Portrait of a Lady von Editions de Parfums Frédéric Malle
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Platz 8 in Parfums für Damen
8.1 / 10 1063 Bewertungen
Portrait of a Lady ist ein beliebtes Parfum von Editions de Parfums Frédéric Malle für Damen und erschien im Jahr 2010. Der Duft ist blumig-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird von Estēe Lauder Companies vermarktet. Der Name bedeutet „Bildnis einer Dame”.
Aussprache
Gut kombinierbar mit Oud Wood (Eau de Parfum)
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Duftrichtung

Blumig
Würzig
Holzig
Orientalisch
Rauchig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
türkische Rosetürkische Rose
Herznote Herznote
GewürznelkeGewürznelke HimbeereHimbeere Schwarze JohannisbeereSchwarze Johannisbeere
Basisnote Basisnote
WeihrauchWeihrauch PatchouliPatchouli SandelholzSandelholz

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.11063 Bewertungen
Haltbarkeit
8.8904 Bewertungen
Sillage
8.4888 Bewertungen
Flakon
7.7809 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.8434 Bewertungen
Eingetragen von Fran, letzte Aktualisierung am 25.02.2024.
Wissenswertes
"The Portrait of a Lady" ist ein berühmter Roman von Henry James, der erzählt, wie eine zu Reichtum gekommene moderne Amerikanerin in der alten Welt (Europa) in Unfreiheit und Abhängigkeit (von Amerikanern) gerät.

Rezensionen

51 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
7.5
Duft
Ernstheiter

41 Rezensionen
Ernstheiter
Ernstheiter
Top Rezension 31  
Portrait of Different Ladies
Nicht grazil wie Audrey,
sondern raumfuellend wie Ava.

Nicht zerbrechlich wie Jean,
sondern selbstsicher wie Katherine.

Nicht duenn wie Twiggy,
sondern fleischig wie Jayne.

Nicht schuechtern wie Wynona
Sondern schamlos wie Rita.

Nicht gefuehlvoll wie Céline,
Sondern laut wie Cher.

Nicht kuehl wie Grace,
sondern heiss wie Marylin.

Portrait nicht EINER Frau, sondern von VIELEN – und dennoch nicht fuer alle.
Kraftvolle rote Beeren, deren Saft noch von den Lippen tropft, eine ueberreife Rose, unterlegt mit Weihrauch, der nichts Sakrales hat. Das Ganze wirkt prall und wolluestig und haelt, und haelt, und haelt.
11 Antworten
7.5
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
Meggi

1019 Rezensionen
Meggi
Meggi
Top Rezension 29  
Vergebliche Hoffnung auf die Kehrtwende
Ein zartes Pflänzchen der Hoffnung war erblüht. Ich hatte Portrait of a Lady just aufgesprüht, als meine Frau sagte: „Oh, was ist denn das? Riecht gut. Rose?“ Ich mochte meinen Ohren nicht trauen.

Ich: „Ja. Und…Weihrauch…. Gefällt der Dir etwa? Willst Du den auch mal probieren?“ Sie: *nick nick nick*. Ich mochte meinen Augen nicht trauen.

Meine Frau mag Weihrauchdüfte überhaupt nicht. Meine allerliebsten Sachen findet sie also schauderhaft und schwer erträglich. Und jetzt sowas. Woran mag es gelegen haben? An der fruchtig-frischen Rosen-Note? Am hellen, geradezu kristallinen Weihrauch? An der Kombination davon, die sich ebenso gekonnt wie gänzlich den Schubladen „klassisch“, „orientalisch“ oder „klerikal“ verweigert?

Aber von vorne. Ich fasse mich kurz, weil viel Schönes und Wahres bereits gesagt wurde.

Dunkle Beeren in verschwenderischer Fülle bestreiten den Auftakt. Unmöglich für mich, sie auseinanderzuhalten; ich unterschreibe sämtliche entsprechenden Ansagen. Fast sofort ist die Rose beteiligt. Sie fügt sich gut ein, kein Problem, es gibt schließlich geruchsverwandte Sorten. Die Saison für Container-Rosen hat übrigens begonnen. Wer nun in einer gut sortierten Gärtnerei Gelegenheit bekommt, an den exklusiven Delbard-Rosen zu schnuppern, nutze diese Chance; einige davon riechen ausgesprochen fruchtig und könnten hier gut passen. Vorläufig jedenfalls.

Eine Prise Nelke/Eugenol gibt jedoch rasch einen gewissen Dreh ins Ernsthafte. Dies wird kein beschwingter Blumenduft. Lady, nicht Maiden. In die gleiche Richtung weisen heller Weihrauch und Amber, die sich nach wenigen Minuten allmählich hinzugesellen. Patchouli ist vergleichsweise früh mit im Spiel, schon ab der zweiten Stunde, und ist vielleicht entscheidende, charakterprägende Ingredienz.

In der Tat ist der vorgelegte Rose-Weihrauch-Patchouli-Dreiklang nämlich etwas Besonderes. Ein Fest für all‘ jene, die Rose und Weihrauch lieben, allerdings gut mal luftigere Abwechslung von den gern schwereren, orientalischeren Varianten vertragen können.

Die Rose wird im Verlauf indes zum Kunst-Produkt. Ich kenne keine, die annähernd so riecht. Erreicht wird dieser Eindruck durch die Verbindung mit dem Rauch, die derart eng ist, dass es ausgeschlossen scheint, die Rose gedanklich zu isolieren oder gar zu identifizieren. Heller, fruchtiger, dabei ätherischer als die „echten“, trotzdem alles andere als edelrosen-wässrig.

Der Fortgang bleibt gleichermaßen erfrischend unkonventionell. Ab mittags kommt mir Weihrauch mit fruchtig-prickelndem Rosen-Brause-Pulver in den Sinn. Ab der achten Stunde legt sich der Duft und klingt charakterlich ein Stückchen in Richtung Rose verschoben langsam aus. Stark.

Hinsichtlich einer Kehrtwende bei meiner Angetrauten hatte ich mich freilich zu früh gefreut: Kaum waren wir im Auto unterwegs, kam der Rückfall in wohlbekannte Stereotypen: „Puh, wie viel hast Du da denn wieder genommen? Mach‘ mal das Fenster auf!“

Es waren zwei Sprüher auf die Hand gewesen.

Schade. Aber: Ich bleibe dran!

Vielen Dank an MisterE für die Probe.
18 Antworten
Fhfhfh

23 Rezensionen
Fhfhfh
Fhfhfh
Top Rezension 31  
Ein spukhaftes Gemälde: Öl auf Leinwand
Bekenntnis vorweg: Ich bin verfallen.
Hier der Tagtraum zum Bekenntnis:
Ein spukhaftes Gemälde, eine Dame zeigend. Eins von der Sorte von dem man immer angeguckt wird, egal wo man steht. Von einer irreal schönen Frau aus einem vergangenen Jahrhundert. Das Portrait hängt in einer holzvertäfelten Kammer und stets knarrt irgendetwas irgendwo, so als würden Schritte übers Parkett gehen. Das Portrait strömt einen überaus bezaubernden Duft aus.
Ich komme täglich. Verehrungsverharrung.
Dann, eines Tages, drehe ich mich nach meiner Stunde der Anbetung um, will den Raum gerade verlassen – und falle einem fleischlichen Abbild des Portraits in den Ausschnitt. Sie sagt nichts, wirft keinen Schatten, selbstverständlich nicht, und auch kein Spiegelbild. Nur ein Blick, ein Duft. Sex ist denkbar, aber nur einmal – so, wie man auch gewisse Pilze nur einmal in seinem Leben isst.
Vermutlich bin ich ihr auch nicht in den Ausschnitt gefallen, sondern in die Augen (welche Farbe? Grün natürlich, selbstleuchtendes, esmeraldisches Grün). Als ich wieder zur Besinnung kam, war sie weg. Aber der Duft war noch da. Ich gehe täglich in das Zimmer mit dem "Portrait einer Dame", sitze, schweige, träume. Sie ist immer und nie da. Noch etwas ist nicht da: die verrinnende Zeit. Und so ist das Warten auch kein Warten…

Portrait of a Lady. Was für eine Lady bist Du? Alle Duft-Schönheiten sind all-in-eins gemischt (ich habe aber auch keine Abneigung gegen Rose nicht und gegen Patchouli nicht und gegen Weihrauch schon gar nicht). Auf eine Weise die mir sagt: nein, auf diesem (Öl-)Bild sehe ich nicht Nasen, Ohren, Mund (Kopfnoten), sehe nicht Kopf auf Schultern über Torso (Herznoten), sehe nicht Vordergrund vor Hintergrund hinter Firnis (Basis). Ich habe nur das Hangelenk vor dem Schnüffel und sauge Luft ein. Und sehe das "Bildnis einer Dame". Weiter will ich da zergliedernd gar nicht eindringend, denn das können bekennende Verfallene ja ohnehin nicht.

Warum "Portrait of a Lady" 100 Punkte bekommt (eine andere Zahl kam gar nicht in Betracht)? Habe ich mich auch gefragt. Habe ich drüber nachgedacht. Habs in meinem Blog aufgeschrieben.

Aber jetzt muss ich wieder in die Kammer. Ich werde erwartet.
0 Antworten
6
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Valrahmeh

24 Rezensionen
Valrahmeh
Valrahmeh
Top Rezension 30  
Barockes Gemälde
Ein schrecklich-schönes Meisterwerk. Der hell-dunkel wabernde Caravaggio unter den Düften, einfach grandios. Barock, aber mit Klasse. Nicht fett und üppig überladen, sondern majestätisch und streng - so, wie man am Hof von Versailles Pavane tanzte.
Man vergnügte sich, aber immer mit Stil, man mordete, aber hinter dem dicken Seidenvorhang. Irgendwann quoll aber doch das dicke, schon gestockte Blut darunter hervor.
Man möge es wegwischen, sagt der König. Und man möge darüber schweigen, haben Sie mich verstanden? C'est une ordonnance
Mon Dieu, es ist die kleine Marquise, die zuviel getratscht hat, schnell, wo ist mein Rosenduft...mein schwerer, betäubender Rosenduft, sonst halte ich es nicht aus...

Ich habe mich lange dagegen gesträubt, ich bin überhaupt nicht der Typ für schwere Holzpatchoulirosen-Düfte, irgendwann hat es mich einfach erwischt, ich brauchte etwa gegen die tägliche Banalität des Seins. Ich benutze es selten, aber es ist gut, dass ich es habe. "Nehmen Sie es, es wird Ihnen helfen", sagte die Dame in meiner Lieblingsparfümerie. Ein einziges Mal habe ich es an jemandem gerochen, in Mailand in der Via della Spiga. Ich glaube, es war ein Mann. Türkische Rose, Holz und Patchouli. Vermutlich war es der Fürst Tancredi.
5 Antworten
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Jazzbob

119 Rezensionen
Jazzbob
Jazzbob
Top Rezension 25  
Une Rose pathétique
Vielleicht trägt diese Dame Lack und Leder, mag es gern hart, hat kurze Haare, raucht und trinkt und lässt sich nicht von Männern einschüchtern.

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Im Garten meiner Eltern wachsen unter anderem Johannisbeersträucher, deren Früchte ich in meiner Kindheit und Jugend oft geerntet habe. Die Roten und Weißen waren diejenigen, von denen ich gerne auch ein paar genascht habe, die Schwarzen hingegen waren zu herb und zu sauer. Pur möchte man sie eigentlich nicht essen, aber einem bunten Obstsalat, etwa, verleihen sie einen besonderen Geschmack.

Die schwarze Johannisbeere ist für mich die eigentlich dominante Note in "Portrait of a Lady", auch wenn hier laut Dominique Ropion großen Mengen türkischen Rosenabsolues verwendet wurden. Vielleicht liegt das aber daran, dass beide eine enge Symbiose eingehen und weniger voneinander zu unterscheiden sind. Die Säure der Johannisbeere bleibt sehr präsent und der Herbe Charakter derselben erinnert mich, wie in manch anderen Düften, an den Geruch von Leder. Himbeere ist maximal zu erahnen. Unter diesen Noten verbergen sich zwei Gewürze: Die Nelken sind deutlich und – wenn man sie denn mag – harmonisch wahrnehmbar und Zimt kann ich zumindest direkt auf der Haut erkennen. Als ob man an einer Zimtstange riechen würde, zeigt sich dieser für eine gewisse Schärfe verantwortlich, allerdings sehr zurückhaltend. Die eigentlichen Antagonisten sind Patchouli und Weihrauch. Ropion spricht selber von einer ambrierten, warmen und sinnlichen Basis, die er – kaum zu glauben – von "Geranium pour Monsieur" übernommen hätte, ebenso wie eine mit Vanille angereicherte Moschusnote. Mir selbst erscheint diese Erklärung ziemlich fremd, denn ich nehme in der Basis vor allem erdige und rauchige Noten wahr.

"Portrait of a Lady" ist sehr dicht verwoben und komplex, aber in der Entwicklung eher linear, was, meiner Meinung nach, kein Kritikpunkt ist. In seiner Gesamtheit wirkt der Duft eher feminin, mit einer ausgeprägt maskulinen Seite. Es ist eben keine leicht zu tragende, wirklich damenhafte Rose, sondern eine mitsamt Stacheln, Blättern und Erde. Im Gegensatz zu "Une Rose" empfinde ich dieses mehr für besondere Anlässe geeignete Parfum als sehr natürlich und stimmig komponiert. Um Komplimente zu erhaschen, wird es niemand auflegen, aber Aufsehen erregt es schon – vor allem bei der exzellenten Haltbarkeit und der auch recht lange starken Sillage. Von jüngeren Träger(inne)n erfordert es Selbstbewusstsein. Und Selbstbewusstsein ist sexy.

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Diese Dame gefällt mir.
2 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

235 kurze Meinungen zum Parfum
SalvaSalva vor 3 Jahren
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9.5
Duft
So eine schöne Rose!
Mystisch, elegant, stilvoll
Dunkel&Hell
Warm&Kalt
Tag&Nacht
Sonne&Regen
Bezaubernde Komposition
Bin begeistert
15 Antworten
ErgoproxyErgoproxy vor 3 Jahren
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
Die Kombination aus fruchtigen Rose, seifig anmutendem Weihrauch auf balsamisch cremiger Süße ist schon gut gemacht.
16 Antworten
GandixGandix vor 3 Jahren
8
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
6
Duft
Plastikpuppen
Im Wachsfigurenkabinett
Gespenstisch
Mit Rosen geschmückt
Beleuchtungsrauch in der Luft
Ich habe Angst
19 Antworten
BastianBastian vor 3 Jahren
8
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Muss eingestehen das ich den Duft schon sexy finde.
Dunkel/ Rauchig /Würzig.
Stilvoll, Edel, Extravagant.
Finde den echt Klasse.
Lady like
12 Antworten
AndrulaAndrula vor 4 Jahren
8
Sillage
9
Haltbarkeit
8
Duft
Vom rauchigen Walde komm ich her
ich muss Euch sagen da würzelt es sehr .
Überall auf d. Rosenspitzen
seh ich kleine Patchoulis sitzen .
10 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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