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Sauvage Extrait 2026

7.9 / 10 174 Bewertungen
Ein neues Parfum von Dior für Herren, erschienen im Jahr 2026. Der Duft ist holzig-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von LVMH vermarktet.
Vergleich
Ähnliche Düfte
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Rauchig
Frisch
Orientalisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
AmbroxanAmbroxan kalabrische Bergamottekalabrische Bergamotte provenzalischer Lavendelprovenzalischer Lavendel
Herznote Herznote
vietnamesisches Oudvietnamesisches Oud
Basisnote Basisnote
AtlaszederAtlaszeder madagassisches Vetivermadagassisches Vetiver indonesisches Patchouliindonesisches Patchouli VirginiazedernholzVirginiazedernholz

Parfümeur

Videos
Bewertungen
Duft
7.9174 Bewertungen
Haltbarkeit
9.1166 Bewertungen
Sillage
8.8164 Bewertungen
Flakon
8.3155 Bewertungen
Preis-Leistung
6.6143 Bewertungen
Eingetragen von Spl3xx · letzte Aktualisierung am 18.08.2026.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Gesicht der Werbekampagne ist der US-amerikanische Schauspieler Johnny Depp.

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Womit der Duft vergleichbar ist
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Rezensionen

6 ausführliche Duftbeschreibungen
9Duft 10Haltbarkeit 9Sillage
CalKubelik

5 Rezensionen
CalKubelik
CalKubelik
9  
The woods are lovely, dark and deep. But I have promises to keep...
In einem kammerspielartigen Promovideo von DIOR hält man Johnny Depp, Gesicht früherer SAUVAGE-Kampagnen, einen Teststreifen mit dem neuen Extrait-Flanker des hauseigenen Topsellers unter die Nase und ihm entfleucht ein dunkel gehauchtes „Wow!“. Naja, Marketing halt… Aber was soll ich sagen, als ich mir beim örtlichen Douglas, der das Extrait seit einigen Tagen im Regal hat (und komischerweise für einen höheren Preis verkaufen will, als DIOR selbst), den Saft auf den Teststreifen sprühte, entfleuchte mir auch ein dunkel gehauchtes „Wow!“. Da bin ich mit dem besten Jack Sparrow aller Zeiten also einer Meinung, das muss mit einem Augenzwinkern gesagt werden.

Definitiv kein Sommerduft, musste ich ihn mir dennoch (bei 33 Grad Außentemperatur) auf die Haut sprühen, um mal zu schauen, was damit so über den Tag passiert - Teststreifen verströmen ja nur die halbe Wahrheit. Und für Eröffnung und Verlauf gab es dann von mir das zweite „Wow!“. Bei den aktuellen Hitzetemperaturen hat mich der anschließende Geruchsnebel im Freien natürlich ein bisschen erschlagen, aber ab Herbst und im Winter wird SAUVAGE EXTRAIT definitiv außerordentliches Vergnügen bereiten.

Wie einige hier schon angemerkt haben: Das ist viel mehr Nische, als man von DIOR gewohnt ist (wobei ich das Elixir schon sehr für seine nischige Lavendelzuckerwatte geschätzt habe). Monsieur Kurkdjian hat hier eine ziemlich bewundernswerte Arbeit abgeliefert - eigentlich könnte das Teil, vielleicht noch um ein paar typisch „kurkdjianische“, blumige Akkorde ergänzt, auch bei seinem eigenen Label erscheinen. Das dieses Extrait völlig anders riecht, als die vorherigen SAUVAGE-Varianten, kann ich aber nicht bestätigen - für mich ist die grundlegende DNA immer noch merklich spürbar. Aber halt stark abgedunkelt. Und nein, das ist auch keine Ehe zwischen Baccarat Rouge und Sauvage, keine Angst, der Safran-Geist erscheint hier nicht.

Das Oud beispielsweise rieche ich definitiv, und zwar sofort, ab dem ersten Sprüher. Auf so einen wahrnehmbaren Akkord im Duftprolog zu setzen, ist schon ein bissel mutig für eine Designermarke, aber es ist ja allgemein zu beobachten, das viele Mainstream-Labels zumindest mit einigen Flankern den Nischenweg ausprobieren, sprich: mutiger werden. Und einen „sweet spot“ zu finden zwischen spürbarer Animalik und einer dennoch tragbaren bzw. ansatzweise massentauglichen, reproduzierbaren Olfaktorik, ist auch gar nicht so einfach. DIOR bzw. Francis Kurkdjian ist es hier definitiv gelungen, denn auf diese ausbalancierte Form oudiger und hölzerner Dunkelheit, die das Extrait zelebriert, kann man sich, glaube ich, ohne größere Probleme einigen. Ja, das ist definitiv kein Duft für Leute, die totales Understatement und Minimalistik lieben und vor jeder Form von starker Prägnanz und Wahrnehmbarkeit Reißaus nehmen. Man muss schon gerochen werden wollen! Das Extrait von SAUVAGE mit seinen knapp unter 50% Ölanteil könnte in dem Sinne auch so etwas wie ein „Joint-Venture“ zwischen DIOR, Maison FK und/oder Amouage sein.

Die in der Kopfnote genannte Bergamotte erduftet man ganz am Anfang übrigens auch, aber das ist kein Frischeduft; sie versinkt schon nach 10-20 Minuten in der Dunkelheit und lässt nur noch einen kleinen, glitzernden Schatten übrig. Der Drydown gehört voll den Hölzern, dem Vetiver und dem Patchouli - immer noch unerlässlich umrahmt von einem leicht süßlichen und für mich überaus angenehmen Oud-Gerüst. Und bei gerade mal drei Testsprühern hatte ich das Ding am Abend immer noch deutlich an mir gerochen - in Sachen Haltbarkeit und (mindestens was die ersten 4-6 Stunden betrifft:) Sillage muss man hier also keinerlei Abstriche machen.

Ob SAUVAGE Extrait ein allgemeiner Komplimentenmagnet bei der Damenwelt wird, wie ja über frühere Varianten gern kolportiert wurde, weiß ich nicht. Ich könnte mir vorstellen, dass dieser schon sehr, sehr männliche, schwarze Pirat durchaus zwiespältige Reaktionen hervorruft. Für mich selbst kann ich ihn mir aber sehr gut vorstellen, denn ich habe meinen Ganztagestest sehr genossen (und ich würde diesen Juice dann auch definitiv nicht übersprühen, wie ich es sonst im Allgemeinen mache).

Der Flakon ist superschick, Sprüher sehr gut, Farbgebung toll. Preis-/Leistung eigentlich prima, wenn man bedenkt, was man in Kombination aus Duft, Haltbarkeit, Sillage und Präsentation geboten bekommt. Wenn auf dem hübschen, innen (!) schwarzblau-gefärbten Glasflakon das Label der einen oder anderen exklusiven Nischenmarke prangen würde, wäre das Teil garantiert 50 bis 100 Euro teurer. Ich setze ihn mal auf die „Ja, könnte ich mir durchaus holen, wenn der Sommer rum ist“-Liste.

Disclaimer: Das ist das Ergebnis eines einmaligen, ganztägigen Papier- und Hauttragetests. Eine Daueranwendung kann ich noch nicht bewerten.
Aktualisiert am 12.08.2026 - 08:45 Uhr
3 Antworten
8.5Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
Gioacchin

3 Rezensionen
Gioacchin
Gioacchin
5  
Eine Gewürzbombe, die fünf Minuten später verführt
Dior Extrait ausgerechnet mitten im August zu testen, war rückblickend vielleicht nicht die beste Idee. Ich wollte eigentlich nur kurz wissen, wohin die Reise geht – und obwohl ich ungefähr wusste, was mich erwartet, war ich auf diese Intensität dann doch nicht vorbereitet.

Denn die ersten fünf Minuten sind eine kleine Explosion. Die Würze, die Dichte, die ganze Kraft des Duftes kommt auf einmal und mit voller Wucht. Für meinen Geschmack anfangs beinahe zu viel. Deshalb würde ich Dior Extrait in diesen ersten Minuten gar nicht beurteilen wollen. Aufsprühen, fünf Minuten stehen lassen – und erst dann wirklich kennenlernen.

Denn danach zeigt er ein völlig anderes Gesicht.

Die Würze bleibt, verliert aber ihre anfängliche Schärfe und verschmilzt langsam mit einer wunderschönen Wärme. Und irgendwo im Drydown kommt sogar dieser feine Hauch von Frische durch, der dem Ganzen Luft gibt. Genau dieser Kontrast macht den Duft für mich so spannend.

Ja, die DNA wirkt stellenweise vertraut. Man hat das Gefühl, gewisse Facetten schon einmal gerochen zu haben. Und trotzdem wird sie hier so interpretiert, dass bei mir etwas Neues entsteht. Etwas überraschend Berührendes.

Und dann ist da noch dieser gewisse Sexappeal. Schwer zu greifen, aber definitiv vorhanden. Vielleicht ist es gerade diese intensive Würze in Verbindung mit der Wärme und der späteren Frische, die ihm diese besondere Ausstrahlung gibt.

Für ein endgültiges Urteil war der kurze Test mitten im August sicherlich nicht fair. Aber dafür hat er erstaunlich viel bei mir hinterlassen.

Ich freue mich jetzt tatsächlich auf den Herbst und darauf, Dior Extrait bei kühleren Temperaturen richtig kennenzulernen.

Francis hat mal wieder ein Kunstwerk in der gehobenen Mainstream-Liga geschaffen.

10 ml sind jedenfalls schon unterwegs.
Aktualisiert am 15.08.2026 - 10:37 Uhr
3 Antworten
10Duft 10Haltbarkeit 10Sillage
Erikduftet

36 Rezensionen
Erikduftet
Erikduftet
2  
Ein dunkler Traum von Lagerfeuer und tiefen Schluchten
Es war wirklich extrem schwer, an diesen Duft heranzukommen. Ich hatte mir vorab schon eine Probe besorgt und war sofort hin und weg. Heute konnte ich mir das Parfüm endlich in voller Größe sichern, und was soll ich sagen: Es ist schlichtweg ein dunkler, harziger Traum!
Das Extrait hat kaum noch etwas mit dem klassischen EdT und den anderen Versionen gemeinsam. Der Lavendel hält sich vornehm im Hintergrund, während eine dunkle, holzige und harzige Tiefe den Ton angibt – das erinnert wirklich eher an das Niveau eines hochwertigen Nischenparfüms. Für mich hat der Duft diese geniale, gemütliche Lagerfeuer-Aura. Es ist der erste Sauvage, der für mich echten Luxus ausstrahlt, ohne dabei billig oder aufdringlich zu wirken. Das Lakritz vom Elixir fehlt diesmal und dennoch hat das Extrait nach 2 Stunden bei mir eine ganz leichte Süsse.

Auch die Performance lässt keine Wünsche offen: Die Sillage ist eine absolute Bombe! Man sollte beim Sprühen auf jeden Fall vorsichtig dosieren, da ein paar wenige Spritzer vollkommen ausreichen. Ich bin wirklich so begeistert von diesem Extrait , dass ich mich selbst abends vor dem Schlafengehen noch damit einsprühe, einfach um den Duft beim Einschlafen zu genießen.

Der Duft kippt nicht in die orientalische Richtung was ich sehr angenehm finde. Ich liebe ja Lavendel Düfte und der bleibt hier auch im Hintergrund erkennbar.
Aktualisiert am 11.08.2026 - 10:23 Uhr
0 Antworten
10Duft 10Haltbarkeit 10Sillage
SmellyCat99

1 Rezension
SmellyCat99
SmellyCat99
2  
WOW - Sauvage ist erwachsen geworden (Und ein Nischenduft?)
WOW - Sauvage ist erwachsen geworden (Und ein Nischenduft?)
Achtung: Superpotent!
Erinnert mich stärker ans EDT als an alle anderen Sauvage, ist aber schwer
als SVG-Flanker zu erkennen. Rauchig, männlich, OUD-ig (europäisch). Definitiv kein Sommerduft, aber kann ich mir im Herbst und Winter sehr gut vorstellen.
0 Antworten
8.5Duft 9Haltbarkeit 9Sillage
Babycat

6 Rezensionen
Babycat
Babycat
4  
Dunkler Spaziergang
Abends-22:00 Uhr
Der Wald ist dunkel, die Luft ist belebend und kühl zugleich. Zwischen den Fichtenbäumen scheint der letzte Rest der Abendsonne hindurch, bevor sie allmählich komplett verschwindet. Ich laufe an einem Lavendelstrauch vorbei. Wie schön das duftet. fast schon süß. Immer dem Bach entlang, damit ich mich nicht verlaufe. Er dufte so schön wie das Meer. Ich sollte allerdings nicht allzu nah entlanglaufen, da ich sonst noch reinfallen könnte in der Dunkelheit.
Der Geruch von Erde und dunklem Harz verbreitet sich so langsam in Der Nase. So düster, Fast schon stechend. Als würde man seine Nase in ein Glas voll Pfeffer stecken.

Nachts-24:00 Uhr
Der harzige Geruch der Fichten ist unverkennbar und nimmt immer mehr zu. Die Luft wird bedrückender und dichter, fast schon kühler Nebel breitet sich aus. Wo war noch gleich der Fluss? ich konnte ihn doch eben noch sehen... und riechen...

Nachts-2:00 Uhr
Ich habe mich wohl verlaufen... Ich sehe den Weg vor meinen eigenen Füßen kaum. Die Dunkelheit breitet sich immer weiter aus. Es macht keinen Sinn mehr weiter zu laufen. Ich lege mich besser schlafen und warte auf den Morgengrauen. Der schöne Geruch der Natur, so beängstigend sie manchmal auch sein mag, lässt mich allmählich einschlafen...

Morgens- 6:00 Uhr
Ich wache auf. War das alles nur ein Traum? Nein - ich befinde mich immer noch im Wald...
Diese ganzen verschiedenen Düfte... So facettenreich. Ich nehme sie immer noch war, jedoch abgeflachter, aber keineswegs weniger schön...
Aktualisiert am 12.08.2026 - 07:08 Uhr
0 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

46 kurze Meinungen zum Parfum
12
5
49,75% Apex Predator: dunkle Hölzer verbrennen im Opening. Feuchtes Benzin, trockener Vetiver & Patchouli, süße Vanille und Oud verbleiben.
5 Antworten
10
8
Does it blow your face off? Absolutely.
Sauvage fühlt sich wieder spannend an. Dunkel, rauchig, kraftvoll. Und sehr präsent.
8 Antworten
9
3
Der düstere, erwachsene Bruder vom Elixir. Weniger süß, dafür mit Kreuzkümmel, Oud & dunklem Rauch. Wird im DD auf meiner Haut cremig. GEIL!
3 Antworten
7
1
Einer der besten Düfte, die ich in letzter Zeit gerochen habe. Dunkel und stark. Genau mein Ding. Ein Meisterwerk
1 Antwort
7
Sauvage in richtig erwachsen. Wie ein rauchiges, düsteres Elixir. Sehr geil!
0 Antworten
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