L'Eau d'Issey pour Homme Eau & Cèdre Issey Miyake 2022
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Vom Bedürfnis, sich zu beweisen
L'Eau d'Issey pour Homme Eau & Cèdre war einer der ersten Düfte, die ich mir bewusst ausgesucht gekauft hatte und keiner, der mir empfohlen oder geschenkt wurde. Ich war damals auf der Suche nach Düften, die besonders stark Männlichkeit ausstrahlten, herb, aber nicht zu übertrieben waren, aber dennoch modern. Ich suchte nicht nach Düften, die mir gefielen, sondern nach solchen, die ein Bild von mir darstellen sollten, das ich selbst gern sein wollte.
Ein Jugendfehler.
Ich wäre besser darin beraten gewesen, Düfte auszuwählen, die mir gefielen und zu mir passten statt solche, die ein imaginiertes Ideal projizierten.
L'Eau d'Issey pour Homme Eau & Cèdre war genau so einer. Er ist im Opening sehr zitrisch, aber weniger von der fruchtigen, sanften als von der herben, bitteren Seite. Er ist recht frisch. Er ist holzig. Er strahlt eine gewisse Resolutheit aus. Er ist nicht anschmiegsam.
Nun, er ist nicht grob oder ohne Stil. Aber er ist auch nicht elegant, von edel ganz zu schweigen.
Beim Trocknen wird er noch viel holziger und noch etwas herber, die Frische vergeht. Gerade in der ersten Stunde ähnelt er ein wenig Terre d'Hermès Eau de Toilette, doch ist er weniger bestimmt und ausgeklügelt. L'Eau d'Issey pour Homme Eau & Cèdre ist von beiden definitiv der qualitativ schwächere Duft. Die harte Zitrik vergeht nach ein paar Stunden und das pure Holz bleibt, stets leicht stechend und drückend.
So ein Duft eignet sich besonders gut fürs Business, wenn man frisch auftreten möchte, aber dennoch zeigen will, dass man gerne die Ellbogen ausfährt, sobald jemand einem dumm kommt.
Die Sillage passt auch gut dazu, sie ist ausreichend und umwebt einen wie ein kalter Schleier. Nach 2½ Stunden bereits macht sie sich rar. Auch die Haltbarkeit ist mit 4 Stunden eher mau. Der Flakon ist im typischen Stil der Issey Miyake-Herrendüfte gehalten und sieht dementsprechend stylish aus und ist gut verarbeitet. Der Holzdeckel gefällt mir hier besonders gut.
Ein Jugendfehler.
Ich wäre besser darin beraten gewesen, Düfte auszuwählen, die mir gefielen und zu mir passten statt solche, die ein imaginiertes Ideal projizierten.
L'Eau d'Issey pour Homme Eau & Cèdre war genau so einer. Er ist im Opening sehr zitrisch, aber weniger von der fruchtigen, sanften als von der herben, bitteren Seite. Er ist recht frisch. Er ist holzig. Er strahlt eine gewisse Resolutheit aus. Er ist nicht anschmiegsam.
Nun, er ist nicht grob oder ohne Stil. Aber er ist auch nicht elegant, von edel ganz zu schweigen.
Beim Trocknen wird er noch viel holziger und noch etwas herber, die Frische vergeht. Gerade in der ersten Stunde ähnelt er ein wenig Terre d'Hermès Eau de Toilette, doch ist er weniger bestimmt und ausgeklügelt. L'Eau d'Issey pour Homme Eau & Cèdre ist von beiden definitiv der qualitativ schwächere Duft. Die harte Zitrik vergeht nach ein paar Stunden und das pure Holz bleibt, stets leicht stechend und drückend.
So ein Duft eignet sich besonders gut fürs Business, wenn man frisch auftreten möchte, aber dennoch zeigen will, dass man gerne die Ellbogen ausfährt, sobald jemand einem dumm kommt.
Die Sillage passt auch gut dazu, sie ist ausreichend und umwebt einen wie ein kalter Schleier. Nach 2½ Stunden bereits macht sie sich rar. Auch die Haltbarkeit ist mit 4 Stunden eher mau. Der Flakon ist im typischen Stil der Issey Miyake-Herrendüfte gehalten und sieht dementsprechend stylish aus und ist gut verarbeitet. Der Holzdeckel gefällt mir hier besonders gut.
1 Antwort
Käse vor 11 Monaten
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Für dein damaliges Alter war dein Wunsch/deine Einstellung doch total OK. Diese Erfahrung muss man machen, und du hast daraus gelernt.

