Le Canotier

Le Canotier von Rogue
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7.3 / 10 23 Bewertungen
Le Canotier ist ein Parfum von Rogue für Damen und Herren. Das Erscheinungsjahr ist unbekannt. Der Duft ist grün-würzig. Die Produktion wurde offenbar eingestellt.
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Duftrichtung

Grün
Würzig
Holzig
Frisch
Zitrus

Duftnoten

haitianisches Vetiverhaitianisches Vetiver BitterorangeBitterorange heller Tabakheller Tabak JasminJasmin MoosMoos VeilchenblattVeilchenblatt AmbraAmbra BergamotteBergamotte

Parfümeur & kreative Köpfe

Bewertungen
Duft
7.323 Bewertungen
Haltbarkeit
7.920 Bewertungen
Sillage
7.421 Bewertungen
Flakon
6.916 Bewertungen
Eingetragen von ExUser, letzte Aktualisierung am 04.08.2021.

Rezensionen

2 ausführliche Duftbeschreibungen
7
Sillage
9
Haltbarkeit
7.5
Duft
Profumo

284 Rezensionen
Profumo
Profumo
Top Rezension 20  
Picknick mit Strohhut

Der Canotier ist ein Strohhut mit gerader Krempe, der sich besonders in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts großer Beliebtheit erfreute.
Der Duft gleichen Namens, obwohl Jahrzehnte später kreiert, passt wunderbar zu diesem Hut. Beide vermitteln den Eindruck von „Draußen“, von Sonne und Wind, von Landleben, von in-der-Natur-Sein.

Manuel Cross, der Duft-Rebell aus Kalifornien, verwendet allerlei grün duftendes, aber auch bittere und fruchtige Zitrus-Noten, helle aromatische Akzente und ein paar Blüten, um diese Assoziation zu transportieren. Blonder Tabak, frisch-grasiges Veilchenblatt und grün-würziges Vetiver bilden zunächst das Zentrum des Duftes, begleitet von Heu und herber Frucht, bevor im weiteren Verlauf die klassische Chyprebasis den Duft zusehends erdet und eine Spur Ambregris ihm Körper und Delikatesse verleiht.

Als ich ‚Le Canotier’ zum ersten Mal aufsprühte, war ich ein bisschen irritiert über das wirre Durcheinander der einzelnen Noten, die irgendwie nicht so recht amalgieren wollen. Eine regelrechte Kakophonie war es zwar auch nicht, die verschiedenen Stimmen singen schon ein ähnliches Thema, aber sie haben gehörige Intonationsschwierigkeiten: Einsatz, Rhythmik, Lautstärke, alles wirkt nicht genau aufeinander abgestimmt und uneben. Erst recht, als mir einfiel an welchen Duft mich ‚Le Canotier’ erinnerte: es war Patricia de Nicolaïs ‚Vie de Chateau’. Auch ein Duft, der das sonnige Landleben feiert, wunderbar passend zu Claude Monets ‚Frühstück im Grünen’.
Allerdings ist der Duft von Madame perfekt orchestriert. Sie, die im Hause Guerlain aufwuchs, kann es wie keine Zweite: die Noten bruchlos miteinander zu verblenden und durch sie hindurch dennoch Natürlichkeit scheinen zu lassen. Denn bei aller Raffinesse der Komposition, vermitteln ihre Düfte nie den Eindruck von Künstlichkeit und strenger Gliederung, sondern bewahren sich immer eine natürliche Aura und ungezwungene Lebendigkeit.

Lebendig ist auch ‚Le Canotier’. Nichts an ihm ist statisch, alles in Bewegung. Aber es fehlt ein wenig die ordnende Hand, der Regisseur im Hintergrund, der unsichtbar die Strippen zieht.
Aber, was soll’s. Schön ist der Duft allemal. Es fehlt im nur ein wenig der Schliff, bzw. die Zentrierung. Ich wusste zunächst nämlich gar nicht wohin der Duft möchte, was er sein will: ein Tabak-Heu-Duft, ein Vetiver, ein holziges Chypre?
Nach einiger Zeit ahnte ich, dass er alles sein möchte, aber durch die ungelenke Verblendung wird es nicht so schnell klar. Der Duft läuft permanent Gefahr auseinander zu fallen.
Dass er letztlich aber doch nicht völlig zerfällt ist dem Einsatz einer enormen Menge Eichenmoos zu verdanken. Nicht IFRA-konformes Eichenmoos, das seine Aufgabe als Fixativ zu dienen dank Atranol und Chloratranol hier noch im vollem Umfang nachkommen kann. Der ungehemmte Einsatz dieses von Manuel Cross so geliebten Materials bringt letztlich doch Ruhe und Ordnung in diesen Duft und lässt ihn versöhnlich ausklingen.

Für Eichenmoos-Fetischisten ist ‚Le Canotier’, wie einige andere Düfte von Rogue Perfumery, ein absolutes Muss und eine regelrechte Offenbarung. An ihnen kann man studieren, wozu dieser Duftstoff fähig ist (bzw. hierzulande war), und an welch dürftigen Ersatz wir uns mittlerweile gewöhnt haben.
Zum Glück bessert sich die Situation bei uns so langsam – adäquatere Substitute kommen zum Einsatz, ebenso ein fragmentiertes, aber immerhin verwendbares Eichenmoos. Wenn man aber an ‚Le Canotier’, ‚Chypre Siam’ oder ‚Fougère l’Aube’ schnüffelt, kann man immer noch den Eindruck gewinnen als strecke einem Manuel Cross über den Atlantik hinweg genüsslich die Zunge raus: Ätsch! Seht her: so duftet ein richtiges Chypre! Ihr könnt es nicht mehr, aber ich kann es.
Getreu seinem Motto „Bureaucrazy destroys art!“, pfeift er auf die Bürokratie.
Recht hat er!

Trotzdem bleibe ich bei Madame de Nicolaïs wunderbaren ‚Vie de Chateau’, der mir zuverlässig ein kleines ‚Wow!’ entlockt, so gut ist der Duft.
‚Le Canotier’ vermag das nicht – Eichenmoos hin, oder her...
8 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
8
Haltbarkeit
8.5
Duft
Maggy4u

293 Rezensionen
Maggy4u
Maggy4u
Top Rezension 7  
21st Century Dandy
Le Canotier ist als Vetiver-Duft konzipiert. Und doch arrangiert Manuel vor allem klassische Zutaten eines Chypre rund um Jasmin, Veilchen und blonden Tabak. Dies gibt dem Duft eine gepflegte, ausgeglichene Dandy-Aura, als Gegenpool der Hektik unserer Zeit mit auf den Weg.

Umso mehr paßt der Name, benannt nach einem flachen Herrenstrohhut, der vor allem in den 1920ern in Mode kam und schon sehr schnell Inbegriff des modernen Mannes dieser Zeit wurde.

So verbindet Manuel in diesem Duft perfekt die Anklänge klassischer Colognes mit moderner, balancierter Frische und viel Tabak. Die Verwendung von Eichenmoos und Ambergris geben dem Duft zusätzlich eine unterschwellige Attraktivität und Sinnlichkeit, die mir unfassbar gut gefällt. Es entsteht ein Duft, der auffällt und schmeichelt, und gleichzeitig auch wieder für ein zeitloses Männerbild steht, ohne zu überzeichnen.

Le Canotier wurde von Manuel für kurze Zeit wieder neu aufgelegt. Den Flakon ziert die wunderschöne Medaille, die zu Beginn mehrere Düfte der Rogue Perfumery hatten.
1 Antwort

Statements

10 kurze Meinungen zum Parfum
FloydFloyd vor 3 Jahren
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8
Duft
Verschmitzter Schurke
Der Kanute
Liegt im Moos
Hat Gras in der Schnute
Immer hellen Tabak auf Tasche
Also bei mir zieht die Masche
19 Antworten
SchatzSucherSchatzSucher vor 4 Jahren
7
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Ein bißchen unentschlossen zwischen grünlich, süßlich, würzig und holzig. Kommt aber nicht recht vom Fleck. Es fehlt ein gewisser Pfiff.
7 Antworten
YataganYatagan vor 4 Jahren
7
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
6
Duft
Ich finde das verdächtig nah an soliden holzig-süßen Herrendüften mit floraler Kopfnote, die eine Weile den Mainstream geflutet haben.
5 Antworten
FvSpeeFvSpee vor 3 Jahren
8
Sillage
8
Haltbarkeit
7
Duft
Wacholderbittere dünstere Krautigkeit, die gelegentlich ins Stechende reinschliert.
9 Antworten
GoldGold vor 4 Jahren
5
Flakon
10
Sillage
9
Haltbarkeit
3
Duft
Le Canotier kann's für mich nicht. Harsch, krass, laut. Da kann ich mit dem Kanu nur noch kentern.
3 Antworten
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Diagramm

So ordnet die Community den Duft ein.
Torten Radar

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