La Voile Rouge

La Voile Rouge von Jeanne Arthes
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7.3 / 10 65 Bewertungen
La Voile Rouge ist ein Parfum von Jeanne Arthes für Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist würzig-holzig. Es wird von Groupe Arthes vermarktet. Der Name bedeutet „das rote Segel”.
Aussprache
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Duftrichtung

Würzig
Holzig
Fougère
Chypre
Grün

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
BergamotteBergamotte Schwarze-Johannisbeere-KnospeSchwarze-Johannisbeere-Knospe
Herznote Herznote
LavendelLavendel VetiverVetiver
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos ZederZeder PatchouliPatchouli
Bewertungen
Duft
7.365 Bewertungen
Haltbarkeit
6.763 Bewertungen
Sillage
6.364 Bewertungen
Flakon
6.168 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
8.940 Bewertungen
Eingetragen von AmySourbutts, letzte Aktualisierung am 22.12.2023.

Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Preis
5
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
7.5
Duft
Kreisquadrat

35 Rezensionen
Kreisquadrat
Kreisquadrat
Sehr hilfreiche Rezension 8  
Axiom einer Duftreise - jour trois

Das rote Segel macht seinem Namen alle Ehre. Einerseits hat es die Maskulinutät eines Seemanns, andererseits die aromatische Stofflichkeit eines festen Segeltuchs.
Auf der einen Seite das Chypre, auf der anderen ein Fougère.

Das erste Kennenlernen war durch den Chypre Auftakt für mich schonmal etwas vertrautes. Ein Chypre wie ich den gerne durch den Novaya Zarya -Shipr Korolevsky mögen gelernt habe. Solide, relativ kräftig, markant und Grün. Beim La Voile Rouge eher trocken als saftig. Anbei eine gewisse Frische.

Siehe da, es nimmt eine Wendung hin zu einem Immergeher. Mit Retro-Hauch. Der Voile Rouge wird harmonisch sanft, zurückhaltend und rund mit seinen Ingridenzien.
Da ist diese unterschwellige würzig-fruchtige Süße die ihn für mich gar irgendwie modern macht. Zwischendurch dieses Bett aus trockenem Heu.
Im Drydown wird für mich auch das Vetiver als eine hintergründige Frische wahrnehmbar. Dabei ohne groß auszuschlagen. Es versucht nicht zu dominieren. Die Sillage die mich umschmeichelt ist ebenso harmonisch. Hat sogar etwas creme-artiges, wohl eher jedoch sanft-harzig.

Ansich wirkt er auf dem Teststreifen vornehm klassisch, auf meiner Haut und Kleidung gepflegt modern. Wobei meine Nase sich an den La Voile Rouge relativ zeitig zu gewöhnen scheint. Das ist recht schade für mich, da ich den gerne länger deutlicher wahrnehmen würde. Die Haltbarkeit scheint nicht sonderlich lang zu sein, ...dachte ich. Den nächsten frühen Morgen konnte ich ihn nocht immer auf meiner Haut, sowie auf meiner Kleidung wahrnehmen. Eine stoffartige, trockene Heuigkeit.

Ein Retro-Parfum, falls das Erscheinungsjahr von 2010, dass ich dazu finden konnte, korrekt ist.
Alles wirkt, zwar mit kleineren Ecken und Kanten, einfach rund.
Den La Voile Rouge kann ich mir durchaus zu vielen Situationen vorstellen. So, das er auch beim Gebenüber keine großartigen "Altback"-Effekte auslösen dürfte. Soetwas ist ja bei klassisch anmutenden Parfums ja womöglich noch zu erwarten.
Am Ende überwiegt das Trockene und die eingangs erwähnte Fruchtigkeit kommt mir so nicht mehr vor. Das gilt auch für die Süße, die weicht aromatischen Nuancen. Das Chypre ist lediglich nur noch wohlwollend als Basis erkennbar.

Also diesen Weg will ich noch gehen und mir den bei Gelegenheit zulegen. Nachtrag: Habe ich getan.
Arm wird mich der La Voile Rouge nämlich nicht machen, frecht kostengünstig ist er.
Wohleher wird er mich bereichern. :)
6 Antworten
10
Preis
6
Flakon
5
Sillage
6
Haltbarkeit
8
Duft
Axiomatic

94 Rezensionen
Axiomatic
Axiomatic
Top Rezension 28  
Seemannsgarn 2.0
Obacht, drei Groschen Eintritt bitte!

Und ein Schiff mit acht Segeln
Und mit fünfzig Kanonen
Wird liegen am Kai.

Ja, das hier ist der Duft der Seeräuber Jenny & Querelle und allen sympathisch obskuren Landratten noch dazu.
Bitte, sollten hier moralisch bedingte Phobiereflexe und Standesdünkel Ekzeme und Pusteln auslösen, rate ich vor der weiteren Lektüre ab. Notfalls kann ja die Heilsarmee erbauende Lieder für die gepeinigte Seele spielen. Und ein Münchener Edelkaufhaus kann sicher mit teurem Balsam aufwarten. Das hier ist eine andere Geschichte, eine stolze und mit dem Herz am rechten Fleck. Den Mutigen wünsche ich viel Spaß beim Lesen.

Manchmal spielt das Schicksal einem etwas Glück zu. Unverhofft und trostlos im modrigen Strandgut wühlend, stach plötzlich eine rubinrote Buddel hervor. Trapezförmig und mit einem aparten Deckel in Goldoptik, ersparte der Fund unserem Erzähler den mühsamen Gang zum Kaugummiautomaten mit den ewigen Nieten.
Er ahnte schon, das sollte sein Glückstag werden!

Rasch verzog er sich in seine feucht dunkle Höhle von Pension unweit des Hafens, um den Inhalt dieser Wunderlampe zu kosten.
Wie sollte er den wertvollen Saft gebührend huldigen mit seinen kargen Mitteln?
Wasser und Seife waren zum Glück noch vorhanden, der Schwamm durfte die letzten üblen Reste der gestrigen Rauferei abschrubben.
Noch eine flotte Rasur und eine wiederhergestellte Menschlichkeit vor dem Spiegel und ab ins Abenteuer!
Und hier seine Schilderung.

„Beim Krabbenbrötchen meines Seewolfs, der erste Spritzer schmeißt mich in längst vergangene Zeiten zurück!“
Eine Träne kullerte langsam seine raue Wange runter.
Bergamotte erfrischte wie damals, als er noch ohne großem Gezeter das Sagen im Flunderstübchen hatte. Damals hatte der Laden noch Klasse, hier konnte man tanzen, trinken und lieb haben, alles hatte seine Ordnung!
Beim weiteren Schnuppern am Handgelenk machte er Lavendel, Vetiver und weitere Gewürze aus.
„Also, ich möchte nicht rot anlaufen, aber hoffentlich schreibe ich es richtig, ich habe es nicht so mit fremden Sprachen.
Wie war das mit dem Farn und Zypern? Ihr wißt schon, diese Richtungen in Männerdüften, die mal irgendwie grün und mal irgendwie würzig seifig riechen.
Der Duft hier ist der Knaller, er ist irgendwie beides!
Ja, so eine Art Meeresjungmann, halb Wald, halb Seife.
Hee, wer lacht da in den billigen Plätzen?
Sehr witzig, kannste nicht essen, kannste nicht lieb haben…
Paß bloß auf Du, ich habe mir Deine Visage gemerkt. Wir sprechen uns noch!“

Pardon, gleich geht es weiter.

„Also, ich sag’s mal so. Früher, da kannte ich solche Düfte, so geile Mackerplörren. Die hatten noch Schmackes. Und die Namen waren irgendwie kulturell, Jazz (1988) Eau de Toilette und Xeryus Eau de Toilette und so.
Der rote Duft hier ist irgendwie verwandt mit denen, aber etwas ist anders, der ist nicht so ledrig und wuchtig. Da kommt so ne Johannisbeere oder sowas mit rein. So leicht säuerlich.
Als ich gestern dem Zackenbarsch von Ole eine verpaßte, roch es so. Ja, wie blutig und so.
Na ja, ich will ja nicht meckern, das Wässerchen hier hat es in sich. Da kommen noch so erdige und holzige Noten dazu.
Wirkt richtig edel, so stelle ich mir ganz schön teure Läden in Paris vor. Ach, die Stadt der Zwiebelsuppe…
Tschuldigung, ich träume schon wieder.“

Der Duft hält ihn ganz schön auf Trapp, wird nie langweilig. Mal leicht säuerlich und lavendel-bläulich, mal warm holzig.
„Seifig, ja genau, seifig ist er!“
Und dann kommt was ganz Neues an Riechstoff raus, etwas Chemisches.

„Ja, wie soll ich sagen, so frisch holzig. Deswegen haben Zackenbarsch Ole und ich uns gekappelt. Ja, der steht so auf moderne Unterhosen-Fäller!“
Liebe Leser, nehmen sie bitte Rücksicht, unser Erzähler hat es nicht so mit Anglismen.
„Wie soll ich sagen, früher hat man Bäume gefällt, ganz einfach. Danach hat man sich frisch gemacht und, na ja, die halben Einnahmen für Essen und Tanzen ausgegeben, um sich lieb zu haben.
Ja und heute?
Der Ole, der Luschi, sprüht sich so ne chemische Keule und schwups, die Unterhosen fremder Menschen fallen zu Boden!
Habe mir sagen lassen, dass es so ein Stoff ist, so ähnlich wie die Kotze eines Wales. Ganz genau, Wal-Kotze in frisch, holzig und süß. Soll sich Ambra irgendwas nennen, Ambraxa denke ich. Klingt nach Metaxa.“

Plötzlich plagen ihn Gewissensbisse und ein Verlangen nach Versöhnung übermannt ihn.
Vielleicht klappt es ja heute Abend wieder wie in alten Zeiten. Er muß es einfach versuchen!
Zum Glück haben die Motten seinen Kaban in Ruhe gelassen, die raue Tuch-Hose paßt noch.
„Ach, soll ich mal den einen goldenen Ohrring tragen, so ganz auf Pirat?“

Eines muß hier klargestellt werden, ewig hält das rote Segeltuch von Duft nicht. Nachsprühen, ja, Nachsprühen sollte man schon. Und das tut der Erzähler, bevor er sich in Richtung Kneipe aufmacht.

Nervös läutet er dreimal an der Klingel vom Flunderstübchen. Qualvolles Warten bis der Spion sich öffnet und schließt. Ein Passwort muß heute Abend nicht wiederholt werden, er wird als Stammgast erkannt und reingelassen.
Oh je, wie in alten Zeiten, jetzt drehen sich alle um. Schnell seinen Platz in der dunklen Ecke ansteuern.

Und da wartet auch schon der Ole mit einer nicht zu übersehenden Schramme an der Wange.
Böses Anstarren, dann neugieriges Beschnuppern, schließlich ein Gespräch.
Der Duft scheint beide zu versöhnen, ihre Welten werden vereint. Gutes aus der alten, Modisches aus der neuen.
Sie gönnen sich eine ganze Flasche Metaxa wie in alten Zeiten.
Und dann heulen sie sich die Seelen aus den Lungen.
Sie schaffen es, mit dem gesamten Flunderstübchen vereint, die Sehnsucht nach Piräus anzustimmen.

„Ein Schiff wird kommen und meinen Traum erfüllen
Und meine Sehnsucht stillen, die Sehnsucht mancher Nacht“

Tja, wer sagt es denn, manchmal spült das Meer wahre Schätze an.

21 Antworten
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Minigolf

2176 Rezensionen
Minigolf
Minigolf
Top Rezension 19  
Sag' niemals Nie, bei günstigen Düften!
Denn Deine Nase könnte was Tolles verpassen. Und mit dem "Roten Segel", wie dieserwelcher ins Deutsche übersetzt heißt, Heureka!!, habe ich mir einen guten Kameraden ins Haus geholt. Es ist ein Wandelduft im besten Sinne, denn der hat zwei Seiten, Er startet als Fougeré mit zitrisch dunkelfruchtiger Note und einer gro9en Ladung feinsten Lavendels. Und man kann schon erahnen, dass das nicht so bleibt. Denn Patchouli wartet schon auf seinen Einsatz, man kann es erahnen und es wird immer deutlicher, dass da ein kleiner, vorwitziger Chypre dahintersteckt. Moose und Zedernholz und bestimmt noch mehr Ingredienzien, die hier nicht aufgeführt sind, blasen warmen Wind in die Segel und das Schiff steuert ruhig und sicher durch fast Guerlain'sche Gefilde. Ein wunderbar harmonischer Duft, oszillierend zwischen Fougeré und Chypre. Mit guter Haltbarkeit und Sillage, ohne eine Spur von angeberischer Aufdringlichkeit.
Außerdem ist La Voile Rouge ein eigenständiger Duft und will keine "Edelmarken" nachahmen.
8 Antworten

Statements

25 kurze Meinungen zum Parfum
PinseltownPinseltown vor 2 Jahren
10
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Der Rote Korsar segelt mit seiner Holzfregatte
Über moosgrüne Fougèremeere
Sein chypres Blumenhemd
Flattert stolz im würzigen Lavendelwind
31 Antworten
FloydFloyd vor 1 Jahr
6
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Trägt einen Anzug
Aus krautgrünem Segel
Wandelt in wallendem Lavendel
In Holzschuhen über Erde
Und meilenweit Moos
33 Antworten
NuiWhakakoreNuiWhakakore vor 2 Jahren
2
Flakon
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Mit dem roten Segel
durchs Lavendelfeld
Johannisbeerknospen knacken
Würzblumen wogen
die Reling aus Zeder
mit dickem Moos bedeckt
21 Antworten
FrauKirscheFrauKirsche vor 2 Jahren
6
Flakon
7
Sillage
7.5
Duft
Fruchtperlen
im Zitrusgewand
treffen auf
Lilalavendelfelder.
Weiche Moosballen
patchoulibenetzt ...
20 Antworten
YataganYatagan vor 5 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Startet mit einer Fougère-Kopfnote und dreht dann immer mehr Richtung Chypre und erinnert an ältere Guerlains und Givenchy-Düfte: toll!
8 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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