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7.2 Morning in Tipasa 2021

8.1 / 10 136 Bewertungen
Ein beliebtes Parfum von Pierre Guillaume für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2021. Der Duft ist grün-frisch. Es wird noch produziert.
Aussprache Vergleich
Ähnliche Düfte
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Duftrichtung

Grün
Frisch
Zitrus
Würzig
Süß

Duftnoten

PfefferminzePfefferminze PiniePinie ZitronengrasZitronengras Chinesische Jujube-HonigChinesische Jujube-Honig BergamotteBergamotte

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.1136 Bewertungen
Haltbarkeit
6.2114 Bewertungen
Sillage
5.8113 Bewertungen
Flakon
7.494 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.462 Bewertungen
Eingetragen von PixieDust · letzte Aktualisierung am 30.11.2025.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion Numéraire.

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Rezensionen

3 ausführliche Duftbeschreibungen
8.5Duft 6Haltbarkeit 6Sillage
Ooonidda

40 Rezensionen
Ooonidda
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Hilfreiche Rezension 3  
Pinien Impressionismus
Wie riechen Pinien? Üppige, alte Pinien, harzig und knorrig, verströmen vor allem, wenn die Sonne auf sie trifft, einen charakteristischen Geruch (für mich ein Nostalgie-Bomber hoch 1000, aka Zelturlaub-als Kin-mit-den-Eltern-Duft). Holzig-frisch, grün, herrlich herb und zugleich irgendwie kühlend-frisch, mit einer schönen zitrischen Note dazwischen. Besonders wenn die Sommer-Sonne auf die Zweige trifft, entwickelt sich ein charakteristisches Aroma, denn eine balsamische, harzige Süße gesellt sich meist dazu.
Ich assoziiere den Duft mit flirrend heißer Luft, die fast schon süßlich schmeckt.

Nun gut, unter der besagten Pinie steht mein Klappstuhl an diesem Morgen. Es ist ein noch kühler Morgen, und hier unter den Pinien ist es noch minzig-frisch, die alten und trockenen Piniennadeln, unter mir auf dem Boden, verströmen bereits ihren Duft während man auf sie tritt, der duft des Sommers am Mittelmeer, wenn auch noch leise. Die Spitzen der Pinie werden seit einer halben Stunde von der bereits heißer werdenden Sonne getroffen und fangen an, ihren Duftnebel über den Platz zu legen. Noch bin ich etwas klamm von der Nacht im Zelt, also streife ich mir einen Pulli über und setze den Kessel auf den kleinen Gaskocher, um mir einen Tee zu kochen. Kein Teebeutel? Kein Problem! Etwas frische Minze in die Tasse, dazu eine Schnitz Zitrone für das mediterrane Gefühl, und etwas Dekadenz muss auch sein: ein dicker Löffel Honig wandert hinein. Voila, nun sitze ich hier mit meiner Tasse und wackel vor Wonne mit den Zehen in den bunten Flipflops.

Pierre Guillaume hat das Talent, Düfte und Duftnoten einfühlsam neu zu interpretieren. Nicht das Rad neu erfinden, sondern Bestehendes zu nehmen und dem Ganzen wie ein Impressionist einen eigenen Standpunkt zu verleihen. Er lässt uns seine Welt so sehen beziehungsweise riechen, wie er sie uns wahrnehmen lassen will.
Auch hier ein mediterranes Landschaftsgemälde, doch statt der immer gleichen „naturgetreuen“ Peisage aus Zitrik, Kräutern, Holz, Tanne und wahlweise Aquatik oder Süße schnappt sich Herr Guillaume hier die Pinie, zerlegt sie olfaktorisch in ihre Bestandteile und setzt sie auf seine Weise wieder zusammen. Das süß-harzige des Baumsafts wird zum zahnflüssigen bernsteinfarbenen süßen Honig, die zitrischen Anteile des Piniennadel-Aromas werden durch die Zitrus-Akkorde in den Vordergrund gerückt, die herbe Kälte und das dunkle Grün durch die Minzfrische repräsentiert, das Holz selbst?Vornehm zurückhaltend in der Basis.

Ein impressionistisches olfaktorisches Gemälde einer Pinie vom Meister selbst, oder eben mein morgen mit dem Tee unter Pinien, was weiß ich.
2 Antworten
Intersport

115 Rezensionen
Intersport
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Top Rezension 22  
PG & SL à Tipasa
Albert Camus Essay 'Noces à Tipasa' (ca. 1936), Pierre Guillaume's Inspiration für 7.2 Morning in Tipasa, liefert ein von olfaktorischen Impressionen strotzendes Landschaftsportait der algerischen Küstenstadt Tipasa, samt Umland. Ein fast zu einladender Text für ein Parfum. Gleich ab der ersten Seite wird von üppigen aromatischen Pflanzen, der betörenden Hitze des algerischen Sommers am Mittelmeer gesprochen, bevor Camus konkret wird: Bougainvilleas, Hibiscus, Teehybride Rosen, Schwertlilien, Mastic Bäume, Ginsterpflanzen, Geranien, Heliotrop und immer wieder Artemisia absinthium: Wormwood, Absinthblätter. Stets dabei Küstenbriese und Sonne. Zumindest in den offiziellen Noten ist nichts davon zu finden, erwähnt wird hier: "Wild Lemongrass, Peppermint, Mediterranean Pine, Bergamot, Jujube Tree Honey". Zitronengras, vermutlich auch wildes, und Jujube hätte ich eher von Malaysia ab ostwärts vermutet, aber in Summe ist das was Guillaume hier vorschlägt stimmig. Meeresnaher Nadelwald, minzartiger, herbal-aquatischer Start, gefolgt von viel Pinie und Spuren von Honig, und das alles in leicht.

Noch bin ich mit der Arbeit des ursprünglich hauptberuflichen Michelin-Chemiker nicht allzu vertraut. Dass seine Produktionsstätte, wie Michelin in der Auvergne, in Clermont-Ferrand sitzt, ist sympathisch, die Idee eigene Düfte einen hausinternen Remix zu unterziehen auch - die 7.2 im Titel soll auf die Vorgänger 7.1 und 7 verweisen. Ich bin mir aber nicht sicher wie weit hier noch ein Eigen-Remix oder schon Styletransfer vorliegt. 7.2 Morning in Tipasa, erinnert durch die Honig/Pinien Kombination - wie bereits von AugustA observiert - an Fille en Anguilles (2009), oder vielmehr an eine feinere, aquatische Verdünnung davon. 'Mediterraner Pinienwald' ist ähnlich wie Aquatik ein Dauerbrenner und unerreichbares Hirngespinst der Parfümiere, fine wie applied. Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr in mediterranen Kiefernwäldern unterwegs, dafür oft in atlantischen, und bin jedesmal hin und weg von der Komplexität und Leichtigkeit dieser. Neben den massgeblich beteiligenden Strandkiefern & co. sind es ja auch die Summe der anderen Gräser, Gestrüpp, Gestein und Sediment die das Ganze ausmachen. Lutens' Nadelwald ist camp, es ist ganz klar bekennendes Parfum und nicht abgefüllte Landschaft. Morning in Tipasa ist auch Parfum, nur macht die weit dezentere Dosierung hier den Unterschied aus, Minze und Honig (hat Guillaume schon in 25 Indochine gekonnt eingesetzt) ergeben tatsächlich etwas das wie langsam Vertrocknendes in Meeresnähe ohne dabei tief ins Aquatische zu driften, hier von der anderen Mittelmeerseite.

Ca. 810 km sind es von Tipasa zur korsischen Scandola Halbinsel, Luftlinie. An deren warme herbale Aquatik muss ich entfernt denken, 7.2 setzt ähnliche Weichzeichner ein, wenn auch weniger differenziert. 3134 km, mit Auto, via Paris, ist die Strecke Tipasa -> Blenheim Castle. Würde erwähnter Weichzeichner oder photografisches Bokeh nochmals um einiges übersteuert, so sind auch Spurenelement der Reise Paris - Edinburgh, die ja nie ganz in Schottland, aber zumindest im Bouquet Schloss angekommen ist, zu vernehmen. Und, um nochmals auf AugustA's treffend kompakten Umriss zurück zu kommen, die dieses reduzierte, einfachere Volumen passt dem Parfum ganz ausgezeichnet, eine gezielt inszenierte honig-harzige Pinie, mit minimalen grün-aquatischen Details.
8 Antworten
8Duft 7Haltbarkeit 7Sillage
Augusto

177 Rezensionen
Augusto
Augusto
Hilfreiche Rezension 11  
PG und SL im Pinienwald
Morning in Tipasa ist für AugustA ein bisschen die PG-Version von Lutens "Fille en Aiguilles". Frischer, süßer, nicht so ernsthaft. Die morgendliche Variante vielleicht während der Lutens für mich in der mediterranen Spätnachmittagssonne stattfindet. Beide aber im Pinienwald mit dem duftenden Harz, das so warm ist und so erfrischend. Ein spritziger warmer Sommer/Herbst/Spätsommer-Pinienduft. Scheinbar einfach, aber sehr überzeugend.
8 Antworten

Statements

46 kurze Meinungen zum Parfum
33
33
Sonne glüht
an den Ufern Tipasas
watend durch
angenehm Zitrische
Zitronengras Weiden
entspannend
mit Pfefferminztee
und Honig
pause machen
33 Antworten
32
44
Der ist mal hübsch! Zitrusnoten, zart geminzt, weich gesüßt, auf hellem Harzholz. Hat was entspanntes.
44 Antworten
27
15
Minze, Zitronengras, helles Harz und milde Honigsüße lassen sich tatsächlich gut identifizieren und ergeben einen durchweg charmanten Duft.
15 Antworten
22
18
Durchkämme die Zitronengräser
Grüne Bilder überall
Minzblätter frischen dich auf
Ein dünner Pinienwall
Sanfter Waldhonig vergoldet die Sicht
18 Antworten
13
4
Wäre schockverliebt wenn er nicht so enorm hautnah wäre. Wunderbar kühl-zitrisch-holzig, aromatisch, spicy, mit Honig im Herz.
4 Antworten
Weitere Statements

Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

Bilder

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