
Vea91
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Die Blaue Stunde 2026 - Kontroverse des Monats
So, nach einer Weile der Ungewissheit und nervenzermürbenden Spannung halte nun auch ich sie in der Hand - die berüchtigte Probe und einen kleinen Flakon zu der neuen Blauen Stunde - die warum auch immer nun genauso wie der originale Duft heisst, wobei das Original jetzt neu getauft wurde mit der Ergänzug 1912.
Sei es drum, in die Namensdebatte steige ich jetzt nicht ein, sondern mir geht es in erster Linie um den Duft. Ich liebe die L'Heure Bleue 1912 Eau de Parfum, den EdP sowieso aber der EdT von 2017 ist meine allerliebste Version. Für mich ist der Duft zeitlos aber leider ein wenig zu Retro, daher geniesse ich ihn immer wieder, jedoch so richtig tragen kann ich ihn nicht. Umso mehr freute ich mich deswegen als der neue Duft gelaunched wurde.
Nach dem Auspacken kam er daher gleich auf die Haut und sein Vetter ebenso. Das erste was ich tatsächlich dachte war - huch, der riecht aber wirklich wie Waschmittel, diesen Duft kenne ich und hatte sogar früher, er gehörte zu meinen liebsten und sein Name war Brit Rhythm for Her Eau de Toilette, ich erinnere mich an diese Reinheit mit Waschmittel Flair und ozonigen Frische, die durch Moschus, Bluemen und Lavendel kam. Seine Schwester Brit Rhythm for Her Floral Eau de Toilette hatte sogar Ozon und genau diesen Effekt besitzt auch der L'Heure Bleue (2026). Was hier tatsächlich nicht enthalten ist, ist der Geist der Blauen Stunde. In Vergleich zu meiner Version des EdT fehlt hier absolut die wichtigste Zutat - die Melancholie. Für dieses Gefühl muss man zaubern können und die neue Blaue Stunde kann das leider nicht. Was aber die kann ist, schön rein riechen, sauber, Waschmittelassoziationen, ein kühler Morgen, süßlich durch die Vanille und minimal pudrig durch die Iris, aber zu keiner Zeit vanillig oder irislastig. Eher einer Art umhüllende Aura der Sauberkeit. Rieche ich hier Überdosierung an Ambrox? - nein. Rieche ich hier einen Verlauf - ebenso nicht. Finde ich ihn spektakulär? - nein, aber durchaus nett. Natürlich kennen wir uns recht flüchtig, seit erst ein paar Stunden, daher ist meine Rezision nun wirklich sehr subjektiv und oberflächlich, aber da ich Waschmitteldüfte generell mag gefällt er mir schon mal. Leider wird er nicht allen gefallen, das sehe ich jetzt schon.
Nun ein paar Worte zu dem ganzen Debakel von alt, neu, Namensänderungen und bereits existierenden Statements, die nicht widersprüchlicher sein könnten. Was mir durch den Kopf geht ist der Vergleich mit Disney. Als bei Disney die alten Cartoon Klassiker neu aufgesetzt wurden und Live Action Verfilmungen folgten, gab es viel Shit Storm. Zu unspektakulär, nicht wie die alten, vergesslich usw. Doch was passierte, ist das die kleinen Kinder nach wie vor in die Kinos gingen, sie schauten es an, sie fanden es toll. Sogar ich als eine alte Socke schaute die Cinderella an sowie Aladin und fand die gar nicht mal so schlecht. Was passierte ist, nähmlich, dass Disney relevant blieb, seine Kassen füllte und weiter produzierte. Warum ich das erzähle? Weil genau das mit Guerlain passiert. Die neue Generation weiss nicht was Blaue Stunde ist. Die alten Klassiker stehen trotz des Relaunches und 75 ml Präsentation verstaubt in bestimmten Drogerien ganz unten im Regal rum (die Verkaufszahlen sind mir nicht bekannt aber ich sehe diese Düfte oft reduziert). Ich denke der neue Duft kommt nicht an das alte ran, aber zumindest wissen jetzt Leute das es so einen Namen/Duft gibt. Das empfinde ich als L'Heure Bleue 1912 Eau de Parfum Fan sehr positiv und das freut mich.
Ich für meinen Teil finde den neuen L'Heure Bleue (2026) gar nicht mal so schlecht, er ist wahrscheinlich auf den asiatischen Markt ausgelegt, dort wo der großer Umsatz ist und ein starker Wunsch nach Ozon und sauberen Luft in den versmoggten Großstädten. Ich nehme ihn nicht als DIE Blaue Stunde wahr, aber als vielleicht Blauer Morgen? Frische Luft, Sonne geht auf, man startet frisch und leicht gepudert in den Tag. Da ich schon Aqua Allegoria Forte Bosca Vanilla toll fand und eine Flasche davon hatte plus vor kurzem den Musc Outreblanc Eau de Parfum getestet habe, verstehe ich woher die Beine wachsen bei Frau Jelk. Also alles in einem schöner Duft in schöner Flasche, der zwar nicht an das Original reicht aber seine Daseinsberechtigung hat. Wer weiss, vielleicht schauen in 20 Jahren die Parfumas/os in die Datenbank rein und für sie wird der neue L'Heure Bleue (2026) sogar Melancholie auslösen?... Bis dahin werde ich ihn weiter testen, tragen und schauen, wohin uns die Reise führt.
Nachtrag: hab vorhin entdeckt das der Flakon nachfüllbar ist, also das ebenso schon mal sehr positiv
Sei es drum, in die Namensdebatte steige ich jetzt nicht ein, sondern mir geht es in erster Linie um den Duft. Ich liebe die L'Heure Bleue 1912 Eau de Parfum, den EdP sowieso aber der EdT von 2017 ist meine allerliebste Version. Für mich ist der Duft zeitlos aber leider ein wenig zu Retro, daher geniesse ich ihn immer wieder, jedoch so richtig tragen kann ich ihn nicht. Umso mehr freute ich mich deswegen als der neue Duft gelaunched wurde.
Nach dem Auspacken kam er daher gleich auf die Haut und sein Vetter ebenso. Das erste was ich tatsächlich dachte war - huch, der riecht aber wirklich wie Waschmittel, diesen Duft kenne ich und hatte sogar früher, er gehörte zu meinen liebsten und sein Name war Brit Rhythm for Her Eau de Toilette, ich erinnere mich an diese Reinheit mit Waschmittel Flair und ozonigen Frische, die durch Moschus, Bluemen und Lavendel kam. Seine Schwester Brit Rhythm for Her Floral Eau de Toilette hatte sogar Ozon und genau diesen Effekt besitzt auch der L'Heure Bleue (2026). Was hier tatsächlich nicht enthalten ist, ist der Geist der Blauen Stunde. In Vergleich zu meiner Version des EdT fehlt hier absolut die wichtigste Zutat - die Melancholie. Für dieses Gefühl muss man zaubern können und die neue Blaue Stunde kann das leider nicht. Was aber die kann ist, schön rein riechen, sauber, Waschmittelassoziationen, ein kühler Morgen, süßlich durch die Vanille und minimal pudrig durch die Iris, aber zu keiner Zeit vanillig oder irislastig. Eher einer Art umhüllende Aura der Sauberkeit. Rieche ich hier Überdosierung an Ambrox? - nein. Rieche ich hier einen Verlauf - ebenso nicht. Finde ich ihn spektakulär? - nein, aber durchaus nett. Natürlich kennen wir uns recht flüchtig, seit erst ein paar Stunden, daher ist meine Rezision nun wirklich sehr subjektiv und oberflächlich, aber da ich Waschmitteldüfte generell mag gefällt er mir schon mal. Leider wird er nicht allen gefallen, das sehe ich jetzt schon.
Nun ein paar Worte zu dem ganzen Debakel von alt, neu, Namensänderungen und bereits existierenden Statements, die nicht widersprüchlicher sein könnten. Was mir durch den Kopf geht ist der Vergleich mit Disney. Als bei Disney die alten Cartoon Klassiker neu aufgesetzt wurden und Live Action Verfilmungen folgten, gab es viel Shit Storm. Zu unspektakulär, nicht wie die alten, vergesslich usw. Doch was passierte, ist das die kleinen Kinder nach wie vor in die Kinos gingen, sie schauten es an, sie fanden es toll. Sogar ich als eine alte Socke schaute die Cinderella an sowie Aladin und fand die gar nicht mal so schlecht. Was passierte ist, nähmlich, dass Disney relevant blieb, seine Kassen füllte und weiter produzierte. Warum ich das erzähle? Weil genau das mit Guerlain passiert. Die neue Generation weiss nicht was Blaue Stunde ist. Die alten Klassiker stehen trotz des Relaunches und 75 ml Präsentation verstaubt in bestimmten Drogerien ganz unten im Regal rum (die Verkaufszahlen sind mir nicht bekannt aber ich sehe diese Düfte oft reduziert). Ich denke der neue Duft kommt nicht an das alte ran, aber zumindest wissen jetzt Leute das es so einen Namen/Duft gibt. Das empfinde ich als L'Heure Bleue 1912 Eau de Parfum Fan sehr positiv und das freut mich.
Ich für meinen Teil finde den neuen L'Heure Bleue (2026) gar nicht mal so schlecht, er ist wahrscheinlich auf den asiatischen Markt ausgelegt, dort wo der großer Umsatz ist und ein starker Wunsch nach Ozon und sauberen Luft in den versmoggten Großstädten. Ich nehme ihn nicht als DIE Blaue Stunde wahr, aber als vielleicht Blauer Morgen? Frische Luft, Sonne geht auf, man startet frisch und leicht gepudert in den Tag. Da ich schon Aqua Allegoria Forte Bosca Vanilla toll fand und eine Flasche davon hatte plus vor kurzem den Musc Outreblanc Eau de Parfum getestet habe, verstehe ich woher die Beine wachsen bei Frau Jelk. Also alles in einem schöner Duft in schöner Flasche, der zwar nicht an das Original reicht aber seine Daseinsberechtigung hat. Wer weiss, vielleicht schauen in 20 Jahren die Parfumas/os in die Datenbank rein und für sie wird der neue L'Heure Bleue (2026) sogar Melancholie auslösen?... Bis dahin werde ich ihn weiter testen, tragen und schauen, wohin uns die Reise führt.
Nachtrag: hab vorhin entdeckt das der Flakon nachfüllbar ist, also das ebenso schon mal sehr positiv
Aktualisiert am 28.08.2026 - 11:55 Uhr
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