
Abraxas98
53 Rezensionen

Abraxas98
Sehr hilfreiche Rezension
5
Nie gefiel mir Wahnsinn besser!
Fit of Folly ist das 6. Kapitel in der Reise durch die Emotionen des Hauses Margiela. Eine Hommage an den Wahnsinn, die Torheit. Wer hier jedoch ein Crescendo, ein furioses Finale erwartet - den muss ich enttäuschen. Es gelingt den Parfümeuren Suzy le Helley und Philippe Paparella-Paris, mit viel subtileren Mitteln die Verrücktheit abzubilden. Dabei gehen sie den Weg der Verwirrung, indem sie Patchouli völlig neu interpretieren und die Nase in die Irre führen.
„Wir wollten dem Wahnsinn ein Gesicht geben – einen befreienden Zustand völliger Hingabe. Dies haben wir durch ein abstraktes, unkonventionell komponiertes Patchouli zum Ausdruck gebracht. Moschusnoten werden vertikal, Patchouli verliert seine erdigen Facetten und Amberhölzer werden mineralisch, was eine vollständige olfaktorische Desorientierung erzeugt.“ - so die beiden Parfümeure.
Und - es funktioniert. Fit of Folly kommt sanft und leise daher, ohne dabei aber viel von sich selber preiszugeben.
Eine deutliche Bergamotte? Fehlanzeige.
Die einzelnen Komponenten erscheinen verfremdet - und doch irgendwie vertraut.
Eine Duftpyramide nachzulesen und dann hier Komponenten aufzuzählen - nur um so zu tun, als würde ich das alles herausriechen - das wird dem Duft nicht gerecht.
Patchouli? Ja, schon irgendwie, aber eben nicht so, wie man es gewöhnt ist.
Fit of Folly fordert mich heraus, zwingt mich immer und immer wieder an meinem Arm zu riechen, um ihm seine Geheimnisse zu entreißen - und lässt mich doch scheitern. Und das Verrückteste daran ist, dass es mir so gefällt.
Es bleibt ein dichtes Geflecht aus Nuancen und Aromen, welches würzig, warm und intensiv auf meiner Haut schwebt. Immer wieder verändert sich der Duft, wirkt manchmal fast unharmonisch, nur um kurze Zeit später wieder völlig rund zu werden.
Wie das funktionieren kann, das ist mir schleierhaft. Ich empfinde es als Meisterleistung der Parfümeure.
Dabei muss man aber klar sagen, dass Fit of Folly nicht unbedingt everybody‘s Darling sein wird. Allzu verwirrend ist der Gesamteindruck.
Ich freue mich schon jetzt auf weitere Erfahrungsberichte, da dieser Duft definitiv Stoff für Diskussionen liefert. -Gottseidank, wie ich finde, denn massenkompatibel und langweilig gibt es doch schon genug, oder nicht? Dann geben wir uns doch lieber dem (erstaunlich leisen) Wahnsinn hin!
„Wir wollten dem Wahnsinn ein Gesicht geben – einen befreienden Zustand völliger Hingabe. Dies haben wir durch ein abstraktes, unkonventionell komponiertes Patchouli zum Ausdruck gebracht. Moschusnoten werden vertikal, Patchouli verliert seine erdigen Facetten und Amberhölzer werden mineralisch, was eine vollständige olfaktorische Desorientierung erzeugt.“ - so die beiden Parfümeure.
Und - es funktioniert. Fit of Folly kommt sanft und leise daher, ohne dabei aber viel von sich selber preiszugeben.
Eine deutliche Bergamotte? Fehlanzeige.
Die einzelnen Komponenten erscheinen verfremdet - und doch irgendwie vertraut.
Eine Duftpyramide nachzulesen und dann hier Komponenten aufzuzählen - nur um so zu tun, als würde ich das alles herausriechen - das wird dem Duft nicht gerecht.
Patchouli? Ja, schon irgendwie, aber eben nicht so, wie man es gewöhnt ist.
Fit of Folly fordert mich heraus, zwingt mich immer und immer wieder an meinem Arm zu riechen, um ihm seine Geheimnisse zu entreißen - und lässt mich doch scheitern. Und das Verrückteste daran ist, dass es mir so gefällt.
Es bleibt ein dichtes Geflecht aus Nuancen und Aromen, welches würzig, warm und intensiv auf meiner Haut schwebt. Immer wieder verändert sich der Duft, wirkt manchmal fast unharmonisch, nur um kurze Zeit später wieder völlig rund zu werden.
Wie das funktionieren kann, das ist mir schleierhaft. Ich empfinde es als Meisterleistung der Parfümeure.
Dabei muss man aber klar sagen, dass Fit of Folly nicht unbedingt everybody‘s Darling sein wird. Allzu verwirrend ist der Gesamteindruck.
Ich freue mich schon jetzt auf weitere Erfahrungsberichte, da dieser Duft definitiv Stoff für Diskussionen liefert. -Gottseidank, wie ich finde, denn massenkompatibel und langweilig gibt es doch schon genug, oder nicht? Dann geben wir uns doch lieber dem (erstaunlich leisen) Wahnsinn hin!
6 Antworten



kalabrische Bergamotte
Sandelholz
weißer Moschus
Amberholz
Patchouli
Vetiver




































