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Coco Mademoiselle Crush Absolu 2026

6.9 323 Bewertungen
Ein neues Parfum von Chanel für Damen, erschienen im Jahr 2026. Der Duft ist süß-blumig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich.
Aussprache Vergleich
Ähnliche Düfte

Duftrichtung

Süß
Blumig
Fruchtig
Holzig
Synthetisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
LitschiLitschi GrapefruitGrapefruit
Herznote Herznote
RoseRose JasminJasmin
Basisnote Basisnote
AmbernotenAmbernoten PatchouliPatchouli holzige Notenholzige Noten VanilleVanille VetiverVetiver

Parfümeur

Videos
Bewertungen
Duft 6.9
323 Bewertungen
010
Haltbarkeit 8.1
268 Bewertungen
010
Sillage 7.6
264 Bewertungen
010
Flakon 8.6
263 Bewertungen
010
Preis-Leistung 6.4
195 Bewertungen
010
Eingetragen von Janetbeary, aktualisiert am 15.10.2026
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Gesicht der Werbekampagne ist die US-amerikanische Sängerin und Songwriterin Gracie Abrams, gefilmt vom britischen Regisseur Joe Wright.

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Rezensionen

19 ausführliche Duftbeschreibungen
9Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
CandyScent

35 Rezensionen
CandyScent
CandyScent
Top Rezension 52
Absolut verknallt!
Ich habe mich in der Vergangenheit nie so wirklich an Düfte von Chanel herangetraut. "Die sind eine Nummer zu groß für dich", war stets mein Gedanke. Zu ernst, zu erwachsen.

Mit dem Release von Crush Absolu wurde dieser "Fluch" nun endlich gebrochen!

Der Duft startet mit einer spritzig-fruchtigen Explosion aus Litschi und Grapefruit. Besonders letztere sorgt für einen fulminanten und erfrischenden Auftakt. Ein olfaktorisches "Hi, hier bin ich!"

Bereits zu Beginn merkt man deutlich, wie Chanel hier auch ein jüngeres Publikum ansprechen möchte. Coco's Tochter, wenn man so will.

Die alteingesessenen Fans sollen aber keinesfalls verschreckt werden. Dies offenbart sich im weiteren Verlauf, wenn üppige florale Noten eine Art Vintage-Vibe versprühen und kurzerhand das Zepter übernehmen.

In der Basis vereinen sich dann schließlich die Generationen und herrschen in harmonischem Einklang. Warme Vanillenoten und klassisches Patchouli verschmelzen zu einem sinnlichen Duftschleier, der seine Träger:innen lange begleiten soll.

Über allem schwebt etwas leicht ambriertes, was dem Duft ebenfalls eine gewisse Modernität verleiht. Eine Ähnlichkeit zum OG kann ich übrigens nicht ausmachen. Für meine Nase ist Crush Absolu eine komplett eigenständige Kreation.

H&S sind absolut fantastisch! Der Duft präsentiert sich sehr selbstbewusst.

Die optische Krönung ist natürlich der wunderschöne Flakon, dessen satte pfirsichfarbene Flüssigkeit perfekt zu diesem tollen Dufterlebnis passt!
Aktualisiert am 19.08.2026, 10:29 Uhr
18 Antworten
5Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
loewenherz

932 Rezensionen
loewenherz
loewenherz
Top Rezension 52
Ich glaube, Chanel will gar nicht Frauen schön und glücklich machen. Ich glaube, Chanel will Geld verdienen.
Im Grunde könnte ich meine zuletzt verfasste Rezension zu Guerlains L'Heure Bleue fast copypasten, so sehr ähneln sich das Schema und die Kontroverse im hiesigen Diskurs. Ein alteingesessenes Parfumhaus bringt - rechtzeitig zum Herbst und Weihnachtsgeschäft - eine umstrittene Neuinterpretation eines ihrer Altvorderen heraus. Die Dufttraditionalisten sind rechtschaffen empört, die unvoreingenommeneren und unverbildeteren Nasen finden das Resultat gar nicht mal schlecht und werben für mehr Offenheit (im Sinne von 'Tradition ist Erhalt des Feuers und nicht Anbetung der Asche'). Doch anders als bei L'Heure Bleue, den ich aushaltbar finde, wenngleich die mutwillige Parallele zum originalen L'Heure Bleue unnötig und überflüssig, empfinde ich Coco Mademoiselle Crush Absolu - was für ein saublöder und manierierter Name übrigens! - tatsächlich als Duft selbst als enttäuschend trivial.

Wieso das? Ein Signum fast aller Düfte des Hauses Chanel ist ihr hoher Wiedererkennungswert. So unterschiedlich sie im einzelnen auch sein mögen - man erkennt fast immer jene subtile Bitternote, jene fein androgyne Zartheit und jenes diffus Französische, das unmissverständlich raunt: Chanel. Coco Mademoiselle Crush Absolu raunt gar nichts. Er eröffnet plärrend mit einem blumigsüßen kirmestechnosynthetischen Fruchtcocktail, der ebenso von Paco Rabanne sein könnte und von britischen Junggesellinnenabschieden erzählt. Diesen tiktokrosafarbenen Kopf-Herzakkord, den ich nicht anders als gewöhnlich finden kann, propft er auf einen Unterbau, der unbeholfen jenen chanelschen Archetypen zu zitieren sucht, den ich oben meinte - einem olfaktorischen Wolpertinger gleich, der Rehgeweihe auf Hasenschädel schraubt, was bestenfalls drollig aussieht. Und ich fürchte fast, Chanel ist all das ziemlich gleichgültig.

Denn schaden wird es ihnen nicht, weder wirtschaftlich noch hinsichtlich des Leumunds, zumindest nicht langfristig. Die alteingesessenen Fans, die hier wie ich missbilligend die Nase rümpfen, werden ihn ignorieren und bald vergessen haben. Sie werden deswegen nicht aufhören N°5 zu schätzen oder einen der anderen Klassiker aus der Rue Cambon. Sie werden auch nicht aufhören, Kettentäschchen und Boucléjäckchen zu tragen, so empörend sie diesen Aussetzer auch finden mögen. Und diejenigen, die Coco Mademoiselle Crush Absolu gelungen und schön finden - und das sei Ihnen ja gegönnt - nun, die werden vielleicht nicht gleich morgen mit N°5 und Boucléjäckchen anfangen. Aber erstens zählt kaufmännisch auch bei Chanel das Hier und Jetzt, und zweitens ist das Eis zur Marke auch vielleicht gebrochen für spätere Cross Sellings. Insofern Win-Win für Chanel - wenn auch eine beklagenswerte Niederlage für die Nase.

Fazit: meine Safari-Autokorrektur will statt Crush Absolu immer Crash Absolu schreiben. Ausnahmsweise mal mitgedacht von ihr.
Aktualisiert am 15.09.2026, 11:19 Uhr
13 Antworten
4Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Gold

261 Rezensionen
Gold
Gold
Top Rezension 44
Crush auf wen ?

Bei der neuen L’Heure Bleue konnte ich noch argumentieren: Ein großes Haus muss sich bewegen. Es braucht neue Kunden, neue Ideen, vielleicht sogar eine neue Duftsprache. Man muss nicht jede Modernisierung mögen, um ihre Notwendigkeit zu verstehen.

Nach meinem Test von Coco Mademoiselle Crush fällt mir diese Großzügigkeit erheblich schwerer.
Der Auftakt: Grapefruit. Dazu ein ganzer Korb weiterer Früchte, die ich gar nicht genauer identifizieren möchte, weil sie auf meiner Haut weniger nach konkretem Obst als nach einer abstrakten Vorstellung von "fruchtig, frisch, jung" riechen. Alles ist hell, saftig, unmittelbar und auf maximale Gefälligkeit getrimmt.
Nun gut. Warten wir ab.
Leider wird es nicht besser.
Denn danach öffnet sich auf meiner Haut ein regelrechtes Meer aus etwas, das ich vor allem als Ambroxan wahrnehme oder zumindest als jene moderne, diffus holzig-amberartige Synthetik, die inzwischen durch unzählige Neuerscheinungen rauscht. Strahlend, expansiv, haltbar und für meine Nase irgendwann vor allem ermüdend.
Und ich frage mich die ganze Zeit: Wo ist eigentlich Chanel?
Mehr noch: Wo ist Coco Mademoiselle?
Man muss das Original nicht für sakrosankt erklären. Auch Coco Mademoiselle war im Jahr 2001 schließlich kein nostalgischer Duft, sondern ein ausgesprochen zeitgemäßes Parfum. Aber es hatte eine erkennbare Handschrift. Diese Verbindung aus leuchtender Zitrusfrische, Rose, Patchouli und einer gewissen trockenen, eleganten Strenge ergab etwas, das man wiedererkennen konnte. Es war kommerziell, sehr sogar, ohne völlig beliebig zu riechen.
Bei Crush suche ich nach dieser DNA und finde sie kaum noch.

Natürlich verstehe ich, was hier passiert. Eine neue Generation von Käuferinnen soll angesprochen werden. Der Duft muss sofort funktionieren, projizieren, modern riechen und wahrscheinlich auch in den ersten Sekunden eines Tests am Counter überzeugen. Dagegen ist aus wirtschaftlicher Sicht wenig einzuwenden.
Aber muss man sich deshalb derart anbiedern?
Genau das ist mein Problem mit Crush. Nicht, dass der Duft jung riecht. Nicht, dass er synthetisch ist. Und schon gar nicht, dass Chanel etwas verkaufen möchte. Chanel wollte immer Parfum verkaufen.

Mich stört die Austauschbarkeit.
Nimmt man den Namen vom Flakon und gibt mir Crush blind auf einen Teststreifen, wäre ich vermutlich nicht auf die Idee gekommen, hier einen neuen Coco-Mademoiselle-Duft vor mir zu haben. Vielleicht nicht einmal einen Chanel.
Und das finde ich bemerkenswert.
Ein Haus wie Chanel besitzt etwas, wovon zahllose andere Marken nur träumen können: eine eigene olfaktorische Geschichte, eine erkennbare Ästhetik, ein riesiges Duftarchiv. Gerade deshalb muss es aktuellen Trends nicht hinterherlaufen. Es könnte sie interpretieren.
Crush riecht für mich dagegen, als hätte man sehr genau beobachtet, was derzeit funktioniert : Früchte, Strahlkraft, synthetische Amberhölzer, enorme Präsenz .... -
und anschließend das Chanel-Etikett daraufgeklebt.

Vielleicht wird genau das ein Verkaufsschlager. Das würde mich nicht einmal überraschen.

Aber ich sitze davor und schüttele den Kopf.
Nicht, weil ich zu alt für Crush bin.

Sondern weil Chanel eigentlich zu gut dafür sein müsste.
49 Antworten
1Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Axiomatic

159 Rezensionen
Axiomatic
Axiomatic
Top Rezension 32
Fräulein 2026: 41,5°C à l‘hausse
Wo anfangen?
Es endet doch arg schlimm.
Aber schlussendlich gibt es eine wahre, lustige Beobachtung.

Es bedurfte langwieriger Geduld, um endlich einen halbwegs gefüllten Tester dieser pinken Flüssigkeit ausfindig zu machen.

Allein die Wortwahl des Namens lässt auf Kniefall vor der absurden Wir-Haben-Uns-Alle-Kunterbunt-Lieb-Blase schließen.
Und, quelle surprise, die Maische riecht entsprechend.

Ach ja, eine vermaledeite Gouvernante tuschelte Böses mit ihrer Mitarbeiterin in der Parfümerie während ich, Mann, es wagte, den Chanel-Tester tatsächlich zu bedienen. Bleu de Chanel Eau de Parfum stünde doch offensichtlich für mich bereit.

Zisch!

Gut, eine rosane Grapefruit begrüßt doch recht saftig.
Ganz nach Art des Hauses, welche die Kopfnote stets als markantes Erkennungszeichen vorschreibt.

Ein paar Augenblicke weiter öffnet sich die Obstdose aus dem südlichen Fernost.
Eine in Kunstsirup ertränkte Fruchtmischung „Pattaya“ verdirbt mir augenblicklich den Magen.

Kandierte Blumen werden im Nu, ich bitte um Verständnis für den krassen Vergleich, von einem Tsunami blauen Ambrocenides gar brutal erwischt.
(Schwieriger Genitiv, klingt nach griechischem Endgegner.)
(Wer sang nochmal über die perfekte Welle?)
Die Harze der Hölzer werden derart hochgepuscht, dass jegliche Feinheit zerbricht. Rauch steigt auf.
Eine Wiederkehr des plump Auffallenden, wie so oft in günstigeren Möglichkeiten der Duftrichtung.

Da sich heutige Axe-Schöpfungen äußerster Beliebtheit in der Männerumkleide des Sportstudios erfreuen, erkenne ich sofort die sportlich synthetische Verunglimpfung des Fräuleins.
Zum Begriff gleich mehr.

(Die kluge Autokorrektur schlug mir Axt-Schöpfungen vor, interessant.)

Laut, lauter, gar schreiend pocht die nach zersetzender Fliehkraft flehende Komposition.

Alles dreht sich, Hölzer, Blüten, zitrisches Vanillin, pappige Süße, hundsgemeine Synthetik.
Bitte bis zur empirischen Beobachtung durchhalten.

Der Massenandrang, so eine mögliche Übersetzung des Wortes crush, gerät in Wallung.
Er wird lange Stunden für schauderhafte Schrecken sorgen.
Am Tag danach roch mein Handrücken immer noch nach dem Anschlag.

Absoluter Tiefpunkt, Chanel!

Nun zum Fräulein.
Es wäre hierzulande gar köstlich gewesen, hätte Jil Sander ihre ersten Frauendüfte nach jener entzückenden Betitelung jungfräulicher, in der Blüte ihrer Reifung befindlicher Damen benannt.
Alice Schwarzer hätte begeistert wohl die Regale leer gekauft.

Grinsekater winkt aus Fernost.

Doch in Frankreich, wie in etlichen romanischen Ländern, hält sich dieser Personenstand noch tapfer. Aber auch im angelsächsischen Raum ist es weiterhin üblich, Miss zu verwenden.

Wenn ich bedenke, dass vor Jahrzehnten meine unverheiratete Großtante in ihren Sechzigern, stets in kniebedeckendem Kostüm samt seidener Bluse und obligatorischer Perlenkette mehr als präsentabel gekleidet, noch darauf bestand, so angesprochen zu werden, muss ich einerseits schmunzeln, anderseits mit Wehmut auf respektable Zeiten zurückblicken.

Hier aber erfahre ich ein Double-feature Creature Feature zum zuckersüßen, genmanipulierten Popcorn.

Der Fiebertraum von Werbefilm des Duftes kann als Fortsetzung der üblen Zelluloidschändung „Die fabelhafte Welt der Amélie“ von 2001 verstanden werden.
Ach, das Geburtsjahr des Urfräuleins Coco Mademoiselle Eau de Parfum in Pink!

2026 wählte man als leicht größenwahnsinnige Weltverunstalterin Gracie Abrams, quasi als Filmtochter von Audrey Tautou bestens auserkoren.

Ihre leicht faschistoide Vorstellung von einem nächtlichen Paris unterstreicht köstlich den sogenannten Duft.

Künstliche Intelligenz liefert einen verwaisten Place Vendôme samt Rue de la Paix und Rue de Castiglione. Alles so schön sauber und kernsaniert, man könnte vom Boden essen!
Kein Anzeichen dessen, was eine Madame Hidalgo als Bürgermeisterin den Parisern zugemutet hat.
Auch keine wahren nächtlichen Gestalten aus Fleisch und Blut mit gar üblen menschlichen Absichten im Schutze der Dunkelheit und überforderten Gendarmen. Von den lauten Motorrädern als Fluchtmittel ganz zu schweigen.
Egal, es soll ja hübsch aussehen.

Über die narzisstische Störung des Werbegesichts zu sinnieren wären weitere Zeilen vergeudete Zeit.
Sie ist offensichtlich.

Doch das Opus horribile, nicht horribilis, steigert sich noch.

Hier erweckt Chanel ein mediokres Discolied sage und schreibe fünfzig Jahre später zu neuem Leben, Young Hearts Run Free von Candi Staton aus dem Jahr 1976.
Aber, aber Chanel, hat Dich der Mut zu Alexandrie, Alexandra von Claude François 1977 verlassen?
Der französische Popoklatscher, der um die Welt ging?

Nun gut, besagtes Filmtöchterchen glamouriert vom teuren Pflaster aus zu jener nur in den kreativen Köpfen des Werbekollektivs vorhandenen plauschigen SMIC Welt.
(Salaire minimum interprofessionnel de croissance, zu Deutsch Mindestlohn)
Wie schon 2001 das unrealistische Montmartre Viertel jener Amélie.
Die Klarna-finanzierte Ansammlung in Gracies Boîte, sprich Vergnügungspinte, ist an Absurdität nicht zu überbieten.
Insbesondere das choreographische Tanzen der besten schwulen Freunde von Gracie mitsamt eines Imams ist geradezu…
Amélie in Technicolor!

Wie die Mutter so die Tochter.

Aber so hat die Welt zu sein!

Und auch die Verkaufszahlen von Chanel!

Ich frage mich, ob 2026 Inès de la Fressange als Großmama des 1984 erschienenen Coco Eau de Parfum sich noch mit Mademoiselle ansprechen lässt.
Mit Sicherheit nicht als edle Witwe und zweifache Mutter.

Zu guter Letzt eine herzerfreuende Beobachtung an der Wiesbadener Wilhelmstraße unmittelbar nach der Dufterfahrung, denn ich war nicht allein am Tester.

Eine junge Frau, in recht sportlicher Tenue mit abdomenfreiem Einblick, roch danach.
Sie videotelefonierte über Kopfhörer geradezu ekstatisch ob der pinken Attacke, die gesamte Innenstadt durfte brav ungefragt zuhören. Keine real physische Begleitung in Form eines Freundes oder Freundin, alles rein virtuell.

Lediglich ihr real existierender schwarzer, treuer Hund trottelte stoisch nebenher. An der Ecke Friedrichstraße blieben die beiden Geschöpfe brav an der roten Ampel stehen. Prächtiger die Kulisse nicht sein konnte.

Und…

Im Maul trug der Vierbeiner emanzipiert seine eigene Leine und wollte nur noch nach Hause.

Und alle Blicke und Telefonkameras wurden auf ihn gerichtet.

Hach, der passende Dog Content rettet den Tag am Ende doch.

Und derweil reinige ich meine geschundene Nase mit Pour Monsieur Eau de Toilette .
Aktualisiert am 06.10.2026, 05:29 Uhr
25 Antworten
9Duft 9Haltbarkeit 8Sillage
Lillie

24 Rezensionen
Lillie
Lillie
Top Rezension 32
Chanel heißt Moderne
Coco Mademoiselle Crush Absolu nun also. Die Abfüllung ist da und ich bin gespannt. Die Vorgänger der Familie habe ich alle durch, habe sie alle getragen, mag, nein, liebe sie alle. Angefangen bei Coco Eau de Toilette , meinem ersten echten Parfum was ich mir selbst gekauft habe, dann die Kra-woom! Einführung der Coco Mademoiselle Eau de Parfum , dieser Duft war omnipräsent! Hier mochte ich auch das Coco Mademoiselle Eau de Toilette mit seinen muskigen und Grapefruit-Litschi Nuancen sehr, besonders im Sommer (der hatte auch schon diese leicht maskulin anmutende Untertöne) - bis hin zu Coco Mademoiselle Eau de Parfum Intense . Diese Legende bekommt also nun eine neue Verwandte. Neugier ist mein zweiter Name. Der Name, hier scheiden sich schon als erstes die Geister. Hätte man ihn komplett anders nennen sollen? Jein... ich möchte zu bedenken geben, dass wenn man ihn anders genannt hätte, sicher einige Stimmen gemeint hätten: oh, der riecht aber wie eine Verwandte von Coco Mademoiselle, ich kann die Verwandtschaft schon erkennen, ich sehe hier die extravagante Cousine, den Coco-Paradiesvogel (wer erinnert sich noch an die Werbung mit Vanessa Paradis, zwitschernd im Käfig?) der Familie. Wer kennt sie nicht, diese eine Tante...
Die Grapefruit und Litschi Combo aus dem CM EdT Thema werden hier aufgenommen und potenziert, Jasmin und Rose nehme ich schwächer und eher im Mittelteil wahr, dann kommt das ambrierte Holz. Lasst uns nicht diskutieren was da noch natürlich und was synthetisch ist, wir sprechen hier nicht über einen Duft aus ätherischen Ölen aus dem Reformhaus, sondern eines Mode- und Kosmetikkonzerns. Chanel war immer modern, siehe zB die Nutzung von Aldehyden. Madame war eine Vorreiterin, eine Speerspitze der modernen Frau in ihrer Zeit, sie war es, die die Taille weggeschneidert hat in ihren Sportkleidern, sie war es, die Aldehyde in Überdosis ihrem legendären Numero Cinq eingeführt hat. Wieso sollte sich Chanel nun inkonsequenterweise nicht den modernen Duftnoten öffnen, die zugegebenermaßen bei vielen Herstellern häufig überdosiert und penetrant eingesetzt werden. So aber nicht hier.
Chanel bleibt sich treu. Ich finde diesen Einsatz hier absolut geschickt und ausbalanciert, es entwickelt sich in der Herznote ein warm-würziges Holz, vetiverartig-salzig, welches später in der Basis in das klassische Coco/CM-Patchouli mündet. Vanille zurückhaltend.
Die Haltbarkeit ist lang, typisch Chanel, ich rieche es am nächsten Tag noch in Haar, Kleidern und auf der Haut obwohl ich keine Oversprayerin bin.

Der Grundeindruck ist fruchtig-holzig, weich und feminin, besonders und modern. Noch nicht so dagewesen und es strahlt und glitzert für mich auf der Haut und in der mich umwehenden Sillage.

Habe sofort Komplimente von meinem Liebsten bekommen (der wirklich viel kennt und testen muss) und denke mir so... Augen (Nase) auf, Horizonte öffnen. Wie können wir erwarten, dass sich etwas weiterentwickelt, wenn wir immer alles so machen wie bisher?

Ich bin froh, dass die Befürchtungen, die die ersten Rezensionen in mir ausgelöst haben, nicht eingetroffen sind.
Ich bin aber vielleicht auch diese eine merkwürdige Tante. Und stehe dazu.

Nachtrag:
Der Name leitet sich übrigens von der Coco "Crush" Schmuck-Kollektion von Chanel ab.

Aktualisiert am 12.10.2026, 05:48 Uhr
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vor 1 Monat
Übersteuerter trashiger Fruchtcocktail auf Ambroxan. Bonjour en enfer. Ich passe.
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