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Odeur 53 von Comme des Garçons
Flakondesign:
Rei Kawakubo, Marc Atlan
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6.7 / 10 128 Bewertungen
Ein Parfum von Comme des Garçons für Damen und Herren, erschienen im Jahr 1998. Der Duft ist synthetisch-frisch. Es wird von Puig vermarktet.
Vergleich
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Duftrichtung

Synthetisch
Frisch
Blumig
Würzig
Aquatisch

Duftnoten

frische Wäschefrische Wäsche Luft-AkkordLuft-Akkord GrasGras NagellackNagellack SteinStein SauerstoffSauerstoff MetallMetall SandSand

Parfümeure

Bewertungen
Duft
6.7128 Bewertungen
Haltbarkeit
6.589 Bewertungen
Sillage
5.787 Bewertungen
Flakon
7.283 Bewertungen
Preis-Leistung
6.426 Bewertungen
Eingetragen von DonVanVliet · letzte Aktualisierung am 17.04.2026.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Die Parfums Odeur 53 und Odeur 71 beziehen ihre Namen laut Comme des Garçons aus der Anzahl von Inhaltsstoffen. Odeur 53 soll 63 % des synthetischen Duftstoffs Hedion (Methyldihydrojasmonat) enthalten.

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Rezensionen

8 ausführliche Duftbeschreibungen
8Duft 3Haltbarkeit 3Sillage
Pawly

59 Rezensionen
Pawly
Pawly
Top Rezension 24  
Ein Antiparfüm, frisch aus den Backrooms
Odeur 53 von Comme des Garcons feiert mittlerweile fast schon seinen 25. Geburtstag, darauf eine Rezension! Dieser Duft war damals einer meiner aller ersten Nischendüfte und war somit direkt ein ziemlich brutaler Einstieg in die Nischenwelt, welcher mich auf meiner Reise bis heute begleitet und sicher für eine gewisse Begeisterung für eigenartige, unübliche Düfte gesorgt hat.

Auf der Verpackung die Beschreibung - er soll an verschiedenste Situationen erinnern. An heisse Steine im Sommer, an eine brennende Glühbirne, an frische Wäsche, an Gebirgsluft, an Nagellackentferner. So weit, so komisch, doch was davon bleibt letztendlich übrig und trifft die Beschreibung wirklich?
Auf mich wirkt dieser Duft sehr luftig. Er hat eine leicht medizinische und florale Note, hauptsächlich ist er jedoch mineralisch und leicht alkoholisch. Er ist äusserst leicht und man nimmt ihn kaum wahr, entwickelt sich aber auf der Haut durchaus weiter. Eine Notenpyramide im klassischen Sinne existiert nicht, denn er ist sehr individuell und entwickelt sich auf verschiedener Haut sehr unterschiedlich, was ihn auch so unglaublich interessant macht.
Mich erinnert dieser Duft an vieles, er erweckt verschiedenste Assoziationen und erinnert mich an ganz unterschiedliche Situationen. Er erinnert mich an einen alten Plastikstuhl im Krankenhaus welcher ab und zu mal Sonnenlicht abbekommt, an einen alten, jedoch sterilen Raum welcher seit Jahren nicht betreten wurde, an einen Serverraum mit haufenweise Computern und Platinen, an ein Flugzeug welches schon lange nicht mehr geflogen ist und diesen gewissen Duft hat, an eine Kunstgalerie mit weissen Wänden und kaltem Boden, an eine Ecke im Möbelgeschäft die nie von Kunden betreten wird, an ungenutzte Flughäfen, an die klassischen "Backrooms" Orte, welche sich bekannt aber dennoch unbekannt anfühlen, irgendwie freundlich und komfortabel aber irgendwie auch leicht gruselig und unruhig, seit Jahren verlassen, an ein Hotel in welchem kein einziger Raum bewohnt ist aber die Mitarbeiter dennoch ihren Job machen, an eine nichtbezogene Neubauwohnung, an merkwürdige Orte die entweder ihren Zweck bereits erfüllt haben und nicht mehr benötigt werden, oder komplett sinnlos wirken. Er schafft eine gewisse Komfortzone durch seine sehr simple Art und Weise, wirkt aber gleichzeitig auch beunruhigend und äusserst merkwürdig, weil er eben nicht riecht wie ein Parfüm und in einem sofort Assoziationen hervorruft, welche man normalerweise nicht hat.

Der krasse 200ml Flakon mit Barcode, Inhaltsstoffen und kleinem Namen auf der Front ist ein eigenes Statement. Ein Design scheint nicht zu existieren und der gesamte Duft wirkt so, als sei er eines Tages einfach entstanden, ohne dass ihn jemand kreativ entwickelt hat. Die Verpackung ist ganz ähnlich - grau, keinerlei Verkaufsargumente oder Schnickschnack. Eine Pappbox, welche sich ganz normal öffnet und den Duft, verpackt in Plastikfolie, beinhaltet. Brutal, trocken, stumpf, aber auch absolut authentisch und passend zum Duft.

Ich persönlich liebe ihn, für mich war er nicht nur der Einstieg in die Nischenwelt, sondern auch bis heute ein äusserst besonderer Duft. Er ist so ungewöhnlich, so merkwürdig, erweckt so eine Ruhe aber auch gleichzeitig Unruhe in mir, das Flakondesign liebe ich aus unerklärlichen Gründen ebenso. Dieser Duft ist einfach mutig - er ist kaum wahrnehmbar, wirkt wie ein absolutes Anti-Parfüm und ist genau das, wonach die aller meisten Leute nicht suchen, und genau deshalb liebe ich ihn. Preislich ist dieses Stück Parfümgeschichte absolut im Rahmen, wobei man realistisch gesehen wahrscheinlich die 200ml niemals aufbrauchen wird, ausser es ist ein Signature Duft, was er tatsächlich sehr gut sein könnte - insbesondere dann, wenn man eher sensibel gegenüber Parfüm ist. Er mag nicht der besondere, krasseste Duft sein den es so gibt, wer allerdings auf der Suche nach etwas neuem und eigenartigem ist, dem wird hier sicher geholfen.
4 Antworten
9Duft 9Haltbarkeit
FrauHolle

555 Rezensionen
FrauHolle
FrauHolle
21  
Tote Ratte
Letzter Kommi, 2013, hier war schon lange keiner mehr, wahrscheinlich überlegen alle, welchen Duftzwilling Odeur53 hat, kommen nicht drauf, und ich sag es Ihnen nun: "Mortal Skin", von Hubertus Carlos Lukas. Genau.

Was in Mortal Skin die Tinte, ist in Odör dann bestimmt der brennende Stein, aber chanz bestimmt nicht die frische Wäsche, denn da weiss ich wie die riecht.
Metthyldihydrojamonat wird hier NICHT, wie das Wort suggeriert, in Monaten riechbar gemacht, sondern in Tagen, es müsste also heissen: MetthyldihüdromatTAG!

Denn einen ganzen Tag lang riecht man exakt nach nix. Also nix, wo irgendjemand irgendwann irgendwie ausmachen könnte, wonach man denn eigentlich röche, oder gerochen haben sollte. Odeure lässt den Riecher und den Gerochenen (und auch Rochen) roch- äh- ratlos zurück.

Kein Iso, kein Holz, keine Vanille und zum Glück auch kein Veilchen, versperren einem den Weg ins Parfumo-Glück. Pure Überforderung mit der Duftpyramide (glücklicherweise nicht mit dem Sprühknopf) was wir alle hier so lieben, denn so muss man ja selber genau hinriechen, und da kommen dann die besten Dinge bei raus.

Also, ich rieche Mortal Skin, für einen Vergleichstest brauchen viele hier nicht mal ne Probe. Grüße!
7 Antworten
Intersport

120 Rezensionen
Intersport
Intersport
Sehr hilfreiche Rezension 11  
Air de ?
Odeur 53 ist vielleicht eines der diskret einflussreichsten Parfums der späten 90er Jahre, egal ob man es nun gut findet oder nicht. Odeur 53 hat ein Interesse und Wertschätzung von synthetisierten Inhaltsstoffen angestossen die bis zu dem Zeitpunkt seiner Veröffentlichung 1998 nur im späten 19. Jhd bei der Markteinführung von synthetischen Riechstoffen so direkt und euphorisch kommuniziert wurde (siehe Werbeanzeigen wie von Piesse & Lubin, mit Schlagzeilen wie "At last! Synthetic Scents"). Jetzt, Februar 2021, erwähnt sogar das Artisto Haus par excellence, Hermès dass bei seinem neuen Herrenduft eine spezielle Aromachemikalie prominent am Werk ist. Zugegeben: Comme des Garçons hat bei Odeur 53, Odeur 71, und der vermutlich daraus resultierenden Series 6: Synthetic (2004), noch weitgehend mit linguistischen Deskriptoren gearbeitet, um das was gerochen wird, zwar aus dem konventionellen perfume ingredients speak wegzuführen, aber doch noch mit mehr oder weniger nachvollziehbaren Erfahrungen zu verbinden.

Als ich Odeur 53 zum ersten Mal gesehen habe, im New Yorker Comme des Garçons Laden in der Wooster Street, ganz ohne Erläuterungen dazu was da nun drinnen ist, war ich erfreut sprachlos und begeistert von einer Begegnung die so schwer in Worte zu fassen war. Ein 15ml Flakon folgte bald. Erst viel später habe ich von dem hohen Hedione Gehalt gehört und frage mich hier: wenn es tatsächlich 53 Komponenten sind, und über 60 % der Formel schon von Hedione beschlagnahmt sind, dann muessen die anderen ca. 40 % doch recht gekonnt die restlichen 52 Ingredienzien (eine Unmenge?) balancieren. Die Autorinnen dieses Parfums waren vermutlich Anne Sophie Chapuis und Martine Pallix, Pallix die seit Ende der 60'er Jahre bei International Flavors & Fragrances Inc. arbeitet. Die Datenbank hier kennt nur drei Einträge zu Madame Pallix, was vermuten lässt dass diese entweder in der Forschung oder in dem Riesenanteil funktionaler Parfumerie arbeitet, die diese Hersteller ja auch bespielen. Derartige Expertise wuerde fuer Odeur 53 auch bestens passen. Das Timing der Veröffentlichung war insofern interessant, da dieses auch eine komplette Kehrtwende weg von dem würzigen Eau de Parfum und Eau de Cologne (beide 1994) war. Maximale Distanz. Marc Atlan's brutalistischer 200ml Flakon und Antistatik Folie hat ebenso eine neue Funktionaliaet bei Verpackung vorgeschlagen, die im Anschluss immer öfter zu sehen war. Das Parfum, das wohl auch John Waters Favorit ist, da er 1) Rei Kawakubo's Aussage dass sie sich im Grunde nichts aus Parfums macht, und dass diese 2) durchaus in 15 Minuten 'weg' sein können, bleibt fuer mich, so wie auch das etwas voluminösere Odeur 71 (eventuell auch von Pallix), zu meinen Lieblingen, gerade im Winter und Frühling.
Aktualisiert am 08.02.2022 - 06:44 Uhr
2 Antworten
4Duft 7.5Haltbarkeit
Apicius

1107 Rezensionen
Apicius
Apicius
Sehr hilfreiche Rezension 7  
Nach dem Wohnungsbrand
Düfte wie dieser prägen das Image der Marke Comme des Garçons. Er ist absolut künstlich und fast nicht beschreibbar. Was soll man mit Angaben in der Duftpyramide wie „Sauerstoff“ anfangen? Welche Note soll sich bitte dahinter verbergen?

Am ehesten kann ich dann noch mit bildhaften Angaben wie „heiße Glühbirne“ etwas anfangen. Tatsächlich riecht es nach dem Aufsprühen irgendwie verbrannt, aber nicht nach verbranntem Holz, sondern nach angeschmortem Plastik. Aus Versehen hat jemand in der Küche den Eierkocher auf die heiße Herdplatte gestellt. Zur Plastiknote kommt dann noch etwas zweites, mir dann doch von anderen Düften bekanntes. Und zwar jene merkwürdige lakritzhafte Holznote, wie ich sie aus Cashmere von Cristiano Fissore, Encré Noire von Lalique oder auch La Superba Rovo Nero von Acqua die Genova kenne (Kaschmirholz?). Über allem schwebt dann noch ein ganz minimaler Frische Akkord, Calone oder was ähnliches. Der ist allerdings extrem dezent. Schließlich übernimmt diese synthetische Holznote die Führung. Dann wieder wird eine merkwürdige Gumminote spürbar.

Meines Erachtens hat es Comme des Garçons mit diesem Duft etwas übertrieben. Verkokeltes nasses Holz und angeschmortes Plastik: Dieses Parfum riecht nach Wohnungsbrand! Natürlich ist das interessant zu testen, aber tragen möchte ich es nicht. Ich bekomme dabei ein flaues Gefühl im Magen. Hoffentlich lässt sich das wieder abwaschen.
1 Antwort
10Duft
Fleurissimo

323 Rezensionen
Fleurissimo
Fleurissimo
Sehr hilfreiche Rezension 8  
Freaky Aschenputtel
Nun möchte ich doch mal eine Lanze für einen Exoten brechen, der hier offenbar noch keine Anhänger gefunden hat. Anscheinend ist die Marketing-Strategie von Comme des Garçons, Odeur 53 als Nicht-Parfum zu deklarieren und an ausgesprochene Individualisten zu verkaufen, nicht aufgegangen. Das mag daran liegen, dass Technik- oder Bücherfreaks, denen Odeur 53 enormen Sex-Appeal verleihen würde, in der Regel nicht gerade in den hintersten Nischen exclusiver Parfümerien zu wühlen beginnen. Normalos hingegen, die Odeur 53 teilweise auch ausgezeichnet tragen könnten, werden vermutlich von der technokratisch-futuristischen Werbung nachhaltig abgeschreckt.

Dabei ist Odeur 53 gar kein Parfum von einem anderen Planeten! Es ist ausgesprochen frisch, die Ozon-Note und dieses Metallische finden sich bei Kassenschlagern wie Davidoff Cool Water oder Lagerfeld Photo auch wieder. Hinzu kommt dann noch eine ganz feine, beinahe liebliche blumige Note, untermalt durch herbe Hölzer wie bei "Truth Men", so dass der Duft hinter seinen kühlen und modernen Fassade sogar richtig schön ist.

Also, wenn dein Partner ein Computer-Nerd mit Nickelbrille und Karohemd ist, der gar nicht ahnt, wie sehr Du ihn jeden Abend begehrst, dann kauf ihm Odeur 53, und du wirst nicht mehr an dich halten können! Aber auch Frauen steht Odeur 53 ausgezeichnet zu Gesicht; ich denke dabei an diesen auf den ersten Blick graumäusigen Freak-Typ, dessen Introvertiertheit und Uneitelkeit die reizende Schönheit unter der Oberfläche verbirgt. (Paradebeispiele: Anita „Needy“ Lesnicky aus "Jennifer's Body", Lisa Plenske aus "Verliebt in Berlin" oder Sophie aus dem "Marienhof")
9 Antworten
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Statements

37 kurze Meinungen zum Parfum
23
12
Jasmin im Neuschnee. Transparentes Grün, kalte Luft. Durchatmen! Jetzt eine süße Brise, Anis, Sellerie, Immortelle. Immer noch relevant!
12 Antworten
24
16
Nerdy. Ich rieche Kabel, Revellfarben und Platinen. Ich bin in Mr. Pollys Elektronikwerkstatt. Ähnlich schnuppert unser neuer Waschtrockner.
16 Antworten
21
29
Wo Lockenwickler wippen
Auf dem Kopf v.ollen Hippen
Wo Nägel sie lackieren gehn
Wo Wäscheberge stickig stehn
Da riecht's inbrünstig
nach 53
29 Antworten
18
6
Geruch des Innenbereichs eines werkseitig frisch ausgelieferten Airbus A 350-900.
6 Antworten
15
11
Plastikkabel verschmort
auf Metall
im Reinraum.
Komisches Zeug.
11 Antworten
Weitere Statements

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So ordnet die Community den Duft ein.
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