau
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1881 pour Homme (Eau de Toilette) (Cerruti)
1881 pour Homme (Eau de Toilette) (Cerruti)
7.0 / 10     198 BewertungenBewertungenBewertungen
1881 pour Homme (Eau de Toilette) ist ein Parfum von Cerruti für Herren und erschien im Jahr 1990. Der Duft ist frisch-holzig. Es wird noch produziert.

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Parfümeur

Martin Gras

Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBergamotte, schwarze Johannisbeere, Zypresse
Herznote HerznotePatchouli, Ylang-Ylang
Basisnote BasisnoteEichenmoos, Kiefer, Sandelholz

Bewertungen

Duft

7.0 (198 Bewertungen)

Haltbarkeit

6.9 (128 Bewertungen)

Sillage

6.2 (125 Bewertungen)

Flakon

7.0 (146 Bewertungen)
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 06.02.2017
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Kommentare

Flakon 4.0/10
Sillage 6.0/10
Haltbarkeit 6.0/10
Duft 7.5/10
4 Auszeichnungen
Unterschätzter Oldie
Ich finde den Namen 1881 sehr irreführend für diesen Duft. Ich dachte immer, der Name "1881" sei ein Zeichen für einen eher altbackenen schweren Männerduft. Doch das ist bei 1881 bei weitem nicht der Fall.

Hierbei handelt es sich nämlich um einen frischgrünen Duft, wenn auch in sehr klassischer Machart. Der Duftreigen eröffnet mit deutlich wahrnehmbarer Bergamotte. Die Zypresse bringt den krautig-waldigen Geruch mit ein. Direkt nach dem Aufsprühen fühlt man sich sofort erfrischt. Die Herznote bringt einen leicht süßen Patchouli-Duft mit ein, der aber nicht so klar und deutlich erscheint wie zum Beispiel bei CK One Shock for Men von Calvin Klein. Am Schluss des Duftakkord steht dann ein wunderbarer, wenn auch nicht knackiger Holzduft der vor allem von Sandelholz und Kiefer geprägt ist.

Den Duft gibt es ja nun schon seit 1990 und dem Flakon sieht man dieses Alter auch an. Er besitzt mit seinem frosted glass und dem Verschluss in Billigchrom einen doch sehr altertümliche Optik. Eine Frischzellenkur täte bezüglich des Flakondesigns gut.

Der Duft selbst ist jedoch zeitlos und viel besser als die neumodischen Synthetikwässerchen, die oft austauschbar gleich riechen. Ich finde es gut, dass sich Cerruti nicht dem Zeitgeist gebeugt hat und die Rezeptur weitestgehend so belassen hat, wie sie ist. Bei der Konkurrenz sind derlei Versuche schon oft nach hinten los gegangen.
Flakon 7.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    5 Auszeichnungen
Mein Anfang
Vor über fünfeinhalb Jahren habe ich diesen Duft bereits kommentiert. Da er diesem Duft nicht mehr gerecht wird frische ich ihn auf. Für mich ist dies ein besonderer Duft. Die meisten, die hier angemeldet sind, werden diese Düfte kennen, die einem sehr vertraut sind. Diese Düfte, in denen man in Erinnerungen schwelgt. Dies ist meiner. Er begleitet mich schon über mein halbes Leben. Er ist zwar nicht mehr wirklich present in meinem Leben, aber wenn ich ihn aufprühe macht er mich melancholisch.

Es fing alles an in den 90ern. Ich erinnere mich, dass mein Vater diesen Bad stehen hatte. Diesen und Aramis 900. An diesen schönen Flakon erinner ich mich auch noch sehr gut. Er stand im Bad. Das Bad, es roch auch morgens danach. Ich fand den Geruch angenehm, aber als kleiner Junge habe ich mich natürlich nicht dafür interessiert. Gegen 15 oder 16 bekam ich dann diesen Duft geschenkt. Es war mein erster Duft, den ich besaß. Ich hatte nie wirklich Interesse an Parfum. Im Alltag ich trug wirklich selten Parfum, wenn überhaupt meist zum ausgehen und andere Anlässe. Da ich nie wirklich Auswahl hatte musste der herhalten. Egal, welcher Anlass und welche Jahreszeit. Heut zu Tage für mich natürlich undenkbar. Früher für mich war es ein frischer Duft, der jedem gefallen muss. Ich habe auch nie Feedback bekommen zu diesem Duft. Weder positiv noch negativ. Da er wenig polarisiert auch nicht weiter verwunderlich. Mit 20 fing ich dann an, meine ersten Düfte von meinem Geld zu kaufen. Es wurden zunehmend mehr und Cerruti 1881 verschwand leicht in Vergessenheit. Es kamen Düfte in mein Leben, die besser in mein Alter passten. Ich wusste es war Zeit, neue Wege zu gehen. Grade in diesem Alter gibt es viele Veränderungen. Nicht nur was das Parfum angeht. Cerruti 1881 ist zwar immer in meiner Sammlung, jedoch wird er von mir kaum benutzt. Zwischen 15 und 20 habe ich diesen Duft dreimal geschenkt bekommen.

Zum Duft: Diesen Duft in Herz-,Kopf- und Basisnote zu unterteilen ist schwer möglich. Ich empfinde ihn als Duft, der sich wenig ändert. Frische herbe Bergamotte ist für mich sehr present. Auch grüne noten wie Zypresse und Moos sind gut wahrnehmbar. Hinzu kommt eine wirklich angenehme Holzmischung aus Kiefer und Sandelholz. Über den gesamten Verlauf ist er frisch-herb. Sehr maskulin. Man riecht, dass dies ein Duft der alten Klasse ist. Das Erscheinungsjahr 1990 riecht man grob raus, was nicht negativ gemeint ist. Für mich ein zeitloser Klassiker, der wirklich gut in die aktuelle Zeit passen könnte.
Charakterlich passt er zu bodenständigen Männern, die eine Seriösität ausstrahlen. Vertrauenswürdige Männer, die zu ihrem Wort stehen. Nicht umbedingt Spießer, aber für mich wirklich ein sehr schöner Duft für natürliche Männer.
Auch wenn ich diesen Duft in meiner Jugend getragen habe, empfehle ich diesen eher reiferen Männern. Ab 30 wenn nicht soagr ab 40. Der Duft riecht wirklich nach Reife, Lebenserfahrung und Charakterstärke. Hinzu kommt eine leicht altbackene Frische wie viele Oldschool-Düfte die besitzen. Da ich kein "Duftberater" hatte war es mir egal. Ich bereue es nicht, auch wenn ich mir für dieses Alter einen anderen Duft ausgewählt hätte heut zu Tage. Für mich auch ein frischer Ganzjahresduft. Bei den Anlässen auch ein echter Allrounder. Preislich auch wirklich top. In vielen Drogerien findet man diesen Klassiker für kleines Geld. Preis/Leistungsverhältnis ist hier wirklich sehr sehr gut. In meiner Sammlung habe ich die 200ml-Version, die wirklich sehr preiswert war. Dieser sympathische Duft ist auch wirklich eine gute Idee für ein preiswertes Geschenk. Er ist alltagstauglich und wenige werden diesen Duft nicht mögen.

Ob ich in der heutigen Zeit zu ihm gefunden hätte wenn ich ihn nicht von früher kennen würde? Ich weiß es nicht. Ich glaube nicht. Aber so hat jeder seine Düfte, die erliebt von früheren Zeiten. Sprüh ich ihn jetzt auf, kommt mir der vertrauter Geruch entgegen, der mich melancholisch macht. So hat jeder seine nostalgischen Düfte.
1 Antworten
Duft 7.0/10
Hilfreicher Kommentar   
freshman
Als diese Parfüm auf den Markt kam, ritt es mit auf der Welle frischer, leicht verständlicher, unkomplizierter Tagesbegleiter. Nicht mehr 'edel' war angesagt, sondern nett, zugänglich aber zurückhaltend. Dem vorherigen Kommentar, titelnd 'Kriegswaffe' möchte ich deshalb mit Nachdruck widersprechen. Ich habe es auf längere Dauer ab etwa 1993 kennengelernt.

Kennzeichnend ist Wacholder, oder sonst etwas aus weichem Nadelduft, Hölzern, Gewürzen, das insgesamt nur und ausschließlich eine erfrischende Wirkung entfaltet. Wenn Bergamotte, dann nicht zitrisch, eher mit leicht bitterem Einschlag fruchtig. In der Mitte finden sich unbestimmte Blumen, auch eher fein, gepflegt als geruchlicher Hintergrund für dies und das - man muss ja auch mal die Umgebung zur Geltung kommen lassen! Die Basis habe ich als dezent angenehm in Erinnerung, im Gegensatz zu heute ohne chemisches Britzeln oder gar verunglückte Schwüle. Mit einer gemessenen Würze, die jeden menschlichen Geruch zumindest angenehmer ausgestaltet hat.

Kurz, ich konnte in Anwesenheit dieses Cologne ohne weiteres mein Butterbrot verspeisen. Und das ist nach heutigen Maßstäben eine Auszeichnung!
Flakon 9.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 7.5/10
Hilfreicher Kommentar    5 Auszeichnungen
Herrenkriegswaffen der 70ger - Abtauchen in meine Kindheit
Cerruti 1881 pour Homme – seit Jahren habe ich den Duft als Rasierwasser zu Hause. Ein Brecheisen. Altmodisch, wurde hier schon oft gesagt. Ich finde den Duft halbjährlich wieder und weiß jedes Mal wieder nicht, warum ich ihn nicht benutze. Also teste ich wieder und bin jedes Mal aufs Neue erschlagen. „Minigolf“ weiter unten in den Kommentaren vergleicht ihn mit einer moosig-harzigen Waldlichtung. Ein schöner Kommentar. Ich kann das Moos und den Boden, die Feuchte und den fernen Harzgeruch auch nachempfinden. In erster Linie aber denke ich an Badezimmer in Wohnungen, die wir mit der Familie als Kinder besucht hatten. Freunde, vielleicht auch Verwandte. Ich kann mich entfernt an die allgegenwärtigen Aliberts, die Plüschkloodeckelabdeckungen, die Blumenornamente auf den Fließen, die riesigen Schaumbadflaschen und an die stets im Bad anwesende Waschmaschine erinnern. Und an jenen Geruch. Fast überall das 1881. Mein Papa hatte es wohl auch verwendet, damals. Ich meine mich zu erinnern, dass er nach dem Rasieren oft so gerochen hat. Muss nicht 1881 gewesen sein. Fast alle Düfte damals rochen so. Sie waren die Schwerter, Äxte und Lanzen der Karriereritter der 70ger. Archaische Duftwaffenarsenale. Mussten sie auch. Jeder qualmte irgendwelche Klimmstengel und der Rauch wollte überlagert werden. Hei – ich sage nicht, dass ich ihn nicht mag, diesen vorsintflutlichen 1881 Duft. Im Gegenteil. Er ist ein Geruchs-Brüller. Kein Flüstern. Und er hält, Stunden um Stunden. Selbst das AfterShave. Ein gewaltiger Radius – noch ganz hinten im Bus sehe ich Mitfünfziger schnüffeln und abschätzen – „wer hat diesen Duft, das erinnert mich …“

Ab und zu finde ich es herrlich, mich aus der Gegenwart zu lösen und in die Vergangenheit einzutauchen – hinfort zu riechen. Ich sehe faszinierte Nasen der Gleichaltrigen beiderlei Geschlechts um mich. Sie riechen mich und haben ebenfalls sofort Bilder ihrer Kindheit vor Augen. So selten riecht man ihn noch, diesen wuchtigen Duft-Hammer.

Diese und nächste Woche gibt es ihn mal wieder beim Herrn der Rösser für kleines Geld. Greift zu, geruchsliebende Freunde um die 50. Auch wenn ihr ihn nur ab und an ganz selten verwenden werdet – er gereicht zu herrlichen Déjà Vus in eine vergessene Zeit Eures Lebens. Indes seid sparsam im Gebrauch und nehmt den Duft nicht zu einem feinabgestimmten Abendessen mit. Das würden Euch alle Gäste im Lokal verübeln. Nehmt ihn mit in Bus und Bahn, ins Kaufhaus, in eine Ausstellung – und nehmt Euch die Zeit, die älteren Junggebliebenen zu beobachten, wie sie suchend herumschnüffeln, irritiert, fasziniert, überrollt von einer Bilder—und Erinnerungsflut, wie sie in ihre Kindheit verfallen, die Blicke sanft werden…

Ich werde ihn morgen früh abduschen und wieder einen feinwürzigen, moderneren Duft auftragen, und die 1881 Flasche ein halbes Jahr ganz nach hinten packen. Und irgendwann im Juni oder so werde ich sie wiederentdecken und überlegen „was hast Du da denn noch für ein Fossil. Habe ganz vergessen, wie Du riechst, mein Freund im dickglasigen, rubbeligen Flakon – na da wollen wir mal… „ und wieder einen herrlichen verlorenen Tag in den 70gern verbringen…
1 Antworten
Flakon 7.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    4 Auszeichnungen
Wälder, Part wasweißich-wieviel, Kiefer und Moos
Ich liebe diesen Duft!! Lange nicht mehr gerochen, aber jetzt wieder ausgekramt un als herrlich empfunden. Schon allein aus meiner Liebe zu Wäldern und ihren Düften, und mancher PARFUMO kennt bestimmt einige meiner waldigen Kommentare. Aber dieser hier muss einfach sein. Da, wo ich wohne, zwischen Rhein und Ried und Hessischer Bergstraße war einmal das alte Neckarbett und es gibt sandige Dünengebiete. Und dort gibt es vorwiegend Kiefernwald. Mit ein paar Buchen dazwischen, und dort viel Moos. Wenn die Tage wärmer werden, und Luft und Boden von der Sonne aufgeheizt werden, entsteht so ein herrlicher, herber Duft, der die Nase geradezu zwingt, ihn bis ins letzte Molekül zu erschnüffeln. Besonders dann, wenn die Kiefern im April und Mai ihre zahlreichen Zapfen fallen lassen, liegt so ein harziger Holzduft in der Luft, der sich dann mit dem der Waldkräuter und dem Moos mischt, um einen "Cerruti 1881" artigen Geruch entstehen zu lassen, der fast unwiederstehlich ist, nur noch intensiver und vielfältiger. Kaum ein anderes Eau de Toilette, mal abgesehen von "Pino", (der mit dem grünen Zapfenflakon), hat so eine speziell "kieferig-moosige" , irgendwie authentische Ausstrahlung. Und die Haltbarkeit ist auch zusammen mit der Sillage ziemlich gut. Er kann mich, abseits vom echten Kiefernwald lange durch den Tag begleiten. Zur Arbeit, in der Freizeit, zum Sport(natürlich Minigolf) und vielen anderen Gelegenheiten ein sehr willkommener olfaktorischer Gast..!
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 5.0/10
Wiedersehen mit altem Bekannten
Lang ists her, dass wir uns getroffen haben, 1881 und ich. Damals fandich ihn ja ganz toll und dieser rohe Eisflakon war schon arg interessant.

Und jetzt, mehr als zwanzig Jahre später? Den Flakon finde ich immer noch toll, aber der Duft selbst.
Naja. Schlecht ist es sicher nicht, aber inzwischen hat sich doch mein Geschmack arg gewandelt, mir ist das ganze zu unbestimmt frisch-zitrig, zu altmodisch und (trotz der Frische) irgendwie bieder.

So bleibt es leider bei einem gemütlichen Wiedersehen und der Erkenntnis, dass manchmal die Erinnerungen schöner sind als die Realität.

Wie schon gesagt, schlecht ist 1881 wirklich nicht! Aber halt irgendwie ein bisschen aus der Zeit...
1 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 5.0/10
4 Auszeichnungen
Knorrig! Holzig! Herb!
Auch hier haben wir einen Klassiker, wohl eher für den Herrn ab mittlerem Alter.

Zwar nicht unbedingt in einem Atemzug mit Zino, Cool Water, Eau Sauvage oder Fahrenheit zu nennen, allerdings vom Geruch her einer mit hohem Wiedererkennungswert.

Wer diesen Duft schon länger kennt, weiss, dass früher die Faltschachtel als auch der Inhalt vor einigen Jahren leicht geändert wurde. Lediglich der Flakon blieb gleich. Früher war er etwas herber, nach der Reformulierung etwas weicher und seifiger, wobei beide Abfüllungen ihre Daseinsberechtigung hatten oder haben. Was allerdings beide Versionen bei mir gemeinsam haben, ist, dass ihn eher die älteren als die jüngeren Damen gut finden.

Als ich ihn nach der Reformulierung das erste mal gerochen habe, dachte ich, 1881 was hat man Dir angetan. Nach mehrfachem gelegentlichem Testen habe ich meine Haltung zu der Sache etwas überdacht, und kann mich mittlerweile mit dem neuen 1881 sogar etwas eher anfreunden. Am liebsten benutze ich ihn zum einkleistern nach dem Rasieren. Ich finde, da kommt er richtig gut.

Sollten hier einige Leute ein Problem mit diesem Duft haben, so verstehe ich das nur zu gut. Man kann ihn nur lieben oder hassen. Eine Arbeitskollegin sagte letztens: "Das riecht aber ziemlich altbacken."

Sollte ich eine Prognose wagen, so würde ich sagen, dass er langfristig irgendwann aus den Regalen verschwinden wird. Denn dafür ist der Kultfaktor etwas zu niedrig, und die Massentauglichkeit, angesichts dem, was die letzten 10 Jahre auf den Markt geworfen wird, zu gering.
2 Antworten
Flakon 7.5/10
Duft 5.0/10
2 Auszeichnungen
Ja ja, die 90iger...
...dachte ich mir, als ich durch Zufall auf "1881" gestossen bin.
Damals der Ausgehduft schlechthin, auf den man immer - mehr oder weniger - angesprochen wurde. Auch der Flakon hat mich früher total begeistert.
Aber heute? Da bin ich auch etwas ratlos...
Entweder mein Duftsinn hat sich verändert oder eben das gute alte 1881.
Relativ unspektakulär und auch kein WOW Effekt, mir ZU Old-Style (bieder?)..
Vielleicht würde ich es zum Camping mitnehmen, wenn ich gar nichts anderes
zur Hand hätte.
Schade - die Zeitreise nach 1881 ist misslungen...
1 Antworten
Flakon 10.0/10
Duft 10.0/10
Hilfreicher Kommentar    10 Auszeichnungen
New West mit Herz
Es ist unfassbar, nun habe ich über 20 Jahre gebraucht, um überhaupt mal diesen Klassiker zu probieren. Anlass war ein supergünstiges Sonderangebot bei Kaufhof. Und spontan war ich so begeistert, dass daraus ein Kauf wurde. Und ich frage mich nun, warum ich so oft dran vorbeigelaufen bin. Vielleicht war er mir in der Aufmachung früher zu konventionell-schick, ich weiß es nicht.

Jedenfalls kann er bereits im beschwingten Auftakt seine mediterranen Wurzeln nicht leugnen. Bergamotte und vor allem "grünes" Galbanum verströmen Heiterkeit und gehen schon bald in eine würzig-harzige Mischung aus Wacholder, Thymian, Alpenveilchen und Zedernholz über. Genau diesen Akkord kenne ich von einem anderen Duft, den man nie spontan mit 1881 in Verbindung bringen würde - nämlich "New West" von Aramis. Großartig ist die Melange aus Lässigkeit und klassischer Eleganz, verbunden mit einer gewissen Schwere, die dieser voluminöse Duft ausstrahlt. Während im Finish die Ledernote das herb-melancholische Flair von "New West" unterstreicht, mutet 1881 wärmer und lieblicher an und ist damit der tragbarere Duft.

Ich empfinde 1881 nicht im Geringsten als Altherrenduft, und zu herb ist er schon mal gar nicht. Im Bereich der mittelschweren, vollmundigen Düfte ist er immer noch zeitgemåß und empfinde ich ihn als die gefälligere und frischere Variante von "New West".
4 Antworten
Duft 5.5/10
1 Auszeichnung
Herb moosig eingeseifte Kiefer mit Neigung zur Säuerlichkeit
Ich kenne "1881" schon lange, immer mal wieder im Parfümerien getestet über die Jahre, aber einen ernsthaften Anreiz, ihn zu kaufen, hatte ich bisher nicht.

Jemand unten hat es recht gut ausgedrückt, das "gewisse Etwas" fehlt diesem Duft tatsächlich.

Ich empfinde ihn als recht streng und trocken, irgendwie einem Rohentwurf ähnelnd, dem der letzte Schliff fehlt.

Der Auftakt bereits durchsetzt von recht herben Beeren und leicht säuerlichen Zypressentönen, etwas kratzig, dabei bereits den moosigen Grundton anschlagend.

Ein leicht asiatischer Einschlag folgt durch das Ylang-Ylang der Herzphase, entfernt an "L´Eau D´Issey pour homme" erinnernd, recht stählerne Blumigkeit.

Das Patchouli äußert sich bei mir nur homöopathisch, eher im Vordergrund ist die Kiefer, durchaus herb, dabei trocken und kratzig. Nach meinem Empfinden nicht wirklich freundlich, immer noch etwas Säuerliches streifend.

Die Basis gehört dann mehr den Holz- und Moostönen, da wird es dann etwas milder, weicher.
Für mich insgesamt kein großer Wurf, bestenfalls grundsolide für Freunde herb-moosiger Düfte.

Mit "Image" ist Cerruti meines Erachtens ihr bester, interessanter Frischeduft gelungen.
2 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Die Holzseife
Cerruti 1881 ist leider auch so eine Marke, die ihren Zenith schon längst überschritten hat. OK – ich hatte mir mal vor lauter Übermut in einem Düsseldorfer Laden unbewusst ein gefaktes Cerruti Polo-Shirt zu einem günstigen Kurs andrehen lassen. Allerdings stellte sich nach zwei Waschmaschinengängen heraus, dass das Shirt nicht wirklich was taugte. Dafür kann zwar Cerruti nichts, macht aber klar, welch Anziehungskraft hinter dem Label steht bzw. stand.

Seit gut 12 Jahren ist Nino Cerruti aus seinem eigenen Unternehmen ausgeschieden, welches er Cerruti 1881 nannte, nach dem Jahr in dem sein Großvater mit zwei Brüdern die gleichnamige Stoff-Fabrik gründete. Doch vorher wird er wohl noch Einfluss auf die Auswahl der Duftkollektion gehabt haben. Denn Cerruti 1881 ist im Prinzip gar nicht so übel. Das fängt schon mit dem eisblockartigen Flakon an, der fast ikonenhaft seit über 20 Jahren diesen Klassiker beherbergt. Dabei gibt ihm das mintgrüne Packaging eine kühle Aura, das dem Duft eigentlich nicht gerecht wird. Für mich kommt er eher warm, mit einer holzigseifigen Note, die meiner Nase schmeichelt.
Das wirkt hochwertiger, als der Preis, zu dem er teilweise verscherbelt wird.
Aber warum in alles in der Welt habe ich ihn mir niemals zugelegt? Das wird wohl höchstwahrscheinlich daran liegen, dass er mir ein wenig zu trocken wirkt. So als hätte er einen etwas faden Abgang, obwohl er zunächst recht vollmundig scheint. Vielleicht hätte er für meinen Geschmack etwas mehr von dem weichen Patchouli vertragen können. Oder noch eine Spur mehr Sandelholz? Oder weniger Eichenmoos? Was auch immer … – aber leider reicht es nicht für meine Sammlung. Wer aber einen Kandidaten kennt, der ähnliches leistet wie Cerruti 1881, aber gegen Ende geschmeidiger bleibt, darf mir gern einen Tipp geben.
4 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
4 Auszeichnungen
"Wasch mich, aber mach mich nicht nass ..."
Vor wenigen Wochen habe ich mir ein 25 ml-Fläschchen 1881 Homme gekauft, um einerseits einen weiteren Duft zu haben, anderseits um eine kleine Retro-Reise anzutreten. In den 90ern hatte ich mit Parfums nicht viel am Hut, obwohl mir u.a. ein Ferrari Red und Cool Water geschenkt wurden.
Das 1881 hatte ich einmal getestet und hielt es früher für eine Art "Gassenhauer". Aufgrund der eher positiven Kommentare habe ich mir also das kleine Fläschchen zugelegt.

Was soll ich sagen? Ich bin ratlos!
Haltbarkeit ist okay, Sillage kommt mir nicht übermäßig vor. Frisch, holzig, würzig liegen auf der Hand. Aber?
Und jetzt kommt das große Aber. Ich sprühe es auf (auch mal 5 Sprüher aufwärts) und es ist halt da und verdimmt im Laufe der Stunden ins Nirgendwo.

Der bisher einzige Duft in meiner noch bescheidenen Sammlung, auf den ich sofort verzichten könnte. Ich kann es nicht weiter eingrenzen oder beschreiben, aber die Überschrift bringt es zum Ausdruck.
Mit 1881 kann man nicht viel falsch machen, weil es einfach rein gar nichts macht.

Ich freue mich für alle, die Freude damit haben. Ich würde keinem vom 1881 abraten, aber natürlich Tests empfehlen. Aufgrund des niedrigen Preises kann ich niemanden wegen eines Blindkaufs auslachen. Wenn er mich aber fragen würde "Und, haut's dich vom Hocker?", würde ich resignierend antworten "Es versucht es ja noch nicht einmal!".

Das war kein Verriss, das war Ratlosigkeit.

Nachtrag vom 02.09.2012: Mit "es macht rein gar nicht" wollte ich ausdrücken, dass ich eine gewisse Ausstrahlung vermisse. Irgendetwas, was mich fasziniert schnuppern lässt. Mir kommt 1881 einfach "clean" vor; das macht es ganz ordentlich, nicht mehr, nicht weniger.
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Opaduft oder Klassiker?
Hatte noch ca. 20€ Budget, und es in diesen bekannten Duft investiert... Super Entscheidung, da man sich als Duftfan von gewissen Klassikern a la Fahrenheit, Cool Water oder Polo (Green) eine eigene Meinung gebildet haben sollte...

Und diesen Duft zähle ich in diese Kategorie, da ihn fast jeder kennt und das Preisleistungsverhältnis unschlagbar ist. Außerdem macht der eisig-einfache Flakon imo einiges her...Wozu sich eine gute Haltbarkeit (9 St.) und eine genau passende Sillage einreiht...

Nun zum Wichtigsten, dem Duft:
Da der Duft ein paar Jahre aufm Buckel hat und glaube ich auch von vielen älteren Herren getragen wird, dachte ich, oh oh ob der zu dir passt und gefällt... Aber das tut er, er riecht frisch, zeitlos, fast immer passend, eisig, moosig, männlich, später holzig und stilvoll... Nicht überraschend oder extrem modern oder cool, aber vielleicht gerade durch seine Klarheit und Linearität ein Tip und zu Recht Klassiker!
8 Antworten
Duft 7.0/10
1 Auszeichnung
Hat das Zeug zum Klassiker
Ein Anfangs im Breich des Üblichen frisch duftendes Parfum, das in der Basisnote aber deutlich holzige Aromen hervorbringt.

Statements

Precious vor 14 Monaten
Das aromatische 1881 zu riechen, ist mir stets eine Freude. Kristallklar, sauber, erfrischend u. belebend. Lavendel, obwohl nicht aufgeführt.+14
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
Meggi vor 15 Monaten
Johannisbeere (das Grün!), Zypresse, Moos: Markante Ansätze, aber sehr konventionell und arg vorsichtig fortgesetzt. Alltagsduft ohne Wow.+9
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 5.0
1 Antwort
RobGordon vor 79 Tagen
Hat durch Reformulierungen dermaßen gelitten, dass er heute als mieser Flanker von sich selbst durchgehen könnte! :)+8
Flakon 8.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 6.0
2 Antworten
Stinkiwinki vor 10 Monaten
Unglaublich frisch. Lange Haltbarkeit. Hoffnungslos unterbewertet im direkten Vergleich mit gewissen,klebrigen Bonbonwässerchen.+7
Flakon 7.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Basti87 vor 118 Tagen
Ein schöner Klassiker mit Bergamotte, Moos und hölzernen Noten. Frisch und angenehm zum kleinem Preis. Optimale Wahl für ein Geschenk.+6
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
JetonToni vor 11 Monaten
Frischer aromatischer Duft nach Kiefer, Tanne und Fichte. Durch die Frische erinnert mich 1881 pour Homme auch etwas an Antartica von YR.+6
Nasenschmaus vor 17 Monaten
Ohne Eichen-Moos nix los ? Möglich. Dennoch: An Frische kaum zu toppen. Cool Waters "grüner" Bruder ? Möglich. Dennoch: Auch frauentauglich.+4
Nikodemus vor 19 Monaten
Ein Dauerbrenner, dessen man nicht müde wird. Frisch und sauber riecht er, ein echter Wohlfühlduft. Auch nach 25 Jahren immer noch ein Juwel!+4
Duft 8.5
Taurus1967 vor 60 Tagen
Kommt anfangs angenehm wohltemperiert wie Holzseife - doch im trockenen Abgang hätte er mehr Patchouli und/oder Sandelholz vertragen können.+2
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 7.0

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