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She Was an Anomaly 2019

6.9 / 10 230 Bewertungen
Ein Parfum von Etat Libre d'Orange für Damen, erschienen im Jahr 2019. Der Duft ist pudrig-blumig. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Sie war eine Anomalie”.
Aussprache Vergleich
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Duftrichtung

Pudrig
Blumig
Synthetisch
Holzig
Süß

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
grüne Mandarinegrüne Mandarine
Herznote Herznote
IrisIris weiße Blütenweiße Blüten VanilleVanille WeihrauchWeihrauch PflaumePflaume
Basisnote Basisnote
MoschusMoschus AmbrofixAmbrofix SandelholzSandelholz ZedernholzZedernholz

Parfümeur

Bewertungen
Duft
6.9230 Bewertungen
Haltbarkeit
6.4171 Bewertungen
Sillage
5.6178 Bewertungen
Flakon
7.1161 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.386 Bewertungen
Eingetragen von AmyAmy · letzte Aktualisierung am 11.01.2026.
Quellenbasiert & geprüft

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Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
6Duft 3Haltbarkeit 4Sillage
N3mesis

17 Rezensionen
N3mesis
N3mesis
Hilfreiche Rezension 3  
At first she was just... gone
Es passierte nichts… Nachdem ich 13 andere Düfte von ELDO gerochen hatte war dieser quasi direkt vom Papierstreifen abgeglitten. Mehrere Stunden fragte ich mich ob ich möglicherweise einfach geruchsblind geworden bin wobei alle anderen Düfte, auch die dezenten, weiterhin gut wahrnehmbar waren. Irgendwann entschied ich mich erneut zu sprühen und siehe da - da war sie. Sie ist tatsächlich anders. Erstmal zuckersüß und sehr flüchtig, mit einer schwindelerregenden stofflichen Synthetik im Unterton, welche empfindlichen Menschen sicherlich Kopfweh bereiten kann. Das verleiht ihr eine seltsame Kante. Vermutlich ist es die Kombi aus Weihrauch und Ambrofix. Ich mag sie irgendwie und irgendwie stößt sie mich ab. Obenauf hauchte mir allerdings erst mal die gourmandige Süße entgegen, die mich immer an den Geschmack von Frangelico erinnert. Etwas nussig, bisschen holzig mit viel Puderzucker. Die Kombi ist absurd. Tatsächlich also eine Anomalie. Nicht einzigartig nur eben selten. Sie würde, wäre sie nicht so flüchtig, unerträglich. Großzügig aufgesprüht verhält sie sich freundlicherweise sehr zurückhaltend. Vermutlich riecht man sie nur, wenn man sich näher kommt oder wenn man sie durch regelmäßige Verwendung quasi festgesetzt hat. Nach etwa 6h blieben mir nur leichte, weiße Blüten mit etwas Puderzucker. Nicht meine Welt aber bestimmt für einige ein gutes, dezentes Parfum mit einem kleinen Twist.
Aktualisiert am 18.10.2023 - 16:42 Uhr
1 Antwort
8Duft 7Haltbarkeit 8Sillage
Ronin

50 Rezensionen
Ronin
Ronin
Top Rezension 0  
Iris, abweichlerisch?
„My mother, she was an anomaly, she was brilliant, she was loved but she paid a huge price.”

Ein Zitat Lisa Simones über ihre Mutter Nina. Nina Simone, große Jazzdiva, „Hohepriesterin des Soul“ genannt, galt in der Plattenindustrie als schwierig, war sprunghaft, eine Getriebene. Ihre Wutausbrüche waren legendär. Zum Teil lässt sich das erklären mit einer bipolaren Störung, die erst im Alter von 60 Jahren diagnostiziert wurde. Lisa Simone hatte das Gefühl, eine Mutter zu haben, die nicht fähig war, sie bedingungslos zu lieben. Dennoch sagt sie mit ihrem Zitat: das gehört zusammen. Das, was wir an Nina Simone lieben, bewundern, ihre Kunst, ist nicht zu trennen von dem, was ihre Tochter als „Anomalie“ bezeichnet.
Parfumnamen verdienen selten Aufmerksamkeit. Bei Etat Libre d'Orange hingegen kann es lohnend sein: oft führen sie in die Irre und die Parfums sind anders, als wir erwartet hätten. Dennoch, um eine Ecke gedacht, passen die Namen dann wieder hervorragend. Uns wird ein Spiegel vorgehalten, wie sehr Voreingenommenheit uns hier im Weg stehen kann.
Wenn nun Lisa Simone nach Worten sucht, um ihre Mutter zu beschreiben, und all die Facetten und widerstrebenden Gefühle unter dem Begriff „Anomalie“ zusammenfasst, dann ist das viel zu groß, viel zu bedeutend zur Beschreibung lediglich eines Parfums. Hier scheint „Anomalie“ nur zu bedeuten: abweichend vom Standard, abseits des Gewöhnlichen.
Also: ist "She Was an Anomaly" ein so noch nie gerochenes Parfum? Werden Konventionen eingerissen? Nein. Es ist ein unaufgeregter, raffiniert reduzierter Irisduft. Nicht die buttrige, cremige Seite der Iris wird betont, sondern die pudrige. Das deutet darauf hin, dass (wie fast immer) synthetische, keine natürliche Iris eingesetzt wurde: letztere bringt eine erhebliche Cremigkeit mit, während bei der synthetischen Nachstellung das Pudrige im Vordergrund steht. Hiervon ausgehend kann mit einer geeigneten Inszenierung die Iris sehr kühl, fast metallisch wirken – wie hier bei "She Was an Anomaly". Diese Art der Inszenierung ist in den letzten 20 Jahren zunehmend populär geworden: Yann Vasnier könnte der erste gewesen sein, der dieses Metallisch-Kühle der Iris in "L'Homme de Cœur" pointiert herausgekitzelt hat mit einer Kombination aus Angelika, Zypresse und Vetiver. Annick Ménardo erreichte in "Bois d’Argent" einen ähnlichen Effekt, in dem sie der Iris Räucherharze wie Weihrauch und Myrrhe an die Seite stellte. Diese beiden Düfte waren Trendsetter, gerade der Diorduft: während für "Dior Homme" Olivier Polge diese Iris in Schokoladenkouvertüre tunkte, zitieren Carthusias "1681" und Van Cleef & Arpels "Collection Extraordinaire - Bois d'Iris" den Duft Annick Ménardos deutlich.
In dieser Tradition bewegt sich auch "She Was an Anomaly". Die Betonung der kühlen Pudrigkeit erreicht Daniela Andrier hier nicht durch Räucherharze (obwohl eine Spur Weihrauch sogar enthalten sein könnte), sondern mit einem ebenfalls prägnant pudrigen Moschus. Die anderen Noten sind Beiwerk: die Manderine ist auf Papier noch zu erkennen, auf der Haut in kürzester Zeit nicht mehr. Die Sandelholznote schwingt vom Start bis zur späten Basis im Hintergrund mit und unterstützt die Textur, ohne sich jemals nach vorne zu drängen. Was bleibt ist Iris, noch reduzierter als in den anderen, das Kühl-Pudrige betonenden Parfums. Diese eigentümliche Irisinszenierung hat Apicius einmal eingängig als den Geruch stockfleckigen Papiers beschrieben.
Das Parfum zeigt kaum einen Verlauf und schafft es – handwerklich exzellent – dass sich die Proportionen über die respektable Haltbarkeit hinweg kaum verschieben. Interessant ist, dass der Duft dabei nicht langweilig wird: Parfums ohne ausgeprägte Bögen brauchen eigentlich Kontraste oder eine innere Spannung, um animierend zu bleiben und nicht irgendwann einfach zu nerven. Wie dieser Duft das erreicht, weiß ich nicht.
Zusammengefasst: keine Anomalie, sondern vielleicht sehr gut, aber auch sehr normal? Möglicherweise nicht nur. Bei der Entwicklung des Parfums wurde künstliche Intelligenz eingesetzt und der Rechner wurde mit der Givaudanformeldatenbank und den Vorlieben Daniela Andriers gefüttert. Das Programm empfahl nun eine ungewöhnliche Überdosis Iris mit Moschus, auf die die Parfumeurin laut eigener Aussage nie gekommen wäre. Für sie eine Anomalie. Sie ergänzte die Formel nur noch. Ob das Außergewöhnliche dieses Duftes auch für nichtprofessionelle Nasen eine „Anomalie“ darstellt, wage ich zu bezweifeln.
Was bleibt ist das Parfum: ein fokussierter Irisduft.
Aktualisiert am 22.03.2022 - 14:51 Uhr
14 Antworten

Statements

63 kurze Meinungen zum Parfum
23
18
Neoklassiker mit Fokus auf einer pudrig-kühlen Iris. Klassisch-seifige Duft-DNA trifft auf modern interpretierte Weißblüher auf Sandel-Fond.
18 Antworten
22
13
Mein Knetmännchen hat niedliche Irisaugen, ein Hütchen aus Mandarinenschale, ein Holzbein und ein umgehängtes Wildledertäschchen.
13 Antworten
18
11
Trocken-kühle, pudrige Iris rieselt im Rauchnebel auf Kunstsandel. Dazu fruchtige Sprenkel + üppiger Moschusfluff. Nicht meine liebste Iris.
11 Antworten
19
17
*Abnormal schöner Auftakt*
Trockenpudrige Iris->Liebe
auf Vanille-Moschus m. zartem Wildleder.
Endlich ein ELdO für mich ...
danke Daniela!
17 Antworten
17
11
Ein ELdO der mich zur Abwechslung mal nicht begeistert. Blasse Puderiris mit süßholzigem Restrauschen und einem bitter-synthetischen Touch.
11 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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