8
Sehr hilfreiche Rezension
Havanna Teil 4 - Käffchen? Gefällt mir!
"Me gustas" bedeutet "Du gefällst mir".
Beim Duft geht es aber nicht um Beziehungsthemen, sondern um den kubanischen Kaffee der die kubanische Seele widerspiegeln soll. Jacques Zolty gibt ihm folgende Geschichte mit:
"The Cubans’ spirit is like the Havana coffee: intense, sweet, enveloping and unique. There is no other coffee like this one: you drink it slowly to savor its aroma and creaminess, while tuning into everything that surrounds you!"
Ein Spritzer Zitrusfrüchte startet den Duft, die verziehen sich schnell.
Schnell machen sich Röstaromen breit. Kein reiner Kaffee, aber erst recht keine Starbucks-Komposition mit Tonnen von Zucker und Sirup, vielleicht ist es tatsächlich wie Jazzbob schreibt ein Malzkaffee. Die Kubaner sind ja nicht mit der besten Versorgungssituation gesegnet, da kann das schon sein dass da etwas Malzkaffee untergemischt ist.
Ich denke die Gartennelkensamen haben hier ihren Anteil. Das Ganze ist leicht würzig und malzig, es könnte auch ein mit Kardamom angereicherter Kaffee sein. Aber machen das nicht eher die Araber? Egal.
Blumen zeigen sich auch dezent, die Hauptrolle Spielt aber der würzige (Malz)Kaffee. Nicht magenunfreundlich, durchaus weich. Da werden wohl die leisen Mitspieler Vanille, Amber und Co. unterstützen.
Wenn der Kaffee etwas aufgetrunken ist, dann kommt auch das Holz. Mit der Zeit ziehen sich die Röstaromen etwas zurück, der Würzanteil der Gartennelkensamen bleibt stark und das Holz wird etwas stärker.
Die Entwicklung ist leise und unspektakulär, macht also keine starken Wendungen.
So könnte sich tatsächlich ein Stündchen in einem Hinterhofcafe von Havanna abspielen. Man setzt sich auch alte Holzsessel, bekommt einen schönen kubanischen Kaffee serviert, die blumige Vegetation trägt ihren olfaktorischen Anteil bei. Bei einem schönen Gespräch wenn der Kaffee längst aufgetrunken ist bekommt man eher von den Nachbartischen noch einen Hauch Kaffee mit.
Gefällt er mir? Ja. Hat er das Thema getroffen? Auch das. Ein Flakon wird aber bei mir nicht einziehen, die Noten treffen nicht ganz meinen Geschmack. Spannend aus Parfumo-Sicht, tragen würde ich ihn eher nicht.
Eine kleine Warnung: Die Würzigkeit kommt aus meiner Sicht wirklich dominierend aus der Samenrichtung. Nun habe ich keine Ahnung wie Gartennelkensamen riechen, aber z.B. "gentle Fluidity" (silber) hat auch diese Noten. Ich finde die interessant, aber eher speziell. Aber man sollte ja ohnehin erst testen.
Von der Serie fehlt mir noch "Leonella", von dem ich mir zuerst keine Probe bestellt hatte da er von der Beschreibung her doch eher feminin wirkte. Aber morgen trifft zur Vervollständigung dieser interessanten Serie dann nun doch auch eine Probe ein. Zusammen mit Flakons von "Cubata" und "Havana Rain". :-)
Beim Duft geht es aber nicht um Beziehungsthemen, sondern um den kubanischen Kaffee der die kubanische Seele widerspiegeln soll. Jacques Zolty gibt ihm folgende Geschichte mit:
"The Cubans’ spirit is like the Havana coffee: intense, sweet, enveloping and unique. There is no other coffee like this one: you drink it slowly to savor its aroma and creaminess, while tuning into everything that surrounds you!"
Ein Spritzer Zitrusfrüchte startet den Duft, die verziehen sich schnell.
Schnell machen sich Röstaromen breit. Kein reiner Kaffee, aber erst recht keine Starbucks-Komposition mit Tonnen von Zucker und Sirup, vielleicht ist es tatsächlich wie Jazzbob schreibt ein Malzkaffee. Die Kubaner sind ja nicht mit der besten Versorgungssituation gesegnet, da kann das schon sein dass da etwas Malzkaffee untergemischt ist.
Ich denke die Gartennelkensamen haben hier ihren Anteil. Das Ganze ist leicht würzig und malzig, es könnte auch ein mit Kardamom angereicherter Kaffee sein. Aber machen das nicht eher die Araber? Egal.
Blumen zeigen sich auch dezent, die Hauptrolle Spielt aber der würzige (Malz)Kaffee. Nicht magenunfreundlich, durchaus weich. Da werden wohl die leisen Mitspieler Vanille, Amber und Co. unterstützen.
Wenn der Kaffee etwas aufgetrunken ist, dann kommt auch das Holz. Mit der Zeit ziehen sich die Röstaromen etwas zurück, der Würzanteil der Gartennelkensamen bleibt stark und das Holz wird etwas stärker.
Die Entwicklung ist leise und unspektakulär, macht also keine starken Wendungen.
So könnte sich tatsächlich ein Stündchen in einem Hinterhofcafe von Havanna abspielen. Man setzt sich auch alte Holzsessel, bekommt einen schönen kubanischen Kaffee serviert, die blumige Vegetation trägt ihren olfaktorischen Anteil bei. Bei einem schönen Gespräch wenn der Kaffee längst aufgetrunken ist bekommt man eher von den Nachbartischen noch einen Hauch Kaffee mit.
Gefällt er mir? Ja. Hat er das Thema getroffen? Auch das. Ein Flakon wird aber bei mir nicht einziehen, die Noten treffen nicht ganz meinen Geschmack. Spannend aus Parfumo-Sicht, tragen würde ich ihn eher nicht.
Eine kleine Warnung: Die Würzigkeit kommt aus meiner Sicht wirklich dominierend aus der Samenrichtung. Nun habe ich keine Ahnung wie Gartennelkensamen riechen, aber z.B. "gentle Fluidity" (silber) hat auch diese Noten. Ich finde die interessant, aber eher speziell. Aber man sollte ja ohnehin erst testen.
Von der Serie fehlt mir noch "Leonella", von dem ich mir zuerst keine Probe bestellt hatte da er von der Beschreibung her doch eher feminin wirkte. Aber morgen trifft zur Vervollständigung dieser interessanten Serie dann nun doch auch eine Probe ein. Zusammen mit Flakons von "Cubata" und "Havana Rain". :-)
1 Antwort
Foxear vor 5 Jahren
Klasse Kommentar! Meine Probe trudelt hoffentlich Mittwoch bei mir ein, du hast mir die Vorfreude zusätzlich versüßt.

