
Oldfactive
66 Rezensionen

Oldfactive
Wenig hilfreiche Rezension
16
Der "kurkdjiansche" Schlag ins Gesicht
Manche Düfte sind ein Schlag ins Gesicht. Nicht weil sie so schlecht, anders oder auffällig riechen. Sondern weil man sich über das schiere Vorhandensein eines Duftes ärgert. In diesem Fall müssen wir etwas in der Zeit zurück gehen.
Der Lumiere Noire Homme von MFK ist in meinen (und vielen anderen) Augen einer oder wenn nicht sogar der schöne Rosenduft, den ein Mann tragen kann. Hier wird die Rose so wunderbar und stilsicher mit herben Nebendarstellern (Patchouli, Gewürze) auf die Bühne gestellt, dass diese Kombination einfach eine traumhaft schöne Symbiose ergibt. Alles greift ineinander, verbindet sich und ergibt am Ende einen herb-würzigen Rosenduft, der seinem Namen alle Ehre macht. Und dann nimmt man diesen Duft, der von der Community geliebt und in höchsten Tönen verehrt wird und stellt ihn ein. Und wenn das nicht schon schlimm und Frevel genug wäre, versucht man sich bei Nachfrage der Community an scheinheiligen Ausreden (der Parfümeur möchte sich neu verwirklichen).
Was man aber dann macht, ist der angesprochene Schlag ins Gesicht. Man veröffentlicht einen neuen Rosenduft, der auch auf eine männliche Zielgruppe schielt. Hier kommt der L'Homme À la Rose ins Spiel.
Für den L'Homme À la Rose benötigt es nicht vieler Worte. Und für den einen oder anderen mag das jetzt hart, aggressiv oder sogar beleidigend wirken. Aber wir haben hier schlicht und ergreifend den schlechtesten Rosenduft der letzten Jahre. Hätte MFK diesen Duft als "Gurkenduft" vermarktet, dann hätte man alles richtig gemacht. Denn genau das ist er. Eine absolute Gurke im Portfolio einer sonst eigentlich recht stilsicheren Marke. L'Homme À la Rose wirkt wie ein Erstlingswerk eines Anfängers im ersten Semester. Ein Reagenzglasunfall. Ein an beliebig- und austauschbarkeit nicht zu übertreffender Duft, der uns hier ein seichtes, blasses Rosenwasser mit etwas Seifigkeit anbietet. Wenn es das Ziel von Francis Kurkdjian war, das exakte Gegenteil von Lumiere Noire Homme zu erschaffen, dann verbeuge ich mich hier vor dieser Leistung. Dem Duft fehlt all das, was den Lumiere Noire Homme ausgemacht hat. Es gibt hier kein Profil, keine Ecken und Kanten. Alles wirkt rundgelutscht und ohne jede Tiefe.
Und das schlimmste ist, dass man den L'Homme À la Rose nicht so hart ran nehmen würde, wenn man nicht wüsste, dass für diesen Duft der Lumiere Noire Homme buchstäblich geopfert wurde. Gäbe es beide Düfte im Portfolio von MFK, dann wäre das alles kein Problem. Zum Lumiere Noire Homme würden Männer greifen, die sich bewusst sind, dass Sie Männer sind. Richtige Kerle mit Macken und Profil. Und zum L'Homme À la Rose hätten halt eben jene Männer gegriffen, die es gerne seicht, belanglos und austauschbar mögen. Aber so lässt uns MFK hier mit nur einem Rosenduft für "Männer" zurück, zu denen ich mit mit diesem Duft einfach nicht zählen möchte.
Manche Düfte sind ein Schlag ins Gesicht. Und dann gibt es den L'Homme À la Rose. Das werde ich dir niemals verzeihen, Kurkdjian.
Der Lumiere Noire Homme von MFK ist in meinen (und vielen anderen) Augen einer oder wenn nicht sogar der schöne Rosenduft, den ein Mann tragen kann. Hier wird die Rose so wunderbar und stilsicher mit herben Nebendarstellern (Patchouli, Gewürze) auf die Bühne gestellt, dass diese Kombination einfach eine traumhaft schöne Symbiose ergibt. Alles greift ineinander, verbindet sich und ergibt am Ende einen herb-würzigen Rosenduft, der seinem Namen alle Ehre macht. Und dann nimmt man diesen Duft, der von der Community geliebt und in höchsten Tönen verehrt wird und stellt ihn ein. Und wenn das nicht schon schlimm und Frevel genug wäre, versucht man sich bei Nachfrage der Community an scheinheiligen Ausreden (der Parfümeur möchte sich neu verwirklichen).
Was man aber dann macht, ist der angesprochene Schlag ins Gesicht. Man veröffentlicht einen neuen Rosenduft, der auch auf eine männliche Zielgruppe schielt. Hier kommt der L'Homme À la Rose ins Spiel.
Für den L'Homme À la Rose benötigt es nicht vieler Worte. Und für den einen oder anderen mag das jetzt hart, aggressiv oder sogar beleidigend wirken. Aber wir haben hier schlicht und ergreifend den schlechtesten Rosenduft der letzten Jahre. Hätte MFK diesen Duft als "Gurkenduft" vermarktet, dann hätte man alles richtig gemacht. Denn genau das ist er. Eine absolute Gurke im Portfolio einer sonst eigentlich recht stilsicheren Marke. L'Homme À la Rose wirkt wie ein Erstlingswerk eines Anfängers im ersten Semester. Ein Reagenzglasunfall. Ein an beliebig- und austauschbarkeit nicht zu übertreffender Duft, der uns hier ein seichtes, blasses Rosenwasser mit etwas Seifigkeit anbietet. Wenn es das Ziel von Francis Kurkdjian war, das exakte Gegenteil von Lumiere Noire Homme zu erschaffen, dann verbeuge ich mich hier vor dieser Leistung. Dem Duft fehlt all das, was den Lumiere Noire Homme ausgemacht hat. Es gibt hier kein Profil, keine Ecken und Kanten. Alles wirkt rundgelutscht und ohne jede Tiefe.
Und das schlimmste ist, dass man den L'Homme À la Rose nicht so hart ran nehmen würde, wenn man nicht wüsste, dass für diesen Duft der Lumiere Noire Homme buchstäblich geopfert wurde. Gäbe es beide Düfte im Portfolio von MFK, dann wäre das alles kein Problem. Zum Lumiere Noire Homme würden Männer greifen, die sich bewusst sind, dass Sie Männer sind. Richtige Kerle mit Macken und Profil. Und zum L'Homme À la Rose hätten halt eben jene Männer gegriffen, die es gerne seicht, belanglos und austauschbar mögen. Aber so lässt uns MFK hier mit nur einem Rosenduft für "Männer" zurück, zu denen ich mit mit diesem Duft einfach nicht zählen möchte.
Manche Düfte sind ein Schlag ins Gesicht. Und dann gibt es den L'Homme À la Rose. Das werde ich dir niemals verzeihen, Kurkdjian.
Aktualisiert am 01.11.2021 - 05:08 Uhr
10 Antworten



Grapefruit
Mairose Absolue
bulgarische Damaszener-Rose
Amberholz
französischer Salbei
spanische Zistrose








Gold
Heikeso
NikEy
SirLancelot
R1ngwood



































