Sauvage

Eau de Toilette (2015)
Sauvage (Eau de Toilette) von Dior
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Sauvage (Eau de Toilette) (Dior)
Sauvage (Eau de Toilette) (Dior)
Sauvage (Eau de Toilette) (Dior)
7.1 / 10     469 BewertungenBewertungenBewertungen
Sauvage (Eau de Toilette) ist ein Parfum von Dior für Herren und erschien im Jahr 2015. Der Duft ist frisch-würzig. Es wird von LVMH vermarktet. Der Name bedeutet „wild”.

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Parfümeur

François Demachy

Duftnoten

Ambrox, Elemiharz, kalabrische Bergamotte, Patchouli, provenzalischer Lavendel, rosa Pfeffer, Rosengeranie, Szechuanpfeffer, Vetiver

Bewertungen

Duft

7.1 (469 Bewertungen)

Haltbarkeit

7.4 (364 Bewertungen)

Sillage

6.9 (375 Bewertungen)

Flakon

8.0 (390 Bewertungen)
Eingetragen von Franfan20, letzte Aktualisierung am 29.03.2017

Wissenswertes

Das Gesicht der Werbekampagne ist der Schauspieler Johnny Depp.

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Kommentare

RobGordonRobGordon vor 14 Monaten
Duft 8.0

„Irgendwo zwischen Selbstironie und unfreiwilliger Komik...”


würde ich die Sauvage Werbung einstufen. Was war der Masterplan? In Johnny Depp, dem fleischgewordenen Christbaum, fährt...
RoninRonin vor 18 Monaten
Duft 2.5

„Eine Ansammlung von Fragmenten ist nicht automatisch eine Collage”


Die Spannung oder auch Vorfreude auf Parfumo war groß, als im Mai 2015 bekannt wurde, dass François Demachy für...
Flakon 8.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
Wenn man den Nerv der Zeit trifft…
Es gibt Düfte, die erzeugen bei mir beim ersten Anschnuppern schon einen bleibenden Eindruck. Bei Terre d’Hermès EdT war dies so. Auch bei Eau Sauvage und seinem Parfumableger, bei Green Irish Tweed sowie vor langer Zeit bei Diors Higher. Düfte, die sofort einen Kaufimpuls ausgelöst haben und schnurstracks in meine Sammlung einziehen durften.

Daneben gibt es aber auch Düfte, bei denen dauert es halt ein bisschen länger. Bei Dior Homme hat es sogar sehr lange gedauert bis es bei mir Klick gemacht hat. Heute möchte ich ihn nicht mehr missen. Und auch bei Sauvage hat es was länger gebraucht, um zu verstehen, wie er funktioniert.

Wie in meinem Kommentar zu „Bleu de Chanel“ beschrieben, trifft auch dieser Duft einfach den Nerv seiner Zeit. Man mag es eher unkompliziert, clean und geradlinig. Böse formuliert, könnte man sagen, dass heutzutage immer mehr das Angepasste gewünscht ist und auch gewünscht wird. Den Typen, den Leader auf dem Platz, trifft man immer seltener. Von daher passt dieser Duft einfach in das moderne Weltbild. Auffallen nicht um jeden Preis. Da drin liegt aber nun die Krux bei diesem Duft. Denn man fällt auf. Sehr positiv sogar. Dieser Duft wird nun mal, wie hier schon so oft beschrieben, durch die Sillage wahrgenommen. Dieser Duft geht immer und was mich persönlich am meisten fasziniert und mir eigentlich überhaupt nicht wichtig ist, da ich Düfte trage, um gut zu riechen: Man bekommt wirklich Komplimente.

Dem oft zitierten Vergleich zu Aventus kann ich mich persönlich hier nicht anschließen. Für mich riechen beide Düfte einfach zu verschieden als dass ich Sie miteinander vergleichen könnte. Lediglich die Konzeption beider Düfte dürfte dieselbe gewesen sein.

Zugegeben der Beginn ist arg synthetisch und ich bin ehrlich gesagt froh, wenn die ersten paar Minuten vorüber sind und sich die Kopfnote so langsam verabschiedet. Danach kommt das gepfefferte Holz ins Spiel. Das Ambroxan powert den Duft noch so richtig auf und ist somit für die sehr gute Haltbarkeit und Sillage verantwortlich. Vielmehr tut sich bei dem Duft dann auch nicht mehr.

Der einzige Kritikpunkt meinerseits ist die Namengebung und das Flakondesign. Insbesondere die Namensgebung war ja eh noch nie Diors Stärke.

Wenn wir hoffentlich im Jahre 2043 immer noch unsere Community betrieben und parfümtechnisch auf die 10er Jahre unseres Jahrhunderts zurückblicken und an all die geschundenen Duschgel-Frische-Düfte denken, werden wir wahrscheinlich genauso sehnsuchtsvoll an sie denken, wie es uns in unserer heutigen Zeit mit Düften wie Antaeus geht. Die großen Klassiker von einst!

Euer Profumorist
6 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    14 Auszeichnungen
Sexieness in a Bottle
ist und bleibt auch 2017 dieser einfach gestrickte Duft aus dem Hause Dior.

Von einigen wird er als zu synthetisch, Kopfschmerz Duft, Duschgel mäßig oder auch billig empfunden...zu Recht!

Doch dagegen halten die anderen, die Ihn einfach Lieben...so wie ich.

Fraglich wieso...

Bei etlichen Neuerscheinungen die aus dem Mainstream Bereich kommen gilt ganz klar, der Masse zu gefallen.

Dior hat mit Sauvage wie auch Chanel mit Bleu hier deutlich ins Schwarze getroffen.

Beide Düfte haben Ihre ganz persönliche Daseinsberechtigung.

Kommen wir jetzt mal zum Duft, was bekommt der Träger geboten...

ein synthetischer Frischekick, dazu eine gewisse Würze, umschmeichelt mit einem holzigen Unterton.
Einfach gehalten, nicht viel Schnick Schnack...was ja so nicht schlecht sein muss.
Diese Einfachheit macht sich auch im Duftverlauf bemerkbar, es passiert nichts, aber auch gar nichts, keinerlei Veränderung bis zum Ende.

Wieso sollte er nun für mich Sexieness in a Bottle sein?

Nun kommen wir schon an den Punkt...

er frisst sich einfach in das Gedächtnis ein und das bevorzugt von anderen, also nicht vom Träger selber.
Diesen Effekt hatte ich bisher nur bei wenigen Düften gehabt.

Sauvage spielt seine Karten, ganz klar in der Sillage aus.
Diese Frische gepaart mit der Synthetik hält den Radius enorm groß.
So eine Performance und Haltbarkeit ist wirklich erstaunlich.
Und das für einen Frühjahr/Sommer Duft.
Wie Geil ist das denn!!!

Zu guter Letzt muss ich sagen, Komplimente hagelt es von beiden Geschlechtern, also nicht nur von der Frauenwelt und das zu Hauf.
Fazit:

Manchmal sind es eben die einfachen Düfte im Regal die einigen das Gefühl von Männlichkeit und Sexieness geben. Alles richtig gemacht Dior!!!
8 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.5/10
Sehr hilfreicher Kommentar    11 Auszeichnungen
Was nehmen wir denn heute?
Es ist mir ein Rätsel...
Ich steh morgens auf. Als Ritual, nehm ich mir schon immer vor, während ich unter der Dusche stehe: was trag ich denn heute? Male mir genau aus wie ich den Duft aufsprühe und mich über seine Art freue... Wie ich dann im Auto immer wieder den warem Schwall des jeweiligen Duftes in die Nase bekomme....

Nun... Ich bin soweit! Ich öffne meinen super dunklen klimatisierten Schrank, (natürlich mit Bewegungsmelder um die Volle Pracht meiner Sammlung in das rechte Licht zu rücken...) Greife in den Schrank! Nimm das Parfum das ich mir bereits ausgesucht habe (s.v.) uuund rieche an dem Zerstäuber. Soll ich wirklich? Rieche an meinem tollen OW. Heute doch den wieder? EEEEEEEH ach egal SAUVAGE drauf!

Bisher war es immer die richtige Entscheidung. Ich fühl mich gut mit dem Duft. Sauber, wohl beduftet. Gegen alles gewappnet. Der passt eig immer! Im Büro noch nie was negatives gehört: eher im Gegenteil! Ein absoluter "Nobrainer". Klar bei solchen "Duschgel"Düften scheiden sich die Meinungen, aber scheinbar hab ich ein Fabel für solche! Selten hat mich ein Duft so geflasht.

Auf "Sauvage" wurde ich aufmerksam, als er erschien! Der Johnny in der Werbung. In jeder Zeitschrift ne Probe. Überall war er. Das war die Zeit in der ich mich mehr für Parfum interessierte und vor der Wahl stand, wer soll es denn werden? Letztendlich entschied ich mich aber für den DHI. Auch weil der hier so tolle Bewertungen hatte und ich mir den besser für die kalte Jahreszeit vorstellen konnte. AAABER Sauvage blieb mir im Hinterkopf... Immer mal wieder durfte ich testsprühen und immer fand ich ihn gut!

Gleich zwei mal hatte ich ihn mir besorgt/besorgen lassen. Einmal in geistiger Umnachtung hier Versoukt aber gleich bereut und wieder geholt!

Er startet fruchtig, wird dann pfeffriger und überzeugt einfach mit seiner umwerfenden Aura! Auf der Haut verhält er sich etwas anders, bleibt seiner Linie aber treu!
Er trifft die breite Masse und noch riech ich ihn nicht so oft... Ich glaube ein Kollege nimmt ihn ab und an aber das hält sich ja in Grenzen!

Also von meiner Seite aus: Applaus!
Sauvage hat mich und ich hab ihn!
6 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar    9 Auszeichnungen
Absolut alltagstauglicher Dior für den modernen Mann
Ich lese zu diesem Duft schon seit Monaten mit. Ich mag Düfte, wo Meinungen stark auseinandergehen wie es hier der Fall ist. Aus einem einfachen Grund: Sie haben meist etwas besonderes. 0-8-15-Düfte polarisieren nicht sehr viel, da nichts besonderes verhanden ist. Bei Dior Sauvage war ich aufgrund der vielen Kommentare gespannt, diesen zu testen. Auch bei vielen Youtube-Videos kommt der wirklich gut weg und gefällt vielen Frauen und den männlichen Trägern.
Ich besitze schon einige Dior-Werke und ich liebe sie. Dior steht für mich für Klasse, Qualität und hohen Wiedererkennungswert. Die meisten wie auch diesen hier hat Francois Demachy erschaffen. Seine Arbeit überzeugt mich. So auch dieser neue Sauvage. Oft verglichen mit Bleu de Chanel. Dieser Vergleich ist durchaus gerechtfertigt. Vom Geruch her sind sie zwar weniger ähnlich aber das Konzept vom Sauvage ist recht ähnlich gehalten. Ein frisch-würziger Duft, der sehr alltagstauglich ist.

Beim ersten Test war ich überzeugt: Er startet wirklich angenehm frisch und männlich. Was einzelne Inhaltsstoffe angeht, habe ich eine weniger geschulte Nase, aber das Konzept des Duftes finde ich interessant. Sauvage ändert sich wenig im gesamten Verlauf. Die einzige Veränderung ist, dass er etwas stechend anfängt aber im späteren Verlauf sehr sanft wird. Was ich an diesem Duft am interessantesten finde sind die metallischen Noten. Hat irgendwie was. Hinzu kommen tolle Pfeffernoten und das hier oft kritiserte Ambrox. Ich mag die gesamte Kombi. Dass hier ein billiges Konzept teuer verkauft wird, empfinde ich nicht. Was hier ebenfalls positiv raussticht ist die wirklich tolle Performance. Haltbarkeit und Sillage sind absolut Dior-würdig. Die Haltbarkeit dürfte um die 10 Stunden sein und das mit einer wirklich sehr guten Sillage über weite Strecken.
Verwendung für diesen Duft findet man täglich. Für mich einer der alltagstauglichsten Diors. Wo viele Diors etwas too much sind, ist dieser ein ähnlicher Crowdpleaser wie BDC. Könnte man auch zu anderen Anlässen tragen, aber ich sehe ihn als Alltagsduft, der souverän und sexy daherkommt.

Warum bekommt er soviel Kritik? Ich denke mal, der grund liegt darin dass Dior mit diesem Duft auch andere Klassen bzw. den Mainstream ansprechen will. Mit Johnny Depp hat sich Dior ja auch wirklich ein bekanntes Gesicht geangelt. Ich denke mal, dieser Duft wird viele ansprechen. Auch Leute, denen Dior bislang nicht so zugesagt hat. Dior wird die Kritik hier egal sein, da ich mir sicher bin, dass Sauvage sich wirklich gut verkauft und verkauft werden wird. Ich trage alles von Drogeriedüften bis hin zu edlen teuren Düften. Einigen Nischen-Fans ist er wahrscheinlich zu mainstreamig.

Verschenkt habe ich diesen Duft auch schon. Mein Bruder feierte seinen 31. Geburtstag und da fand ich diesen Duft als sehr passend. Ich suchte einen Alltagsduft mit guter Qualität, der am besten in mehreren Jahreszeiten tragbar ist. Es war nicht leicht einen passenden Duft zu finden, da er extrem mainstreamige Düfte mag und trägt. Da kommt der sehr gut, da er eher kommerziell ist ohne trashig zu sein. Für ca. 80 Euro a 100ml eher teuer, aber noch im Rahmen, grade für die Performance.
Ob ich ihn selbst tragen würde? Eventuell, wenn eine kleine Flasche günstig zu haben ist. Für mich eine tolle Alternative für den Alltag. Für mich eigentlich ausschließlich für den Alltag, da mir irgendwie das gewisse Etwas für besondere Momente fehlt. Im Alltag wird man allerdings damit wenig anecken und "Overdressed" sein. Ein Sympathischer Crowdpleaser halt.
2 Antworten
Flakon 6.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    17 Auszeichnungen
Mal ne Lanze brechen
Erster Eindruck:

Ekelerregend! Er kratzt in der Luftröhre, riecht abstoßend metallisch, abnorm und synthetisch. In der Tat gibt es nichts in der Natur, das so riecht. Der Duft ist bestenfalls überflüssig, schlimmstenfalls ein Parfümverbrechen.

Zweiter Eindruck:

Nach längerem Tragen und Testen bemerke ich, dass der Duft tatsächlich einen Verlauf hat. Er verändert sich, während er sich durch seine Elemente "brennt". Nach 4 Stunden wird er immerhin deutlich sanfter und freundlicher und ja, ich beginne auch das gewisse Etwas in ihm wahrzunehmen.

Dritter Eindruck:

Seit Wochen trage ich diesen Duft und er hat viel zu sagen. Und er hat mich überredet. Aus dem ekelerregend wurde ein rau, aus dem kratzig ein männlich, aus der metallischen Note wurde ein kühles Prickeln und aus seiner synthetischen Beschaffenheit eine Einzigartigkeit. Ja, zwischen uns stimmt die Chemie. Nun sind wir Freunde und vielleicht wird noch mehr draus. Vielleicht werden wir Blutsbrüder? Es könnte aber auch sein, dass ich schon im nächsten Monat bei einem "Ich riech dich später" verbleibe. Ich weiß es nicht.

Fazit:

Und so komme ich zu dem Schluss, dass man diesem Duft wenigstens eines nicht absprechen kann: Interessant zu sein.
12 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    10 Auszeichnungen
Ja oder Nein
Als ich bei Parfumo vor kurzem meinen Einstieg mit DHI feierte, hat mich das Parfum Fieber gepackt und sind etliche Düfte bei mir eingezogen, welche mir sehr viel Freude bereiten. Da ich nach wie vor sehr viel mitlese ist mir aufgefallen, dass einige Düfte von Herstellern von den Profis bei Parfumo sehr kritisch und sogar als minderwertig betrachtet werden. Besonders das Sauvage von Dior spaltet die Community wohl sehr.

Als ich das Sauvage in einem Drogeriemarkt aufsprühte war ich davon nicht sehr angetan. Warum? Ich weiß es nicht genau, vielleicht war es ein künstlicher Eindruck den Sauvage bei mir hinterlassen hat, oder sitzt in meinem Kopf all das was ich hier gelesen habe?

Die Reise in die Parfumwelt ging jedenfalls weiter und es reihten sich neben Prada L'Homme , La Nuit de L'Homme, Terre d'Hermès (Parfum), Dior Eau Sauvage, usw. etliche neue Düfte in meine Sammlung ein. Mainstream ist kein schönes Wort. In meiner Verrücktheit - wer braucht schon so viele Parfums - habe ich mir sogar eine Probe Aventus bestellt.

Das Dior Sauvage kam bei den Einkäufen immer wieder in mein Blickfeld. Bei den Einkäufen nahm ich immer gerne einen Duftspritzer von diesem Parfum auf mein Handgelenk mit nach Hause. Ja und da hat es mich erwischt. Hat das Sauvage im Geschäft meist sehr künstlich frisch gewirkt, hat sich der Duft dann zuhause für mich als sehr sauber, weich und cremig entwickelt. Das Sauvage ging nicht mehr aus meinem Kopf, alles was ich darüber gelesen habe aber auch nicht.

Trotzdem habe mir Dior Sauvage gekauft. Duftgeschmäcke sind etwas sehr individuelles und ich habe mir mein eigenes Urteil dazu gebildet. Frisch, sauber, weich, cremig und wie meine Frau meint, durchaus eine Würze und sehr männlich.

Das Dior Sauvage kann alles, was meine anderen Düfte auch können. Es hält sehr gut, duftet wunderbar, der Flakon gefällt mir trotz der Schlichtheit ganz ausgezeichnet und vor allem habe ich mit diesem Duft eine sehr große Freude. Als ehemaliger Heaven Fan, gefällt mir vor allem die Sauberkeit den dieser Duft ausstrahlt. Ich trage den Duft zu allen Anlässen und mache mir keine Gedanken darüber, dass er nicht passen könnte. Trotzdem bin ich schon gespannt wie das Sauvage in die wärmere Jahreszeit passt und bin da sehr zuversichtlich.

Eine längere Entscheidungsfindung war nötig, dafür hat mich das Dior Sauvage jetzt überzeugt.

Liebe Grüsse Tom

Nachtrag 4.02.2017

Da das After Shave und Balsam noch eingezogen sind möchte ich meinen Beitrag noch kurz ergänzen. Nach einer Hobelrasur lege ich die Wässerchen zusätzlich zum Duft auf. Ich bin sehr zufrieden, muss aber zugeben dass ich mich wie klassischen Produkten wie z. B. Speick After Shave bzw. Intensive Balsam, oder Marbert Men gepflegter fühle. Die Gesichtshaut ist bei solchen Produkten doch gefühlt weicher und tiefenentspannter. Der Vorteil bei einem Balsam und After Shave ist aber, das der Duft selber noch besser hält. Ich habe für jeden Duft den ich habe, zumindest ein After Shave.

Seit ich in den vergangenen Wochen Sauvage verwende, ist die Liebe zu dem Duft immer mehr geworden. Es ist mittlerweile mein Lieblingsduft, was sich auch in meiner "Trage ich" Statistik niederschlägt. Klare Führung.

Daher verspüre ich große Lust die restliche Produktpalette wie Duschgel, Deostick, Deo auch noch anzuschaffen. Einzig die Preise bei diesen Zubehör lassen mich noch grübeln. Leichte Platzprobleme im Bad habe ich auch schon, seit ich bei Parfumo angemeldet bin.

Die Reise mit Sauvage geht weiter ....

Liebe Grüsse Tom
14 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar    13 Auszeichnungen
Frauenmagnet
Dior Sauvage - ein Duft, der spaltet: Die einen finden ihn toll, andere wiederum finden, dass er nicht würdig ist ein Dior-Duft zu sein. Das gleiche hatten wir doch schon mal bei Chanel - genauer gesagt bei Bleu de Chanel. Auch hier wurde und wird Chanel dafür kritisiert, dass sie Kohle machen wollen und der Duft nicht die Klasse haben soll, der Marke würdig zu sein.

Dass Chanel mit Bleu und eben jetzt Dior mit Sauvage viel Geld verdienen wollen, da beide Düfte sehr massentauglich sind, möchte ich nicht bestreiten. Dass sie der Marke nicht würdig sein sollen, finde ich Käse. Zeiten ändern sich. Chanel und Dior gehen eben mit der Zeit - und die ist eine andere wie in den 70er und 80er Jahren.

Dior Sauvage ist meiner Meinung nach die Antwort von Dior auf Bleu de Chanel - keine Frage. Doch muss ich sagen, dass mir dieser Duft genauso gut gefällt wie Bleu de Chanel - nämlich richtig gut, und ich steh dazu!!! Die Haltbarkeit ist meines Erachtens fast noch besser als bei Bleu. Ich habe ihn jedenfalls seit ein paar Monaten in meine Sammlung aufgenommen und bereue es kein bisschen. Morgens im Bad aufgesprüht, gibt er einem so einen richtigen Frischekick für den Tag. Die erste halbe Stunde kommt er etwas kratzig rüber, wird aber so ca. nach einer halben immer besser.

Parallelen zu Bleu de Chanel sind zweifelsohne vorhanden. Während das Bleu de Chanel Eau de Toilette schärfer und kerniger daherkommt, entwickelt sich Sauvage auf meiner Haut weicher, aber trotzdem sehr frisch und belebend. Auch werde ich bei Sauvage vor allem von Frauen immer wieder gefragt, was für einen frischen, attraktiven Duft ich trage. Er scheint also auch beim weiblichen Geschlecht bestens anzukommen.

Ich kann diesen Duft nur empfehlen, da er auch ein absolutes Allround-Talent ist, den man zu jeder Tages- und Nachtzeit, zu jeder Jahreszeit und zu jeder Gelegenheit - ob geschäftlich oder privat - tragen kann, ohne unangenehm aufzufallen. Das mag für manchen zu belanglos, zu beliebig sein. Mir jedenfalls taugt er, egal was andere schreiben.
4 Antworten
Sillage 6.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 1.5/10
41 Auszeichnungen
Ehrverletzung
Generischer Ambrox-Dreck (die Duftpyramide ist mal unverfroren ehrlich) und keiner Erwähnung würdig, wenn es als x-ter Boss Flanker, Abercrombie & Fitch Brühe oder, niveau-adäquat, als Drogerieduft von Mexx, Otto Kern oder David Beckham vertrieben würde. Dior aber nennt es Sauvage und zieht damit den Namen einer Legende der Parfümkunst, Edmond Roudnitskas Meisterwerk von 1966, in den Schmutz. Nachdem der LVMH-Satrap Thierry Wasser bei Guerlain bereits die einstige Größe dieses ikonischsten aller Parfümhäuser erfolgreich auf dürftiges Mittelmaß gestutzt hat, präsidiert sein Kollege Francois Demachy jetzt über die totale Demontage von Roudnitskas Erbe bei Dior, worunter vor allem die großen Damendüfte gelitten haben (aber auch Eau Sauvage ist nicht mehr annähernd was es einmal war). Wie man als Parfümeur eine solche Barbarei rechtfertigen kann ohne schuldgefühl-induzierte Geschwüre in der Nase zu bekommen, ist mir ein Rätsel. Sauvage jedenfalls wirkt wie eine bösartige Verhöhnung der Opfer. So einfallslos, austauschbar und vulgär in seinem künstlichen Frische-Klischée, dass Bleu de Chanel - der Blueprint dieser "Wir möchten auch mal so richtig auf dem Massenmarkt abräumen, indem wir unser Prestige verzocken"-Strategie - dagegen fast schon hochwertig wirkt. Ich wiederhole gerne, was u.a. Parfümeure und langjährige Anhänger von Dior Düften zu Sauvage gesagt haben: dünn, flach, harsch, chemisch, redundant, generisch, eindimensional, Weichspüler-Musk, funktionelle Parfümerie. Konkret bedeutet das: eine fad-fruchtige plastik-orangige Bergamotte-Note (Lichtjahre von hochwertigem Öl entfernt), metallisch-kratziger Pseudolavendel, Kunstblumen, dünn-wässrige Pfeffersynthetik und das nasenirritierende Weichspüler-Feeling des Dihydromyrcenol-Ambroxan Komplexes, mit dem bisherige Cool Water und junge Axe User ins Dior-Boot geholt werden sollen. Aber sooo büro-kompatibel und Frauen mögen es. Na schön: man kann so etwas in jeder Haushaltsreinigerabteilung eines Supermarktes haben. Häuser wie Parfums Dior waren dagegen mal für künstlerische Luxuskreationen zuständig. Das hier ist eine ästhetische Bankrotterklärung und Verrat an sich selbst.*

*insofern ist Johnny Depp nicht nur seines Namens wegen das richtige Gesicht für die Sauvage Kamapgne: ein großartiger Charakterdarsteller, der sich zunehmend gerne aufs Schmierenniveau begibt. In beiden Fällen dürfte Geld eine maßgebliche Rolle spielen
55 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Mit dem Zweiten riecht man besser
Zugegeben schenkte ich diesem derzeit gehypten Verkaufsschlager bislang wenig Beachtung. Nicht nur aufgrund seiner nahezu penetranten Werbung in zahlreichen Medien, sondern auch weil ich ihn kurz nach seinem Erscheinen direkt testete und einfach nur enttäuscht war. So ließ ich ihn seitdem einfach links liegen und testete und tauschte mich durch Nasomattos, Creeds und Comme des garcons.
Nahezu müde und gelangweilt vom testen, begab ich mich spontan in die hiesige Parfümerie und sprühte mir nochmal Sauvage auf's Handgelenk und verließ den Laden ohne große Erwartungen. Ich setzte ich mich in ein Café, die Sonne schien und es ging kaum Wind. Mir war ziemlich warm. Nach kurzer Zeit zog mir ein kräftig, maskuliner und frischer Duft in die Nase, der mich sofort fesselte. Erst als ich nochmal an meinem Handgelenk roch, merkte ich … „Mist, das ist der Sauvage!“ (…)

Sauvage startet frisch und aquatisch. Es ist genau die Zeit, in der man den Fehler begehen kann, ihn als billiges Duschgel oder Drogerieduft zu denunzieren. Aber was haben wir mittlerweile gelernt? Ein Duft braucht Zeit! Nach einer halben Stunde etwa, kommen diese holzig-pfeffrigen Noten ins Spiel, die mich einfach faszinieren. Es ist bei Weitem keine abstrakte Duftkunst, aber zumindest ein sehr ernstzunehmender und unverkennbarer Fougére-Duft. Pfeffer und Lavendel harmonieren in einem schönen Verhältnis, wobei der Duft in seinem gesamten Verlauf nie zu penetrant wirkt.
Seine Sillage ist anfangs recht stark, wird nach der intensiven Kopfnote etwas schwächer, aber bleibt dann auf einem erstaunlich stabilen Niveau. Morgens mit drei Sprühstößen aufgesprüht, bleibt er den ganzen Tag sehr gut wahrnehmbar und wird erst nach ungefähr 10 Stunden zum Hautduft (was ich ebenfalls nicht erwartet hätte).
In seinem ziemlich schlichten aber auch gleichzeitig sehr eleganten Flakon, springt einem Sauvage sofort ins Auge. Erstrecht die zum Flakonboden verlaufenden farblichen helleren Töne, lassen ihn sehr rein und erhaben wirken. Da der Sprühknopf mit einem Magneten schließt, wirkt der gesamte Flakon somit sehr kompakt.

Man kann über den Duft denken was man will, mir persönlich zeigte er aber deutlich, dass die Meinungen zu ihm sehr stark von der Erwartungshaltung und den jeweiligen Assoziationen abhängen. Erwarte ich ein Fahrenheit II oder ein NoName? Die Erwartungshaltung ist einfach zu stark beeinflusst und man vergleicht hier nur noch vor dem Hintergrund anderer Düfte wie Aventus, die aber hier, meiner Meinung nach, in keinem Zusammenhang stehen sollten. Also bleibt Dior Sauvage für mich ein wunderschöner Duft, der in bester Fougére-Manier durch Eleganz und Frische besticht und die Ausdauer hat, mich den ganzen Tag zu begleiten.
Flakon 9.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.5/10
Sehr hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Wild? Nein, elegant
Manchmal spricht man auf Werbung an. In diesem Fall war es Werbung, die mich dazu animierte, mir den "wilden" Kameraden mal zur Nase zu nehmen. Das beginnt eigentlich schon mit der Hand. Ein schlichter Flakon, der aber hervoragend in der Hand zu liegen kommt - massiv und schwer. Im (Halb)Edelsteinbereich hat man hierfür den Begriff Handschmeichler erfunden. Und das ist der Flakon - ein wahrer Handschmeichler.
Der Sprühkopf sorgt für die nächste positive Überraschung. Selten einen Sprühkopf erlebt, der einen so feinen Nebel wohldosiert in die Umwelt entlässt. Also das Verpackungsdesign und deren Handhabung funktioniert hier at it´s best!

Jetzt ist der raus aus dem Handschmeichler, der feine Nebel, macht es sich auf der Haut gemütlich und schießt gleich scharf und in viele Richtungen. Nicht ganz richtig. Zu scharf kommt er nicht rüber trotz der Pfefferkomponenten. Er startet bergamottig-frisch, ich würde fast schon sagen mit einem Touch Zitronengras, und bekommt im weiteren Verlauf meiner Meinung nach für eine kurze Zeit gar einen leicht aquatischen Touch. Also nicht ganz meine persönliche Vorliebe und es machte sich schon so eine Art Enttäuschung breit. Nicht so, dass ich den Daumen nach unten weisen lassen müsste, aber es kommt mir zwar nicht wirklich lieblos, aber irgendwie beliebig vor.

Doch was ist das? Auf einmal entwickelt Sauvage eine deutlich vernehmbare harzige Note. I like! Fast wäre ich sogar dazu hingerissen zu sagen I love, doch schwächt sich diese herausragende Komponente zu schnell ab. Sie bettet sich zwar gut in den weiteren Duftverlauf ein, aber sehr verhalten, fast schon im Gesamten untergehend.
Somit verliert Sauvage in gewissem Sinne das, was sein Hauptmerkmal sein könnte und somit die ganze Komposition doch arg mainstreamig wirken lässt. Das heißt nicht, dass der Duft per se schlecht ist - im Gegenteil! Aber warum schwirrt mir bei Sauvage immer das Logo von YSL im Kopf herum? Komisch...

Auch wenn der Mainstream sich unverkennbar zu Wort meldet, empfinde ich Sauvage als einen sehr gut gemachten und gefälligen Duft, wenngleich ich unter "Wild" etwas anderes verstehe.
Die Frische tritt nach etwa eineinhalb Stunden zurück und lässt die Würze deutlicher zum Vorschein treten, die jedoch nie pfefferlastig wird. Sehr gekonnt sind im weiteren Duftverlauf die einzelnen Bestandteile miteinander verwoben.
Der - niemals Wilde - wird nun gar richtig elegant und bleibt über mindestens 6 Stunden und mehr prägnant, wobei in Sachen Sillage bei diesem Produkt mMn die goldene Mitte getroffen wurde.

Bekommen Kunststoffteile wie Uhrenbänder und auch Edelstahlbänder Sauvage ab, dann hält sich der Duft an diesen Stellen auch mindestens eine halbe Woche, eher noch ein paar Tage mehr. Interessanterweise entwickelt Sauvage auf solchen Unterlagen so jenseits der 48 Stunden wieder diesen absolut genialen harzigen Geruch, den ich in der Kopfnote so sehr schätzte. Zwar nicht ganz so stark, aber mühelos identifizierbar und - leider geil!
Mode hin oder her - doch Sauvage kann sich wirklich riechen lassen!
Flakon 10.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    10 Auszeichnungen
Ich glaube an die Liebe auf den zweiten Blick
Kennt ihr diese Schmetterlinge im Bauch, wenn man einen neuen Duft lieben lernt? Wenn es so wirkt als würde die Welt für einen kurzen Moment stehen bleiben? Wenn man plötzlich an nichts anderes mehr denken kann? Wenn das Herz plötzlich wegen der Vorfreude schneller schlägt? Wenn man ohne diesen Duft nicht mehr glücklich werden kann?

Als ich Sauvage zum ersten Mal testete hatte ich dieses Gefühl…NICHT! Die erste Begegnung mit Sauvage war eine einzige Katastrophe. Ich habe mal wieder bei Dougl…bei einer Parfümerie in der Stadt vorbeigeschaut. Dort schlenderte ich die Herrendüfte entlang und mir fiel DIOR Sauvage ins Auge. Ist das nicht dieser gehypte Youtube-Duft? Was für ein schicker und schlichter Flakon. Den werde ich mal testen. Natürlich sprühte ich ihn direkt auf die Haut, denn so viele Personen können sich doch nicht irren. Also erstmal aufs Handgelenk damit und an die Nase geführt. Meine erste Reaktion: Was soll das denn sein? Ist das Obst schlecht geworden? Kann synthetisches Obst überhaupt schlecht werden? Dior Sauvage hat definitiv eine stechende Komponente und die gefiel mir überhaupt nicht. Zudem wirkte es ULTRA synthetisch auf mich. Nach einem Schnüffler der Kopfnote stand für mich schon fest: Dieses Ding werde ich mir nie holen.

Wie falsch ich doch lag.

Wenige Stunden später bei mir im Bett. Nach dieser Enttäuschung brauchte ich erstmal ein gutes Buch. Also schnappte ich mir einen Rebecca Gable Roman und fing an zu lesen. Doch irgendwie konnte ich mich nicht konzentrieren. Ich wurde abgelenkt, denn ich roch etwas. Was ist das für ein leckerer Duft der hier in der Luft liegt? Der immer wieder zu mir herüber weht? Dann fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war Sauvage, das immer noch auf meinem Handgelenk lag und mir beim umblättern in die Nase stieg. Das kann doch unmöglich der gleiche Duft sein! Wo ist das stechende, faule, synthetische Obst hin? Wo kommt diese tolle Kombination aus Frische und Würze her? Instinktiv fuhr ich meine Hand zu meiner Nase. Da war es doch wieder, dieses leichte Stechen. Dezenter, aber doch vorhanden. Ich wedelte mit meiner Hand vor meinem Gesicht herum und der tolle Duft kam wieder zum Vorschein.

Ich bleibe dabei: Kein anderes Parfüm das ich kenne riecht auf der einen Seite so schlecht und auf der anderen Seite so gut. Direkt von der Haut gerochen gefällt mir Sauvage nicht. Zu stechend und synthetisch. Aber In der Luft liebe ich diesen Duft (ein toller Reim). Frisch, würzig, männlich. Deshalb finde ich es wirklich schwer dem Duft eine Bewertung zu geben. Ich denke eine 8.0 ist hier angebracht. So sehr ich diesen Duft auch liebe, so sehr kann er mir manchmal auf den Geist gehen (gestern so bei 40° im Schatten geschehen. Da kam mir die stechende Note wieder zu stark durch). Ansonsten schlägt mein Herz aber für Sauvage, besonders für die Vielseitigkeit des Duftes. Ob Arbeit, Schule, Freizeit, Hochzeit, Party, Brötchen holen – Dior Sauvage geht eigentlich immer. Nur als Kuschelduft taugt er nichts. Da kommt man mit der Nase wieder zu nah und es wird leicht stechend.

Kommen wir nun zu den anderen Bewertungskriterien: Haltbarkeit, Sillage, Flakon.

Flakon: Ich liebe das Design. Schlicht und schön. So muss mein Parfüm aussehen. Dazu ein netter Magnetverschluss und ein toller Sprüher.

Haltbarkeit: Fantastisch. Letztens war er nach 13 Stunden!!! für meine Mutter immer noch sehr gut wahrnehmbar (Leider mag sie den Duft nicht ^^). Ich selber nehme ihn ca. 10 Stunden an mir wahr. Andere in der Regel länger. Einen Arbeits-/Schultag schafft er also locker.

Sillage: Für mich ein perfektes Sillage. Präsent, ohne zu aufdringlich zu sein. Selbst nach über 6 Stunden hat der Duft noch eine außerordentliche gute Strahlkraft. Für andere gut wahrnehmbar und einfach fantastisch in der Luft.

Das ganze Panty-Dropper Gerede ignoriere ich mal. Bekommt man Komplimente? Ja. Gefällt er manchen Frauen sehr gut? Ja. Heißt das alle Frauen fliegen auf den Duft und dich? Nein.
4 Antworten
Flakon 10.0/10
Duft 9.5/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
Wilder Fougère
Zu den immer selteneren Ereignissen gehört leider inzwischen die Lancierung eines aromatischen Fougère-Duftes. Nach "Paco Rabanne pour Homme" und "Loewe pour Homme", nach "Azzaro pour Homme" und "Drakkar Noir", nach "Eternity for men" und "Cacharel pour Homme" scheint die Fallhöhe sehr hoch und alles gesagt, manche Revival-Versuche wie "Pasha" stoßen bei Kritikern auf wenig Gnade. Wie haucht man dieser sehr männlichen Duftrichtung in Zeiten der Metrosexualität neues Leben ein?

Zunächst mal muss ein todschicker Flakon her - ein echter Hingucker! Dior versucht's mit einem spritzig-herben Auftakt aus Yuzu, Petitgrain, Macis und Rosmarin, der den Weg für würzigen Thymian und Wacholder sowie kühles Alpenveilchen bahnt. Vetiver, Patschuli, Eichenmoos und Moschus sorgen schließlich für ein rauchig-sportliches Finish.

Eine olfaktorische Revolution kann und will "Sauvage" nicht anzetteln. Wer jedoch einen kompakten Fougère-Duft klassisch-herber Prägung mit belebender Frische und natürlicher Männlichkeit sucht und auf edle Zutaten Wert legt, sollte ihn sich unbedingt näher anschauen. Im Vergleich mit dem eher biederen "Bleu" von Chanel ist er der etwas coolere und sprödere Duft, was Individualisten durchaus als Empfehlung verstanden wissen sollten.
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Flakon 9.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    8 Auszeichnungen
"Was du an Dir selbst nicht magst, mag ein Anderer umso mehr!"
... so oder so ähnlich lautet der Slogan einer Singlebörse aus einer TV-Werbung. Warum ziehe ich diesen Vergleich? Weil genau dieser Slogan auf die Meinung der Parfüm-Community zu Dior Sauvage zutrifft. Man sollte ihn meiner Meinung nach ausprobieren, auch wenn er zunächst eine absolute Synthetikbombe ist..Warum? Ganz einfach - die Menschen um euch herum werden diesen Duft wahrnehmen und ihn höchstwahrscheinlich lieben, aber dazu später mehr...

Der Duft: Direkt nach dem Aufsprühen, sticht einem eine Mischung aus Synthetik und Pfeffer entgegen, die besser riecht, als es zunächst klingt. Nach einiger Zeit gesellen sich florale und andere, deutlich maskulinere, Noten hinzu, die den Duft elegant abrunden. Zwar verfällt man beim Schnuppern am Handgelenk nicht in einen olfaktorischen Rausch, aber er ist definitiv sehr angenehm, wenn auch speziell. Das klingt alles nicht sehr begeistert, werden sich jetzt Viele denken, aber die Magie dieses Duftes, wird von einem anderen Faktor bestimmt: Die ausschließlich positiven Rückmeldungen aus dem Umfeld... Egal welche Altersklasse, Geschlecht oder Anlass.. Dieser Duft kommt bei fast Jedem an. Mein 61-jähriger Chef, mein gesamter Freundeskreis und besonders das weibliche Geschlecht kriegt augenscheinlich nicht genug von diesem Duft.
Nimmt man meine persönliche Ansicht und die außenstehender Personen zusammen, komme ich insgesamt auf eine Bewertung von 7/10 Punkten für den Duft an sich.

Performance: (Haltbarkeit und Projektion/Sillage)
Für einen frischen Sommerduft, hält sich Sauvage überdurchschnittlich lang. 7-8 Stunden sind bei mir locker drin. Zudem strahlt er in der ersten Stunde extrem aus, nach 3-4 Stunden ist er immer noch in einem Radius von 30-50 cm wahrnehmbar. Erst nach 6 Stunden wird er bei mir hautnah. --> Für einen frischen Duft top!
Daher, Performance: 8/10!

Vielseitigkeit:
Jahreszeit: Dior Sauvage ist für mich DER Sommerduft für den Herren von 16-30 Jahren. Für mich gehört dieser Duft definitiv in die wärmere Jahreszeit.. 17°C aufwärts, danach aber keine Limits..
Anlässe: Egal ob Arbeit, Date, Dinner, Ausflug oder gar Club- diesem Duft stehen aufgrund seines Komplimentfaktors alle Türen offen, mit dem liegt man nie falsch!
Vielseitigkeit Wetter/ Jahreszeit: 6/10
Vielseitigkeit Anlässe: 10 /10
Vielseitigkeit Gesamt: 8/10

Flakon:
Der Flakon an sich überzeugt sowohl in seiner Form, als auch in seiner Farbgebung. Die Haptik ist ebenfalls als positiv zu erwähnen, genau wie der Sprayer, der einen wolken/- nebelförmigen Sprühstoß abgibt. Die Kappe ist mit einem Magnetverschluss versehen, was ebenfalls zur Eleganz des gesamten Flakons beiträgt.
Flakon: 9/10!

Fazit: Klare Kaufempfehlung für den jungen, zeitgenössischen Mann, der auf der Suche nach einem sommerlichen, massentauglichen Complimentgetter ist!
Overall Score: 8,5/10!
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Flakon 8.0/10
Sillage 6.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    16 Auszeichnungen
Aus der Sicht eines Ambroxananosmatikers*
Nein, mir geht es gut. Ich leide ja zum Glück nicht unter vollkommener Anosmie.
Eigentlich ist es nur eine Teilanosmie die sich insbesondere auf synthetische Substanzen wie Iso-E-Super sowie Ambroxan bezieht.
Und im Prinzip hatte ich mir fest vorgenommen keine Parfums mit eben diesen Stoffen zu rezensieren, da ich sie ja gar nicht wahrnehme.

Dennoch möchte ich hier ein eine Ausnahme machen. Sauvage ist ja mittlerweile recht etabliert, aber er polarisiert ebenso. Vielleicht gibt es dazu einige Gründe, die sich mit dieser Rezension ein wenig klären lassen.

Viele Parfumos werden sich wohl noch daran erinnern, als im Frühjahr letzten Jahres die ersten Spekulationen auftauchten, dass Dior einen neuen Herrenduft lancieren will. Danach kam raus, dass Johnny Depp als Testimonial herhalten wird, erste Bilder der Werbekampagne und des Flakons tauchten auf, selbst der Name Sauvage war dann irgendwann offiziell. Schon da war bei einigen der Spannungsbogen gerissen und erste Verwirrungen und Enttäuschungen machten sich breit. War das deren Ernst? Was denken die sich dabei?
Kreativität und Innovationsmut sehen definitiv anders aus!
Und wie gut/schlecht muss dann erst der Duft sein.

Selbst die Verkäuferinnen in den mehr oder weniger gut sortierten Parfümerien waren aufgrund der seltsamen unkonsequenten Benamsung inmitten der spärlichen bzw. geheimnisvollen Informationspolitik bis kurz vor Veröffentlichung vollkommen ahnungslos und verwirrt.

Hier und da tauchten Meldungen der ersten Dufteindrücke auf. Auch ich konnte durch beherztes Fragen und einer glücklichen Fügung einen fetten Sprüher vor dem offiziellen Release erhaschen, sollte aber nichts verraten. Nun, die Quelle hätte ich natürlich verschwiegen, aber Sauvage zu beschreiben fiel mir damals schon nicht einfach. Vom ersten Eindruck her fand ich ihn jedenfalls zitrisch-würzig mit dezenter Süße, also angenehm jedoch nicht unbedingt innovativ. Zumindest ein amtlicher Sommerduft. Als ich allerdings später erfuhr, dass Ambroxan in Sauvage erhalten ist, ließ ich lieber die Finger von einer Rezension.

Mittlerweile ist ein Jahr vergangen. Sauvage hatte immerhin einen immensen Erwartungsdruck und bei vielen steckt die Enttäuschen noch schwer in den Knochen, was man anhand der Bewertungen und Kommentare ablesen kann.

Natürlich hatte ich ebenfalls mehr erwartet, war aber nicht enttäuscht. Und heute wollte ich mit etwas Abstand durch einen ausführlicheren Test genauer wissen, wie jemand wie ich mit einer Teilanosmie gegenüber Ambroxan diesen Duft empfindet. Eventuell ging es einigen ähnlich, wissen aber noch gar nicht, dass sie ebenfalls betroffen sind.

Jedenfalls empfinde ich Sauvage weiterhin vom Start weg als recht zitrisch-würzig und schnuppere eine leichte Parallele zu Dior Homme Sport mit der wohl gleichen Zitronatzitrone, die so ein bisschen ins Cremige gleitet. Zufall? Da könnte Monsieur Demachy wohl erneut an seiner Duftorgel hängen geblieben sein oder noch irgendwelche Restbestände gebunkert haben. Ein bisschen was Rosiges kann ich ebenfalls noch erkennen, vielleicht sogar das Pfeffrige – von woher auch immer. Ansonsten schnuppere ich halt viel undefinierbar Synthetisches, was nicht unbedingt ins Negative gipfeln muss, jedoch klar den Ton angibt. Sauvage kommt frisch, kommt würzig-herb, kommt sommerlich, aber ebenso gleichzeitig warm und etwas moussierend.

Tja, weiter komme ich nicht. Aber irgendwie scheint mir da was zu fehlen. So wie eine unvollendete Partitur, oder ein krasser Schnitt im Film oder das Salz in der Suppe. Schlecht ist der Duft wirklich nicht – zumindest aus meiner olfaktorischen Perspektive. Aber eben nicht komplett und alles andere als wild. Und so könnte es eventuell anderen ergehen, abgesehen von denen, die alles Neue verteufeln, alles von Dior hassen, alles niedermachen, was anders ist oder eben hohe Erwartungen hatten bzw. sinnigerweise hohe Maßstäbe setzen.

Darüber hinaus gibt es sogar noch die Parosmie, bei der Menschen eine andere olfaktorische Wahrnehmung haben, unterteilt in Euosmie bei der Düfte fälschlicherweise als angenehm empfunden werden sowie Kakosmie, bei der Düfte fälschlicherweise als unangenehm empfunden werden. Klar, was richtig und was falsch ist liegt im Auge des Betrachters bzw. hier in der Nase des Schnuppernden, jedoch habe ich eh den Verdacht, dass sich unter uns einige Parfumos mit Parosmie befinden ;-)

Fazit: ich kann das Ambroxan, welches in Sauvage wohl ein wichtiger Bestandteil ist, nicht herausfiltern, aber anscheinend wird es für manche Fluch, für andere Segen sein. Aus meiner Wahrnehmung kann ich aber dennoch guten Gewissens 7 Punkte locker machen – vielleicht auch weil was fehlt.

*klar, ein Kunstwort ohne Gewähr auf Richtigkeit
8 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    7 Auszeichnungen
Der unscheinbare Sichtbare?!
[Mein erster Kommentar überhaupt]
Mit großer Hoffnung machte ich mich auf den Weg diesen Crowdpleaser zu testen und wurde, ich sage es lieber gleich, nicht vom Hocker gerissen.

Duft: Er startet frisch, jedoch kann ich fast nichts fruchtiges herausriechen. Nach etwa 15-20 min enfaltet er sich voll und ähnelt (meiner Meinung nach) Armani's Acqua Di Gio Profumo, Burberry's London und im weitesten Sinne auch Chanel's Bleu und generell würde ich sagen, ähneln sie sich. Er ist also sehr scharf, grün und unverwechselbar männlich. Trotzdem stört mich persönlich etwas an ihm, es ist wahrscheinlich das Ambroxan, das etwas synthetisch ist und mir ein "Kopfschmerz" Gefühl gibt. Zum Ende hin wird er viel angenehmer, ist nicht mehr so naja klingt doof, aber er ist nicht mehr so "stechend" in der Nase wie am Anfang und generell riecht er in der Luft, um es mal objektiv zu betrachten, recht angenehm.

Performance: Für Außenstehende ist er gut bis sehr gut wahrzunehemen, also so 40cm vom Hals entfernt können ihn andere gut riechen. Die Haltbarkeit ist auch gut, natürlich kein Beast aber er ist (auf meiner Haut mit 2 Sprühern am Hals) ca. 6-7h präsent gewesen, davon die ersten beiden stark, danach war er etwas näher an der Haut und ab der 5. Stunde war er noch so von ca. 5cm Entfernung vom Hals zu riechen.

Er ist ein guter Frauenmagnet, auch wenn ich ihn persönlich nicht so mag. Für mich ähnelt er, was das angeht Invictus von Paco Rabbane, weil ich bei diesem Parfum auch Kopfschmerzen bekomme (wenn ich es 2 Wochen am Stück trage) und es genauso auf Frauen wirkt, männlich, angenehm und naja leider auch nichtssagend. Ich empfehle ihn eher ab 20 Jahren zu tragen, den ich bin 18 und für mich ist das noch nichts, sagt mir jedenfalls mein Gefühl. Für mich ist er auch nicht wirklich einzigartig aber trotzdem hat er etwas, das ihn von so Vielen, die ihn ähneln unterscheidet. Also würde ich ihn irgendwo riechen, könnte ich sofort sagen, dass es sich um Sauvage handelt. Er ist unscheinbar Sichtbar.
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Flakon 7.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 1.5/10
Erstklassiger Kommentar    30 Auszeichnungen
solide? save? crowdpleaser? Vom Weiten, auf Distanz gerochen vielleicht...
mein erster Eindruck als dieser Duft rauskam, war von der ersten Sekunde an negativ und im weiteren Verlauf nicht besser. Er roch schon direkt von der Topnote künstlich, harsch, kratzbitter und stechend unangenehm, verändert sich nur wenig und kommt für mich auf keinen grünen Zweig. Einige Youtube Reviewer hatten ihn dennoch auf Nr. 1 als bester Complimentgetter des Jahres gefeiert. Ich habe ihn dann einige Monate ignoriert, ihm hier eine mittlere Note 5-6 gegeben.

Eines Tages begegnete mir jemand der vermutlich nur einen Spritzer davon trug und einige Meter entfernt war, so dass nur gewisse Noten davon in der Luft waren. Ich war überrascht, denn es roch gut. In der Konsequenz revidierte ich meine eher mässige erste Bewertung und hatte ihn auf 8 hochgestuft.

Mit meiner aktuellen Bewertung von 1,5 ist er dem Club meiner absoluten Hassdüfte beigetreten. Parfums dieser Kategorie riechen mir nicht nur schlecht, sondern lösen in mir starkes Missfallen aus. Ich habe ihn mittlerweile auch höherdosiert auf etlichen Leuten gerochen, er erinnert mich an ein scharfes Opa-Rasierwasser kombiniert mit einer Schnappsfahne billgsten Fusels. Zudem muss ich Husten, wenn ich ihn direkt auf Haut, Flaschenkopf oder Papier rieche. Es ist die gleiche Art von Husten die man hat, wenn man an Ginger Ale riecht (falls das jemand mal probiert hat). Es entzieht sich meiner Vorstellung, warum dieser Duft so viele Anhänger gefunden hat und Vergleiche zu Aventus sind für mich fernab jeder Phantasie und nicht nachzuvollziehen. Ist Marketing, entgegen Tom Fords Philosophie, dass sich Qualität immer gegen Massenvermarktung durchsetzt, doch nur eine Einzelmeinung? Ist es der dunkelblaue Flakon, die überall sichtbaren Johnny Depp Werbebilder, der Name Sauvage, der etwas "wildes" suggeriert, oder einfach das Image von Dior? Ich weiß es nicht, aber ich habe das Gefühl, hier wurde Hundemist umgefärbt und als Delikatesse verkauft.
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Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Dior Aventus light
Ich kann gut verstehen, dass der Duft hier mit 6.4 Durchschnitt nur mittelmäßig wegkommt.
Dior Sauvage ist definitiv kein Duft, mit dem man Parfumos beindrucken kann.
Zu mainstream, zu wenig eigenwillig.

Trotzallem bin ich der Meinung, dass Sauvage ein guter Duft ist. Die Verkaufszahlen zeigen, dass er vielen Menschen gefällt. Bei dem ganzen Schrott der rausgelassen wird ist Sauvage meiner Meinung nach einer der besten Designerdüfte der letzten paar Jahre.

Aber jetzt zum Titel.
Aventus, Hä?
Genau das habe ich anfangs auch gedacht. Aber Aventus wird hier mehrmals erwähnt, es liegt also nicht an meiner Nase, wenn andere das auch so sehen. Da ist also etwas.

Dior Sauvage entwickelt nach ca. 3 Stunden so einen seltsamen, rauchig-würzigen Aschenbecher Vibe auf meiner Haut. Dieser Vibe erinnert mich unmissverständlich an genau einen Duft: Creed Aventus.

Zufall? Ich glaube nicht.
Bei Dior arbeiten ja keine Trottel. Die wissen um den Hype um Aventus und wollen einfach ein Stück vom Kuchen abbekommen.
Versteht mich nicht falsch. Sauvage und Aventus sind zu verschieden, um sie als Duftzwillinge oder ähnliches zu bezeichnen. Es ist nur dieser gewisse Vibe im Drydown, der ganz klar Aventus DNA enthält.
Würde mal sagen, in Sauvauge stecken ca. 10-15% Aventus.
Lest den Kommentar von Adan, "Poor Mans Aventus", wenn ihr mehr Details wollt.

Bewertungen hin oder her, Sauvage ist ein Compliment getter, und was für einer.
Es gibt eine gewisse Kategorie von Düften, die überdurchschnittlich bei Frauen jeden Alters ankommt.
Ich würde diese Kategorie als frisch-fruchtig, würzig und maskulin bezeichnen.
Düfte in dieser Kategorie: Abercrombie Fierce, Bleu de Chanel EDT, Creed Aventus und seit kurzem eben auch Dior Sauvage.
Warum das so ist? Keine Ahnung. Riecht halt nach "Mann". Müsste an dieser Stelle eine Frau erklären.
Eins kann ich jedenfalls sagen. Sauvage kommt gut bei Frauen an. Definitiv.

Performance kann sich ebenfalls sehen lassen.
Haltbarkeit ca. 8 Stunden, danach noch weitere 3-4 Stunden dezent zu erahnen.
Sillage am Anfang recht stark, dann nachlassend.

Insgesamt bin ich positiv überrascht von Sauvage.
Okay, es ist kein eigenwilliger, extravaganter Dufthammer wie z.B. Dior Homme Intense, aber so einen Duft hat ja Dior schon im Programm. Macht also Sinn, einen Mainstream Crowdpleaser wie Sauvauge rauszuhauen.
Duft 4.0/10
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Was ist denn da passiert?
Der Name Sauvage passt eigentlich ganz gut, weil ich ganz wild und fuchsig drauf bin, während ich diesen Kommentar in die Tastatur hämmere.

Zum Namen Dior, mit dem nicht nur Parfum-Aficionados zeitlose Klassiker wie Fahrenheit, Homme etc. verbinden , passt dieses Gebräu nicht. Zum apotheotisierten Ölmischmeister Demachy schon gleich gar nicht.
Und um ehrlich zu sein: egal, von welchem Hersteller dieser wilde Geruchsunfall wäre, er würde sich damit blamieren.

Warum?
Sauvage riecht einfach nur künstlich, billig, platt. Ich denke an eine Mischung aus Waschmittel und Seife - nein, ich übertreibe jetzt nicht. Keinerlei Maskulinität, keinerlei Finesse. Ich kann nicht mal sagen, es ist ein banales Parfum, nein, es ist ein völlig banaler, fast unangenehmer Geruch - mit Parfum hat das nix zu tun.

Ich muss jetzt hier aufhören, weil mein rechtes Handgelenk weh tut, seit Stunden versuche ich diese Massenvernichtungswaffe von der linken Hand abzuschrubben.

Quo vadis, Dior?
12 Antworten
Flakon 9.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar    15 Auszeichnungen
Teststreifen namens Sauvage
Ja, er ist evtl. ein Mainstromer der liebe „Sauvage“. Und irgendwie kommt er bei einigen nicht so gut an wie es aussieht.
Trotzdem, hier mein Outing….Ja, ich nutze Dior Sauvage (Stille - Stecknadel fällt)…so, jetzt ist es raus. Die Bombe ist geplatzt. Auf dass der „nicht nützlich Button“ dieses Kommentars durchglühen möge.

Meine erste Begegnung mit ihm war in Form eines Teststreifen, der mir entgegen gewedelt wurde, nachdem ich bereits ca. 10 weitere Düfte/EDP’s/EDT’s ausgetestet hatte.
Ich hatte keine Ahnung wie der Flakon aussieht oder aus welchem Haus bzw. von welchem Designer der Duft kommt. Geschweige denn, wusste ich wer dem Duft sein zweifelsfrei vorhandenes, berühmtes Gesicht leiht.

Irgendwie war dies der erste Duft an dem Tag, der mir auf anhieb ein leichtes Lächeln abverlangte. Also war hier etwas besonderes vorhanden, das ich bei den zuvor getesteten Düften nicht empfunden habe.
Die erste Wahrnehmung war frisch-spritzig (etwas zitrisch), leicht fruchtig (wenn auch etwas synthie-pop-artig). Sauvage wird im Nachgang etwas pfeffriger und für mein persönliches Empfinden immer wärmer und voller. Schwingt eine Duschgelnote mit? Hmm…kann ich nicht ausmachen, wobei Duschgel natürlich auch nicht immer gleich riecht. Falls hier eine Duschgelnote mitmischt, dann schadet sie aus meiner Sicht nicht. Ja, meine lieben Mitleser(innen)….ich benutze sogar Duschgel…Bombe 2 ist geplatzt. Ich schäme mich zutiefst, aber die Heimlichtuerei ist vorbei.
Bei Sauvage ist ohne Frage Synthetik im Spiel….jep….Bombe 3 geht hoch und reisst alles mit sich, was bislang verschohnt blieb ;-)

Evtl. ist es diese Synthetik, die dem Duft seine interessante Sillage beschert? Man hat nach 2 Stunden kurzzeitig das Gefühl, dass er verflogen ist und wird 30 min später angesprochen wer hier dieses tolle Parfüm trägt. Tatsächlich bleibt Sauvage ähnlich lange auf meiner Haut wahrnehmbar wie andere Dior Düfte. Ich sehe das neutral und hätte nichts davon, hier zu übertreiben. Der Duft begleitet mich somit gut durch einen Arbeitstag. DS ist kein Sportler und auch kein extrem süßer Duft. Er wirkt für mich elegant, männlich. Gerüchteweise soll eine minimal muffige Note im Hintergrund zu erahnen sein, die ich bislang noch nicht gefunden habe. Ja, er ist universell nutzbar. Nein, er ist kein Aventus-Konkurrent, Ableger, Duftzwilling oder sonstiges. Er hat im direkten Vergleich jedoch einen hübscheren Flakon. Dessen Design gefällt mir sehr! Er wirkt sehr wertig, mit viel liebe zum Detail inkl. kleiner Aufdruck im Inneren des Deckels. Der Magnetverschluss ist ein schönes Gimmick. Die Sprüheinheit ist 1A.

Als ich herausfand, dass es sich um Dior handelt, dachte ich mir….Sicher? Keine Karotten? kein puderbestäubter Lippenstift? Kein Schokoschmunzelhase im Zedernwald? Crazy, but I like it!

Ich freue mich darauf ihn weiter zu nutzen... solange er mir duftet.

Danke für’s lesen und eure Zeit! Flanker
5 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    34 Auszeichnungen
Irgendwo zwischen Selbstironie und unfreiwilliger Komik...
würde ich die Sauvage Werbung einstufen. Was war der Masterplan? In Johnny Depp, dem fleischgewordenen Christbaum, fährt bei einem Gitarrenriff inmitten nächtlicher Häuserschluchten der Gedanke ein, er müsse etwas ändern.

Er weiß nicht was, aber es zieht ihn magisch in die Prärie, wo er sein Lametta im Sand vergräbt. Mit Johnny Depp einen Duft aka "Sauvage" zu lancieren, grenzt schon an unfreiwillige Komik. Dass ihn ein wildes Nass dann auch noch dazu bemüßigt auf seine Accessoires zu verzichten, ist dann doch mehr der feuchte Traum des beauftragten Drehbuchautors.

Wenn man in der Werbebranche tatsächlich Cojones hätte, verpflichtete man Jack Black (der kann auch um ein vielfaches besser Gitarre spielen), tauft den Duft "Midlife-Crisis" und filmt Jack Black dabei, wie er eine Bottle Aventus im Sand verbuddelt. Garniert mit den Worten: "Midlife-Crisis, what else!"

Zum Sakrileg des Namens:

Dior Homme war schon vergeben und ist jetzt auch nicht der Inbegriff der Originalität. Vielleicht macht man Kunden so auch auf Klassiker aufmerksam, die sich sonst Jüngeren nicht erschlossen hätten. Man muss nicht immer alles zwangsweise negativ sehen und gleich den Untergang der Parfumeriekunst heraufbeschwören.

Aber passt denn der Name zum Duft?

Dahingehend passt der Johnny vielleicht doch ganz gut in die Linie. Weil Sauvage durchaus weibliche Seiten hat. Wenn auch nicht bis zur Basis. Das Dreigestirn Ambra/Ambrox Pfeffer Bergamotte ist typische "Rexona Men" (Urformel, nicht die beliebigen heutigen Derivate) DNA und das war in den frühen 80ern das Deo für Mann und Frau, die sich nicht viel aus Düften machten und dennoch gut riechen wollten.

Ein klasse universeller Dufteindruck, der mir zuletzt wieder im Verlauf von "No. 2 Extreme" von ALzD unterkam.

Diese DNA erkennt man gut, wenn man bloß am Sprühventil des Sauvage-Flakons riecht. Da irritiert der simulierte Ananas Auftakt nicht das Geschehen. Und diesen fruchtigen Auftakt würde ich auch schon als größten gemeinsamen Teiler zum vielfach namegedroppten Aventus sehen.

Aventus fehlt die Pfeffernote komplett, die in Sauvage sehr dominant ist. Auch wenn sich die beiden Düfte überwiegend die Chemie teilen sollten, stehen beide Düfte für sich selbst. Und solange man Pfeffernoten von rauchigen Elementen auseinanderhalten kann, sollte nicht der faux pas passieren die beiden Düfte zu verwechseln, zumindest nicht wenn sie sich der Basis nähern.

Der subtilere ist eindeutig Aventus. Dennoch vertragen sich Sauvage und Aventus sehr gut im meiner Sammlung, keine Grabenkämpfe, nichts dergleichen.

Disziplin Haltbarkeit geht an Sauvage, sowohl am Streifen als auch auf der Haut.

François Demachy wird die Aufgabe, die man an ihn herangetragen hat, wohl ganz gut erfüllt haben. Die bestand sicher nicht darin, sich selbst mit seiner Homme Serie zu kopieren. Erfolg scheint das Produkt auch zu haben und Meilensteine plant man sowieso nicht, darüber richtet die Zeit. Zum Release von Fahrenheit konnte man seinen Erfolg auch nicht ahnen.

Ob das Konzept: fruchtiger Harz/Pfefferduft, mit guter Haltbarkeit leichter Synthetik-Note und unbegrenzten Einsatzmöglichkeiten langfristig aufgeht, wird sich ganz von selbst richten.

Grundsätzlich sagt man Dior Düften eine gute Sprüheinheit nach. Das würde ich pauschal nicht unterschreiben (Homme Serie, Fahrenheit,..), aber was man hier eingebaut hat ist, das Beste was ich bislang versprühen durfte. (Frage: ist die Technik ident mit La Collection Privée, weil man das Flakon-Design offensichtlich kopiert hat?)

Einfach alles stimmig. der Sound macht kein *PPffffffffffffffft* sondern *fffffft*, Druckpunkt, Hublänge, perfekter Sprühkegel, homogener feiner Sprühnebel. Genau so muss das sein. Dafür würde ich ein 15/10 geben wenn ich könnte. Und ich finde das erwähnenswert weil ich mich schon oft über miserable Sprüheinheiten geärgert habe. Allen voran, die Mugler A*men Derivate im Neopren-Anzug. Schlechter kann man es kaum machen. Das Flaschen-Design sollte nie der Funktion im Weg stehen. Die sabbern alle beim Sprühen und haben furchtbaren Druckpunkt.

Zur Bewertung, wenn Dior Sauvage auch jemals auf 800 Bewertungen kommt und der anfängliche Ärger über den Untergang des Abendlandes verflogen sein wird, wird er sich zwischen 7.5 und 8.0 eingependelt haben. Und dort ist er ganz gut aufgehoben. Ein feiner Duft muss kein Chamäleon sein und das hat Demachy bereits mehr als einmal bewiesen.

Sollte es mir je passieren, von Frau, mit einem Duftanzug aus Sauvage, auf Aventus angesprochen zu werden, ist mein Plan der Entgegnung: "Ist Dior Sauvage, aber meine Absichten sind dieselben!"
19 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 7.5/10
Erstklassiger Kommentar    29 Auszeichnungen
The Normal One
Alle Fussball-Fans wissen wohl dass damit Jürgen Klopp und seine Selbstansicht bei seinem Amtsantritt in Liverpool gemeint ist. Ein Satz der bei ihm und bei diesem Duft wohl alles aussagt, der Kern des Ganzen!
In der unendlichen Nischenwelt habe ich mich lang und breit umgesehen und hat mir über die jetzt 2,5 Jahre viele Highlights beschert, die aber in den letzten 6-12 Monaten immer weniger geworden sind. Auf jeden 30.gsten Dufttest kam nur noch ein Highlight..Tendenz fallend. So habe ich mich auf das besonnen, woher ich kam..aus der Mainstream-Ecke..wie wohl die meisten hier auf Parfumo. So war es auch kein Zufall, dass ich wieder bei Terre EDP gelandet bin und auch beim vielgescholtenen oder vernachlässigten Himalaya gelandet bin. Ja der Creed ist preislich Nische..aber vom Dufterlebnis doch eher gehobener Mainstream. Was mir bei Rotweinen wohl nicht mehr so richtig gelingen mag, finde ich bei den Düften sporadisch wieder zurück..was meinem aktuellen Zeitgeist wohl ganz gut entspricht, schnörkellos, uneitel, klar und geradeheraus. Deswegen fühle ich mich derzeit bei solchen Düften sehr wohl, kein Gedanke wie was wann der zu irgendetwas passt, keine Duftexperimente wo die Bürokollegen nach 2 Minuten nach Luft jappsen oder wortlos und doch vielsagend das Fenster öffnen wenn ich den Raum verlasse;-)! Lieber Hergott wieso hast Du mir gerade die 2 Kollegen(sind sehr nett, nur so nebenbei) geschickt, die gar nie nie Parfums oder Düfte allgemein tragen, nicht mal die Deo-Inkarnation Boss Bottled..naja muss wohl ein Zeichen sein;-)))!
Jedenfalls mag ich Dior Sauvage sehr, erinnert mich in seiner mandarinigen, holz-würzigen Art sehr an Himalaya, Strictly, Allure Sport oder auch an Bleu de Chanel, auch wenn ich den bisher immer sehr gemieden habe und meine Dufteindrücke doch schon etwas länger zurückliegen..auf jedem Fall war er der-mein- Inbegriff für einen Langweiler-Duft. Ist Dior Sauvage deswegen auch einer? Nöö..würde ich sagen, er ist nicht spannend, aufregend oder besonders raffiniert gestrickt..aber das ist ja Aventus auch nicht(bei dem im Souk 1,5 Liter an einem Tag weggehen..unglaublich..echt)..aber er hat ne sympathische Seite, gerade seinen frischen Auftakt finde ich sehr gelungen, danach kommt nicht mehr viel neues, trotzdem mag ich ihn und er passt gerade sehr gut zu mir...wenn man ihn trägt kreisen nicht den ganzen Tag die Gedanken um den Duft..man weiss man ist ordentlich "angezogen" und polarisiert nicht bei Kollegen und Kunden, ist mir zwar öfters egal, aber gerade mag ich das "defensivere" ganz gern. Ich möchte jetzt auch nicht in die Debatte um den Niedergang des Hauses Dior mit einsteigen, denn die Privee's zeigen mir weiterhin die Potenziale dieser Marke und nebenbei erfreut man sich an denen nach ein paar Tagen Abstinenz deutlich mehr.
Dior Sauvage ist ein sehr ordentlicher Duft, sehr sehr solide..nicht mehr und nicht weniger, hierzu passt dann auch die Haltbarkeit von nur 6 Stunden, die Sillage ist anfänglich recht intensiv, lässt aber nach 1 Stunden auf Büroniveau nach. Mir gefällt das "back to the roots" gerade sehr.
18 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
Wenn ein Wunsch in Erfüllung geht.
Es war, glaube ich, die Forumskollegin ACHILLES, die mir zu meiner Abfüllung eine kleine Probe BOND No.9, "THE SCENT OF PEACE FOR HIM" mit einpackte (zu SAUVAGE kommen wir gleich). Jedenfalls schnupperte ich daran und fühlte mich sofort in meine Kindheit zurück versetzt. Der Duft roch nach den Tabletten, die ich beim samstäglichen Bade in meinem Badewasser mit großer Freude auflösen durfte. Manchmal gab es auch zwei davon. Verpackt in grünem Zellophan und jede einzelne Tablette, etwa von der Größe eines quer halbierten Eishockey-Pucks, nochmal in Silberpapier. Diese Tabletten sprudelten wie wild, färbten das Wasser orange und dann duftete alles nur noch nach FICHTENNADEL.

Nach dem Bade wurde ich eingepackt in warme Decken, legte mich zu meinen Eltern auf die Couch und gemeinsam sahen wir Rudi Carell, Dietmar Schönherr, Vivi Bach und andere, die samstäglich um 20:15 Uhr das Publikum erfreuten. Ich schlief dann irgendwann ein, umhüllt von einer dichten Wolke Fichtennadel. Das sind schöne Kindheitserinnerungen und als ich jetzt den Bond No.9 an meine Nase hielt, waren diese Erinnerungen wieder da. Fichtennadel pur. Und zwar tagelang anhaltend.

Ich mochte diesen Duft, aber ich hatte auch den Eindruck, man hätte die Fichtennadelnote etwas weniger kompromisslos einsetzen können. Vielleicht eingebettet in einen frischen Zitrusakkord. Das wäre eine tolle Sache.

Was soll ich sagen: eine Woche später landete zu einer weiteren Abfüllung ein winziger Rest SAUVAGE bei mir. Und als ich daran schnupperte, konnte ich es kaum glauben: Es war, als wäre mein Wunsch erhört worden. Fichtennadel, ja, sehr deutlich, aber auch moderne, zitrische Noten. Ähnlichkeiten zu BLEU DE CHANEL kann ich bestätigen. Also auch jede Menge Synthetik. Aber gut gemacht.

Jedenfalls musste sofort eine Abfüllung davon ins Haus. Die habe ich jetzt seit ca. 10 Tagen und ich benutze sie ständig. Der Originalflakon ist schon bestellt. Der Duft überzeugt und erfreut mich aufs Äußerste. Er ist modern und traditionell zugleich. Er duftet nach Sauberkeit und Frische. Gar nicht sonderlich raffiniert aber einfach gut und extrem lange anhaltend. Sogar jetzt, in der herbstlichen Kühle, passt der Duft ausgezeichnet. Ich fühle mich damit unglaublich wohl, wie frisch geduscht.

Selten, dass ich einen neuen Duft so häufig benutze und ebenfalls selten, dass ich einen so oft benutzten Duft noch so intensiv und lange anhaltend an mir rieche. Ich bin wirklich begeistert über diesen frischen Allrounder. Er zieht definitiv in meine kleine Sammlung ein. Bleibt nur noch die Frage, welcher dafür gehen muss, denn mein selbst gestecktes Limit ist bereits erreicht.

Chapeau, Dior. Wirklich eine erstklassige Duftidee!
3 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    42 Auszeichnungen
Poor man's Aventus
Ich bin derzeit was Parfums angeht etwas unter'm Radar und nicht ganz auf dem Laufenden, aber hin und wieder bekommt man doch mal mit, dass es etwas neues gibt.
Nachdem ich zahlreiche Vergleiche mit Bleu De Chanel gelesen habe, dachte ich mir, teste ich Sauvage mal an. Was ich am Anfang roch, erinnert durchaus an Bleu, danach allerdings entfaltet sich so ein holzig-aromatischer Akkord, der mich von seiner Komposition und Diffusivität stark an Aventus erinnerte. Und irgendwie deswegen hat mir Sauvage gefallen, da man für dieses Konzept vorher noch viel Geld hinblättern musste.

Auslöser für dieses Kommentar war allerdings eine Diskussion mit auf Facebook. Youtuber Marc "robes08" hat in seiner Facebookgruppe seinen ersten Eindruck von Sauvage geposted und war nicht ganz überzeugt, und Sauvage scheint eine schlechte Haltbarkeit zu haben. Ich kommentierte darauf nur, dass er eigentlich keine schlechtere Haltbarkeit haben kann als Aventus.
Daraufhin meinte irgendein Idiot zu mir, dass ich keine Ahnung von und kein Geld für Aventus hätte. Und natürlich sahen es viele Leute als blasphemisch an, dass ich Aventus mit Sauvage gleichstelle. Daher habe den Drang verspürt, mein Ego und meinen Standpunkt wieder durch einen "YEAH SCIENCE, BITCH!"-Moment aufzuwerten.
Ich habe also meinen 5ml Taschenzerstäuber gesucht, in den ich meinen Aventus-Spuckrest abgefüllt hatte und Sauvage zusammen mit Aventus mal durch den Gaschromatographen laufen lassen.

Und tatsächlich wirkt Sauvage wie eine Art Aventus mit Feintuning/Zusätzen: die Kopfnote wurde spritziger gemacht durch Zusatz von Komponenten wie Dihydromyrcenol, Linalool und -derivate, Citronellol und Nerolidol. Weiterhin ist Linalylanthranilat in Sauvage durch Linalylacetat ersetzt, welches Sauvage einen leicht minzigen Hauch in der Kopfnote verleiht.
Holziger wird Sauvage durch (4-tert-butylcyclohexyl) acetate sowie wie durch einen Klecks Cashmeran und alpha-Guaiene.
Die Basis bestehend aus einem Gemisch aus Hedione, Iso-E-Super, Patchoulialkohol und Ambroxan ist beiden gleich, allerdings scheint es bei den Moschusverbindungen einen großen Unterschied zu geben. Während Sauvage auf Poly- und macrocyclische Moschusverbindungen setzt (Ambrettolide und -derivate wie Muscon und/oder Galaxolide, ich bin mir nicht ganz sicher), ist in Aventus ein anderer Moschuscocktail enthalten.

Falls ich jetzt manche Leute durch zuviel Chemie verloren habe, möchte ich einfach nochmal vereinfacht zusammenfassen, was ich konzeptuell in Sauvage sehe: ein freundlicherer Aventus mit noch "duschgeligerer" Kopfnote.
Natürlich riecht man, wenn man jetzt auf jedes einzelne Element eingeht, Verwandtschaft zu vielen anderen Düften heraus, die Kopfnote erinnert mich sowohl an Bleu De Chanel als auch Boss Bottled Unlimited, dieser minzige Hauch lässt mich für einen kurzen Moment an Prada Luna Rossa denken. Aber die größte Ähnlichkeit sehe ich nachwievor zu Aventus.

Hier die Chromatogramme: http://www.parfumo.de/Benutzer/Adan/Bild/70745
Ich hoffe man kann irgendwie reinzoomen, ich hab diese Datei noch als PDF, in der man auch schön reinzoomen kann, falls mir jemand verraten kann, wie ich sie bereitstellen kann, würde ich das hier statt dem Bild freigeben.

edit: Gerade gemerkt, wie viele Statements ich gerade zertreten habe! Geil :D
27 Antworten
Duft 4.0/10
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Nichtssagend...
in meinen Augen bzw. meiner Nase. Durchschnittlich und weiter nichts. Leider findet mein Mann es gut und wünscht es sich zu Weihnachten. Wie kann ich das verhindern?
9 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 2.5/10
Erstklassiger Kommentar   
Eine Ansammlung von Fragmenten ist nicht automatisch eine Collage
Die Spannung oder auch Vorfreude auf Parfumo war groß, als im Mai 2015 bekannt wurde, dass François Demachy für Dior einen neuen Herrenduft herausbringen würde. Manche erwarteten nicht weniger als einen Meilenstein, einen neuen Fixstern im Parfumkosmos. Kulturpessimistisch Veranlagte wiederum äußerten ihre Bedenken, dass das Parfum bestimmt ganz schlimm sei, und wenn es schon nicht den Untergang des Abendlandes einläute, so doch zumindest den des Hauses Dior. Als Bestätigung dienten erste Flakonbilder: die Form der Collection Privée, einen Farbverlauf ähnlich „Fahrenheit“ und der Name dem ersten Herrenduft „Eau Sauvage“ entliehen. Wie einfallslos das denn sei.

Ich muss gestehen, ich fand mich nicht in diesen beiden Extrempositionen wieder: Namensgebung und Design sind nicht unbedingt einfallslos, sondern hätten andeuten können, dass „Sauvage“ eine Brücke schlägt zwischen den verschiedenen Dior-Düften. Wenn der Flakoninhalt auch diese Brücke geschlagen hätte – warum nicht?

Hoch war meine Erwartungshaltung freilich erst recht nicht. Da reichte mir schon die Information zum Parfumeur, den ich aus Versehen manchmal Demonchy schreibe. Er ist derjenige, …
… der auf die Idee kam, eine ganze Tüte Campino Fruchtbonbons in „Fahrenheit“ aufzulösen und als „Fahrenheit Parfum“ auf den Markt zu bringen.
… der eine scheibchenweise Degeneration der brillanten „Bois d’Argent“-Idee hin zu „Dior Homme Parfum“ zu verantworten hat.
… in dessen Zeit als Dior-Hausparfumeur der Preis eines Flakons der Collection-Privée-Linie verdoppelt, die Konzeption jedoch stark verwässert wurde. Nach dem fulminanten Start aus der Zeit vor Demachy mit den drei Colognes „Bois d’Argent“, „Eau Noire“ und „Cologne Blanche“ wechseln sich ausdrucksvolle Parfums ab mit braven Sicherheitsdüften, die wohl vor allem kaufkraftstarke Kunden im Nahen Osten überzeugen sollen.

Ein großes Aber. Wenn ich eines in den letzten Jahres über das Parfumbusiness gelernt habe, dann Folgendes: das Können einer Parfumeurin oder eines Parfumeurs lässt sich nicht an deren schlechten Düften festmachen, sondern den guten. Wer weiß schon, welcher Kosten- oder Zeitdruck hinter der Entwicklung steckte, wie eng die Vorgaben zum Nachhecheln irgendwelcher Trends waren? Man darf nicht vergessen, dass Parfums Christian Dior zu LVMH gehört - dem Konzern, der berüchtigt dafür ist, prestigeträchtige Weingüter (oftmals feindlich) zu übernehmen. Anschließend fällt dann die Weinqualität, der Verkaufspreis hingegen steigt.
Trotz dieses Umfelds gelang es François Demachy durchaus, wunderschöne Düfte für Dior zu kreieren; zumindest immer dann, wenn er sich aus seiner Gourmand Comfort Zone hervorgewagt hat und es sich nach unserem Zuruf "Alkohol ist keine Lösung!" verkneifen konnte, Noten von Kirsch- oder Birnenlikör zu verwenden: „Eau Sauvage Parfum“ ist so schlecht nicht, wenn der Name auch irreführend sein mag, „Fahrenheit Absolute“ hätte mit einer inspirierten Basis gar richtig gut sein können. In der Privée-Serie zeigt Demachy schließlich mit „Vétiver“, „Granville“ oder „Gris Montaigne“, was er kann – wenn man ihn lässt und wenn er will. Da „Sauvage“ nach allem, was man vor Lancierung lesen konnte, frisch sein sollte, hatte ich doch eine zarte Hoffnung.

Bis zum ersten Test.

Sehr verständlich findet sich in jedem 3. Kommentar das böse D-Wort: Duschgel. Ich mag präzisieren - ein 90er Jahre Duschgel der Richtung extra/aqua/energizing-fresh. Dieser Dufteindruck ist deswegen so passend, weil eine schrille, metallische Zitrusnote den Start Sauvages prägt. Auch wenn nicht in der Pyramide angegeben bin ich mir ziemlich sicher, dass eine gehörige Menge Dihydromyrcenol dafür verantwortlich ist. Diese Aromachemikale mit dem sperrigen Namen war in den 80ern beliebt, um die Lavendelnote der Aromatic Fougères mit Waschmittelfrische zu boosten, und im Übergang zu den 90ern, um mit Grünkrautigem und Ambroxan Meereseindrücke zu evozieren ("Cool Water"). Die Wirkung des Dihydromyrcenol kann man mit dem Verstärkungseffekt eines plärrenden Plastikbluetoothlautsprechers vergleichen: für manche Musik ist diese Verstärkung geignet, andere wird einfach kaputt gemacht (und das sagt nichts über die Qualität der Musik aus, weder in die eine noch die andere Richtung). Dihydromyrcenol ist für Lavendel und grüne Kräuter passend, für Zitrusnoten muss es mit sehr viel Feingefühl eingesetzt werden, ansonsten entspricht es dem Hören eines Streichquartetts mit besagtem Lautsprechern: schrill und blechern wird die Zitrusnote. Alles Saftige verdörrt. Egal wie hochwertig eine Bergamotte sein mag – Dihydromyrcenol wirkt qualitätsnivellierend. Das mag der Grund sein, warum die Kombination mit Zitrusnoten in Functional Fragrances wie Waschmitteln, Haushaltsreinigern und eben Duschgelen verbreiteter ist als in der Feinparfumerie. Demachy bzw. die Dior-Verantwortlichen wussten dies natürlich und entschieden sich bewusst dafür, mit diesem Parfumauftakt Leute ansprechen zu wollen, die eigentlich gar kein Parfum mögen und lieber wie ein Duschgel riechen.
Das ist aber nicht der einzige Zielmarkt: Dihydromyrcenol wird hier auch mit Ambroxan kombiniert und ergibt ein Muster, das aus “Cool Water” bekannt ist. Ich sage damit nicht, dass die beiden Düfte sehr ähnlich riechen, aber es werden Fragmente aufgegriffen, um treue “Cool Water”-Kunden anzusprechen (und zum Wechsel zu bewegen). Ich bin nicht besonders gut im Erkennen von Ambroxan. Normalerweise erkenne ich es nur mittelbar, wenn eine Parfumbasis ungewöhnlich hell, frisch und dabei weich ist. Hier ist die Konzentration aber so hoch, dass ich Ambroxan an sich erkenne, mit seinen warm-ambrierten, holzigen Facetten (immerhin: wenn ich das sehr teure Ambroxan so deutlich erkenne, muss sehr viel enthalten sein - damit dürfte "Sauvage" zu den Neuerscheinugen mit ungewöhnlich hohen Rohstoffkosten gehören).
Der frische Start wird nun in “Sauvage” kombiniert mit einer süßen Basis. Der Pyramide kann ich nicht entnehmen, was diese Süße hervorruft, was in Kombination mit Ambroxan so riechen könnte. Da ich gerade Dannyboys frisch veröffentlichten Kommentar lese – ja, es könnte tatsächlich eine Cashmeran-Myrrhe-Kombi ala Gualtieri sein. Eine ausgeprägte Süße als Basis nach fougèreartiger Frische kennen wir aus einem der erfolgreichsten Herrenparfums der letzten Jahrzehnte – “Le Mâle”.

Mit “Sauvage” haben wir also einen Duft, der streng nach Marktanalysen entwickelt wurde: zwei der erfolgreichsten Herrendüfte, bei denen darauf geachtet wurde, dass sich die Altersstruktur der Träger nicht zu sehr ähnelt. Dazu potenzielle Erstduftverwender, die bisher noch nie Parfum verwendet haben. Damit wird eine möglichst große Beliebtheit angestrebt.

Das muss ja nicht schlecht sein. Aber hier wird aus Beliebtheit Beliebigkeit. Ich gehe noch weiter: Wenn wir an “Sauvage” riechen, stellt sich die Frage: was ist ein Parfum? Ist jede Duftstoffmischung ein Parfum?
Nein, das ist sie nicht. Ein Duftstoffmischung wird zum Parfum durch den gestalterischen Willen eines Parfumeurs. Nur dafür ist in “Sauvage” kein Platz. Aus dem möglicherweise marktkonformen, in jedem Fall aus Marktbedürfnisanalysen abgeleiteten Nebeneinanderlegen der Fragmente anderer Düfte entsteht nichts gestalterisch Neues.
Keine Collage, es bleibt ein Fragmenthaufen.
Ein Duft, aber kein Parfum.
31 Antworten
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 1.0/10
Erstklassiger Kommentar   
About:
Kopf: Blaue Ananas (mit freundlicher Unterstützung von Creed)

Herz: Würzige For Men-Duschgel-Frische

Basis: Gualtieri-Myrrhe, weich und holzig abgerundet

OK, das Beste zum Anfang: die Kopfnote. Wenn man Aventus mag, so wie ich, dann ist die Kopfnote nicht weniger als vielversprechend. Das währt aber nur sehr kurz. Was dann folgt, kann man durchaus als Diors Antwort auf Bleu de Chanel begreifen - man hat's nur echt unfassbar viel schlechter gemacht. Im Grunde macht Sauvage Bleu de Chanel im direkten Vergleich ungewollt zum Meisterwerk. Die Basis macht's nicht besser, aber hier finde ich tatsächlich eine lose Parallele zu Eau Sauvage: die allgegenwärtige Myrrhe. Die, die so schön hat gekratzt in meine Nase. Die kennen wir ja auch schon aus dem Eau Sauvage Parfum. Na ja... Kurz gesagt: Das ist uninspirierter Mist, uninspiriert und unpassend zusammengeschusterte Zitate aus erfolgreichen Trenddüften und Dufttrends. Und wie oben schon erwähnt, ist das nicht nur keine Konkurrenz für Bleu de Chanel, sondern lässt diesen erst so richtig glänzen. Well done, Dior.
16 Antworten
Flakon 5.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Auch du, mein Haus Dior?!?!?!?
Warum nur?

Verdient man mit "Dior Homme", seinen Abglegern und den anderen Duftklassikern dieser Marke nicht genug? Muss der gute Name Dior wirklich dazu benutzt werden, um so etwas auf den Markt bringen?!

Wer meine Kommentare zu Davidoffs "The Game", "007" und Chanels "Bleu de Chanel"gelesen hat, weiß, wie ich "säuerlich-frisch", die aktuelle In-Duftnuance im Herrenbereich, verabscheue. Bei "The Game" und "007" ist das Ganze sehr synthetisch-chemisch. Bei Chanel hat man es wenigstens mit einer natürlichen oder naturidentischen Grapefruit hinbekommen.

Dior beschreitet hier einen Mittelweg. Man entscheidet sich für diese komische aber topaktuelle synthetisch-säuerliche Richtung, läßt es aber mit viel Beiwerk natürlich erscheinen, bietet dazu eine ordentliche Silage und auf meiner Haut ca. 12 Stunden Durchhaltevermögen. Die oben genannten Inhaltsstoffe lassen sich nicht getrennt ausmachen. Sie unterfüttern höchstens den säuerlichen Grundton, machen ihn erträglich und schieben ihn in eine natürlichere Umgebung. Und ich war schon fast dazu geneigt mich damit anzufreunden.

Aber!

Bei einem Haus, dass bei den Herrendüften "Eau Sauvage", "Jules", "Fahrenheit"....... und das moderne und innovative "Dior Homme" hervorgebracht hat, ist die Enttäuschung umso größer, wenn man auch dort auf einen fahrenden Zug aufgespringt, der anscheinend sehr viel Geld in die Kassen der Marken spült. "Bleu de Chanel" war für den Duftliebhaber auch so eine Enttäuschung. Diese Düfte sind einfach so mittelmäßig.

Wo bleiben aktuell die Innovationen und Ideen im preislichen Mittelfeld?
3 Antworten
Flakon 5.0/10
Sillage 4.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 5.0/10
Erstklassiger Kommentar    16 Auszeichnungen
Inhaltsleerer Saubermannduft - Dior lässt zunehmend nach....
Wohin marschiert Dior? Ich fürchte, sie machen da den gleichen Fehler wie Chanel: Früher kamen Herrendüfte alle Jubeljahre mal heraus. Zwischen Neuerscheinungen lagen manchmal Jahre, wenn nicht gar ein Jahrzehnt.

Dieser plumpe Geldabgreifaktionismus des letzten Jahrzehnts schadet erkennbar beiden. Die "Allure Homme"-Reihe ist grässlich ausgefranst und olfaktorisch den Namen Chanel nicht wert, bei Dior höhlt man zusehends den "Dior Homme"-Grundstil in alle Himmelsrichtungen wahllos aus.

Was nun Dior dazu bewogen hat, dieses schwarzen, runden Glasklumpen namentlich ans alte, wunderbare "Eau Sauvage"anzulehnen, entzieht sich meinem Verständnis.

Man hat es hier mit einem schlanken, regelrecht dünnen, innerlich hohlen Duft zu tun, der wirkt, als hätte man die Grundidee für einen Duft auf halbem Entwicklungsstand einfach rausgehauen. Man riecht eigentlich nicht viel. Minimal erkennt man einen seifenfrisch geratenen Pfeffertupfer, vor allem aber viel Ambroxan in einer sauber wirkenden, etwas an eine Synthese aus Meer, Puder, Moschus und frischem Duschgel erinnernd.

Ich kann gar nicht behaupten, dass man mit "Sauvage" nennenswert negativ auffallen würde - dafür ist er viel zu harmlos, lapidar, saubermannmäßig. Was ist das Thema, der Leitgedanke dahinter?

Von Dior ist man weit mehr gewohnt als diesen risikoarmen Mann ohne Eigenschaften...
4 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
Duschgel Deluxe Pour Homme (Rubbelprobe)
Dies ist kein ausführliches Review, lediglich einige persönliche Eindrücke.

"Sauvage" - die Namensähnlichkeit zu "Eau Sauvage" ist in der Tat grob irreführend. Unabhängig davon halte ich ihn auch sonst für nicht besonders passend. Das französische "sauvage" kann mit "wild", "brutal", "unzivilisiert" oder auch "barbarisch" übersetzt werden und lässt daher bei mir Assoziationen an etwas animalisches, ungewaschenes aufkommen. Diors' Interpretation dagegen kommt eher wie ein frisch gestylter junger Mann vor dem Disco-Besuch am Freitagabend daher. In der Tat gehört der Duft für mich zu jenen, die mich direkt an ein "For Men"-Duschgel aus den 90ern denken lässt. Das hört sich allerdings viel schlimmer an als es von mir gemeint ist. Ich MAG "Sauvage", sehr sogar. Es riecht sehr sauber (wie frisch geduscht eben, "aquatisch"), sehr klassisch männlich (ein klein wenig würzig, ein bißchen markant, nicht zu süß) und insgesamt doch sehr gefällig. Spontan fällt mir da die prickelnde, irgendwie brause-artige Frische des von mir geschätzten Duschgels "Algemarin" oder "DuschDas for Men" ein. Der aquatische Aspekt scheint nicht auf Dihydromyrcenol (siehe "Cool Water") zu beruhen, erinnert mich aber etwas daran.

Dior liefert, allen Duschgel-Vergleichen zum Trotz, mit "Sauvage" kein minderwertiges Drogeriewässerchen ab, die Qualität ist, jedenfalls dem Dufteindruck nach, schon einem etwas höherpreisigen Markenduft angemessen, lässt in Sachen Haltbarkeit allerdings etwas zu wünschen übrig. Jedenfalls nimmt die Sillage nach 3-4 Stunden bei mir deutlich ab (EDIT: auf Stoff hält er sich dann doch ziemlich tapfer). Insgesamt ist der Duftverlauf auch ziemlich linear, wobei die eher grüne (Vetiver+Patchouli+Ambroxan, immer gut) Basis den Duft mit zunehmender Tragedauer insgesamt etwas weicher, runder wirken lässt (das Elemiharz strahlt eine gewisse Wärme und süße ab). Das Prickelnde, meist eher ein Kopfnoten-Phänomen, hält sich erstaunlicherweise fast bis zum Schluss - was mir sehr gut gefällt.

Nach einer Weile regen sich bei mir auch Dufterinnerungen an Rubbel-Duftproben welche in den 90ern in diversen Hochglanz-Lifestylemagazinen enthalten waren. Da hat sich der eigentliche Duft immer noch mit dem Duft der Druckerschwärze (bzw deren Farb-Äquivalenten) vermischt, was für mich häufig eine sehr faszinierende Mischung ergab. Schwer zu beschreiben, aber ihr wisst ja selbst wie ein frischgedrucktes Magazin riecht.

Wie gesagt: ich mag "Sauvage"! Aber sowohl Namenswahl wie auch das Markenlabel "Dior" finde ich total unpassend. Erinnerungen an Guerlains' Release von "Homme" werden da bei mir wach. Es wäre meiner Meinung nach sehr viel besser bei "Davidoff" aufgehoben - wobei diese Marke mittlerweile wohl leider schon zu weit heruntergewirtschaftet wurde. Würde mir jemand erzählen, dass es sich bei Sauvage um den Versuch einer modernen Neuinterpretation von "Cool Water" (oder auch CKs "Eternity") handele - ich wäre nicht sonderlich überrascht und würde wohlwollend nicken. Begeisterungsstürme kann man bei einem Duft-erfahrenen Menschen mit einem so klassischen Konzept natürlich keine mehr entfachen. Ist trotzdem schön!

PS: Der Flakon passt m.M.n. ganz gut zum Duft mit seiner Farbgebung und dem klassisch-minimalistischen Design. "Leather Oud" hätte sich den Aufdruck "Sauvage" aber eher verdient.

PPS: Bei genauerem Hinriechen meine ich in der blau-grün-süßlichen Basis auch eine gewisse olfaktorische Verwandschaft mit "Homme" entdecken zu können - oder täusche ich mich da? Hab' momentan leider keine direkte Vergleichsmöglichkeit.
4 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
7 Auszeichnungen
Ich finde Sauvage super
Hallo Leute,
Mein erster beitrag hier und gleich zu Dior Sauvage.
Ich muss gestehen das ich das Parfum toll finde.
Bin zwar kein Duft-Profi, aber er ist nicht so erdrückend wie beispielsweise
Homme Intense oder Fahrenheit das Parfum.
Bei mir hält er gute 5-6 std durch, was für ihn spricht!
Also ein guter begleiter :)
5 Antworten
Flakon 7.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Bleu de Tom Tailor
Sauvage - nach rund 10 Jahren endlich mal wieder ein gänzlich neuer Duft von Dior! Was haben wir darauf gewartet! Nachdem Dior Homme in der Parfumwelt eingeschlagen ist wie eine Bombe, und selbst DH’s schlechtere Flanker noch besser sind als bei vielen anderen Designern die Flagshipdüfte, waren die Erwartungen entsprechend hoch - und wie sich Anhand der bisherigen Kommentare und vor allem der Bewertung ablesen lässt - zu hoch.

Auch ich bin aktuell noch unschlüssig, wie ich Sauvage denn nun bewerten soll. Bei meiner ersten Begegnung vor einigen Wochen erblickte ich ihn eher zufällig im Hamburger Alsterhaus - prominent ausgestellt, anbei mit faserigem Holz belegte, dunkle Pappkärtchen (ja genau, mit Holz beschichtetes Papier…) als Teststreifen gereicht, die laut Verkäufer das “Wilde” des Dufts unterstreichen sollen. Beim ersten Testen meinerseits machte sich Ernüchterung breit. Leicht zitrische, fruchtige Frische mit dezenter Würze - etwas, was ich schon gefühlt Tausend mal gerochen habe und tendenziell eher im Retail- oder sogar Drogeriebereich einordnen würde. Würde der Duft Esprit for Men oder Bleu de Tom Tailor heißen - alle würden denken: ja, das passt, nehm ich, 19,95 für 100 ml. Allerdings handelt es sich eben um Dior, und das ist sicher auch einer der Hauptgründe, warum Sauvage bei Parfumo so schlecht ankommt.

Eigentlich kann ich Dior ja sogar verstehen. Nachdem man mit der Homme-Reihe bereits eine Palette an süß-gourmandigen Düften im Portfolio hat, dazu mit Eau de Sauvage einen klassich-zitrischen und mit Fahrenheit einen würzig-maskulinen, ist der blaue Sauvage die logische Weiterentwicklung des Line-Ups. Er setzt sich in die selbe Lücke, die Chanel vorher schon mit Bleu besetzt hat. Inhaltlich ist Sauvage ein metallisch kühler, frischer Duft mit allerlei Frucht in der Mitte. Anleihen der aventus’schen Ananas sind klar erkennbar, später gesellt sich noch etwas maskuline Würze hinzu - allerdings deutlich weniger als bei Fahrenheit und Co. Sauvage ist ein Duft, den vermutlich niemand so wirklich schlecht findet, der fast nie gänzlich falsch ist, aber für den es auch in fast jeder Situation bessere Alternativen gibt. Ein knallharter Mainstreamer für Männer von 20 bis 50, die Angst vor DHI’s Süße und Habit Rouge’s oldschooligkeit haben, ein Common Sense Duft.

Leider ist Sauvage aber einfach zu straigt, zu glatt, zu langweilig. Mein Gefühl ist, dass die Produktentwicklung hier fast ausschließlich vom Marketing getrieben wurde. Bleu de Chanel, Aventus - das brauchen wir auch! Wäre auch ok gewesen, wenn Sauvage denn irgendwas eigenes, irgendeinen Twist gehabt hätte, aber das geht ihm leider völlig ab.

Ich muss gestehen, dass Sauvage besser wird, umso öfter man ihn riecht, aber so richtig gut wird er einfach nie. Ich bin ja grundsätzlich ein Freund von modernen, zeitgemäßen Düften - aber hier hat Dior leider einfach zu wenig gewagt. Dazu gesellt sich zu allem Überfluss auch noch eine nur durchschnittliche Performance.

Vermutlich wird sich Sauvage gut verkaufen, aber ob er in 6-7 Jahren noch irgendwem in Erinnerung sein wird? Ich glaube kaum. Dann steht er vermutlich eher in der unteren Reihe im Douglas.
2 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 3.0/10
Erstklassiger Kommentar    23 Auszeichnungen
Noch ein Parfum-Blues
Der Vollständigkeit halber habe ich "Sauvage" (ja, klar, definitiv) diesen Samstag in HH im Alterhaus getestet, und eigentlich wollte ich nichts dazu schreiben, aber weil es mich so vom Hocker gerissen hat wie seinerzeit (jawohl) mit Bleu de Chanel, doch nun was kurzes deskriptiv-knackiges.
Ohne jemandem auf die Füße treten zu wollen, denn Düfte sind zu 100 % eine persönliche Sache, aber für mich hier nur eine 30- prozentige. Der Duft erinnert mich einfach zu stark an Bleu de Chanel, und ich rieche da weder eine Mischung desselben mit Aventus oder Fierce, oder aber ich bin nicht in der Lage, mir das olfaktorisch vorzustellen. Es ist astreines Bleu mit Dior-Etikett. Den mochte ich schon nicht, also konnte der hier nur eine eine Enttäuschung werden.
Sillage und Haltbarkeit sind leider ein sehr zähes Biest, aus meterweiter Entfernung zu riechen und noch sehr lange auf meinem damit geplagten Handgelenk haftend, machte ich mich mit ihm auf Tour.
Nein, sauvage ist da nichts, der Duft ist eher ein schlechter Witz, rangiert im Drogerie-Herrenduft-Segment, wobei ich da echt bessere kenne (und wesentlich preisgünstigere).
Der Duftverlauf ist von anfangs viel zu viel scharfer Pfeffer unglücklich kombiniert mit zuviel Bergamotte (und - verfaulter Mandarine, in einem Rucksack vergessen?) klebriger, spritziger Süße verlaufend zu penetrantem Früchtebett, kurz gesagt, alles was man sich so an Langeweile vorstellen kann, zusammengeschustert in einem dafür viel zu schönen Flakon.
Da gibt es wesentlich bessere Mainstreamer, die zwar monoton, aber gut sind. Der hier ist weder noch, eher zuviel des Schlechten.
Beworben von einem viel zu tollen Mann, zu dem der Duft so gut passt, wie der erlesenste Rum der Welt gemixt mit Discounter-Cola (auch die trinke ich, eben nur nicht beides zusammen.)
Insgesamt dominieren hier überreife Früchte, Langweilwendel, und eine undefinierbare Note, auf die ich erst im Laufe der 6-8 Stunden kam, so lange er am Handgelenk haftete.
Ja, ich hatte da mal was als Kind, ein Spray zum desinfizieren vom Käfig meines Hamsters, so ein Käfigspray. Aber nicht mal das konnte in mir gütliche Gefühle aufkommen lassen.
Wer gerne viel Geld ausgibt, nur weil da Dior oder Chanel auf dem Flakon steht und diese Bleu-Duftnoten mag, der sollte den testen. Viel neues aber darf man nicht erwarten, eigentlich garnichts. Ich erspare mir an dieser Stelle mal noch weiteres, um denen die ihn mögen, nicht die Laune zu vermiesen. Aber für mich ist das ne 0, ne Pfeife.

Fazit;
Meine wohlwollende Bewertung von 30 % setzt sich so zusammen:
- 0 % für den Duft an sich,
- 10 % für den Flakon, der mit dem schönen Blauverlauf und der Magnetkappe, schnörkellosem Design daherkommt,
- 10 % für Johnny Depp, der hier als Testimonial fungiert, und einfach tatsächlich cool ist. Das ist jetzt erst mal so. Obgleich ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass er für den Duft wirklich geworben hätte, hätte er ihn vorher gerochen.
- 10 % Hamster-Nostalgie-Bonus (DEN habe ich echt geliebt).
24 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    10 Auszeichnungen
Oldschooler-Verdikt
So, da habe ich nun in den letzten Wochen einige Kommentare, Vor-Kommentare, Previews und Verdächtigungen über den neuen Dior-Herrenduft lesen dürfen, größtenteils amüsiert ob des Hypes, jedoch ob meiner Vorlieben nur mäßig interessiert. Und was passiert heute? Ja, gut, wenn man Abonnent von Men's Health ist: Nicht nur, daß dort unverzichtbare Tips zur Vergrößerung des ohnehin bereits imposanten Trapezmuskels geboten werden - nein - da waren doch glatt noch einige dieser Rubbelproben enthalten, und zwar von "The Scent" als eben auch von "Sauvage".

Nun, die Neugier siegte natürlich, ich hätte indes nicht gedacht, daß ich zu "Sauvage" einen Kommentar schreiben würde. Aber - warum nicht? Das Urteil eines Vintage-Oldschoolers ist ja evtl. auch von Interesse...

Meine Vorkommentatoren haben es bereits größtenteils auf den Punkt gebracht: Ja, Dior wollte die eierlegende Wollmilchsau kreieren, und ich fürchte, man hat es auch wirklich geschafft. Dieser Duft wird sicherlich ein Verkaufsschlager, denn er erfüllt sämtliche Kriterien, die dafür sprechen.

Die Hochzeit des ultrasüßen Pappzeugs scheint sich mittlerweile ihrem Ende zuzuneigen, da ist wieder "Natürliches", Zitrisches gefragt, Und was stellt sich die breite Masse denn darunter vor? Nun, eben das, was sie unter "natürlich" versteht, nämlich das, was geboten wird: Das duftet wirklich angenehm, da zwickt nichts, das hat sogar eine leicht edle Anmutung und wirkt auf keinen Fall billig.

Indes - all dies trifft lediglich auf den Durchschnittsparfumverwender zu. Wer sich ein wenig in der Materie auskennt (und ich maße mir an, das zu tun), durchschaut den Bluff. Verglichen mit Perlen der 60er bis 90er ist "Sauvage" unzureichend, gewöhnlich, ja gar banal, allerdings auch durchaus gefällig, und wird deshalb sehr wahrscheinlich auch auf dem Markt erfolgreich sein. Man wird ihn wohl zukünftig sehr häufig in Bussen und Bahnen antreffen.

Nichts Schlimmes dabei. Weder Dior noch die meisten anderen Hersteller schaffen es, heutzutage Düfte zu schaffen, die den Charakter und die Ausstrahlungskraft der Meisterwerke aus der "guten alten Zeit" haben,

So, die Abendrasur steht an. Ich habe doch noch irgendwo das AS Balm des "Fendi Uomo" stehen...
8 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    21 Auszeichnungen
Und trotzdem mag ich ihn ...
Hallo zusammen!

Mein erster Kommentar hier im Forum bezog sich direkt auf ein sehr edles Wässerchen...und auch gerade trage ich wieder mein geliebtes Memoir Man. Allerdings besteht zumindest meine Duft- und Parfumwelt nicht nur aus Mixturen, für die ich weit über 200,- € zahlen muss. Neulich konnte ich mit einem Einkauf beim Türkisen ein Pröbchen dieses Duftes hier ergattern und muss sagen: ich fand ihn auf Anhieb sympathisch. Natürlich nicht die Tiefe, die Natürlichkeit eines Memoir, aber dennoch...

Neugierig geworden, war ich einen Blick ins Forum. Die Wertung von Sauvage betrug hier damals 59. Ich habe mich ein wenig gewundert und so ziemlich alles gelesen, was hier über den Duft zu Protokoll gegeben wurde. Nachdem ich mich intensiver mit den Beweggründen der Mitglieder auseinandergesetzt habe und die meisten nachvollziehen kann, ringe ich mich zu folgendem Statement durch: angesichts der völlig verschiedenen Motive, Geschmäcker und Vorlieben der völlig verschiedenen Menschen, die sich hier im Forum befinden, ist die 60er Marke für mich tatsächlich ein ziemlich gutes Abbild dessen, was Sauvage darstellt: ein leicht überdurchschnittliches, in der Mehrheit doch sympathisch wahrgenommenes EdT ohne den herben Erkennungswert eines Fahrenheit oder DHI. Die Abwertung trifft somit hauptsächlich eben NICHT das, was sich IM Flakon befindet, sondern das, was AUSSEN darauf steht. Die Erwartungshaltung wird nicht erfüllt.

Anbei nebenher kurz mein Senf zu den eifrigen Nischenvertretern im Forum und denjenigen, die ebensolche vielleicht als überkandidelt wahrnehmen mögen...ich kann dazu nur sagen leben und leben lassen! Wenn es hier jemanden gibt, der von sich behauptet, mir kommt nichts unterhalb von Guerlain, Creed oder Amouage ins Haus, warum nicht. Mein Stiefvater ist ein großer Weinliebhaber, er trinkt niemals Durchschnittswein. Das macht aber weder ihn noch den Durchschnittswein "schlechter". Ebenso andersherum, wer behauptet, mir ist Nische viel zu teuer, ich möchte lediglich gut riechen, mir reicht ein Sauvage aus, bitte! Warum nicht. Ich finde mich übrigens in der goldenen Mitte wieder...ich mag sowohl Mainstream- als auch Nischendüfte, wenn sie meiner Nase schmeicheln. Dabei ist mir dann relativ egal, was darauf steht.

Zurück zu Sauvage. Über den Duftcharakter selbst wurde eine Menge geschrieben, insofern möchte ich meine Eindrücke lediglich ergänzen. Der Duft eröffnet für mich mit einer intensiv-pfeffrigen, vollmundigen Frische, von der ich eigentlich nie genug in meinem Näschen haben kann...ich habe ihn ausführlich (!) getestet und er wird mir absolut nicht langweilig. In der Tat ist der Duft nur sehr begrenzt wandlungsfähig, ich nehme keine deutlich erkennbare Herznote wahr. Das muss ihm aber keinen Abbruch tun. Die Frische im Auftakt zieht sich mit und mit zurück und macht einer warmen, würzig-holzigen Basis Platz, die auch noch über Stunden erhalten bleibt. Und auch an ihr kann ich mich kaum satt riechen, ich erwische mich immer wieder beim Schnuppern. Markant, aber nicht zu aufdringlich. Die Haltbarkeit ist für mich leicht überdurchschnittlich, die Sillage im guten Mittelfeld. Allein aus dieser Beschreibung heraus bekäme das EdT von mir 75 - 80%. Aber...

...da wären ja noch die im Vorfeld groß gemachten Kritikpunkte: zu beliebig? Zu simpel? Zu "undior"?
Die Antwort lautet für mich: klares Jaein. Es kommt ganz deutlich mit auf die Perspektive des Trägers an. Wenn ich Sauvage in einer Reihe mit DHI, Fahrenheit oder sogar Eau Sauvage sehe, ist er einfach anders. Aber auch schlechter? Muss ein großes Dufthaus, das bisher immer A gesagt hat, auch weiterhin immer A sagen? Muss es immer einen herben Knaller mit hallenfüllender Sillage wie DHI produzieren? Oder darf es auch mal B sagen? Könnte Sauvage nicht neben solch markanten Klassikern einfach eine schöne Ergänzung sein? Kein weiterer Rolls-Royce in der Garage, sondern daneben ein schöner, alltagstauglicher BMW, der auf seine Art zu begeistern weiß? Und die Qualität eines "Parfum-BMW" hat Sauvage für mich in jedem Fall...

Ich möchte das einfach als Anregung hierlassen, ohne dabei jemand anderes Meinung anzugreifen. Jede hat ihre Existenzberechtigung. Im Übrigen: wieso man das Wässerchen "Sauvage" genannt hat, bringt mir selbst keine Logik dieser Welt näher. Einfallslos, keine Lust weiter nachzudenken, oder eine besondere Intention? Ich weiß es nicht, aber hier würde ich behaupten, Thema verfehlt.

Was bleibt? Ein schöner, männlicher, sympathischer Duft, der selten fehl am Platz ist, sich nicht aufdrängt, aber auch nicht schüchtern im Eckchen verschwindet. Für mich tatsächlich noch zu markant in der Basis, um wirklich völlig beliebig zu sein. Ich trage ihn gern und entscheide mich angesichts der doch etwas unglücklichen Umsetzung (Name, Werbekampagne) für eine nur ganz leichte Abwertung auf 70%. Chapeau.
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Flakon 5.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 4.0/10
2 Auszeichnungen
massenkompatibel
Bei Abercrombie&Fitch besprühen sie den Bürgersteig auch mit so einem komischen Duft. Genau daran erinnerte mich der erste Test mit Dior Sauvage. Einen Hofknicks muß man davor nicht machen. Dior hat so tolle Düfte hervogebracht, warum jetzt diese Art? Sauvage kommt mir zu gekünstelt vor, es will Jedermanns Liebling sein, alle sollen es toll finden. In einem Vorkommentar wurde gesagt, es sei die erhoffte Cashcow. Könnte sein. Die Chancen stehen nicht schlecht, daß sich dieser Duft wie geschnitten Brot verkaufen wird. Sauvage könnte viele glücklich machen. Ich besprühte ein Stofftaschentuch und meinen Handrücken damit und schnupperte über Stunden immer und immer wieder. Aquatisch, metallisch, pfeffrig, seifig, künstlich. Sauvage wird sich über den Namen Dior und sein Image verkaufen. Macht Euch keine Sorgen.

Liebet einander, dann macht was Ihr wollt.
Augustinus
15 Auszeichnungen
Mr Perfekt der sich nichts traut.
Also bei den Ladys kommt er zumindest ziemlich gut an! Das konnte ich nach 2 Wochen ausgiebiger Testreise definitiv feststellen. Im Kopf wird jedoch niemals bleiben, dafür ist er zu "SAFE".

Hier der Link zu meinem Video:
https://youtu.be/7loxrd4-4ao

Man muss auch mal risiko machen und polarisieren - so wie es andere Düfte tun, damit bleibt man(n) auch bei der Frau länger im Gedächtnis!

Haltbarkeit ist zwar gut aber man muss recht an mich rankommen und den Duft riechen zu können..dafür wie gesagt 8 Stunden+

PS: Ihr immer mit euren ausführlichen Duftbeschreibungen - das könnt ich gar nicht - Videos machen ist viel geiler!
13 Antworten
Flakon 7.5/10
Duft 7.5/10
Erstklassiger Kommentar    7 Auszeichnungen
Wild im Namen, grundsolide in der Ausführung
Der Versuch einen populären, in der Masse beliebten Duft herzustellen, steht ja schon fast im Strafgesetzbuch vieler Parfumliebhaber, so bald sie eine Intention dafür erkennen. Deshalb werden "Bleu de Chanel" oder auch "Fierce" nie ganz oben in der Beliebtheit stehen, unabhängig von der qualitativen Komponente. Zu sehr Mainstream oder wenig Ecken und Kanten für geschulte Nasen. In der Politik würde man sagen jemand verkörpert einfache Lösungen bzw. Populismus.

Dabei sind einfache, aber auf den Punkt gebrachte Antworten im Kontext schwieriger Fragen nicht unbedingt schlecht. Auch das muss man erst einmal hinbekommen und aus so einer Grundintention heraus muss nicht zwangsläufig etwas qualitativ Minderwertiges oder Einfallsloses entstehen. Man sieht das an den erwähnten "Fierce" oder "Bleu de Chanel", wo ich viel Qualität und Komplexität erkenne, auch wenn sich daran niemand anstoßen mag und man auch vielleicht die Absicht hatte es genau so zu entwickeln.

Nun steht auch Dior im Mainstream-Verdacht. "Sauvage" soll die Massen erreichen. Grundsätzlich frage ich mich allerdings, ob das nicht bei jedem Parfum ein gerne akzeptierter Idealfall wäre? Sei's drum. Mit geringem Risiko soll demnach wenig Polarisation erzielt werden. Demachy verwendet dafür offiziell nur drei Ingredienzien. Ambrox, Szechuanpfeffer und Bergamotte, sogar aus Kalabrien. Man kann auch alle drei Inhaltsstoffe sehr gut rausriechen, Szechuanpfeffer hat ja darüber hinaus eine spezielle Pfeffernote.

Das klingt nicht komplex, die Interaktion ist es aber durchaus. "Sauvage" ist nicht zu pfeffrig, transportiert eher den Geschmack und weniger den scharf-würzigen Charakter an sich. Ambrox wirkt in der Kombination mit Bergamottte recht vielseitig im fruchtigen Sinne. Man könnte da mehr Früchte vermuten, nicht nur Citrus-Anleihen. Auf dem Papier wirkt das zunächst attraktiv, an der Haut verschwimmt alles etwas qualitativ, was allerdings nicht die Haltbarkeit betrifft.

Im Endeffekt ist "Sauvage" nicht plump, irgendwie gut, aber in der Tat auch nichts Besonderes. Das ist kein Muss, aber Chanel hat es besser hinbekommen mit Bleu, diese nahezu perfekte Umsetzung von "generic". Beliebig kann so schön und auch Kunst sein, zumindest Handwerkskunst. Ähnlichkeiten zwischen beiden Düften erkenne ich wenig, höchstens in der Art, aber wo Chanel sehr gutes Handwerk leistete, ist Dior hier eher solide unterwegs. Wild ist hier allerdings nichts und eher Etikettenschwindel.
6 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Meine Tage mit meinem Freund "Herr Sauvage"
Nachdem der Samstag über Tag gut verlaufen ist, mit ausgiebigen Shoppen, Familienbesuch und gutem Essen, nähert sich der Abend. Party? Ne, aus dem Alter bin ich langsam raus ;) wobei ich bestimmt nicht Nein zu einer guten Party sagen würde. Ein netter Abend mit guten Freuden steht auf dem Programm. Das heißt bei uns meist lange und ausgiebige Gespräche über dies und das, viel lachen, eine Kleinigkeit zum Essen und was kühles zum Trinken.

Also mal ab unter die kühle Dusche, was gemütliches anziehen und ja, das wohl schwierigste und wohl Zeit-Intensivsten , die Auswahl des Duftes ;) so ging es mir zumindest die letzten 9 Monate. Aber seit 5 Tagen ist das alles ein wenig anders bei mir. Ich muss gar nicht lange überlegen, es zieht mich immer wieder zu einem Duft. Sauvage hat es mir einfach angetan. Es liegt wohl an seiner wunderbaren pfeffrigen Frische mit dem Gewissen etwas. Ich will die ganze Zeit nur noch danach riechen und bekomme nicht genug davon.

Da gestern so ein schönes Wetter war, ging es diesmal in den Biergarten. Tolle Musik, schöne Atmosphäre und eine gemütliche Sitzgelegenheit war auch noch frei, was will man mehr. Da saßen wir nun, redeten über Gott und die Welt, ich habe mein kaltes Radler und die Pommes in vollen Zügen genossen ja und natürlich meinen Sauvage. Immer wieder kam mir eine Brise in die Nase, er umhüllte mich und ich fühlte mich einfach nur frisch und sehr wohl.

Also ich dann später im Bett lag hat mich Sauvage auch begleitet, im Haar hält der noch ne Weile länger, so das ich ihn sogar heute morgen noch wahr genommen habe :) Tja, so gehts wohl, die eine hassen ihn, die anderen finden ihn nur langweilig oder ok und jemand wie ich kann man einfach nur total Glücklich damit machen!

Und so gehts mir nun schon seit 5 Tagen, immer Abends nach dem Duschen darf Sauvage meine Haut umschmeicheln und mir wundervolle Duft-Stunden bescheren. Und zu Hause wird er auch noch nicht beschimpft, zumindest gab es noch kein Ärger das er immer bei mir ist ;)
Das soll aber natürlich jetzt nicht heißen, das ich keinen anderen Duft mehr tragen möchte, es kann auch sein das ich nächste Woche erstmal ne Pause brauche aber ich finde es einfach toll wie der duftet und so will ich im Moment einfach riechen ;)
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Duft 5.0/10
5 Auszeichnungen
Na soowasch von nicht Sauvage.
Ich hab diesen hier gestern zufällig im Laden entdeckt - hatte gar nicht mitgekriegt dass Dior was neues hat. Der Flakon wie von Dior gewohnt schlicht/edel und solide. Der Deckel hat mich im weitesten ETWAS an The Game/Davidoff erinnert. Naming ist ja auch nichts neues und weckte Erwartungen. Ohne den Duft zu riechen hab ich mal Zielgruppe auf 30+ geschätzt wenn nicht sogar höher. Bis hierhin wusste ich auch nichts über Depp als Werbeträger. Der ist bei mir nämlich negativ behaftet also bin ich froh unvoreingenommen den Test gemacht zu haben :-) Und ja, er macht einen frischen Start aber wie schon genannt keinen WOW Effekt oder dergleichen. Der kam bei mir in abgeschwechter Form etwas später. Als ich dann später ins Training bin und meine Körpertemparatur anstieg hat sich der Duft sehr angenehm entwickelt. Ich kann die Dufteinheiten schwer einordnen deswegen spreche ich eher vom Empfinden. Ich hatte das Gefühl dass der Duft intimer wurde. So als ob man ein Date mit einem Duft hat :) Hört sich doof an aber kann es grad nicht sachlicher umschreiben. Nach dem Training (da vergingen so ca 3 Stunden nach dem Aufsprühen) empfand ich den Duft als nett. Dann sah ich den Werbeträger Depp und wußte diesen Duft werde ich mir nicht kaufen. Ich würde eher zum dominanten Eau Sauvage Parfum tendieren. Aber das ist ja jetzt ne andere Baustelle. Ich hab mir danach Fahrenheit von Dior geholt :-) Die Klassiker sind halt unschlagbar. Mich hat das solide Sauvage nicht überzeugt. Der Name passt auch absolut überhaut nicht zu diesem Duft. Für mich ein strategischer Konzeptduft mit falschem Naming.
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Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Gutes muss nicht bahnbrechend sein
In vielen Kommentaren und Statements wird Sauvage verrissen, weil man von Dior mehr erwartet hat. Vielleicht bin ich ein untypischer Parfumkonsument, aber die Marke und die Geschichte ihrer Düfte, die Werbekampagne, der Name des Duftes, Johnny Depp und alles Drumherum interessieren mich nicht. Mich interessiert nur der Inhalt des Flakons. Dieser ist zwar wahrhaftig kein innovatives EdT mit dem großen Aha-Effekt, aber ein solide gemachter und gefälliger Mehrzweck- und Alltagsduft ist Sauvage schon.

In dieser Eigenschaft wird Sauvage immer wieder mit Bleu de Chanel verglichen. Das mag zutreffen, doch ich finde es irreführend, dass Bleu hier auf der Sauvage-Seite unter "ähnlich duftende Parfums" angezeigt wird. Ähnlich duften tun diese beiden EdT nämlich nicht. Sauvage finde ich leichter, krautiger, pfeffriger und kantiger, während Bleu dunkler und runder ist und für mich, nicht zuletzt durch seine dezente Weihrauchnote, mehr aromatische Tiefe und Finesse hat.

Dass Sauvage kein Meilenstein von Dior ist, und dass er vielleicht populär wird, weil man damit nichts falsch macht, macht es noch nicht zu einem schlechten Duft. Und für Viele wird er der richtige sein. Ich würde Sauvage 75% geben; weil andere hier so hart in ihrem Urteil sind, lasse ich Milde walten und runde auf 80% auf.
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Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.5/10
Erstklassiger Kommentar    18 Auszeichnungen
Fakt: das ist kein Dior-Meilenstein!
Ganz ehrlich: entweder Dior kann es sich leisten, es ist geplantes, virales Chaos oder die Markteinführung des neuen Duftes "Sauvage" ist ein einziges Desaster. Auch ich dachte, als die ersten seltsamen Infos/Fotos im Netz auftauchten, das es sich um einen Fake handelt. Ein absolut blöder Name? Von sich selbst geklaut? Ein zusammengestauchter Prive-Flakon? Der alternde, schlechte Depp als Werbefigur? Schleichende Markteinführung? Shops sind oft ratlos & überfragt? Keiner weiß was abgeht? Oh man, was ein Theater um einen so alltäglichen Duft! Aber wie heiß erwartet er war, trotz (oder vielleicht gerade wegen) Marketingschnapsideen, zeigen mehr Kommentare innerhalb der ersten Tage nach Veröffentlichung als wohl je zu einem anderen Duft. Diese Aufmerksamkeit hat er nicht verdient, eine totale Schelte aber auch nur bedingt.

Eine Mischung aus Bleu de Chanel & Aventus höre ich immer wieder - ja dem kann ich zustimmen, ganz so einfach ist es aber natürlich nicht. Sicher saß man in der frühen Entwicklungsphase zusammen & hat sich die erfolgreichsten Herrendüfte auf dem Markt angeguckt, so wie man es immer tut, und kam dann sicher nicht an den zwei Schwergewichten vorbei. Ganz so weit runter für eine dreiste Kopie ließ sich Dior aber natürlich nicht. Der Duft startet für mich sauber & langweilig, allerdings mit einer Frucht, der Ananas, an der ich mich trotz dem Creed-Phänomen noch nicht satt gerochen habe. Minimal Pfeffer im Hintergrund, wild ist hier aber gar nichts. Nett ist er, kann man gut zur Arbeit tragen - mehr aber auch nicht. Eine mittelgroße Enttäuschung eigentlich bei hohen Erwartungen, da ich diese aber sowieso nie erst aufkommen ließ bei mir, hängt mein Kopf nicht allzu sehr. In die Sammlung wird er nie kommen, von einem Dior-Herrenklassiker ist er meilenweit entfernt & wird er nie werden. Zitrisch, sauber, emotionslos - ein Schaaf in der Menge. Im Finale dann grundsolide mit Eichenmoos & Lavendel - ich glaube die meisten Frauen würden sagen, so riecht ein sauber, sexy, moderner Mann. Mich stört etwas eine manchmal synthetische, an Deo erinnernde Art - richtig hochwertig, sanft, perfekt verblendet ist anders. Viel mehr muss man dazu nicht schreiben, erst recht wenn er schon so schnell, so perfekt, dutzendfach auseinander genommen wurde - auch das beweist: lange überlegen & analysieren muss man hier nicht. Aber vielleicht wollte man gerade so das Mainstreampublikum direkt abfangen! Da müssen Dior & Depp reichen... :(

Flakon: bei sich selbst abgeguckt... Den Namensklau bei sich selbst finde ich aber schlimmer.
Sillage: genau das, was heutzutage gefordert ist - breites Mittelfeld.
Haltbarkeit: auch hier, kein Showstopper, aber gute 7 Stunden.

Fazit: Dior will auf Nummer sicher gehen & Erfolg... ich denke & hoffe, dass das mit so einem einfachen & risikofreien Duft aber nicht so einfach klappt. Trotzdem natürlich tragbar.
7 Antworten
19 Auszeichnungen
Das Märchen vom vertauschten Königskind
Und es kam die Zeit, nach zehn langen, vergeblichen Jahren des Wartens, dass das königliche Haus Dior wieder schwanger war. Ein Herrenduft sollte das Wunschkind werden. Der Hof, das Volk und der ganze Staat fieberten mit. Als die Niederkunft nahte, wurden alle Menschen aus dem Kreissaal der Königin vertrieben. Nur der Vater und Geburtshelfer mit Namen Demachy war zugegen. Leider war er in Wahrheit ein harter, ungerechter Mann, der dem neugeborenen Kind seine königliche Zukunft und Krone nicht gönnte, weil er seine Kinder Homme, Dune und Fahrenheit so liebte. Als das Kind auf der Welt war vertauschte er das edle Herrenparfüm gegen ein Kind aus dem kriminellen Millieu. Dies stammte von einer verfluchten Karibikinsel aus dem Piratengeschlecht Axe. Die Axes nannten es Yellow Caribbean Pepper VII, es war der siebte Ableger der billigen Reihe. Um die Königin, den Hofstaat und das Volk zu täuschen, rief Demachy laut aus dem Fenster: "Es ist ein Duschgel!" Schnell kleideten die höfischen Marketingexperten das Duschgel in königliche Gewänder und priesen es als wild- rassigen Abkömmling des edlen Hauses und niemand bemerkte den Betrug. Das Kind wuchs heran, gedieh und aufgrund seiner kriminellen Unterwelt-Gene tötete es seine älteren Geschwister und riss die Macht an sich. Und so kam es, dass ein billig riechendes Duschgel über das ganze Reich herrschte. Elend und beliebiger Duschgel-Duft breitete sich überall aus und das Volk darbte unter dem falschen Herrscher.
Derweil wuchs das Königskind in bettelarmen Verhältnissen heran. Gequält durch Hunger, Armut und mangelnde gesundheitliche Versorgung war es zu einem kränklichen, blassen, hinkenden Jungen geworden, dessen papierene Haut überzogen von Narben war, der weder über Charakter noch Kraft verfügte und wie die übrigen Bettelkinder durch die Wälder streunte - obgleich man seine edlen Gesichtszüge, sein gutes Herz und seinen wohlgestalten Körperbau durchaus noch erahnen konnte. Eines Tages, etwa fünf Jahre vor Machtergreifung des Duschgels, ritt ein Edelmann im kleinen Schwarzen von der Konkurrenz durch das Königreich auf der Suche nach einem Thronfolger für sein Reich, denn die Königin Chanel konnte keine Kinder gebären (schon sehr alt). Er erblickte den kränklichen Jungen, erkannte das edle Herz und nahm ihn mit nach Hause. Dort am Hof Chanel kleidete man ihn in blaue Gewänder (passt gut zu blasser Erscheinung) und verkaufte den kränklichen Spross aus könglichem Geblüt fortan als starken Thronfolger BLEU de CHANEL.
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Flakon 10.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.5/10
5 Auszeichnungen
Gewünschter Mainstreamer ohne Raffinesse
Bei Dior fehlte bisher wirklich der Herrenduft für die grosse Breite. Fahrenheit, die Eau Sauvages,
Dior Hommes, Dune und Highers waren alle auf ihrem Gebiet sehr speziell. Und alle objektiv betrachtet
sehr gut gelungen und z.T. Meilensteine der Parfümgeschichte.
Nach völlig missglücktem Marketing-"Preview" ist nun mit Sauvage der "Massenduft" im
Handel erschien. Auch der einfallslose Name im Verbund mit abgetackelten (aber guten und Ausstrahlung besitzenden) Schauspieler Johnny Depp setzt auf hohe Erlöse. Jetzt erwartet man natürlich einen rauhen, wenn nicht sogar etwas staubigen Duft.
Der Flakon sieht gut und edel aus, immerhin...
Anhang ein paar Wochen später: Ich muss einen Rückzieher machen.
Mir gefällt der Duft immer besser. Ascha auf mein Haupt...

Der Duft ist für mich eine Enttäuschung. Ich möchte nicht auf die einzelnen Bestandteile gehen
aber er erinnert mich an Ultrasense von Jil Sander. Nur, dass der Dior viel haltbarer ist.
Auch wenn er einer grossen Käuferschicht gefallen soll, fehlt mir das gewisse Etwas, die Raffinesse,
der Lockstoff, den ein Bleu de Chanel durchaus hat.
Mir gefällt am ehesten noch der Anfang. Herz und Basisnote, wo kein grosser Unterschied besteht,
sind bei mir bitter, stechend und durch die gute Haltbarkeit bedingt mit der Zeit sehr penetrant.
Ich hatte da auf mehr gehofft, weiss aber auch, dass man den Zeitgeist nicht ausser acht lassen darf.
Aber sind die Zeiten so mutlos, so kantenlos geworden ? In der Parfümwelt scheinbar ja.
Was weine ich alten Gucci Düften nach: Pour Homme1, Rush for Men oder Invy for Men. Oder selbst Davidoff, der mit Relax oder Goodlife charismatische Dufterlebnisse hatte.
Ich hoffe, dass in naher Zukunft nicht alles zum Einheitsbrei wird. Wie z.B in der Autowelt, wo jetzt
schon alle Modelle gleich aussehen. Düstere Aussichten...
1 Antworten
Flakon 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 3.0/10
Erstklassiger Kommentar    32 Auszeichnungen
"Eau Conformiste"
Na klar, dieser Duft dürfte sich für Dior zur erhofften Cashcow entwickeln: ein seit bald 30 Jahren überaus erfolgreiches Konzept, nur leicht variiert, heute wie damals (in jeder x-beliebigen Herren-Umkleide nachprüfbar) absolut massentauglich - da kann nichts schiefgehen.

Chanel, der ewige Konkurrent, hat´s vorgemacht, Dior zieht mit einiger Verspätung nach. „Bleu de Chanel“ und nun „Sauvage“, zwei Düfte, die so banal, so uninspiriert und mutlos sind, dass man eigentlich nur noch staunen kann.
Staunen über soviel Verzagtheit, staunen aber andererseits auch über soviel Chuzpe, diese Düfte als ‚modern’ und ‚zukunftsweisend’ zu etikettieren.
Nein, sie sind vielmehr altbackend und ihre Zeitgemäßheit beschränkt sich alleine darauf, mit einem uralten Trend noch einmal in die Verlängerung zu gehen.
„Terre d’Hermès“ und „Dior Homme“, mag man von ihnen halten was man will, waren doch immerhin Großtaten in Sachen Inspiration und Innovation – „Bleu de Chanel“ und „Sauvage“ sind meilenweit davon entfernt.

Dass „Sauvage“ sich obendrein den Namen eines der größten Herrenduft-Klassikers borgt, eines seinerzeit wirklich revolutionären, macht die Angelegenheit nur noch zynischer. Als ich das erste Mal davon las, hielt ich es für einen schlechten Scherz, oder wahlweise ein dummes Gerücht. Schon mit dem neuen „Eau Sauvage Extrème“, dem folgenden „Eau Sauvage Parfum“ und erst recht mit dem kürzlich lancierten „Eau Sauvage Cologne“ wurde das Konzept des alten Roudnitska-Duftes in eine Art und Weise gedehnt und gestreckt, dass man kaum mehr von einem Kontext sprechen konnte. Mit „Sauvage“ aber schuf man nun einen Duft, der mit dem hauseigenen Über-Klassiker in absolut keiner verwandtschaftlichen Beziehung steht.

Warum also der Name „Sauvage“? Ist der Duft von ‚wild’ oder ‚ungestüm’ doch soweit entfernt wie ein Pudel von einem Wolf. „Eau Conformiste“ wäre vermutlich passender gewesen, doch wer möchte sich einen Duft zulegen, der schon namentlich verrät, dass er genauso riecht wie fast alle anderen. Also, lieber mit „Sauvage“ einen Individualismus heucheln, der so individuell ist wie der Besitz eines Smartphones.

Aber lassen wir das.

„Sauvage“ soll vermutlich gar nicht mich und die vielen anderen ansprechen, die ebenso wenig riechen wollen wie die ganze Meute, sondern ebenjene, die im Grunde gar kein Interesse am Duft an sich haben, sondern vielmehr riechen wollen wie alle anderen auch – die Meute eben.
Dünkelhaft sich darüber zu mockieren, aber irgendwie enttäuscht es mich trotzdem.
Und seltsam: in welch glorreichem Licht „Dior Homme“ (das ich nie geliebt habe...) plötzlich dasteht, angesichts des fahlen Flackerns von „Sauvage“.

Mal sehen was als nächstes kommt, von „Sauvage Extrème“, „Sauvage Cologne“, „Sauvage Parfum“ etc. mal abgesehen – angepasster geht nimmer. Irgendwann muss Dior auch wieder aus der Deckung.
Man darf gespannt sein.
„Sauvage“ darf derweilen getrost übergangen werden.
11 Antworten
Duft 7.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    6 Auszeichnungen
Woran erinnerst du mich?
Als Parfumo-Neuling habe ich mir gestern vorgenommen, heute meinen ersten Kommentar zu verfassen. Dass das weitaus schwieriger ist, als zunächst gedacht, zeigte sich schon bei der Auswahl des zu kommentierenden Duftes. Obwohl ich schon mehr als zwei Jahrzehnte Düfte trage. Als Experte bezeichne ich mich deshalb nicht. Vor allem beziehe ich mich ausschließlich auf Designer-Düfte, da ich mit Nischenprodukten bislang keine Erfahrungen gesammelt habe

Warum mit dem neuen Herrenduft aus dem Hause Dior starten? Ein Zufall führte mich heute in die Filiale einer bekannte Parfümeriekette und - angeregt durch die kontroversen Diskussionen auf dieser Seite - sprühte ich das Edt auf mein Handgelenk. Und je länger ich nun daran schnuppere, frage ich mich immer mehr: Woran erinnert mich der Duft? Vorweg: Angenehm ist ein schönes Wort für diesen Duft, wie ich finde. Angenehm aber sehr beliebig.

Ich muss dazu sagen, dass mich Düfte häufig an Situationen oder auch nur Gefühle aus der Vergangenheit erinnern. Meistens sind es "nur" Emotionen, die ich nicht zuordnen kann. Bei diesem Duft geht es mir ähnlich. Er startet recht harmlos; ich hatte das Gefühl, so etwas schon unzählige Male gerochen zu haben. Frisch-herb, nicht süß oder orientalisch, eher klassisch, ohne jedoch - und das ist wichtig - dabei altmodisch zu wirken. Ich assoziiere definitiv nichts Wildes oder Extrovertiertes mit dem EdT - weder mit dem Auftakt noch mit dem weiteren Duftverlauf.

Die spritzige Frische und auch Schärfe (die ich allerdings nicht so dominant wie andere empfinde) tritt mit der Zeit zurück. Der Duft wird weicher und samtiger, bleibt jedoch maskulin und holzig. Das letzte Adjektiv trifft vielleicht am ehesten den Gesamteindruck: Für mich ist Sauvage ein holziger Duft - allerdings eine moderne Interpretation desselben.

Und so klingt er für mich auch aus. Hinter der herb-holzigen-Frische nehme ich zitrische Nuancen wahr, die den Duft zum alltagstauglichen Allrounder machen. Wohl ideal für`s Büro und nahezu sämtliche Anlässe. Man duftet gut und wird damit nirgendwo anecken.

Bis auf heiße Tage ab 27 Grad im Prinzip ganzjährig tragbar.

Tja, woran erinnerst du mich nun. Noch einmal schnuppern und da ist es wieder, dieses Gefühl, das lange zurückliegt, aber sein Geheimnis nicht preisgibt. Würde ich ihn mir kaufen? Nicht sofort oder gezielt, es sei denn, ich wäre gerade auf der Suche nach einem Allrounder und hätte wenig Zeit für Vergleiche. Doch da fällt mir gerade Bleu de Chanel ein, der für mich noch ein wenig runder und frischer ist.

Letztendlich empfinden wir oder unsere Nasen doch alle höchst sensibel und unterschiedlich. Und das ist schön.
Flakon 5.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 6.5/10
Erstklassiger Kommentar    8 Auszeichnungen
Eau Pfefferspray
Das ist er also, der neuste Duft von Dior für Herren. Und mit der Eau Sauvage Reihe hat er nichts gemeinsam, er ist ein eigenständiger, neuartiger Duft, von der wahrscheinlich mit der Zeit einige Flanker erscheinen werden (ich tippe auf Sauvage Cologe und Sauvage Intense).
Alle haben darauf gewartet, nun ist er seit einigen Tagen erhältlich und die Tester noch erstaunlich voll in den Duftläden.

So konnte ich mir auch endlich ein Bild davon machen. Ich ging also zu einem bestimmten Dufthändler, sah gleich den Flakon und sprühte mir den Arm damit voll.

Hatte ich dann eine Offenbarung? Wurde ich überwältigt? Konnte Dior die Erwartungen erfüllen?
Nun, die Antworten werden eventuell nicht gefallen. So paradox es nun auch klingen wird: Dior Sauvage ist sowohl ein guter Duft, als auch ein schlechter Duft. Wieso ich das sage, erfahrt ihr nach der Duftbeschreibung.

Der Duft:
Es fängt sehr frisch mit der Bergamotte an, die gut riecht, aber nicht so lange anhält bzw. schnell in den Hintergrund gerät, was schade ist, da sie sehr schön war. Denn der Pfeffer, der schon bald ansetzt, haut richtig rein und macht den Duft extrem stickig und stechend, so dass sich einem der Hals schon fast zusammenzieht.
Erst einige Minuten danach kommt der Ambroxan durch, so dass der Duft süßer wird.
Später verliert der Pfeffer zwar an seiner anfänglichen Stärke, doch ich finde, dass er mindestens eine halbe Stunde stechend-stark bleibt und im Hals juckt. Die Bergamotte zieht sich immer mehr in den Hintergrund zurück und wird durch die süßliche Note ersetzt. Dazu kommen leichte, würzige Noten hinzu, allerdings kann ich nicht genau sagen, was das ist.
Nach etwa zwei oder drei Stunden und mehr wird der Pfeffer noch etwas schwächer, so dass der Duft erträglicher wird (für alle, die Pfeffer nicht so stark mögen), dennoch ist sie aber stark und strahlt gut aus. Von der Bergamotte ist nur noch wenig übrig, und man nimmt im Grunde nur noch die sanft-süßlichen Noten mit einer gewissen Würze wahr, wobei sich später leicht holzig anmutende Noten dazu gesellen und die süßlichen Noten etwas pudriger werden.

Haltbarkeit und Sillage:
Die Haltbarkeit ist gut, da der Duft 10 Stunden und sogar mehr auf der Haut bleibt.
Die Sillage ist ebenfalls sehr gut, der Duft umnebelt einem beim aufsprühen und strahlt hinterher auch noch gut für einige Stunden. Noch nach sechs Stunden wurde er deutlich wahrgenommen (und zum Teil wegen der würzigen Noten sogar als störend empfunden, und das waren nur einige Sprüher auf meinem Arm, wie gesagt, ist wohl nicht jedermanns Sache).

Der Flakon:
Den Flakon empfinde ich als gelungen. Zwar nicht außergewöhnlich schön, aber dennoch ganz okay. Er ist zylindrisch, hoch und hat einen dunklen Farbverlauf. Auf dem Flakon ist kein Etikett drauf, der Name wurde direkt auf den Flakon angebracht. Der Deckel erinnert wegen der schwarzen Farbe und den Rillen an einen Reifen und ist ganz nett gemacht. Dior scheint beim scheinbar derzeit neusten Deckel-Trend mitmachen zu wollen und implementierte ebenfalls einen Magneten in den Deckel, der automatisch schließt, was eine nette Spielerei ist und mir sehr gefällt.

Der erste Eindruck beim Aufsprühen war „Oh Gott, was für ein starker Pfeffer“. Der Pfeffer ist eines der Hauptakteure in diesem Duft, der so einige Zeit braucht, bis er auf ein erträglicheres Niveau herabgesunken ist. Aber selbst dann ist er noch viel zu stark, nach etwa sechs Stunden meinte einer nämlich zu mir heute, dass ich mir diesen Duft auf gar keinen Fall zulegen soll, da er nicht auszuhalten sei. Was allerdings wiederrum die hervorragende Sillage unterstreicht.

Aber jetzt möchte ich meine Frage vom Anfang beantworten, wo ich gesagt hatte, dass der Duft sowohl gut als auch schlecht sei.

Nun, was macht diesen Duft zu einem guten Duft?
Ganz einfach: Mal abgesehen davon, dass es ein komplett neuer Duft und kein Flanker ist, riecht es gar nicht mal so schlecht. Die süßlichen Noten sind angenehm, die Bergamotte am Anfang erfrischend und schön. Klar, über den Pfeffer kann man streiten, aber einige mögen ihn und einige wiederrum nicht, das ist so ähnlich wie dass einige Koriander mögen und einige nicht. Ich mag den Pfeffer bzw. die würzigen Noten nicht so stark und daher ist der Duft nichts für mich. Es kann aber auch sein, dass ich starke, würzige Noten wahrnehme, was ich als Pfeffer empfinde und daher gerade als Pfeffer bezeichne, hier bin ich mir nicht so sicher.

Und was macht den Duft zu einem schlechten Duft?
Ich denke, hier liegt das Problem einzig und allein beim Namen der Marke. Dior. Bei Dior sind die Erwartungen generell höher und man hat auch etwas mehr an Erwartungen. Klar sind vielleicht einige sehr begeistert, und der Duft riecht auch gut, aber für meinen Geschmack eben zu heftig, was den Pfeffer angeht. An sich also keine wirklichen negativen Punkte...so dass der Duft natürlich nicht wirklich schlecht ist.

Nur der Name gefällt mir wirklich überhaupt nicht, da er zu sehr nach Eau Sauvage klingt. Die „kreativen“ Köpfe dachten wohl, dass ein simpler, ähnlich klingender Name wohl eine gute Idee gewesen sei,… nix da. Was soll’s,… wild ist der Duft jedenfalls nicht so,… was Sauvage ja bedeuten soll.

Ich würde ihn auf jeden Fall mal testen. Ich habe auch das Gefühl, dass dieser Duft gut ankommen wird. So wie fast alle Dior Düfte. Mir persönlich hat er wegen des zu starken Pfeffers (oder Gewürze) nicht so sehr gefallen. Wie gesagt, testet ihn einfach mal. Es ist ein Duft, der eigentlich zu jeder Jahreszeit passt. Ob er wegen der stechenden Noten im Hochsommer geeignet ist, muss jeder selber entscheiden, aber ich würde Sauvage als einen Allrounder bezeichnen.
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 6.0/10
Erstklassiger Kommentar    19 Auszeichnungen
Wicked game
So hieß 1990 - diejenigen, die meiner Generation angehören, werden sich daran erinnern - ein Song des amerikanischen Sängers Chris Isaak (der mit der Boxernase), in dem er wehmütig, nein: jaulig - die aussichtslose Liebe zu einer Frau beklagt. Fast ebenso bekannt wie der Song selbst ist der dazugehörige, vielfach ausgezeichnete Videoclip (entstanden unter der Regie von Herb Ritts), in dem Isaak sich mit dem seinerzeit weltberühmten dänisch-peruanischen Model Helena Christensen in schwermütigem Schwarzweiß vor einem wogenden Wolkenmeer am Strand vergnügt.

Sauvage. Sein Name und das Werbegesicht Johnny Depp erscheinen beide wenig inspiriert und beinahe deplatziert, wenngleich marketingtechnisch möglicherweise klug gewählt. Es besteht keine Ähnlichkeit zu Eau Sauvage und dessen Brüdern - ihm fehlen das Hellfrische und das Augenzwinkernde, das Heitere - und natürlich das liebenswert Altmodische. Und 'wild' (in welchem Wortsinn auch immer, besonders jedoch in demjenigen, den Johnnys grimmiger Blick, die tätowierten Unterarme und der alberne Rockerschmuck andeuten sollen) - nein: 'wild' ist er auch nicht.

Chris Isaak und die Bildsprache seines berühmten Videos passten viel besser.

Sauvage ist ein dunkler Aquate, von denen es momentan viele gibt und von denen mutmaßlich noch viele kommen werden. Sie haben nicht mehr die metallische Impertinenz und aufgesetzte Jugendlichkeit der 90er und 00er, sind schwermütiger und ernster - und mithin auch für diejenigen, die eigentlich keine Wasserdüfte mögen, besser zu ertragen. Sauvage hat zu Beginn eine opulente, pinienartige Wasserwärme, die weich ist und sehr schön - kraftvoll und akzentuiert männlich arrangiert. Bergamotte und ein dunkler, organischer Akkord werden dieser zentralen Note beigestellt - und verharren dann dort bewegungslos. Neben seinem wenig subtilen Fokus auf Breitentauglichkeit und der damit einhergehend geringen Originalität (in Name, Flakon und Duftkomposition) ist dies vielleicht sein ärgster Mangel: er entwickelt sich nicht. Er wird einfach alt.

'Wicked game' bedeutet auf deutsch: 'böses' oder 'schlimmes Spiel', wobei 'wicked' durchaus auch 'stark' im Sinne von 'toll' bedeuten kann. Sauvage, Diors neuer Duft für den Mann, der ist all das: stark und durchaus schön im Auftakt - und letztlich doch ein Blender, der das Versprechen seiner vielversprechenden Kopfnote nicht einlösen kann, da keine nennenswerte Herz- und Basisnote folgen. Er stellt damit - im völlig wertfreien Sinne - keine großen Ansprüche an Nase und Dufterfahrung seines Trägers, ist auch und gerade an Nicht-Parfum-Aficionados unkompliziert und eingängig, maskulin und sehr präsent.

Gewöhnen wir uns an ihn - er wird ein wenig bleiben.

Fazit: er hat das Potenzial, der neue Terre d'Hermès zu werden oder der neue Bleu de Chanel, und dieses Potenzial ist auch sein Fluch. In zehn Jahren, vielleicht in zwanzig - wenn der Hype vorüber und er aus der Fußgängerzone von Delmenhorst wieder verschwunden ist (und falls es ihn dann noch gibt) - werden wir vielleicht voll Wehmut denken: 'So rochen die 10er damals, weißt du noch?'
7 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 2.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Erstklassiger Kommentar    22 Auszeichnungen
Gezähmte Männlichkeit
Nun, ich bin kein ausgewiesener Fan der Dior-Düfte, bin es nie gewesen. Der Funke springt nicht so über wie bei manch anderen Düften. Irgendwas ist da drin bei Dior, was mich nicht so anspricht. Nicht wie beispielsweise bei Comme des Garçons, wo ich bei wirklich jedem Duft bereits beim ersten Schnüffler ein feuchtes Höschen bekomme. Was? Habe ich das jetzt echt so getippt? Egal. Was ich sagen wollte ist, bei manchen Düften ist scheinbar in einer umfassenden DNA etwas drin, was mich tief bewegt, anspricht und anmacht, bei manchen ist das einfach nichts, wenn nicht sogar ein Widerstand. Bei Dior ist da zumeist ein „Brauch ich nicht!“

Wie auch immer, neues Spiel, neues Glück. Seit Wochen fiebern hier in einem Thread einige Foristen dem neuen Dior entgegen. Heilbringer oder Messias haben als einzige Begriffe im Zusammenhang mit „Sauvage“ noch gefehlt und Erinnerungen an Brian und seine verlorene Sandale wurden wieder wach. In Zeiten der meist schwachen Mainstream- und Designer-Düfte kann man schon verstehen, dass man die Hoffnung hegt, einer der grossen Namen der Branche möge wieder ein Leuchtfeuer entzünden. Nun, ich hielt mich einigermassen zurück, viele nennen mich einen Skeptiker und Schwarzseher, aber ich bin Buchhalter und daher von Beruf Realist. Und verheiratet, was die Sache in mancher Leute Augen auch nicht zwingend verbessert.

Wenn man sich noch mal die Geheimnistuerei im Vorfeld der feierlichen Veröffentlichung des Duftes auf der Zunge zergehen lässt, dann hat man als Duft-Liebhaber entweder einen mächtigen Schlag zu erwarten oder man hatte bei Dior die schiere Angst davor, der Duft könnte bereits vor Verkaufsstart verrissen werden und so die Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück bleiben. Ich machte mir da so meine Gedanken.

Die erste Begegnung in der Gross-Parfumerie war dann, als wenn man gegen eine schwarze Wand läuft. Eine schwarze Verpackung neben der nächsten, die schlichte weisse Schrift hält sich vornehm zurück, akzentuiert kaum. Ich mag es ja eher schlicht. Der Flakon ist ein simpler glatter Zylinder, der von schwarz nach rauchgrau changiert. Mag ich. Sieht gut aus, liegt gut in der Hand. Da haben sich die Designer nichts Neues einfallen lassen, schon gar nicht weit aus dem Fenster gelehnt. Aber meistens ist ja weniger sehr viel mehr. Mission erfüllt, auf zum nächsten. Keine Auszeichnungen, aber auch kein Tadel. Einzig der magnetische Stöpsel mag das Spielkind in mir verzücken. Aber auch wenn Magnete jüngst dank Verknappung der seltenen Erden preislich stark zugelegt haben, diese magnetischen Verschlüsse sind aktuell hip und doch recht häufig anzutreffen.

Der erste Schnüffler war dann schon mal keine Enttäuschung. „Sauvage“ kommt frisch um die Ecke. Zitrone, Bergamotte, vielleicht Limette, die zitrischen Elemente dominieren. Saftig, lecker. Das Frischeerlebnis wird mit einer Pfeffernote unterfüttert und manchmal wittere ich auch eine Idee Minze. Das ist zunächst einmal der Duft. Dieser Akkord wurde angeschlagen und wie bei einer Orgel in einer guten Kirche steht der Ton. Mit der Zeit verlieren die Zitrusnoten ihre Säure, doch die Frucht bleibt. Auch der Pfeffer verliert seine Schärfe und macht Platz für eine weiche Unternote, leicht balsamisch. Etwas zwischen Ambra und ganz weichen Hölzern. So verschiebt sich das Duftempfinden ganz langsam linear von frisch nach pfeffrig-würzig, so wie wenn man als DJ ganz sanft den Crossfader von links nach rechts schiebt.

Der erste Schnüffler trifft einen jetzt nicht hart, aber die zitrischen Noten sind schon kräftig und das bleiben sie auch die erste Stunde. Erst danach ziehen sich die Spitzen langsam zurück. Nach guten vier Stunden setzen dann die würzigen Nuancen ein und der Duft erlangt Volumen und Tiefe. Leider zieht sich damit auch der Duft in die Haut zurück und es wird körpernah. Überhaupt habe ich das Gefühl, „Sauvage“ mehr von der Kleidung als von der Haut her zu riechen. Ich würde den Duft als Brustduft bezeichnen – auf den Oberkörper sprühen und sofort ein Hemd drüber. Über die Handgelenke und die Schläfen verbreitet sich der Duft nicht so stark bei mir. Auch nach 8-10 Stunden ist „Sauvage“ durchaus noch präsent, wenn auch nur mehr sehr körpernah, was leider überaus schade ist.

„Sauvage“ ist durch seinen Verlauf, seine gute Haltbarkeit verbunden mit schwacher Abstrahlung wie gemacht für einen Einsatz im Büro oder Theater. Man kommt den Tag über gut und sicher über die Runden, tritt damit aber niemandem auf den Schlips, bzw. zu nahe. Auch sind die verwendeten Duftnoten das genaue Gegenteil der jüngsten orientalischen Oud-Welle, das leise Understatement macht die Musik. Trotzdem sehe ich ihn als klassischen, wenn auch sachten Vertreter eines Männerduftes.

Noch ein kurzer Vergleich, dann bin ich wieder ruhig: Würde Jil Sander auf dem Etikett stehen, würde ich sagen: „Alles richtig gemacht!“ Doch mit dem Namen Dior bringe ich „Sauvage“ nicht so recht in Verbindung. Zumal mir mal bitte jemand erklären soll, was an diesem Duft wild sein soll und wieso man in einem Haus gleich zwei Düfte mit gleichem Namen braucht. Denn „Eau Sauvage“ mit seinen Ablegern soll ja wohl bleiben. Was gut ist und seiner Berechtigung hat.

Ein wilder Duft ist der neue „Sauvage“ bei Leibe nicht geworden, weder von den Duftnoten noch von der Ausstrahlung. Stattdessen die gezähmte und kultivierte Männlichkeit. Interpretiert man so Männlichkeit modern? Wahrscheinlich. Jeder Duft hat seine Zeit und seine Gelegenheit. Im hier und jetzt wird er seine Liebhaber finden und sie werden ihn einzusetzen wissen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob mir seine Ausstrahlung reicht. Denn ich bin ein Buchhalter, ein lauter Buchhalter.
10 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 6.0/10
Erstklassiger Kommentar    54 Auszeichnungen
Ihr seid alle Mathematik Fieldspreisträger ohne jemals selber Mathematik im Ansatz praktiziert zu haben.
Selbstverständlich sind die Liebhaber von den Klassikern Dior Homme, Fahrenheit und Eau Sauvage bis ins Tiefste enttäuscht. Ich bin weder Anhänger der humorlosen und kunstvollen Hardcore-Nische weder der Designerdüfte. Für mich gehört Dior mit Chanel zu den einzigen Designern, die wirklich viele interessante und gute Düfte im Portfolio haben.
Vorneweg: wäre Sauvage nicht von Dior dann wäre die Resonanz defintiv nicht so negativ und hätte mehr Anklang im Internet. Es ist kein Meilenstein und auch nichts neues und auch nichts wirklich besonderes (ist Aventus in meinen Augen auch nicht) aber der Duft ist wirklich solide, unkompliziert, riecht schön und ist trotzdem elegant.

Wenn ich mir angucke was hier für Statements und Meinungen im Sauvage-Thread abgegeben werden, dann ist mein erster Gedanke: bitte begrabt euch selber in einer Ecke der Pariser Katakomben ihr Pseudo-Kunstexperten. Es gibt hier so einige Leute, die mit diesem Release das Ende der Parfumkunst und den Untergang aller in Zukunft erscheinenden Düfte postulieren. Kommt mal runter von eurem Ross der Eitelkeit. Ob ihr teure Nische oder One Million kauft, für die Parfümindustrie seid ihr alle gleich, nämlich potentielle Kunden, wobei letzteres bei weitem die lukrativere Zielgruppe ist. Naja obwohl da auch gewisse Paralellen vorhanden sind. Für mich ist Aventus das One Million der Nische nur teurer, gehobener und von Creed vertrieben. Auch wenn ihr das nicht wahrhaben wollt aber Aventus könnte von der Komplexizität her genauso von Paco Robanne kommen können. Aventus ist schon geil aber so besonders ist er nun auch nicht sondern eher straight und monoton. Monoton schön. Aber hätte Paco Robanne Aventus rausgebracht dann wäre wieder ein Shitstorm aufgrund der Erwartungshaltung entstanden weil "die Macher von One Million nichts von Kunst verstehen".
Jetzt kommen wir der Sache schon näher. Erwartungshaltung?

Wer erwartet hat hier einen Duft aufgetischt zu bekommen, den man mit dem dreifach-indizierten-transitiven-antisymmetrischen Levi-Cevita-Tensor beschreiben muss oder noch tiefer in Trickkiste greifen muss, indem man Lie- oder Vertexalgebra benutzt um den Duftverlauf und die Duftnoten zu beschreiben, der wird weinend vor dem PC sitzen und im Sauvage-Thread Hate Kommentare schreiben während er mit einem Auge auf seine Nasomattos, Frederic Malles, Creeds usw schielt und sich dabei aufgeilt.

Kunst blablabla... In der europäischen Geschichte der Parfümerie ging es anfangs gar nicht um Kunst. Damals war es nur Königen und Adligen das Privileg vorbehalten gut riechen zu können. Ganz abstrakt war die Parfümerie nichts mehr als nur ein Handwerk, was durch die wirklich lukrative Nachfrage sich mit der Zeit zu einer Kunst entwickelt hat. Das gut Riechen steht hier 100mal mehr im Vordergrund als die Kunst selbst. Punkt. In der arabischen Parfumtradition, welche das erste mal im 7. Jahrhundert schriftlich erwähnt wird und somit mindestens Tausend Jahre älter als die französische Parfumtradition ist, ging es auch immer nur darum gut zu riechen. (Fragt mal einen bärtigen Salafisten, warum die immer nach Oud-Rose Zeug riechen)
Und Dior Homme ist für mich ebensowenig ein Kunstwerk. Sicherlich steckt da eine Menge Arbeit und sehr viel handwerkliches Geschick dahinter so einen schönen, einzigartigen und pregnanten Duft zu kreieren aber große Kunst ist das auch nicht. Nasomatto ist für mich Kunst aber weder Dior Homme noch Eau Sauvage. Für mich reiht sich Sauvage genau in diese Kette, der Dior Klassiker ein. Gebt ihm mal die Chance und etwas Zeit.

Wer Hardcore Nische mag wird hiermit einfach nichts anfangen können. Das ist so als wenn man es gewohnt ist 30 Jahre alten Champagner zu trinken und auf einmal einen Moet Rose aufgetischt bekommen. Natürlich ist das für die Person ein Pearl Harbour der Sinne aber ist der Moet Rose deswegen schlecht? Definitiv nicht eig ist der Moet Rose richtig gut vor allem für Leute, die sonst Sekt trinken. Aber für diese 1% Randgruppe ist das ein Fiasko. Genauso ist das hier im Forum. Diese 1% Randgruppe der Duft- und Nasengourmets sind hier sehr stark vertreten und deswegen sollte man als normal Parfumkonsument relativ wenig Wert auf deren Meinung legen (vor allem bei diesem Release)

Kommen wir zum Duft. Ich bin kein Experte was die Beschreibung angeht aber für diesen ersten Kommentar versuch ich es mal.
Bei Sauvage handelt es sich definitiv um einen fröhlichen leichten Duft. Keine schwere Bombe wie Fahrenheit oder Dior Homme Intense. Die Kopfnote hat einen sehr zitrisch frischen Auftakt. Mit bischen Phantasie kann ich etwas fruchtig-zitrisches erkennen. Ganz wenig Grapefruit oder eine sehr fruchtige Bergamotte oder fruchtige Zitrone? Oder vllt auch was synthetisches, da der Duft über die gesamte Zeit seine frische beibehält.
Entgegen vieler Meinungen kann man definitiv zwischen Kopf-, Herz- und Basisnote unterscheiden. Mehr als zb beim Dior Homme. Der Kopf erinnert mich sehr stark an Bleu de Chanel EDT. Der frische und zitrische Auftakt zieht sich langsam zurück ist aber in der Herznote immernoch präsent. Jetzt sticht glaub ich Lavendel hervor? Wenn es nicht Lavendel ist, dann ist es etwas was definitiv auch im Cool Water von Kopf bis Herz zu riechen ist.
Nach und nach zieht sich auch diese Note zurück und es kommt die tiefe Basis hervor. Ganz wenig Tonkabohne? und etwas Eichenmoos? Der Duft ist immernoch frisch. Insgesamt fallen mir sehr starke Paralellen zu Aventus auf vor allem weil ich heute morgen großzügig Aventus aufgesprüht habe und auf dem anderen Arm mittags in der Hamburger Mönckebergstraße dann 3 Sprüher vom Sauvage. Sauvage ist ebenfalls zitrisch(-leeeeicht fruchtig)-herb. Von der Attitüde und dem Charackter her sind sich beide wirlich sehr ähnlich ohne diesselben Duftnoten zu haben. Insgesamt sehr maskulin. In der Basis riecht der Sauvage sehr moosig genauso wie Aventus und hat eine unsüße Tonka (geht das?).
Auch wenn ein Duftverlauf verhanden ist, ist der Duft insgesamt doch ziemlich linear, was nicht heißen muss, dass er schlecht ist.

Haltbarkeit: 65-70%
Sillage: 65%
das müsst ihr für euch selbst testen. Auf meiner Duftfresserhaut ist er nach 3 Std definitiv besser wahrnehmbar als Aventus nach 3 Std. Am Hals ist die Haltbarkeit bei mir ca doppelt so hoch. Sillage ist dezent aber kann sehr gut dosiert werden, da Sprühkopf sparsam ist.
Zielgruppe: Männer anfang 20 bis Männer mitte 40
Jahreszeit: Definitiv über das ganze Jahr. Bevorzugt im Sommer und Frühling.
Anlass: ein wirklich perfekter Büro Duft und die bessere Alternative zu Bleu de Chanel für Jüngere Männer bis mitte 30. Sonst Freizeit und im Alltag. Wenn man Abends im Sommer ausgeht dann auch nicht die schlechteste Wahl.

Ich freue mich aufjeden Fall auf die kommenden Düfte der Sauvage-Reihe a la Sauvage Intense und co. Insgesamt finde ich, dass der duft ausbaufähig ist und definitiv noch viel Potential drinsteckt aber man macht hier nichts falsch.

Jetzt könnt ihr mich ruhig steinigen.
26 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 5.0/10
Duft 5.0/10
Erstklassiger Kommentar    18 Auszeichnungen
Enttäuschend ist noch untertrieben - oder warum Sauvage vermutlich dennoch ein Erfolg werden wird!
Da ist er nun also: der neue Dior Herren-Duft 'Sauvage'. Von vielen lang ersehnt und erwartet. Spannend genug hat es die Marketingabteilung des Hauses Dior ja gemacht mit ihrer schweigsamen und vornehmen Art.

Ich verfolge dieses Forum seit einigen Jahren mit großer Begeisterung. Immer wieder überrascht mich die Kompetenz und Ausdrucksfähigkeit der Mitglieder hier. Und die große Leidenschaft für Parfüms und Düfte, die ich ebenso teile.

Getraut auch mal selbst einen ersten Kommentar oder Beitrag zu verfassen hatte ich mich bisher nie - aber nun ist es soweit.

Und warum suche ich mir da ausgerechnet einen noch weitgehend unkommentierten Mainstreamer wie einen neuen Duft aus dem Hause Dior aus? Wo es doch so viele tolle Düfte gibt? Vielleicht ist genau das der Grund!

Vorausschicken möchte ich, dass ich ein großer Verehrer der Parfumkunst von Francois Demachy bin. Werke wie 'Dior Homme Intense' oder aus der Privé-Reihe das Meisterwerk 'Ambre Nuit' zeigen, was ein toller Duft zu leisten imstande ist und was hochwertige Parfums wirklich ausmachen.

Umso enttäuschender meine Begegnung mit dem neuen Dior 'Sauvage'. Um es kurz zu machen:
Ein Mainstream Frische-Würz-Cocktail, der vielleicht durchaus etwas Neues in sich birgt - aus meiner Sicht aber jegliche Qualitätsanmutung, Vielschichtigkeit und Angemessenheit eines Hauses wie 'Dior' vermissen lässt.

Ich hatte die Gelegenheit den Duft mehrere Male vor dem in Kürze stattfindenden Verkaufsstart zu testen. Und davon habe ich auch mehrmals Gebrauch gemacht, da ich dem Duft wirklich eine Chance geben wollte. Habe ihn also zu unterschiedlichen Tageszeiten und an verschiedenen Tagen getestet und auch einen Tag lang mal getragen.
Und mein Resümee ist (leider) ernüchternd!

DER FLAKON ist auf jeden Fall nett gemacht: Anleihen an das legendäre Fahrenheit (Farbverlauf im Glas nur eben in dunklem schwarz / blaugrau) und ein zylinderförmiger Flakon, ein Deckel im Dior-Privé Look, magnetisch und vergleichsweise schwer - das ist durchaus hochwertig geworden und der Flakon liegt gut und schwer in der Hand.

Doch kommen wir zum eigentlichen - DEM DUFT:

Anfangs nehme ich eine leicht stechende Frische von Zitrone und Bergamotte und Pfeffer wahr. Frisch, spritzig und durchaus modern gemacht. Modern deshalb, das es sehr synthetisch daher kommt - und das muss aus meiner Sicht nicht immer schlecht sein.
Die von einigen Leuten bereits beschriebene Ähnlichkeit zu 'Fierce' in der Kopfnote kann ich definitiv bestätigen. Die Kopfnote hat etwas kühles, metallisches und synthetisches an Frische, was auch mich daran erinnert.

Doch was kommt dann?
Diese Kopfnote bleibt irgendwie im gesamtem Duftverlauf da. Und einen wirklichen Duftverlauf kann ich nicht mehr feststellen: Es gesellt sich sehr schnell eine Art leichte 'Kiefernholz und Tannennadelatmosphäre' dazu. Mich erinnert es an einen Herbstmorgen in Kanada: frisch, clean, ein bisschen tannennadelig mit einem Hauch von Badezusatz.

Die anfangs wahrgenommene zitrische Frische empfinde ich nunmehr aber leider als zunehmend stechend, ja fast ein wenig beißend. Und genau das ist mein größter Kritikpunkt:

Dior 'Sauvage' riecht für mich stechend und damit leider auch 'billig' - sehr billig sogar! Assoziationen zur Qualität diverser Drogeriedüfte kommen bei mir zwangsläufig auf. Nach diesen ersten Minuten kommt dann auch nicht mehr viel. Der Duft wird vielleicht einen Hauch wärmer und würziger noch - aber niemals edel oder natürlich. Never ever überraschend oder etwa kunstvoll. Immer stechend, etwas laut, beißend und langweilig.

Insgesamt nehme ich einen platt gemachten und sehr linearen Duftverlauf wahr, stets synthetisch und immer mit dieser anfänglichen beißenden 'Frische'. 'Sauvage' erfordert vom Träger nicht viel. Nichtmal Geduld - denn er ist im Grunde 'gleich da'.

Und genau DAS dürfte ihn in Verbindung mit der sicherlich in Kürze anbrechenden Werbemaschinerie, einem abgehalfterten (aber zweifelsohne guten!) Schauspieler als Testimonial und dem starken Markennamen 'Dior' vermutlich dennoch zu einem Kassenschlager machen.

'Sauvage' ist nichts Besonderes. Es ist vergleichsweise angepasst. 'Sauvage' passt immer, da er nix wirklich falsch - aber eben auch nichts wirklich richtig macht. Und er ist für mich langweiliger Mainstream.
Richtig übel nehme ich ihm aber, dass er den Namen 'Sauvage' des legendären 'Eau de Sauvage' benutzt (das ich übrigens sehr sehr gerne immer mal wieder trage, obwohl ich noch gar nicht sooo alt bin - es ist einfach 'oldschool' im besten Sinne!), um damit offenkundig von seiner stechenden künstlichen und billigen Beliebigkeit abzulenken und etwas von dem Ruhm vergangener Tage in seine Synthetik Duftwelt herüberzuretten.

SILLAGE und HALTBARKEIT sind übrigens recht ordentlich! Auch nach mehrmaligem Händewaschen nehme ich den Duft nach Stunden noch gut wahr, auch wenn er deutlich hautnäher wird. Aber auch das macht es ja nicht besser. Eher im Gegenteil - denn so möchte ich nicht dauerhaft riechen.

Für mich ist 'Sauvage' eine der größten Enttäuschungen vollmundig angekündigter Duft Neulancierungen der letzten Zeit. Schade Dior - das hätte man viel viel besser machen können.
Aber vielleicht war ja genau dies die Absicht von Dior? Meilensteine der Parfumkunst, wie 'Fahrenheit' und 'Dior Homme' weiter auf ihrem Thron zu belassen, um durch eine belanglose Neueinführung nichts an deren Kultstatus zu ändern. Genau das dürfte 'Sauvage' auch gelingen.
10 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    36 Auszeichnungen
Der "neue" Gral und Depp, der Heilsbringer...
Was hat man über ihn geschrieben, vermutet, gemunkelt und gerätselt:
10 lange Jahre zogen ins Land, ehe ein komplett neuer, großer Herrenduft der Marke Dior lanciert werden sollte! Ein ganzes Jahrzehnt nach dem großen, für viele (auch für mich) revolutionären und einzigartigen Dior Homme (und den etlichen, dazugehörigen Flankern - fünf an der Zahl) präsentiert uns das französische Couture Haus nun endlich wieder ein Eau De Toilette mit neuem Namen und neuer Aufmachung!

Abermals - wie konnte es anders sein mit prominenter Unterstützung. Nach Jude Law und Robert "Schlafzimmerblick" Pattinson wird kein geringerer als Johnny Depp dafür werben! Doch bis heute warb dieser noch nicht!? Selbst einige Wochen vor offiziellem Marktstart gab sich Dior selbst bedeckt! Jede Art der Kommunikation durch Blogger oder Duftseiten wurde unterbunden! Es ging sogar soweit, dass explizite Inhalte und Fotos (sogar auf Instagram) gelöscht wurden! Wie man solch Marketing Strategie halten mag ist fraglich, persönlich empfinde ich sie befremdlich und für die Branche recht ungewöhnlich! Wollte man womöglich jegliche Art der "Vorab Kritik" unterbinden? Dabei steht das Parfum bereits in einigen Duty Free Shops in Übersee und sogar in einigen Douglas Filialen hierzulande - lange vor offiziellem Marktstart! Mir selbst wurde sogar vor Wochen ein 100ml Flakon in OVP angeboten! Doch der Kauf von einem asiatischen Privatmann war mir dann doch zu riskant und letztendlich auch zu teuer!

Dank fachkundigem Personal und betreffendem Parfumo Thread (Ankündigung eines neuen Dior Herrenparfums war dort sogar noch vor offizieller Pressemitteilung) wissen wir - der neue Dior Hoffnungsträger startet bereits Ende August und hört auf den schlichten Namen "Sauvage". Wie bitte? Ja auch ich hatte mich gefragt, ob der Marketing Abteilung die Kreativität flöten gegangen ist, oder es sich um einen schlechten Scherz handelt? Namedropping auf den Schultern des großen Bruders "Eau Sauvage" halte ich persönlich gar für Gotteslästerung, aber es scheint zu funktionieren, wie zuletzt mit "Eau Sauvage Cologne"!

"Sauvage" präsentiert sich in einem massiven, tintenblau/grau verlaufenden Flakon, welcher der Dior Priveé Reihe nachempfunden ist. Der Verschluss schließt magnetisch. Der Zerstäuber Knopf und der Flaschenboden haben die Initialen "CD" eingelassen. Die Kartonage greift das Re-Design der Fahrenheit Kartonage auf und innerhalb des Kartonagen Deckels ist die stilisierte Dior Homme Biene abgedruckt, welche sich auch in der gedrechselten Verschlusskappe widerfindet. Wunderbare Optik und tolle Details, doch irgendwie hat man das Gefühl, Dior verkaufe neuen Wein in alten Schläuchen...und wie vermag dieser neue Wein zu schmecken? Im Vorfeld wurde er mit unzähligen Düften in Verbindung gebracht! Jeder hat in ihm die unterschiedlichsten Wässerchen gesehen! Zuletzt wurde er als Bleu de Chanel/Aventus/Fierce Mashup abgestempelt und empfinde dies als nicht zu weit hergeholt! Doch der Reihe nach:

Sauvage startet mit einer saftig, süßen Bergamotten/Citrus Note. Es wirkt strahlend und prickelnd. Man hat das Gefühl die saftigen Hesperiden Früchte wurden nach einem eiskalten Wasserbad in Puderzucker gewälzt. Pudrig, würzige Nuancen dank (pinkem?) Pfeffer gab es schon beim zuletzt erschienenen Eau Sauvage Cologne und liebe ich auch bei Bleu de Chanel! Daher sehe ich die ähnlich, pikante Parallelen zu Bleu durchaus gegeben, wenn auch nur kurz und beschränkt in den ersten 5 Minuten. Entgegen dem "orangigen", wärmeren Bleu duftet Sauvage kühl und grün.

Nach 30 Minuten zieht sich Sauvage überraschenderweise auf Hautnähe zurück und zelebriert einen lieblich, krautigen Aspekt (Lavendel) - dennoch kommen aber keine Fougére Gedanken auf. Leichte Frucht (Ananas/Apfel - gebe Olfacto Recht) Nuancen heitern das Ganze etwas auf und verleihen dem Duft einen eher jugendlichen, als maskulinen Charme. Dieser Kontext lässt mich an Montblanc's Legend erinnern, der ja auch bekanntlich als Fierce Pendant gehandelt wird! Und auch Fierce besitzt diesen kühl, grünen Frische Charakter, somit war der vorlaute Vergleich legitim.

Die Basis, welche meines Erachtens bereits innerhalb einer Stunde erreicht wird, bestreiten dezent kratzige Holz und Moschus Töne, die bis zum Ende diesen bissig/scharfen Grundton vom Anfang an beibehalten. Die Haltbarkeit liegt bei befriedigende 7-9 Stunden (je nach Dosierung). Die Sillage empfinde ich auf Papier stärker, als auf meiner Haut. Trotz wertiger Komposition lässt mich Sauvage etwas fragend und unbefriedigt zurück...

"DAS" ist also nun der neue große Dior Herrenduft, der laut Pressemitteilung "eine noch nie dagewesene neue Art der Männlichkeit verkörpern soll"?! Das lassen wir mal unkommentiert so stehen...! Den Namen "Wild" wird er in meinen Augen nicht gerecht. Er ist linear, clean und beinahe androgyn gestrickt...er wirkt gar "Bübchenhaft" und es fehlt ihm etwas an eigenem Charakter/Wiedererkennungswert.

Zugegeben habe ich mir sehr viel von Sauvage erhofft und wurde leider etwas enttäuscht. Kein Tabak/Rum/Leder Parfum, welches den rockig, verruchten Charakter von Johnny Depp unterstreichen würde. Stattdessen ein Crowdpleaser mit etwas monotonem Duftverlauf. Er eckt wahrlich nicht an, fällt aber auch nicht sonderlich auf.
Natürlich konnte man kein neues Fahrenheit erwarten, doch schafft Dior in meinen Augen Konkurrenz in eigenen Reihen. Für mich geht er neben den Dior "Frische" Vertretern "Homme Sport/Eau For Men", "Higher" und "Higher Energy" etwas unter, doch diese Sorgen haben die Verantwortlichen nicht - Sauvage soll Umsatz bringen und das wird er...! AMEN!

EDIT 24.11.2015:

Sauvage ist mittlerweile zu meinem Signature Duft mutiert, nachdem ich ihn seit seinem Erscheinen - bis auf wenigen Ausnahmen - täglich trage! Sogar bei meiner kirchlichen Hochzeit flutete ich das ehrwürdige Gotteshaus mit Sauvage! Sogar Aftershave und Deodorant Spray zogen bei mir ein! Ich will aktuell nichts anderes tragen, nach jedem "Fremdgehen" komme ich auf Sauvage zurück!

EDIT 16.03.2016:

Mittlerweile zogen auch Duschgel, Aftershave Balm und Deo Stick ein. Besitze nun erstmals die komplette Range eines Duftes! Ich bekomme stets Komplimente, was mir mit den meisten "Crowdpleaser" Düften aus meiner Sammlung nicht passiert!
13 Antworten

Statements

Kankuro vor 19 Monaten
Der deutliche Aventus Vibe wirft die Frage auf: Warum wird Sauvage so vernichtend bewertet? Ein solider Herrenduft für alle Gelegenheiten.+33
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 7.5
4 Antworten
Achilles vor 19 Monaten
Eine Schale voll des schlecht gewordenen Obstes,
welche gerne ein "Johnny" wäre - und doch nur ein "Depp" ist ;)
Die Wahrheit tut immer weh+24
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 3.0
4 Antworten
Kovex vor 19 Monaten
Erwartungshaltung trifft Realität.
Ach kommt schon Leute, 60%?
So schlecht ist er auch nicht.+18
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 7.0
Cinemoenti vor 20 Monaten
Für mich das Ende aller Parfumkunst: künstlich, beißend, banal. Alles, was ich im Negativen unter Sport und Metro subsummiere.+18
Duft 3.0
1 Antwort
SOTD vor 12 Monaten
Viel Blödsinn der hier über diesen Duft abgegeben wird. Ein absoluter compliment getter, lasst euch nicht blenden..+16
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
1 Antwort
Sferics vor 17 Monaten
Ja, sau vage.+16
3 Antworten
DasguteLeben vor 175 Tagen
Dieser Ambrox-Dreck entehrt den Namen eines großen Herrenduftes. LVMH hat mit Guerlain und Dior zwei Parfümgiganten ruiniert - Glückwunsch!+15
Sillage 6.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 1.5
3 Antworten
Pateratzi vor 9 Monaten
Haftbombe vom Feinsten!! Ich riech mich selber und meine Umwelt mich auch und ich fühl mich geil dabei! Immergeher mit Hammer sillage! TIPP!+15
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.5
3 Antworten
Turbobean vor 14 Monaten
Habe bei dem milden Wetter mal wieder eine leichtere Jacke angezogen. Der Kragen duftet immer noch nach Sauvage. Nach 4 Monaten.+15
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.5
Flieger vor 9 Monaten
Ich habe mittlerweile den 2. 100er Flakon zu Hause. Kaum ein Duft schafft es mehr Komplimente einzuheimsen! Ich pfeiffe auf "Kommerzgenöle"+14
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.0
2 Antworten
Cappellusman vor 19 Monaten
Dafür gibt es hier die 70 %: Solides Massenprodukt, nicht schlecht, aber auch ohne Pep und Charakter, und daher auch nicht wirklich gut,+14
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 7.0
Ronin vor 19 Monaten
Duft erinnert an zitrischfrisches Duschgel, dass ich nicht kaufe, weil es zu billig riecht. Später süßer, aber nicht besser. Schade.+14
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 2.5
Dawg vor 10 Monaten
Warum auch immer der so schlecht gemacht wird. Ich finde ihn gut.+12
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Schücha vor 7 Monaten
Wirklich ein toller Allrounder, der dem "Shitstorm" stand hält. Lasst ihm Zeit und ihr werdet darin baden wollen ;) Ging mir nicht anders...+11
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.5
Eike vor 9 Monaten
Crowdpleaser/ Mainstream und trotzdem gut. Frisch/Männlich und ein Allrounder der nicht aneckt. Es kann nicht jeden Tag ein Gourmand sein :)+11
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 7.5
DaveGahan101 vor 20 Monaten
Sehr solider und etwas beliebiger Duft, frisch, holzig..am Schluss etwas Tonka und etwas das an Lavendel erinnert. Nicht schlecht...ganz "ok"+11
Flakon 8.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 7.5
1 Antwort
Rolfii vor 9 Monaten
Diors meistgehasstes Meisterwerk! Unikat, edel, sexy, sehr gut komponiert und super Performance. Haters, putzt euch die Nasen!+10
Flakon 9.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
BossArmani vor 11 Monaten
An sich ein schöner Duft, auf meiner Haut allerdings wie Gurkenwasser... Für mich leider ein Fehlkauf!+10
1 Antwort
MrWhite vor 20 Monaten
Ich kann leider nur eine sau vage Beschreibung liefern, denn ich bin ob der Langeweile und 0,00 Sillage während des Testens eingeschlafen...+10
Duft 6.0
1 Antwort
Aleks vor 8 Monaten
Manchmal sind es eben die einfachen Düfte im Regal die einigen das Gefühl von Männlichkeit und Sexieness geben. Alles richtig gemacht Dior!!+9
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Phillytilly vor 13 Monaten
Die Haltbarkeit ist bombastisch und die Sillage auch noch nach 10 Stunden wahrnehmbar! Ein wahres Performance-Monster!+9
Flakon 10.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.5
Gusteau vor 13 Monaten
Ganz ehrlich, dieser synthetische "Mief" verursacht Brechreiz bei mir!+9
Haltbarkeit 9.0
Duft 3.0
2 Antworten
Terra vor 16 Monaten
Nicht wirklich schlimm, aber absolut austauschbar und langweilig. Nicht schlechter als manch anderer Mainstream. Von Dior kennt man besseres.+9
Duft 5.0
Rebelstar vor 19 Monaten
Naja. War alles schon mal dagewesen, irgendwann, in den 80ern. Übel ist er trotzdem nicht, es gibt schlimmeres...+9
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 5.0
Duft 10.0
Jens123 vor 20 Monaten
Erster Dior mit "Sauvage" Namen, der mir gefällt. In der Basis hatte ich auch die Aventus Assoziation, anfangs Zitronen en masse. Dior's BdC+9
Duft 7.0
BigB vor 9 Monaten
Crowdpleaser, jedoch finde ich sehr gut, dass man ihn zu jedem Anlass tragen kann. Für mich derzeit einer der schönsten "Allrounder". :)+8
MauriceFFM vor 10 Monaten
Bester Sommer Duft für 2016
Da ist Dior wieder ein Top Seller gelungen!
Der ist aber auch gut verdammt;-)+8
Freshman vor 11 Monaten
Ist der mies. :(
Ehrlich, da braucht man gar nicht über Haltbarkeit oder Mainstream zu sprechen, der Duft an sich ist einfach total grottig.+8
Scentist vor 19 Monaten
Solider und sehr schöner Alltagsduft!! Frisch, würzig und klar! Unkomplizierter geht's kaum!!+8
Duft 8.0
Marquis vor 19 Monaten
Beileibe nicht der Untergang der Zivilisation; aber wieso strebt Dior nur noch Mittelmaß an und missbraucht dafür den Namen einer Ikone??!+8
Flakon 7.5
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 6.0
Michl379 vor 98 Tagen
Kann man sich in keinster Weise irgendwie schönreden.Ähnlich billiger Duft m. d. selben Duschgel-Note wie Bleu de Chanel.+7
2 Antworten
Troja83 vor 10 Monaten
Für mich ganz klarer Gewinner im direkten Vergleich gegen Chanels Bleu , bessere Haltbarkeit viele Komplimente . Mit Fahrenheit beste Dior .+7
Flakon 9.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
Basti1986 vor 10 Monaten
Mein Mainstreamduft für jeden Tag.
Frisch,Rein und Sauber.
Ich mag ihn.+7
Flakon 9.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 7.5
8ull3t vor 17 Monaten
Wie bei vielen dior düften. Man mag ihn oder man hasst ihn. Aus meiner Sicht Duft toll, sillage und Haltbarkeit ebenfalls+7
Flakon 9.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
JU1993 vor 19 Monaten
Hab's jetzt oft genug versucht mit ihm - es klappt nicht. Er geht mir auf die Nerven. Er ist halt einfach nicht gut. Vor allem für das Geld.+7
Flakon 10.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 6.0
1 Antwort
Morgensonne vor 19 Monaten
Eben bei den Türkisen: "Sauvage kommt dem Aventus von Creed sehr nahe" ....."Ich hoffe, Sie meinen das nicht ernst!" D:+7
2 Antworten
Zeunus vor 97 Tagen
Unglaublicher Duft ! Ist momentan einer meiner lieblings Düfte , habe auch schon sehr viele Komplimente zu dem Duft bekommen !+6
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Bartholomeo vor 7 Monaten
Eine Hommage an Geza Schön: ein frisch-würziges Gerüst auf einem molekularen Fundament.
Escentric Molecule-Fans, bitte testen!+6
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Timtimati vor 9 Monaten
Frauen lieben diesen Duft, Performance überdurchschnittlich, weltbester Sprayer!!!+6
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Ginger vor 12 Monaten
Die gruene Seife meiner Kindheit "İrish Moos" -lang gesucht, endlich gefunden. Ausgerechnet bei Dior, haett ich mir doch was andres angezogen+6
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 5.0
Hitman vor 12 Monaten
138 User besitzen Sauvage (Stand April 2016). Trotzdem kommt er in der Community nicht an?! Synthetisch aber gut, vielseitig und angenehm.+6
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
1 Antwort
GRAYSCALE vor 13 Monaten
Spaziergang durch die Shoppingmall, der Duft taufrischer Primark-Textilien, Herrenumkleide-CO2-Extraktion, ErosSauvageBleu. Es liegt an mir.+6
Scenturion vor 13 Monaten
Ich korrigiere meine erste Bewertung erheblich nach oben. Gefällt mir richtig gut. Die Haltbarkeit ist enorm. Bis zu 18 Std. Gut.+6
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
DarkDragon85 vor 14 Monaten
sehr frischer und ordentlicher duft. haltbarkeit locker 10 stunden und gut wahrnehmbar noch nach 7 stunden.. mit 8 sprüher :D+6
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.5
1 Antwort
JULI4N97 vor 16 Monaten
Falscher Titel, Falsche Marke. Aber ansonsten ein guter Duft der auch vielen Frauen gefällt. Finde es schade dass er so heruntergemacht wird+6
Duft 7.0
HMF vor 17 Monaten
Wenn man die hohe DIOR-Erwartungshaltung mal weglässt, hat man eigentlich einen ganz gefälligen und lang anhaltenden safen Immergeher+6
Flakon 7.5
Sillage 7.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 7.5
Conrad vor 19 Monaten
ich bin kein fan, von diors designer düften. imo schauts aber wie folgt aus: 1.Sauvage 2. Fahrenheit. but time will tell!^^+6
Duft 5.5
Townsend vor 19 Monaten
Trotz vorurteilsfreiem Herangehen: Absolut beliebiger und austauschbarer Duft, der "auf Nummer sicher geht". Nähe zu Aventus?! NEVER EVER!!!+6
Duft 7.0
Pepper81 vor 19 Monaten
Leichter Pfeffer mit einem Hauch kühles-frisches. Zudem Maskulin und würzig. Ich mag ihn für zwischendurch ganz gerne riechen :)+6
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Chnokfir vor 20 Monaten
Gezähmte und kultivierte Männlichkeit+6
Flakon 10.0
Sillage 2.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 7.0
Santino vor 8 Stunden
Der Exzentriker so : "Bäh!"
... und die Damenwelt so : "Uiii!"

Fazit : Jedem das Seine.+5
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 9.0
Ajlen vor 148 Tagen
Dem Vernehmen nach offensichtlich der olfaktorische Grund für den Untergang des Abendlandes. Danke, Merkel! ;-)+5
1 Antwort
Honk1510 vor 162 Tagen
Viel besser als sein Ruf.Frisch,sexy,anziehend !
Für mich der perfekte Sommerduft+5
Flakon 7.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 8.0
LexusAlbexus vor 6 Monaten
Entpuppt sich im Drydown zu einer fruchtig-würzigen Ambrox-Fougère-Bombe. Elegant, zeitlos und einzigartig.+5
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 10.0
Rookie82 vor 9 Monaten
Und wenn mir J.Alba den einmaligen Beischlaf einräumen würde,NEIN! Kopfschmerzgarant a'la Lambrusco aus dem Tetrapack. Mädels, bitte!? ... :(+5
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 5.0
2 Antworten
Odore vor 13 Monaten
Würziger, leicht gourmandiger Mainstream. Ein Büroalltagverschönerer. Nichts umwerfend Neues. Gute Haltbarkeit, super Flakon und Sprüher.+5
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
1 Antwort
Zauber600 vor 19 Monaten
Durch die Zitrus-Ambroxan-Elemi-Kombi erinnert er mich etwas an Shelter Island / Bond °9 nicht an Aventus. Gefällig und marktkompatibel!+5
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 4.0
Chardonnay vor 20 Monaten
Enttäuschung pur - Sorry Dior+5
Flakon 5.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 5.0
Duft 4.0
1 Antwort
Profumorist vor 9 Tagen
Am Sprühkopf riechen? Keine gute Idee.
Auf der Haut riechen? Keine gute Idee.
Warten bis Dich der Duft umgibt? Grandiose Idee.
Sillagehammer+4
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
1 Antwort
Aniq vor 27 Tagen
Bomben Haltbarkeit und anziehend. Der Duft ist nach Tagen noch genau so gut wahrnehmbar *_*+4
Relapse0 vor 48 Tagen
Der FC Bayern München unter den Düften! Meistgeliebt und meistgehasst zugleich.+4
4 Antworten
Dirof vor 134 Tagen
Ich mag ihn! Macht euch ein eigenes Bild. Kommt imho hier zu schlecht weg. Mit Aventus hat er aber nichts gemeinsam! Guter Sommerduft+4
Flakon 10.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.0
Tineline vor 165 Tagen
Ein Duft mit "Aha!" - Effekt. Duftet rauchig-lieblich, harmonie-spendend, männlich-sportlich-frisch und seeehr gefällig. Yes, ich mag ihn!+4
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
ChatonNoir vor 6 Monaten
Sportlich, aquatisch...Ambroxan?Wo? Schon tausend mal gerochen...ob als Billigparfum oder Duschbad. Aber den Johnny würd ich trotzdem nehm ;)+4
Flanker vor 9 Monaten
Niemand findet ihn richtig gut aber die Anderen finden ihn klasse :)) Flakon detailreicher als in der Collection Privée. Molecule01 Vers1.1+4
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
3 Antworten
Verbaplex vor 18 Monaten
Leider nichtssagend und gerade mal gut genug, um das stille Örtchen zu beduften...+4
Duft 5.0
Waterbubbles vor 20 Monaten
Man denkt ja , die Parfumkunst entwickelt sich immer weiter wegen neuen Erkenntnissen und Erfahrung etc.! Entwickelt sich aber alles zurrück+4
Zauberhaft vor 20 Monaten
Riecht wie eine künstliche, billigere Version von Aventus. Ich bin schon etwas enttäuscht da der Preis doch recht hoch angesetzt ist.+4
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 5.0
Duft 6.0
Igli vor 20 Monaten
Was für langweilige Noten wurden da zusammengefügt?+4
DonLeBon vor 20 Monaten
Grob gesagt; Aventus gepaart mit Fierce, ohne Eigenständigkeit und Wiedererkennungswert. Wenigstens ist die Haltbarkeit und die Sillage gut.+4
Duft 7.0
Basti87 vor 64 Tagen
Alltagstauglich. Lange haltbar mit guter Sillage. Für mich ein toller Allrounder, der vielseitig einsetzbar ist. Crowdpleaser+3
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.5
Derwish vor 68 Tagen
Positiv: Sehr langanhaltend und intensiv. Negativ: Metallisch, kratzig und sehr synthetisch. Nach einigen Stunden wird er besser. Hassliebe!+3
Flakon 6.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
Bardh92 vor 129 Tagen
Wow ! Werde ihn im Frühling genauer testen, den Dame gefällt es, obwohl ich nicht der größte Fan bin, aber er funktioniert sehr gut.+3
Flakon 8.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
Karli vor 149 Tagen
Duftet wie aufgewärmte Suppe der 70er Jahre. Aber so gut, wie Suppe meist besser schmeckt, wenn man sie nochmal aufwärmt. Echt schmackhaft+3
1 Antwort
Klaerchen vor 7 Monaten
Riecht direkt von der Haut nach Mittelmaß, aber in der Luft fantastisch. Angenehmes Sillage und starke Haltbarkeit. Absoluter Crowdpleaser.+3
Flakon 10.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Chensel vor 8 Monaten
Hab selten so viel schlechtes Feedback bekommen wie zu diesen Duft. Ich finde ihn gar nicht so schlecht. Meine Umwelt leider schon an mir. :(+3
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 8.5
RandomScent vor 8 Monaten
wenn man mal keinen bock hat zu erklären warum der geruch nasser bisamratte aufeinmal kunst ist, denn der riecht gut und kommt gut an.+3
Flakon 9.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
Rebirth2014 vor 16 Monaten
Dem Wüstenwind gleich: Warm, trocken und kratzig. Leider kein großer Wurf. Zu gewollt und inszeniert männlich rau.+3
Flakon 5.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 6.0
Hermesh vor 18 Monaten
Der Duft, der mit würzigen, zitrischen, frischen, fruchtig-blumigen Noten wild und orientierungslos um sich herumschlägt.+3
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 7.5
Duft 5.0
Riechtick vor 19 Monaten
"Journey Man" nimmt eine Pfefferdusche und wird "Invictus". Kitzelt in der Nase ohne Ende!+3
Duft 6.0
Hyacinth vor 45 Stunden
Penetrante Lavendelbombe. Auf meiner Haut nach 5 Min. kein Unterschied mehr zur "Burberry for Men" und 'F by Ferragamo pour Homme Black".+2
2 Antworten
Parfummaster vor 21 Tagen
Ich schmeiß alle meine anderen Paurfums weg. Es gibt kein Wort um dieses Parfum zu beschreiben!!!!! ;):)+2
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
1 Antwort
Walden vor 40 Tagen
Sauvage = Wild? Eher ein ein entspannter recht maskuliner Immergeher, der durch die Lavendel tendenziell eine zarte Seite von sich zeigt.+2
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 9.5
MrYuppiedu vor 8 Monaten
Billige, synthetische und stechende Süsse . Die Vergleiche mit BdC oder gar Aventus sind witzlos. Da pfeiff ich auf Komplimente.+2
Flakon 5.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 3.0
Lemike vor 8 Monaten
Pfuiiiii Teufel, grausliches Zeug!+2
Flakon 9.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 2.0
StolzerOskar vor 10 Monaten
Etwas unausgegorener Crowdpleaser, der im Hause Dior aus der Reihe tanzt. Weiß jedoch Laien/Frauen durchaus zu beeindrucken.+2
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 7.0
RobGordon vor 10 Monaten
Johnny Depp vs. Amber Heard: Wird "Sauvage" jetzt womöglich umbenannt? Apropos, der Name "Pure Shot" wäre wieder frei!+2
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.0
AndreasK vor 12 Monaten
Hier ein Verriss, der dem hiesigen Tenor entspricht:
http://www.auparfum.com/sauvage-dior-2480+2
Emanuel vor 13 Monaten
"Nuit d' Issey" (EdT) von Issey Miyake + frisch riechendes Waschmittel.+2
Bartträger vor 15 Monaten
Seifiger u40 Duft , der durchaus sexy wirken kann. 80%+2
Flakon 7.5
Sillage 5.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
Valgranges vor 16 Monaten
Haltbarkeit!!? Wooo ist die Haltbarkeit??!+2
1 Antwort
Ronny vor 18 Monaten
Toller Auftakt schwacher Abgang. .......+2
Flakon 5.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 2.5
Duft 6.0
Zacharel vor 18 Monaten
Für einen Dior Duft leider viel zu wenig Performance - tolles Marketing nur der Duft ist leider alles andere als ,,wild".+2
Spruehdeau vor 7 Tagen
Ein guter zitrischer Start mündet in artifiziellem pfeffrigem Gewaber. Entspricht wohl dem Zeitgeist. Meine Uhr geht anders ;-)+1
Duft 4.0
GoodSmeller vor 23 Tagen
vielleicht der polarisierendste Duft überhaupt, geteilt in 3 Lager: super, nichts besonders und könnte kotzen. Ich gehöre zu den Letzteren.+1
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 7.0
Duft 1.5
4 Antworten
Speedking79 vor 25 Tagen
Kauft man einen Duft für sich selbst oder für die Lebensgefährtin? Wenn es das letztere sein soll dann kann man hier getrost zugreifen.+1
Flakon 10.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.5
Creedfanatic vor 7 Monaten
massenkompatible und öde Einheits-Plörre im Bleu de Chanel-Anzug. Langeweile im Flakon.+1
Flakon 5.0
Sillage 5.0
Haltbarkeit 6.0
Duft 3.0
1 Antwort
Slakiaui vor 9 Monaten
Saugute Reaktionen von Anderen, aber deutlicher Schwimmbad-/Duschgevibe. Bleu de Chanel EdT und EdP sind edle Tropfen dagegen. Muss nicht.+1
Flakon 10.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 7.0
Clarabella vor 16 Monaten
Schade. Nichts Besonderes der wilde Depp. Bergamotte, Lavendel, Pfeffer (hatschih!), bischen Vetiver haben einige Düfte.+1
Dompathug vor 17 Monaten
Laufe ich an einem Tester vorbei, muss ich einfach stets einen Spritzer konsumieren. Riecht gut, aber irgendwie doch zu wenig speziell.+1
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.0

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