28.04.2026 - 20:15 Uhr

FllahScent
9 Rezensionen

FllahScent
2
Zwischen Gruft und Erinnerung – still bewahrt.
Manche Düfte verschwinden nicht wirklich – sie ziehen sich nur zurück.
„Canoodling in a Crypt“ ist so ein Fall. In kleinen Kreisen, in Foren und Diskussionen lebt er weiter, wird erinnert, beschrieben, weitergegeben. Und trotzdem wirkte er für mich zunächst wie ausgelöscht – zumindest hier. Auf Parfumo war nichts zu finden. Kein Eintrag, kein Anhaltspunkt.
Umso besonderer war der Moment, ihm wieder einen Platz zu geben. Nicht als Entdeckung im klassischen Sinne, sondern eher wie das Öffnen einer Tür zu etwas, das längst existiert – nur eben im Verborgenen.
Und genau so wirkt dieser Duft auch.
Mein erster Gedanke bei „Crypt“ ging ganz klar in Richtung kalter, dunkler Kellerräume. Feucht, klamm, vielleicht sogar unangenehm. Genau das passiert hier aber nicht.
Stattdessen entsteht das Bild eines geschlossenen Raumes. Die Luft steht. Nichts zirkuliert. Keine Frische, kein Zug kalter Luft, keine Bewegung. Es ist trocken, staubig, alt – aber nicht im Sinne von Verfall. Eher wie ein Raum, der seit Jahrzehnten, vielleicht Jahrhunderten einfach nicht mehr geöffnet wurde.
Dieses „Alte“ zeigt sich sofort: mineralische Anklänge, etwas Steinernes, dazu eine trockene, fast papierartige Staubigkeit. Ich musste dabei immer wieder an alte Bücher oder einen Antiquitätenladen denken. Alles wirkt konserviert, nicht zerfallen.
Eine wirkliche Kälte gibt es dabei kaum. Wenn überhaupt, dann nur ganz kurz in diesen mineralischen Momenten. Viel präsenter ist eine ganz leichte Feuchtigkeit – aber auch die nicht frisch, sondern eher eingeschlossen. Dazu kommt in Kombination eine gewisse Wärme, die ich am ehesten als „fiebrig“ beschreiben würde. Keine gemütliche Wärme, sondern eher etwas Körperliches, Ruhiges, das sich langsam ausbreitet.
Zwischen Staub, Stein und stehender Luft taucht eine balsamische Weichheit auf. Etwas, das ich zuerst schwer greifen konnte. Ein Gedanke, der irgendwo zwischen Kräutern, alten Salben und etwas sehr Vertrautem lag. Rückblickend ergibt das absolut Sinn: Diese Mischung wirkt weniger wie „Duft“ und mehr wie ein konservierender Balsam. Etwas, das den Zustand bewahrt und nicht verändert.
Sehr spannend fand ich einen kurzen Moment relativ früh: Für einen Augenblick blitzt etwas Metallisches auf. Kein lauter Effekt, nichts Dramatisches – eher ein flüchtiger Eindruck. Fast wie der Geruch eines winzigen Tropfens Blut. So kurz, dass man ihn fast verpasst.
Und genau das macht ihn interessant: Dieser Moment wirkt nicht schockierend. Durch die umgebende Wärme und diese balsamische Vertrautheit wird er sofort aufgefangen. Es hatte eher etwas Intimes als etwas Bedrohliches. Kein Bruch, sondern ein kurzer Impuls von „Leben“ in diesem ansonsten vollkommen ruhigen Raum.
Der Duft selbst bleibt dabei erstaunlich konstant. Keine klare Entwicklung, kein klassischer Verlauf. Es fühlt sich eher so an, als würde man sich immer tiefer in diesen Raum hineinbegeben. Je länger man sich darin aufhält, desto mehr Details fallen auf – aber der Raum selbst verändert sich nicht.
Hier geht es nicht darum, einzelne Noten herauszuriechen oder einen Verlauf zu verfolgen. Es geht darum, ein Gesamtbild wahrzunehmen. Aus Dingen wie Gewürzen, Erde, Harzen, Moschus entsteht etwas, das nicht auseinanderfällt, sondern als Einheit funktioniert.
Wer sich darauf einlässt, bekommt keinen Horror, keine Kälte und keine Dramatik – sondern einen Raum, der alt und ruhig ist und auf eine seltsame Weise vertraut wirkt.
„Canoodling in a Crypt“ ist so ein Fall. In kleinen Kreisen, in Foren und Diskussionen lebt er weiter, wird erinnert, beschrieben, weitergegeben. Und trotzdem wirkte er für mich zunächst wie ausgelöscht – zumindest hier. Auf Parfumo war nichts zu finden. Kein Eintrag, kein Anhaltspunkt.
Umso besonderer war der Moment, ihm wieder einen Platz zu geben. Nicht als Entdeckung im klassischen Sinne, sondern eher wie das Öffnen einer Tür zu etwas, das längst existiert – nur eben im Verborgenen.
Und genau so wirkt dieser Duft auch.
Mein erster Gedanke bei „Crypt“ ging ganz klar in Richtung kalter, dunkler Kellerräume. Feucht, klamm, vielleicht sogar unangenehm. Genau das passiert hier aber nicht.
Stattdessen entsteht das Bild eines geschlossenen Raumes. Die Luft steht. Nichts zirkuliert. Keine Frische, kein Zug kalter Luft, keine Bewegung. Es ist trocken, staubig, alt – aber nicht im Sinne von Verfall. Eher wie ein Raum, der seit Jahrzehnten, vielleicht Jahrhunderten einfach nicht mehr geöffnet wurde.
Dieses „Alte“ zeigt sich sofort: mineralische Anklänge, etwas Steinernes, dazu eine trockene, fast papierartige Staubigkeit. Ich musste dabei immer wieder an alte Bücher oder einen Antiquitätenladen denken. Alles wirkt konserviert, nicht zerfallen.
Eine wirkliche Kälte gibt es dabei kaum. Wenn überhaupt, dann nur ganz kurz in diesen mineralischen Momenten. Viel präsenter ist eine ganz leichte Feuchtigkeit – aber auch die nicht frisch, sondern eher eingeschlossen. Dazu kommt in Kombination eine gewisse Wärme, die ich am ehesten als „fiebrig“ beschreiben würde. Keine gemütliche Wärme, sondern eher etwas Körperliches, Ruhiges, das sich langsam ausbreitet.
Zwischen Staub, Stein und stehender Luft taucht eine balsamische Weichheit auf. Etwas, das ich zuerst schwer greifen konnte. Ein Gedanke, der irgendwo zwischen Kräutern, alten Salben und etwas sehr Vertrautem lag. Rückblickend ergibt das absolut Sinn: Diese Mischung wirkt weniger wie „Duft“ und mehr wie ein konservierender Balsam. Etwas, das den Zustand bewahrt und nicht verändert.
Sehr spannend fand ich einen kurzen Moment relativ früh: Für einen Augenblick blitzt etwas Metallisches auf. Kein lauter Effekt, nichts Dramatisches – eher ein flüchtiger Eindruck. Fast wie der Geruch eines winzigen Tropfens Blut. So kurz, dass man ihn fast verpasst.
Und genau das macht ihn interessant: Dieser Moment wirkt nicht schockierend. Durch die umgebende Wärme und diese balsamische Vertrautheit wird er sofort aufgefangen. Es hatte eher etwas Intimes als etwas Bedrohliches. Kein Bruch, sondern ein kurzer Impuls von „Leben“ in diesem ansonsten vollkommen ruhigen Raum.
Der Duft selbst bleibt dabei erstaunlich konstant. Keine klare Entwicklung, kein klassischer Verlauf. Es fühlt sich eher so an, als würde man sich immer tiefer in diesen Raum hineinbegeben. Je länger man sich darin aufhält, desto mehr Details fallen auf – aber der Raum selbst verändert sich nicht.
Hier geht es nicht darum, einzelne Noten herauszuriechen oder einen Verlauf zu verfolgen. Es geht darum, ein Gesamtbild wahrzunehmen. Aus Dingen wie Gewürzen, Erde, Harzen, Moschus entsteht etwas, das nicht auseinanderfällt, sondern als Einheit funktioniert.
Wer sich darauf einlässt, bekommt keinen Horror, keine Kälte und keine Dramatik – sondern einen Raum, der alt und ruhig ist und auf eine seltsame Weise vertraut wirkt.



ägyptischer Moschus
getrocknete Blätter
Kirchenweihrauch
Masala-Chai-Tee
Schmutz
schwarzer Amber

































