L'Enfant Terrible 2011

L'Enfant Terrible von Jovoy
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7.3 / 10 135 Bewertungen
L'Enfant Terrible ist ein Parfum von Jovoy für Damen und Herren und erschien im Jahr 2011. Der Duft ist würzig-holzig. Die Produktion wurde offenbar eingestellt. Der Name bedeutet „Das schreckliche Kind”.
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Duftrichtung

Würzig
Holzig
Orientalisch
Fruchtig
Süß

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
krautige Notenkrautige Noten KreuzkümmelKreuzkümmel MuskatMuskat KorianderKoriander
Herznote Herznote
DattelDattel SandelholzSandelholz ZederZeder OrangenbaumholzOrangenbaumholz
Basisnote Basisnote
MoschusMoschus

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.3135 Bewertungen
Haltbarkeit
7.4101 Bewertungen
Sillage
6.3105 Bewertungen
Flakon
7.8112 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 06.10.2023.

Rezensionen

12 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
10
Duft
Seelanne

20 Rezensionen
Seelanne
Seelanne
Top Rezension 41  
Läufer auf c8
Hey John,

danke für Deinen Brief, hab‘ mich sehr gefreut.

Sorry, dass ich jetzt erst antworte, aber die Dinge laufen hier nicht so gut. Um ehrlich zu sein, beschissen. Nein, es ist nicht der Job: der macht mich seit eh‘ und je so fertig, dass ich ihn schon nicht mehr spüre, also nichts Besonderes. Es ist eher so, dass ich mich selbst nicht mehr spüre, weißt Du ? Meine Lungen hören sich an wie eine rostige Ziehharmonika, die Haut blättert ab wie ein verwitterter Hausanstrich und meine alten Hosen schlackern umher wie halbleere Einkaufstüten.

Der letzte Krankenhausaufenthalt ist jetzt 6 Monate her, direkt danach ging‘s mir besser als jetzt. Da musste ich wenigstens nicht arbeiten. Aber sie lassen Dich nur in Ruhe, wenn du stirbst. Jetzt gehe ich schon wieder ein halbes Jahr arbeiten und der Job killt mich.

Weiß auch gar nicht so recht, was ich Dir schreiben soll, aber Du sollst ein paar Zeilen haben. Wenn ich zu lange nachdenke, was ich schreibe, kommt mir immer der Verdacht, dass ich betrüge. Als wenn man eine Schachfigur woanders hinstellt, weil einem die Stellung nicht gefällt: Künstlich, unaufrichtig, irgendwie nicht real.

Dabei macht man den Mist doch jeden Tag: Figuren umstellen, so, dass es passt, damit man `ne bessere Stellung hat. Das Schicksal guckt nicht hin und schon schiebe ich `nen Läufer auf c8. So geht‘s dann wieder eine Weile. Selbst Erinnerungen lügt man sich so irgendwie um, bis man das Leben erträglich findet.

Die Leute sagen „Das Leben gibt dir die Karten, aber spielen musst Du selbst“. Als wenn das Leben eine verdammte Pokerpartie wäre. Aber das Leben kannst du nicht bluffen. Wir haben keine Aussicht auf den Jackpot. Wir spielen Schach mit dem Tod. Und immer, wenn er abgelenkt ist, mogeln wir und verrücken eine Figur, sodass wir wieder einen Tag gewinnen, eine Woche, vielleicht ein Jahr, manchmal sogar etwas mehr. Atmen ist nichts anderes, als den Ball im Spiel halten. Ihn interessiert das nicht, am Ende bekommt er uns ja doch. Dann, wenn so wenige Figuren übrig sind, dass man nix mehr hinbekommt, selbst das Bescheißen.

Anna lässt Dich übrigens herzlich grüßen. Du erinnerst Dich doch an sie: ja, sie hilft mir hier ab und an. Letztens sagt sie glatt, ich stinke. Jetzt habe ich mir dieses Parfum gekauft und sie sagt, ich würde immer noch stinken. Wobei: Nein, hat sie nicht gesagt, „Riechen“ hat sie gesagt. Also nicht mehr stinken. Immerhin: ein Fortschritt.

Dabei ist das Zeug wirklich gut, in schwachen Momenten könnte ich es trinken.
Allerdings haut Dir diese Tinktur zunächst einmal gehörig auf die Zwölf und gibt Dir ordentlich einen mit: Ein extrem krautiger Kreuzkümmel lässt Dich denken, Du hättest versehentlich das ungewaschene Shirt vom letzten Boxtraining angezogen. Aber es wird noch ärger: Danach kommen Koriander und Muskat als echtes Schläger-Duo hinzu und nehmen Deine Nase erst so richtig in die Mangel, als ob Dir ein paar üble Typen im Hinterzimmer eines zwielichtigen indischen Restaurants Deine Wettschulden aus dem Leib prügeln wollen.

Aber kaum die ersten schweißtreibenden Haken eingesteckt, ändert sich schlagartig die Szenerie und der ganze Duft kippt in eine völlig andere Stimmung: Auf einmal siehst Du Dich im edlen Anzug und hochpolierten Schuhen auf `ner erlesenen Dinnerparty `ne Lucky Strike aus dem Etui nesteln, während Du lässig an Deinem Martini nippst. Keine Ahnung, wie die das hinbekommen, das muss wohl an der Dattel und der Orange liegen, wobei beide zwar süßlich, aber nicht klebrig sind und das Bittere von Mr. Kreuzkümmel und seiner Gang so einfach ins Herbe hinein verwandeln.

So geht es rauf und runter: Wie in einem guten alten Gangsterfilm, der ständig zwischen 2 Parallel-Szenen hin und her switcht, bist Du in ein-und-demselben Moment schwitzend dabei, Deine Deckung oben zu halten und die um Dich herumfliegenden Jabs auszupendeln, um aber gleichzeitig der geheimnisvollen Brünetten im kleinen Schwarzen nebenan Feuer zu geben oder einen neuen Drink zu holen, während im Hintergrund Chet Baker "My funny Valentine" haucht.

Und während Du noch drüber sinnierst, ob Du die Dinnerparty eventuell nur träumst, weil Dich ein Schwinger von einem der Koriander-Kerle bereits in das Reich der Träume geschickt hast, stellst Du fest, dass Dich da die ganze Zeit ein holziger Zeder-Unterton schützend begleitet hat wie ein gütiger Engel, der über Dich wacht und Dich am Ende in einen warmen Mantel aus Moschus hüllt.

Das hat wirklich Stil, Mann. Ein Boxer im Smoking, ein Werwolf in Nadelstreif. Das ist das Beste, was mir seit Langem untergekommen ist. Irgendwo habe ich gelesen, dass die dafür `nen Preis gewonnen haben: Chapeau, den haben die sich verdient.

Ich rieche jedenfalls wie ein König und habe Anna glatt scherzhaft gefragt, wann wir heiraten. "Du glaubst wohl auch noch an den Weihnachtsmann" kam es mit einer viperhaft-zischenden Freundlichkeit zurück. Okay, mein Fehler. Du kennst ja die Story: Ich hätte sie vor 20 Jahren fragen sollen.

Es stimmt übrigens tatsächlich: Ich glaube an den Weihnachtsmann. Klar glaube ich an ihn. Irgendwann als Kind haben wir natürlich kapiert, dass das der Großvater ist oder der Alte oder so ein armer Typ, der seine Rente aufbessern will. Hab‘ mich da unheimlich erwachsen und schlau gefühlt, als ich dahinter gekommen bin. Aber Du weißt ja, wie das ist: Klugheit macht das Herz nicht satt. Und nach ein paar Jahren habe ich ihn dann irgendwann vermisst. Und da habe ich beschlossen, dass es den Weihnachtsmann wieder gibt.

Mit Weihnachtsmännern ist es so wie mit Gott: Wir haben den alten Mann da oben aus dem Himmel ausradiert. Aber was macht man mit einem leeren Himmel ? Ja okay, weitermachen, so gut es eben geht, klar. Wir können uns ja immer noch jemand anderen da oben hinsetzen, ein Du, eine Frau oder umgekehrt einen Kerl. Aber die werden sich auch immer ähnlicher, die Frau und ich, ich und Du. Wir haben auch die Frauen ausradiert bzw. die sich selbst. Emanzipation. Und nun ist meine Frau wie ich und ich werde langsam wie meine Frau. Wir verschwinden. Das ist der Witz. Und unser schöner Himmel ist wieder leer. Man muss immer aufpassen, Emanzipation ist so eine Sache: Irgendwann guckt man um sich und alles ist leer.

Den Erfolg gönne ich Dir jedenfalls von Herzen, ehrlich. Alles richtig gemacht. Und sag jetzt nicht, es würde nicht stimmen.

Ja, ich weiß, ich hör dich wieder reden „Das hättest Du auch alles haben können“. Aber ich war schon immer draußen, hab nie wirklich dazugehört. Dieses ganze Leben, ein Haus mit Kamin, eine Ehe mit geregeltem Wochenendsex, die Kinder an der Uni und erhabene Gesprächsabende mit befreundeten Paaren aus der Professorenszene. Dafür war ich nie bereit. Weiß gar nicht, ob ich‘s nicht wollte oder ob ich nur nicht gewillt war, den Preis dafür zu zahlen. Ich war schon immer zu langsam und dann steh‘ ich da mit meinen dunklen Winterklamotten, trete auf die Straße und stelle fest, dass der Frühling da ist mit seinen 15 Grad; und im Schrank nix als Winterkleidung.

Ich habe immer nur reagiert, das ist auf Dauer zu langsam. Dann macht das Leben, was es will und ich kann nur zusehen, was passiert. Mit fehlte schon immer das Vorausschauende, der Wille zum Planen. Ich gestalte nichts, das Leben modelliert an mir herum. Deshalb gab‘s auch nie einen Kamin.

So, das soll’s gewesen sein. Wenn ich Glück habe, habe ich morgen noch zwei Bauern. Und einen Turm. Türme sind immer gut.

Habe fertig.
Dein Hank
-in memoriam Charles B.-
21 Antworten
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Ergoproxy

1123 Rezensionen
Ergoproxy
Ergoproxy
Top Rezension 19  
Der schreckliche Elephant
Ja, ich weiß. Ich sollte meine Brille tragen, wenn ich etwas genau lesen möchte und nicht umsonst sagt man ja: Wer lesen kann ist klar im Vorteil.....

Ich war also sehr gespannt auf den Duft L´Elephant terrible und habe mich schon sehr über den Namen gewundert und fühlte mich schon ein weinig an ELdO erinnert. Der Lacher war natürlich groß, als ich dann den wirklichen Namen oben las.

Dieser Duft ist subtil erotisch, sinnlich und schweinelecker.

Obwohl hier Kumin verarbeitet wurde, wird die Kopfnote nicht schwitzig, sonder erhält dadurch eine angenehme Sperrigkeit.

Ab dem Mittelteil wird er schön holzig, würzig-warm und lecker süßlich.

Die Basis hat irgendwie etwas angenehm Schmutziges und verhalten animalisches. Ich sage nur eines, lechz.

Dieser Jovoy ist weder schrecklich, noch kindlich und mit einem Elephanten hat er auch nichts gemeinsam. Im Gegensatz zu Turandot, kann ich mir das schreckliche Kind sehr gut auch an einer Frau vorstellen.
9 Antworten
7
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Oxpjotr

1 Rezension
Oxpjotr
Oxpjotr
Top Rezension 26  
Schrecklich... gut!
Ich hatte mal eine Freundin - so gehen wohl viele Gespräche los. Bei mir sogar manchmal Selbstgespräche. Ich erinnere mich dann an meine Begleitung auf Zeit. 5 Jahre, 10 Jahre, 3 Jahre... egal - nicht egal - vorbei. Sie alle stehen für etwas Positives, etwas Besonderes oder Bereicherndes. Alle haben sie mit ihren Vorlieben Lücken in mir selbst gefüllt und Interesse für Unbekanntes geweckt.

Meine erste Freundin bekam von ihren wohlhabenden Eltern beispielsweise ständig teure Parfüms geschenkt... Sie war es unglaublich leid und schimpfte mit ihren Erzeugern, denn wir waren beide gefühlt außerhalb des Mainstreams, lebten Punkrock, wollten unseren, wenn auch günstigen, Lifestyle selbst finanzieren, hatten also keinen Sinn für kostspieligen Tand. Es war Protest. Wir waren undankbar. Das war vor 20 Jahren. Ich schäme mich nicht dafür. Wir waren schreckliche Kinder.

Trotz aller Ablehnung des Etablierten standen also im Badezimmer immer Gucci Envy, Kenzo Flower, Diors J'adore, Le Feu d'Issey, Cacharel Noa etc. zur freien Verfügung herum. Wir hatten den Ruf weg, die bestriechende WG des Viertels zu sein… So war es auch mit dem Féminité du Bois von Shiseido. Während ich mich zwar mit den übrigen floralen Klassikern anfreunden konnte, brachte mich Pierre Bourdons holzig-warmer Zen-Duft um den Verstand. Schon die Flasche war ein potentieller Handschmeichler und irgendetwas berührte mich ganz tief. Das schaffen bis heute nur wenige Menschen und auch nur wenige Parfümkreationen.

Erst viel später erfuhr ich, dass Serge Lutens diesen Duft - gemeinsam mit Bourdon und Sheldrake - unter gleichem Namen innerhalb seiner Marke weiterführte. Die Hintergünde sind mir egal und welche der beiden Versionen besser ist, ebenfalls. Über das Shiseido lässt sich schwer richten, da es eingestellt wurde.

Und hier kommt Jovoys L'Enfant Terrible ins Spiel. Die klauen doch einfach die Féminité-Substanz und bauen ein seidenweiches Harmoniepflaster erster Güte daraus! Im Grunde ist es das, was in meiner Erinnerung die ursprüngliche Fassung ausgemacht hat: die Sonne auf dem Holz unserer WG-Dielen, der milde Honig aus dem Kroatientrip, die würzige Süße der selbstgebackenen Karamellwaffeln und eben diese Tiefe aus warmen Harz, Griesbrei mit Zimt, Pfirsich und einer Prise Sternestaub (haha).

L'Enfant Terrible bringt all das zurück, was mir an meiner Liebe rückblickend wertvoll erscheint. Im besten Sinne – und deswegen verzeihe ich Jovoy/Jaques Flori auch den fehlenden Mut etwas Eigenes zu erschaffen oder zumindest etwas, das über die ursprüngliche Féminité-Fassung hinausgeht. Mancher mag das bedauern und langweilig finden.

Für mich wird L'Enfant Terrible damit tatsächlich zum „Schrecklichen Kind“. Das eingebildete Gör, das unbedingt seinen Weg gehen will und von dem es denkt, er sei extrem, einzigartig und total neu. L'Enfant Terrible wird zur Reprise jeder Elterngeneration, die entweder völlig genervt ist von den Kapriolen ihres flüggen Nachwuchs' oder sich mit ihnen gemeinsam über jede juvenile Neuentdeckung freuen kann – je nach Perspektive. Mit diesem Duft lässt sich das ganz gut aushalten.
3 Antworten
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8
Duft
Turandot

833 Rezensionen
Turandot
Turandot
Top Rezension 15  
Hier küsst wer ganz anderes...
Ich widerspreche Hasi ja wirklich sehr ungern, aber Cola-Mix kann ich bei L`Enfant Terrible nicht erkennen. Vielleicht liegt es einfach daran, dass mich Kreuzkümmel und Koriander bereits auf eine ganz andere, sehr spannende Fährte geschickt haben, bevor sich das Erfrischungsgetränkt - weder kalt noch warm - bemerkbar machen kann.

Dieser Duft erinnert mich an ein sauberes, aber etwa 2 Stunden von einem mir sehr nahestehenden Menschen getragenes Hemd. Es hat noch einen frischen Touch, aber die Wärme und der Hauch vertrauter Haut hat sich darin bereits breit gemacht. L`Enfant Terrible strahlt also für mich eine sehr angenehme animalische Note aus, die im Verlauf kuschelig-pudrig wird.

Das Prickeln, das Hasi aufgefallen ist, das verspüre ich auch, aber das hat wohl einen ganz anderen Ursprung. Nüchterner ausgedrückt: Für mich ist der Duft würzig-warm-animalisch. Bezeichnenderweise sehe ich L`Enfant Terrible nur an einem Mann, obwohl das eigentlich keinen triftigen Grund hat. Unisex ist völlig in Ordnung und bei Männern wird sicher ein völlig anderes Kopfkino in Gang gesetzt.
6 Antworten
10
Flakon
5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
10
Duft
Jella

34 Rezensionen
Jella
Jella
Sehr hilfreiche Rezension 19  
Widde Widde wie es mir gefällt
Zugegeben, reizvoll wäre es schon, angesichts des Namens dieses von Supernase Jacques Flori geschaffenen Werkes an die Geschichte von Pippi Langstrumpf anzuknüpfen. Doch würde ich mit der Szenerie einer Villa Kunterbunt, durch die eine liebeswert-rebellische Göre nebst Äffchen und Pferd turnt, nicht mal ansatzweise das beschreiben können, was L´Enfant Terrible tatsächlich ausstrahlt. Denn dem schweren und handschmeichelndem Flakon entspringt ein sehr erwachsener Duft, der auf seine subtile Art ziemlich sexy ist.

Die reizvolle Duftreise beginnt mit einer klaren Zimtnote. Sie kommt als kerzengrade, auf einem knisternden krautigen Bett stehende, opulent-herbe Zimtstange daher. Beleuchtet wird die Szenerie durch wiederkehrend gezündete Wunderkerzen, aus der funkelnde Kuminsternchen britzeln. Mit dem Erlöschen des ersten kleinen Feuerwerks schwindet auch die krautige Anfangsbasis dahin. Dem stürmischen Vorspiel folgt eine sehr intensive, lange anhaltende Phase, in der eine würzige Grundstimmung die Führung übernimmt. Mit viel Phantasie kann ich dabei einen zurück-haltenden Hauch Muskat erkennen. Von weiteren Kuminsternchen begleitet, wandelt sich der nach wie vor vom Zimt dominierte Duft. Er wird wohliger, weicher und wärmer, bis er im Bereich des ausgewogen herb-süßen, leicht holzigen, und fast mystisch-Orientalischen angekommen ist. Erst jetzt büßt der Zimt seine verschwenderisch ausgeteilte Kraft ein.

Für Romantiker scheint mir dieser Duft wegen seiner fehlenden Blümeligkeit und der nur sparsam angedeuteten Süße ungeeignet. Genau diese Eigenschaften sind es jedoch, durch die er sich für Mann und Frau gleichermaßen empfiehlt. Auf Grund seiner nicht all zu üppigen Sillage halte ich "L´Enfant Terrible`auch im Berufsleben für tragbar. Ein echtes Statement ist er definitiv.

Und nun bemühe ich doch noch die kleine rothaarige Göre mit den frechen Zöpfen. Denn mit dem "schreckliche Kind" habe ich - widde widde witt - eines gefunden, wie es mir gefällt!
9 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

17 kurze Meinungen zum Parfum
YataganYatagan vor 7 Jahren
9
Flakon
6
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Unerzogenes Balg, das Schweißnoten absondert, ohne sich zu schämen, mit allerlei Gewürzen und Kräutern um sich wirft und Datteln schmatzt.
4 Antworten
AugustoAugusto vor 4 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Schreckliches Kind sitzt gut auf dem Arm, es braucht nicht viel und schon wirds warm - und erdig, harzig, dattlig, samtbraun-würz-britzelig.
3 Antworten
HeikesoHeikeso vor 7 Jahren
Der hat mich um den Finger gewickelt. Korianderkrautig-zitrisch-kühl, Muskat und Kreuzkümmel geben herbe Würzigkeit + viel Sandelholz. Toll!
4 Antworten
FelsnFelsn vor 4 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
kein haus wird sagen: hey - wir haben getz auch nen tollen mezzo-mix-duft - und sei er noch so geil : doch das isser = versprochen! ;)
3 Antworten
IntersportIntersport vor 1 Jahr
Würde ohne weiteres auch als 'Bois et Cumin' durchgehen. Als Entwurf wenig originell, aber der Akzent auf Kreuzkümmel & Muskat ist toll…
14 Antworten
Weitere Statements

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