
EsJay
12 Rezensionen

EsJay
4
Iris, deren Blüte keine Sekunde zu lange bleibt.
Vorweg, mir stand ein Tester zur Verfügung und konnte diesen Duft nun zwei Tage auf meiner Haut testen, fernab vom kurzen Eindruck auf dem Teststreifen, auf welchen sich nahezu jeder von seiner besten Seite zeigen kann.
Ich glaube, ihr kennt das: Manche Düfte betreten den Raum, andere nehmen ihn ein und wieder andere kommen langsam und leise durch die Hintertür.
Iris Debonair macht weder das eine, noch das andere. Er ist einfach da. Selbstverständlich, bereits eingeladen , irgendwie… erwartet. Ja, das klingt unspektakulär und völlig unaufgeregt.
Und dann ertappe ich mich dabei, erneut an dem Duft zu riechen, vielleicht auch ein drittes Mal.
Iris kommt hell und gepflegt daher. Ein frischer Wind, begleitet mit einer kühlen, fast herben Facette. Ich glaube es ist rosa Pfeffer, welcher dem Auftakt ein gewisses Prickeln verleiht. Dieses ist aber weder laut noch störend. Es ruft nicht demonstrativ „Hier bin ich!“, sondern geht zu seinem gedachten Platz, mit gebügeltem Hemd oder Bluse, dessen oberster Knopf bewusst offen bleibt.
Langsam wird Iris weicher. Lavendel gibt ihr Ruhe, während - ist es Feige - etwas anderes ihr eine gewisse balsamische Cremigkeit verleiht. Und dann ist sie da, die namensgebende Iris. Zunächst irgendwie anwesend, nun stellt sie sich höflich vor. Nicht pudrig staubig wie eine alte Puderdose aus dem letzten Regal, sondern glatt, elegant. Sie ist sanft, wirkt nicht beliebig; ich finde sie sogar leicht verführerisch, so mit dem leicht offenen Hemd. Sie ist eine Iris mit einer gewissen Haltung, ohne dabei zu streng zu sein.
Im weiteren Verlauf wird die Dufterfahrung ambrierter. Das Hemd wird zugeknöpft; Kontur kommt hinzu, kurz vor dem Abschied.
In meinen zwei Tagen wirkte Iris Debonair wie ein Duft, der unbedingt den ganzen Raum für sich einnehmen mochte, aber es aufgrund der dargebotenen Eleganz nicht gänzlich schafft. Er sucht keine Aufmerksamkeit, sondern benötigt diese der anderen. Er flirtet aus sicherer Entfernung und wartet, bis man näher kommt.
Genau darin liegt seine oder ihre Stärke. Er wirkt elegant, ohne klar maskulin zu sein, gepflegt, ohne zu steril zu wirken.
Er könnte mich auf einem Arbeitstag wunderbar begleiten, beim Kaffee entspannt schweigen und sich am Abend erstaunlich romantisch entwickeln.
Wäre da nicht der Creed-typische Preis. Es gibt günstigere Wege für eine schöne Iris. Prada L‘Homme interpretiert eine Iris, ein Dior Homme ebenfalls, dafür intensiver; beide sind aber keine Kopien, oder - fairerweise - dieser neue Creed keine.
Die weniger vernünftige und vermutlich wichtigere Frage lautet für mich: „Welche Bedeutung hat diese Rechnung noch, wenn ein Duft mich emotional bereits gepackt hat?“
Für mich?
Iris Debonair von Creed ist ein idealer Signature für die kühleren Tage. Zurückhaltend genug für den Arbeitsalltag und besonders genug, um in Erinnerung zu bleiben.
Ich war vermutlich schon verloren, bevor der Duft sich von meiner Haut verabschiedet hat. Iris wusste es bereits.
Ich glaube, ihr kennt das: Manche Düfte betreten den Raum, andere nehmen ihn ein und wieder andere kommen langsam und leise durch die Hintertür.
Iris Debonair macht weder das eine, noch das andere. Er ist einfach da. Selbstverständlich, bereits eingeladen , irgendwie… erwartet. Ja, das klingt unspektakulär und völlig unaufgeregt.
Und dann ertappe ich mich dabei, erneut an dem Duft zu riechen, vielleicht auch ein drittes Mal.
Iris kommt hell und gepflegt daher. Ein frischer Wind, begleitet mit einer kühlen, fast herben Facette. Ich glaube es ist rosa Pfeffer, welcher dem Auftakt ein gewisses Prickeln verleiht. Dieses ist aber weder laut noch störend. Es ruft nicht demonstrativ „Hier bin ich!“, sondern geht zu seinem gedachten Platz, mit gebügeltem Hemd oder Bluse, dessen oberster Knopf bewusst offen bleibt.
Langsam wird Iris weicher. Lavendel gibt ihr Ruhe, während - ist es Feige - etwas anderes ihr eine gewisse balsamische Cremigkeit verleiht. Und dann ist sie da, die namensgebende Iris. Zunächst irgendwie anwesend, nun stellt sie sich höflich vor. Nicht pudrig staubig wie eine alte Puderdose aus dem letzten Regal, sondern glatt, elegant. Sie ist sanft, wirkt nicht beliebig; ich finde sie sogar leicht verführerisch, so mit dem leicht offenen Hemd. Sie ist eine Iris mit einer gewissen Haltung, ohne dabei zu streng zu sein.
Im weiteren Verlauf wird die Dufterfahrung ambrierter. Das Hemd wird zugeknöpft; Kontur kommt hinzu, kurz vor dem Abschied.
In meinen zwei Tagen wirkte Iris Debonair wie ein Duft, der unbedingt den ganzen Raum für sich einnehmen mochte, aber es aufgrund der dargebotenen Eleganz nicht gänzlich schafft. Er sucht keine Aufmerksamkeit, sondern benötigt diese der anderen. Er flirtet aus sicherer Entfernung und wartet, bis man näher kommt.
Genau darin liegt seine oder ihre Stärke. Er wirkt elegant, ohne klar maskulin zu sein, gepflegt, ohne zu steril zu wirken.
Er könnte mich auf einem Arbeitstag wunderbar begleiten, beim Kaffee entspannt schweigen und sich am Abend erstaunlich romantisch entwickeln.
Wäre da nicht der Creed-typische Preis. Es gibt günstigere Wege für eine schöne Iris. Prada L‘Homme interpretiert eine Iris, ein Dior Homme ebenfalls, dafür intensiver; beide sind aber keine Kopien, oder - fairerweise - dieser neue Creed keine.
Die weniger vernünftige und vermutlich wichtigere Frage lautet für mich: „Welche Bedeutung hat diese Rechnung noch, wenn ein Duft mich emotional bereits gepackt hat?“
Für mich?
Iris Debonair von Creed ist ein idealer Signature für die kühleren Tage. Zurückhaltend genug für den Arbeitsalltag und besonders genug, um in Erinnerung zu bleiben.
Ich war vermutlich schon verloren, bevor der Duft sich von meiner Haut verabschiedet hat. Iris wusste es bereits.
Aktualisiert am 03.09.2026 - 08:55 Uhr
2 Antworten



Bergamotte
Kardamom
rosa Pfeffer
Wermutkraut
Echter Lavendel
Feige
Veilchenblatt
französische Bleiche Schwertlilie
Amberholz
Ambrette


Kajsa5
GJRasputin
Densa
OdsyOdeur115
Tizianjk



































