Centaure von Maître Parfumeur et Gantier
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7.5 / 10 39 Bewertungen
Centaure ist ein Parfum von Maître Parfumeur et Gantier für Herren und erschien im Jahr 1991. Der Duft ist würzig-zitrisch. Es wird noch produziert.
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Duftrichtung

Würzig
Zitrus
Holzig
Grün
Frisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
MinzeMinze PetitgrainPetitgrain ZitroneZitrone brasilianische Orangebrasilianische Orange
Herznote Herznote
LavendelLavendel Schwarze JohannisbeereSchwarze Johannisbeere Tanne AbsolueTanne Absolue NeroliNeroli JasminJasmin
Basisnote Basisnote
EichenmoosEichenmoos TabakTabak MoschusMoschus VetiverVetiver

Parfümeur

Bewertungen
Duft
7.539 Bewertungen
Haltbarkeit
7.535 Bewertungen
Sillage
6.832 Bewertungen
Flakon
7.339 Bewertungen
Eingetragen von Seglein, letzte Aktualisierung am 18.12.2023.

Rezensionen

4 ausführliche Duftbeschreibungen
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Minigolf

2201 Rezensionen
Minigolf
Minigolf
2  
Seite an Seite mit dem Fregattenkapitän
Meeresrauschen. Die Nordsee ruft. Da steht ein älterer, weißhaariger Mann mit exaktem Rundbart der gleichen Farbe und einen Schnäuzer am Pier des Hamburger Hafens und träumt vor sich hin. Und ist voller Vorfreude auf das kommende Ereignis( für ihn ist es ein Großes).
Da dümpelt sie im ruhigeren Wasser und wartet auf ihn. Die Fregatte der Bundeswehr aus den 1950er/60er Jahren, deren Kapitän er viele Jahre war.
Und nun kann er sich den Wunsch erfüllen, nochmal mit ihr ein paar Tage durch die kühlen Wellen zu schippern. Mit einer "Mannschaft" an Bord, die aus interessierten Touristen besteht.
Nun denn, alle ind an Bord, endlich kann es losgehen. Der alte Anton betritt stolz und freudig "sein" altes Schiff, begrüsst die Gäste und bittet den Steuermann, abzulegen.
Auch ich bin darunter und lausche den Ausführungen des Käptens. Der spricht über Friedenszeiten, Gefahren des "Kalten Krieges" und was "seine" Fregatte, wenn überhaupt, damit zu tun hatte. Über Rettungseinsätze für Schiffe in Seenot, über eine Sturmflut, der er und seine Matrosen nur knapp entkamen, und vieles mehr. Ich stehe ganz in seiner Nähe und spüre seine knappe, "militärische", aber dennoch warmherzige Ausstrahlung, rieche seinen Duft, den mir der Seewind in die Nase trägt.
Es ist so, als röche ich die fast minzige Frische rauen Windes, die fruchtig-herbe Luft seines Heimatlandes im Norden der Republik, wo auf Johannisbeerplantagen rote und schwarze Früchte geerntet werden und deren Duft über allem in ihrer Nähe liegt.
Ebenso kann ich das holzig- moosige Aroma frisch gescheuerter Schiffsplanken erkennen, die aus haltbarem , harzreichem Holz gefertigt wurden. Und ich kann die Liebe zur Seefahrt riechen, die dieser "Anton, der Seebär" in seiner blauen Uniform vermittelt. Die genauso blau ist, wie wohl der vom Mond erhellten Nachthimmel über der herbstlichen See.
Ich mag diesen Duft, der fast so ist, wie der alte Fegattenkapitän, der ihn trägt.
Erfahren, aussen kühl, innen mit viel Seele, verschmitzt und weise, Pfeife schmauchend und dankbar-stolz...
in Duft, NICHT nur für Seebären....
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6
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Jazzbob

119 Rezensionen
Jazzbob
Jazzbob
Sehr hilfreiche Rezension 6  
Ein Centaurus aus Gentlemen & gezähmten Pferd
Edit 25.08.2016:

Den alten Kommentar lass ich hier mal stehen, muss aber dazu sagen, dass er sich auf eine Duftprobe von ALZD bezieht. Dort hatte ich mir vor kurzem einen Flakon gekauft. Allerdings war dieser undicht und ich habe ihn retournieren können - zum Glück! Denn überraschenderweise roch "Centaure" für mich aus demselben deutlich floraler - fast schon an Rosen erinnernd - und vor allem fruchtiger. Die Johannisbeer-Note war merklich präsenter und den eher frischen, minzig-rauchigen Eindruck der Abfüllung, die ich mehrere Tage getestet hatte, konnte ich nicht wiederfinden. Nun stellt sich mir die Frage, ob dieser Unterschied auf einer möglichen Reformulierung (der Flakon ist rot und nicht wie hier abgebildet) basiert, oder ob es daran liegt, dass das Parfum zu viel Luft abbekommen hat... In jedem Fall zeigt sich, dass auch Abfüllungen trügerisch sein können.
Zum Flakon sei noch gesagt, dass dieser zwar aus massivem Glas besteht, jedoch eine recht billig gemachte Plastikkappe hat.

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Zwei meiner ersten Assoziationen, die ich mit "Centaure" hatte, waren 'edle Seife' und 'Kaugummi' - nach beidem möchte ich nicht unbedingt riechen, aber von Anfang an empfand ich ihn als einen interessanten Duft, der mich zum ständigen am-Handgelenk-riechen verführte. Nach mehrtägigem Test kann ich nun sagen: Er gefällt mir richtig gut, weil er klassisch und trotzdem modern ist, komplex, aber nicht aufdringlich.

Die Kopfnote entspricht zunächst klar den hier aufgelisteten Noten: eine Zitrus-Melange und Minze sorgen für einen frischen Start, aber hintergründig nehme ich schon Fruchtig-Florales und eine leicht rauchige Note war. Wirklich meisterhaft ist diese Fülle an Essenzen miteinander verwoben, ohne zu schwer zu wirken. Wie mein Vor-Rezensent schon bemerkte, sorgt vor allem der Kontrast der herben Johannisbeere mit dem Tannenabsolue dafür, dass hier nichts ins Triviale abdriftet. Circa anderthalb bis zwei Stunden halten sich bei mir diese zitrisch-fruchtigen Noten, was auch ungefähr der Dauer entspricht, wo der "Centaure" seine Stärke demonstriert; danach wird er deutlich körpernäher und beschränkt sich mehr auf die minzig-rauchigen Komponenten, die von der Basis bzw. den floralen Noten abgemildert werden. Allerdings hätte hier, meiner Meinung nach, etwas mehr Tabak - keinen süßlichen zum Pfeife Stopfen! - oder Holz gut getan.

Somit entspricht der "Centaure" nicht so richtig der gleichnamigen mythologischen Figur - dafür ist er zu brav - und dennoch steckt in der Werbeaussage auf der Hersteller-Website etwas (subtiler erkennbare) Wahrheit:
"Centaure embodies the duality of the Man. It combines power and roughness with elegance and refinement, reconciling simplicity with sophistication."

Neben "Ambre Doré" ist "Centaure" der zweite absolut lohnenswerte Test der Marke für mich. Wäre da nur nicht meine Freundin, die ihn nicht so mochte: "Der riecht wie Seife", sagte sie nämlich auch gleich. Naja... stimmt schon, aber dann ist es wohl die beste Seife, die ich jemals gerochen habe!
4 Antworten
10
Flakon
7.5
Sillage
7.5
Haltbarkeit
8.5
Duft
Yatagan

394 Rezensionen
Yatagan
Yatagan
Top Rezension 36  
Die Summe aller Klischees von Stil – oder: die Zigarren meiner Großmutter
Eigenartige Überschrift? Gut so, dann seid ihr vielleicht neugierig und lest weiter.

Was zeichnet guten Stil aus? Ein Maßanzug aus italienischem Stoff, Maßschuhe - oder doch Harris Tweed, perfekte Abstimmung von Muster und Farbe bei Hemd, Krawatte und Einstecktuch?

Vielleicht ist es das: die perfekte Abstimmung, die Freude am Ästhetischen, gepaart mit einem Schuss Exzentrik, denn sonst wird guter Stil schnell ein bisschen langweilig – oder ist kein guter Stil.

Übertragen auf einen Duft könnte das heißen: perfekte Abstimmung zwischen Kopfnote, Herznote und Basisnote, keine großen Experimente, klare Übergänge, guter Sitz (Haltbarkeit), distinguierte Ausstrahlung (gemäßigte, aber spürbare Sillage) und trotzdem ein Schuss Exzentrik durch einen Inhaltstoff, der wenigstens in dieser Konzentration nicht in allzu vielen Düften vorkommt.

Genau dieser Summe aller Klischees von Stil, und zwar maskulinem Stil, entspricht Centaure.

Der Auftakt ist zunächst noch klar, frisch und ein wenig konservativ, denn diese Mischung aus Zitrone und Petigrain ist konventionell; mit dieser klaren zitrischen Schärfe aber auch kein Mainstream, eher schon englisch, weniger französisch in seiner Textur.

Jasmin in der Herznote von Herrendüften ist spätestens seit der Verbreitung von Cool Water auch nicht wirklich mehr ein besonderes Wagnis, auch wenn Centaure schon ein älteres Semester ist (1991), damit aber immer noch ein wenig jünger als der eben zitierte Mainstream-Klassiker.

Spannender ist dagegen der sich alsbald einstellende Kontrast zwischen einer Säure (Cassis?) und dem Tannen-Absolue, das in seiner Schwärze, Dunkelheit, borkigen Harzigkeit, ja bockigen Widerspenstigkeit mehr als deutlich vernehmbar ist. Damit ist Centaure (was für ein Name…) überdies ein spannender Gegenspieler zu einem anderen, viel weicher gewobenen Duft mit Tannen-Absolue, nämlich Ormonde Jaynes Man, meinem derzeitigen Duftfavoriten. Was bei Ormonde Jayne mit impressionistischen Pinselstrichen getupft wurde, stellt sich bei Maitre Parfumeur et Gantiers Vertreter ein wenig expressionistisch gehalten als rustikaler Charme eines Landlords dar, der sein abgenutztes Harris Tweed-Jackett als Zeichen gehobenen Stils auch auf der Tribüne der Rennbahn trägt, während sich die unerfahrenen jungen Karrieristen aus Londons Bankenviertel in der gleichen Stuhlreihe mit ihren teuren Maßanzügen gegenseitig zu übertreffen suchen.

Zum Harris Tweed gehört dann hier auch eher ein rustikales Hemd (vielleicht aber mir gedecktem Prince of Wales-Karo und Seidenschal und mit Bedacht gewähltem Einstecktuch) und schon gar nicht die Luxusseidenkrawatte gewisser deutscher Hersteller.

Diese Tanne in der Herznote sorgt aber auch dafür, dass der Duft seinem Träger (eine Trägerin kann ich mir nicht so leicht vorstellen, aber vielleicht hat gerade das seinen Reiz) einiges abverlangt. Ich selbst kann diesen Duft nicht alle Tage tragen; ist man aber in der richtigen Stimmung für den oben beschriebenen Auftritt, kann Centaure der perfekte Begleiter und damit die ideale Abrundung des richtigen Looks sein. Und das gilt für diesen Duft vielmehr als für fast alle anderen Düfte, die ich kenne, vergleichbar darin allenfalls einigen anderen englischen Colognes (die vergessenen Crown-Düfte) und südfranzösischen Düften aus Grasse (die älteren maskulinen Galimards).

Dass der Duft dann noch Eichenmoos (hoffentlich noch das Original und kein Substitut…) und Vetiver enthält, macht den Duft für mich nachgerade perfekt für gewisse Tage.

Ein wenig stört mich persönlich die Tabaknote, die hier wirklich noch an knarzige Zigarren erinnert und mir fast ein bisschen zu aufdringlich erscheint. Eigentümlich ist jedoch, dass dieser Akzent mit der Zeit nicht stärker hervortritt, sondern lange Zeit in der Balance mit frischen Noten, die sonst zu großer Flüchtigkeit neigen, verbleibt. Das wiederum gefällt mir.

Und auch die Zigarrentöne scheinen den Duft zu einem reinen Herrenduft zu machen. Aber ich erinnere mich, dass meine Großmutter zu ganz seltenen Gelegenheiten einen der Herren in ihrer Freundesrunde um den kleinen Rest seiner Zigarre bat…
31 Antworten
7.5
Haltbarkeit
9
Duft
Apicius

1106 Rezensionen
Apicius
Apicius
Top Rezension 11  
Meisterhaft
Das ist mal ein tolles Parfum! Bisher hat mir von dieser Marke zwar vieles gefallen, doch nichts fand ich überragend.

Centaure ist ein sehr gediegenes , altmodisch wirkendes Herrenparfum mit zitrischen Noten im Kopf, viel Floralem im Herzen und einer beeindruckenden Basis. Wenn ich es richtig deute, ist es das Eichenmoos (bzw. seine Ersatzstoffe), das diese besondere prickelnde Note einbringt. Ich fühle mich positiv an hervorragende Parfums von Micallef erinnert: Spicy for Him und Jewel.

Im Kern eher eine ambratisch-opulente Angelegenheit mit Chypre-Anklängen, ist es dieses Prickeln, aber auch eine pfeffrige Note, die beachtenswerte Kontrapunkte setzt. Es wird wohl die Tanne sein, die einen dunkelgrünen Akzent beisteuert.

Das alles ist hervorragend gemacht. Ein komplexes Herrenparfum im alten Stil. Gut geeignet für den Winter, den Abend am Kamin oder für formelle Anlässe. Neu ist das nicht, Ähnliches gibt es auch woanders. Aber selten so gut gemacht. Erschienen 1991, war es sicher auch damals keine Mode-Duft. Testempfehlung!
2 Antworten

Statements

11 kurze Meinungen zum Parfum
Eggi37Eggi37 vor 4 Monaten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7.5
Duft
Herb-zitrisch & unsüße Johannisbeer-Säure
schäumt wie Seife
Mit metallischen Lavendel
Wirkt es auf gepflegt-kühle Weise aristokratisch
49 Antworten
FriesinFriesin vor 3 Jahren
6
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Wenn bei Hofmannsthal die Frau dem potenten Centaur ins Gelock greift, hat er garantiert nicht nach Tannen-Tabak-Lavendel-Seife gerochen....
21 Antworten
FloydFloyd vor 4 Jahren
6
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7.5
Duft
Schäumend schlittert
Der göttliche Gaul
Durch minzfrische Zitruswälder
Lavendelt durch Tannen
Und Kräuterseife
In moosfeuchte Tabakfelder
17 Antworten
NuiWhakakoreNuiWhakakore vor 4 Jahren
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Zentaurenrennen
Minze und Blüten zermatscht
durchs Lavendelfeld
unter Tannen hindurch
Gras zertrampelt
in Tabakmoos geschlittert
wüste Gäule
14 Antworten
SpatzlSpatzl vor 4 Monaten
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
7
Duft
Mir fehlt eindeutig Eisenkraut in der Duftpyramide. Davon für mich etwas zu viel. Johannisbeeren könnte man auch etwas weniger...
22 Antworten
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So ordnet die Community den Duft ein.
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