
Svenni0808
6 Rezensionen

Svenni0808
Sehr hilfreiche Rezension
19
Imagination und Levitating haben ein Kind bekommen
… ein schrecklich schönes Kind sogar.
Givenchy zeigt wirklich keinerlei Erbarmen mit ihrer zahlenden Kundschaft. Dieses Jahr erblickten gleich drei neue Kreationen unter dem Label der „Les Jardins Particulier“ Reihe das Licht der Welt.
Allesamt gemein haben sie den handgepflückten (na klar) und speziell veredelten (sicher) Schwarztee aus Sri Lanka. Dieser erzeugt, das Marketingsprech mal beiseitegelassen, in der Tat eine schön rauchig holzige Teenote.
Den L'Enfant Terrible einmal aufgesprüht, breitet sich dampfender Schwarztee um die Nase herum aus. Eine Zitronenscheibe schwimmt im Glas, Kandiszucker und eine Ingwerscheibe gesellen sich dazu. Der Duft ist süß (!), aber gut aufgefangen von der Bergamotte; hier droht kein Zuckerschock.
Auf Papier empfinde ich die Komposition deutlich frischer, die KN bleibt länger dominant. Auf der Haut hingegen empfängt mich schnell eine warme Würzigkeit, die mein Erinnerungszentrum am ehesten mit Kardamom und Nelke (sehr dezent) in Verbindung bringt – und hier fühle ich mich zart an Levitating erinnert. Die Schärfe vom Ingwer und die Frische der Bergamotte (Grüß dich, Imagination !) begleiten aber weiterhin das Geschehen. Der Moschus aus der Basis ist angenehm zurückgenommen, nicht besonders dominant oder bemerkenswert.
Ich würde ihn aufgrund der dezenten Würze, eben dieser leicht ambrierten Wärme, nicht gerade im Hochsommer tragen. Für den Rest des Jahres scheint er mir aber ein interessanter Begleiter im Alltag zu sein, zumal die Art wie ich Parfum auftrage zumeist keine starke Sillage produziert. Ein mutigerer Anwender dürfte aber mühelos ein paar (eher wenige) Stunden von seiner Umwelt wahrgenommen werden, sofern er das denn will.
Bleibt noch kurz ein Blick auf das Duftgefäß: Ach du dickes Kind! Der 50ml Flakon ist ein kleiner Klops. So breit wie hoch. Möglicherweise wäre das eleganter gegangen, aber ich will hier nicht weiter fatshamen: das Material ist gewohnt hochwertig und er liegt trotz seiner Ausmaße halbwegs gut in der Hand.
Ich muss zum Abschluss sagen: Mir gefällt dieser Mix aus Frische (Bergamotte, Ingwer) und ambrierter Basis extrem gut, auch wenn ich nicht glaube, dass diese Kreation damit so unkonventionell und widerspenstig daherkommt, wie man es auf der Website von Givenchy nachlesen kann.
Das L´Enfant Terrible ist ganz schön brav. Aber das ist ja auch mal schön.
Givenchy zeigt wirklich keinerlei Erbarmen mit ihrer zahlenden Kundschaft. Dieses Jahr erblickten gleich drei neue Kreationen unter dem Label der „Les Jardins Particulier“ Reihe das Licht der Welt.
Allesamt gemein haben sie den handgepflückten (na klar) und speziell veredelten (sicher) Schwarztee aus Sri Lanka. Dieser erzeugt, das Marketingsprech mal beiseitegelassen, in der Tat eine schön rauchig holzige Teenote.
Den L'Enfant Terrible einmal aufgesprüht, breitet sich dampfender Schwarztee um die Nase herum aus. Eine Zitronenscheibe schwimmt im Glas, Kandiszucker und eine Ingwerscheibe gesellen sich dazu. Der Duft ist süß (!), aber gut aufgefangen von der Bergamotte; hier droht kein Zuckerschock.
Auf Papier empfinde ich die Komposition deutlich frischer, die KN bleibt länger dominant. Auf der Haut hingegen empfängt mich schnell eine warme Würzigkeit, die mein Erinnerungszentrum am ehesten mit Kardamom und Nelke (sehr dezent) in Verbindung bringt – und hier fühle ich mich zart an Levitating erinnert. Die Schärfe vom Ingwer und die Frische der Bergamotte (Grüß dich, Imagination !) begleiten aber weiterhin das Geschehen. Der Moschus aus der Basis ist angenehm zurückgenommen, nicht besonders dominant oder bemerkenswert.
Ich würde ihn aufgrund der dezenten Würze, eben dieser leicht ambrierten Wärme, nicht gerade im Hochsommer tragen. Für den Rest des Jahres scheint er mir aber ein interessanter Begleiter im Alltag zu sein, zumal die Art wie ich Parfum auftrage zumeist keine starke Sillage produziert. Ein mutigerer Anwender dürfte aber mühelos ein paar (eher wenige) Stunden von seiner Umwelt wahrgenommen werden, sofern er das denn will.
Bleibt noch kurz ein Blick auf das Duftgefäß: Ach du dickes Kind! Der 50ml Flakon ist ein kleiner Klops. So breit wie hoch. Möglicherweise wäre das eleganter gegangen, aber ich will hier nicht weiter fatshamen: das Material ist gewohnt hochwertig und er liegt trotz seiner Ausmaße halbwegs gut in der Hand.
Ich muss zum Abschluss sagen: Mir gefällt dieser Mix aus Frische (Bergamotte, Ingwer) und ambrierter Basis extrem gut, auch wenn ich nicht glaube, dass diese Kreation damit so unkonventionell und widerspenstig daherkommt, wie man es auf der Website von Givenchy nachlesen kann.
Das L´Enfant Terrible ist ganz schön brav. Aber das ist ja auch mal schön.
5 Antworten



Kopfnote
italienische Bergamotte
Herznote
Ingwer
sri-lankischer schwarzer Tee CO2
Basisnote
Labdanum Absolue
Moschus
Ambrox
Zedernholz
Heikeso
Atanarjuat
Babycat
Annabraucht
DasCroe





































