
Pawly
59 Rezensionen

Pawly
Top Rezension
24
Ein Antiparfüm, frisch aus den Backrooms
Odeur 53 von Comme des Garcons feiert mittlerweile fast schon seinen 25. Geburtstag, darauf eine Rezension! Dieser Duft war damals einer meiner aller ersten Nischendüfte und war somit direkt ein ziemlich brutaler Einstieg in die Nischenwelt, welcher mich auf meiner Reise bis heute begleitet und sicher für eine gewisse Begeisterung für eigenartige, unübliche Düfte gesorgt hat.
Auf der Verpackung die Beschreibung - er soll an verschiedenste Situationen erinnern. An heisse Steine im Sommer, an eine brennende Glühbirne, an frische Wäsche, an Gebirgsluft, an Nagellackentferner. So weit, so komisch, doch was davon bleibt letztendlich übrig und trifft die Beschreibung wirklich?
Auf mich wirkt dieser Duft sehr luftig. Er hat eine leicht medizinische und florale Note, hauptsächlich ist er jedoch mineralisch und leicht alkoholisch. Er ist äusserst leicht und man nimmt ihn kaum wahr, entwickelt sich aber auf der Haut durchaus weiter. Eine Notenpyramide im klassischen Sinne existiert nicht, denn er ist sehr individuell und entwickelt sich auf verschiedener Haut sehr unterschiedlich, was ihn auch so unglaublich interessant macht.
Mich erinnert dieser Duft an vieles, er erweckt verschiedenste Assoziationen und erinnert mich an ganz unterschiedliche Situationen. Er erinnert mich an einen alten Plastikstuhl im Krankenhaus welcher ab und zu mal Sonnenlicht abbekommt, an einen alten, jedoch sterilen Raum welcher seit Jahren nicht betreten wurde, an einen Serverraum mit haufenweise Computern und Platinen, an ein Flugzeug welches schon lange nicht mehr geflogen ist und diesen gewissen Duft hat, an eine Kunstgalerie mit weissen Wänden und kaltem Boden, an eine Ecke im Möbelgeschäft die nie von Kunden betreten wird, an ungenutzte Flughäfen, an die klassischen "Backrooms" Orte, welche sich bekannt aber dennoch unbekannt anfühlen, irgendwie freundlich und komfortabel aber irgendwie auch leicht gruselig und unruhig, seit Jahren verlassen, an ein Hotel in welchem kein einziger Raum bewohnt ist aber die Mitarbeiter dennoch ihren Job machen, an eine nichtbezogene Neubauwohnung, an merkwürdige Orte die entweder ihren Zweck bereits erfüllt haben und nicht mehr benötigt werden, oder komplett sinnlos wirken. Er schafft eine gewisse Komfortzone durch seine sehr simple Art und Weise, wirkt aber gleichzeitig auch beunruhigend und äusserst merkwürdig, weil er eben nicht riecht wie ein Parfüm und in einem sofort Assoziationen hervorruft, welche man normalerweise nicht hat.
Der krasse 200ml Flakon mit Barcode, Inhaltsstoffen und kleinem Namen auf der Front ist ein eigenes Statement. Ein Design scheint nicht zu existieren und der gesamte Duft wirkt so, als sei er eines Tages einfach entstanden, ohne dass ihn jemand kreativ entwickelt hat. Die Verpackung ist ganz ähnlich - grau, keinerlei Verkaufsargumente oder Schnickschnack. Eine Pappbox, welche sich ganz normal öffnet und den Duft, verpackt in Plastikfolie, beinhaltet. Brutal, trocken, stumpf, aber auch absolut authentisch und passend zum Duft.
Ich persönlich liebe ihn, für mich war er nicht nur der Einstieg in die Nischenwelt, sondern auch bis heute ein äusserst besonderer Duft. Er ist so ungewöhnlich, so merkwürdig, erweckt so eine Ruhe aber auch gleichzeitig Unruhe in mir, das Flakondesign liebe ich aus unerklärlichen Gründen ebenso. Dieser Duft ist einfach mutig - er ist kaum wahrnehmbar, wirkt wie ein absolutes Anti-Parfüm und ist genau das, wonach die aller meisten Leute nicht suchen, und genau deshalb liebe ich ihn. Preislich ist dieses Stück Parfümgeschichte absolut im Rahmen, wobei man realistisch gesehen wahrscheinlich die 200ml niemals aufbrauchen wird, ausser es ist ein Signature Duft, was er tatsächlich sehr gut sein könnte - insbesondere dann, wenn man eher sensibel gegenüber Parfüm ist. Er mag nicht der besondere, krasseste Duft sein den es so gibt, wer allerdings auf der Suche nach etwas neuem und eigenartigem ist, dem wird hier sicher geholfen.
Auf der Verpackung die Beschreibung - er soll an verschiedenste Situationen erinnern. An heisse Steine im Sommer, an eine brennende Glühbirne, an frische Wäsche, an Gebirgsluft, an Nagellackentferner. So weit, so komisch, doch was davon bleibt letztendlich übrig und trifft die Beschreibung wirklich?
Auf mich wirkt dieser Duft sehr luftig. Er hat eine leicht medizinische und florale Note, hauptsächlich ist er jedoch mineralisch und leicht alkoholisch. Er ist äusserst leicht und man nimmt ihn kaum wahr, entwickelt sich aber auf der Haut durchaus weiter. Eine Notenpyramide im klassischen Sinne existiert nicht, denn er ist sehr individuell und entwickelt sich auf verschiedener Haut sehr unterschiedlich, was ihn auch so unglaublich interessant macht.
Mich erinnert dieser Duft an vieles, er erweckt verschiedenste Assoziationen und erinnert mich an ganz unterschiedliche Situationen. Er erinnert mich an einen alten Plastikstuhl im Krankenhaus welcher ab und zu mal Sonnenlicht abbekommt, an einen alten, jedoch sterilen Raum welcher seit Jahren nicht betreten wurde, an einen Serverraum mit haufenweise Computern und Platinen, an ein Flugzeug welches schon lange nicht mehr geflogen ist und diesen gewissen Duft hat, an eine Kunstgalerie mit weissen Wänden und kaltem Boden, an eine Ecke im Möbelgeschäft die nie von Kunden betreten wird, an ungenutzte Flughäfen, an die klassischen "Backrooms" Orte, welche sich bekannt aber dennoch unbekannt anfühlen, irgendwie freundlich und komfortabel aber irgendwie auch leicht gruselig und unruhig, seit Jahren verlassen, an ein Hotel in welchem kein einziger Raum bewohnt ist aber die Mitarbeiter dennoch ihren Job machen, an eine nichtbezogene Neubauwohnung, an merkwürdige Orte die entweder ihren Zweck bereits erfüllt haben und nicht mehr benötigt werden, oder komplett sinnlos wirken. Er schafft eine gewisse Komfortzone durch seine sehr simple Art und Weise, wirkt aber gleichzeitig auch beunruhigend und äusserst merkwürdig, weil er eben nicht riecht wie ein Parfüm und in einem sofort Assoziationen hervorruft, welche man normalerweise nicht hat.
Der krasse 200ml Flakon mit Barcode, Inhaltsstoffen und kleinem Namen auf der Front ist ein eigenes Statement. Ein Design scheint nicht zu existieren und der gesamte Duft wirkt so, als sei er eines Tages einfach entstanden, ohne dass ihn jemand kreativ entwickelt hat. Die Verpackung ist ganz ähnlich - grau, keinerlei Verkaufsargumente oder Schnickschnack. Eine Pappbox, welche sich ganz normal öffnet und den Duft, verpackt in Plastikfolie, beinhaltet. Brutal, trocken, stumpf, aber auch absolut authentisch und passend zum Duft.
Ich persönlich liebe ihn, für mich war er nicht nur der Einstieg in die Nischenwelt, sondern auch bis heute ein äusserst besonderer Duft. Er ist so ungewöhnlich, so merkwürdig, erweckt so eine Ruhe aber auch gleichzeitig Unruhe in mir, das Flakondesign liebe ich aus unerklärlichen Gründen ebenso. Dieser Duft ist einfach mutig - er ist kaum wahrnehmbar, wirkt wie ein absolutes Anti-Parfüm und ist genau das, wonach die aller meisten Leute nicht suchen, und genau deshalb liebe ich ihn. Preislich ist dieses Stück Parfümgeschichte absolut im Rahmen, wobei man realistisch gesehen wahrscheinlich die 200ml niemals aufbrauchen wird, ausser es ist ein Signature Duft, was er tatsächlich sehr gut sein könnte - insbesondere dann, wenn man eher sensibel gegenüber Parfüm ist. Er mag nicht der besondere, krasseste Duft sein den es so gibt, wer allerdings auf der Suche nach etwas neuem und eigenartigem ist, dem wird hier sicher geholfen.
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