Dali pour Homme 1987 Eau de Toilette

Dali pour Homme (Eau de Toilette) von Salvador Dali
Flakondesign Luigi Bormioli
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8.0 / 10 254 Bewertungen
Dali pour Homme (Eau de Toilette) ist ein beliebtes Parfum von Salvador Dali für Herren und erschien im Jahr 1987. Der Duft ist würzig-animalisch. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird von Cofinluxe / Cofci vermarktet.
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Duftrichtung

Würzig
Animalisch
Holzig
Erdig
Blumig

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
EstragonEstragon LavendelLavendel AnisAnis BasilikumBasilikum BergamotteBergamotte MandarineMandarine ZitroneZitrone
Herznote Herznote
MoosMoos JasminJasmin HeliotropHeliotrop MaiglöckchenMaiglöckchen RosengeranieRosengeranie
Basisnote Basisnote
PatchouliPatchouli AmberAmber MoschusMoschus VetiverVetiver VanilleVanille

Parfümeur

Bewertungen
Duft
8.0254 Bewertungen
Haltbarkeit
8.2208 Bewertungen
Sillage
7.9203 Bewertungen
Flakon
8.2216 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
8.974 Bewertungen
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 10.02.2024.

Rezensionen

23 ausführliche Duftbeschreibungen
10
Preis
10
Flakon
6
Sillage
6
Haltbarkeit
9.5
Duft
Foxear

22 Rezensionen
Foxear
Foxear
Top Rezension 56  
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen – aber zum!
Dali pour Homme – 1987 wurde dieses Gebräu vom avantgardistischen Surrealismus-Künstler Salvador Dali auf den Markt geschwemmt. Ein verruchter und überaus potenter Mooscocktail für kalte Tage, einzuordnen unter würziger Fougere mit animalischen Tendenzen. „Oh Schreck! Schon wieder ein animalischer Duft- fängt der jetzt wieder mit Primaten beim Liebesspiel an?“. Nein – dieses Mal wird es sogar wilder!

Der Auftakt ist geprägt von einer dunklen erdig-krautigen Aura, resultierend aus einem Zusammenspiel von Patchouli, Estragon und Lavendel – Zitrusfrüchte? Fehlanzeige! Im Verlauf steigt der finstere aber anmutige Mooskönig aus seinem Erdreich hervor und herrscht konsequent warm-würzig auf seinem Patchoulithron - nur wenige undefinierbare Blüten erheben ihre Stimmen gegen ihn. Sobald sich der Mooskönig verabschiedet hat, räumen Amber- und Moschusmännchen den Thronsaal auf. Im Ergebnis: geheimnisvoll, facettenreich, verführerisch, opulent!

Verantwortlich für die Duftkomposition – kein geringerer als ... Moment Mal, habe ich mich da auf der Seite verlesen? Sicherheitshalber erstmal die Brille geputzt. Tatsächlich: Parfümeur – Thierry Wasser. Der heute hochgelobte Parfumrockstar aus dem Hause Guerlain war die Wundernase hinter diesem himmlischen Hexentrank. Noch erstaunlicher: es war sein erstes kommerzielles (Männer-) Parfum.

Schon als Kind hegte er großes Interesse für Düfte sowie Aromen und bildete sich autodidaktisch mit Hilfe von Fachbüchern weiter – später machte er eine Ausbildung in dem Bereich, versprach sich aber keine Zukunft davon. Als junger Erwachsener erfuhr er von der Givaudan Parfumschule, eine Genfer Eliteschule für Personen, die bereits Erfahrung in den Bereichen Chemie oder Botanik hatten. Diese konnte er nicht vorweisen, trotzdem nahm er Kontakt mit Givaudan auf und wurde wider Erwarten nach Absolvieren zahlreicher Tests angenommen (den olfaktorischen Göttern sei an dieser Stelle gedankt). Dort konnte er sein angeborenes Talent weiter verfeinern und übte sich anfangs beim Herstellen von Waschmitteln und Toiletten-Gele. Später führte es ihn nach Paris, um im Auftrag von Givaudan für Salvador Dali sein erstes Parfum herzustellen: Dali pour Homme. Sein Erstlingswerk war sogleich ein kolossaler Kracher! Wenig verwunderlich, dass er zu einem Star der Branche emporstieg. Oder hatte er womöglich Starthilfe von einem mysteriösen Freund?

… Von einer Lavendel-Wendeltreppe die ins Unendliche führte, stieg ich hinab in einen dunklen Wald, der zunächst kilometerweit entfernt schien. Nach nur einen Augenblick und zwei Treppenstufen später, stand ich plötzlich sanft auf weichem Estragon. Flugs wurde ich von einem alten Mann bemerkt: „¡Hola, zorro!“. Ich sah zwei Spießgesellen, die unter einem Kessel standen. Angefacht von lodernden Feuerholz hing dieser verkehrt herum in der Luft und brodelte vor sich hin. Ich trat näher zu den Herren heran und setzte mich auf einen Baumstumpf aus Patchouli.

Neugierig beobachtete ich die beiden bei ihrem Tun. Einer mit komischen Bart, der andere ein junger Erwachsener mit glatt rasierten Wangen und mehr Fläschchen in seinen Händen, als er gemäß physikalischer Gesetze hätte halten können. „Was treibt ihr hier?“ fragte ich. „!skrewsgniltsrE seniem nereierK mieb rim tflih ,ilaD rreH ,dnuerF nieM“ – antwortete der bartlose. Interessant – das würde ich mir gespannt ansehen.

Die Zeit schmolz dahin, während die beiden geheimniskrämerisch tuschelten sowie ab und an die Kesselflüssigkeit abschmeckten. Ich beobachtete eine Nymphe zwischen den dichten Bäumen an uns vorbeihuschen. Eine atemberaubende Naturgöttin mit aschfahler Haut, feurig roten Haaren – die tatsächlich glühten! – und völlig entblößt, wäre da nicht das üppige Moos, welches die intimsten Stellen gekonnt bedeckte. Ob ihrer märchenhaften Schönheit war ich wie hypnotisiert- gut, dass sie keine Griechin war.

Indes hörte ich den Bartträger im Hintergrund wie wild brüllen: „Mehr Moos! !s0oM rh€M. M e H r M O_O $!“. Dass er spontan in Sonderzeichen und Großbuchstaben schrie, wunderte mich in diesem Szenario nicht sonderlich. Der bartlose kam seinem Geheiß nach und hantierte wie im Rausch mit seinen unzähligen Fläschchen in den Händen und goss diese gegen die Schwerkraft hinein in den brodelnden Kessel. Der Dirigent schien entzückt- auf seinem Gesicht lag ein breites, diabolisches Grinsen, welches sich von einem Ohr bis zum anderen zog – schräg!

Im tiefen Wald sah ich einen Baum, der sich verselbständigte und gen Horizont wanderte. An anderer Stelle schien der hell leuchtende Mond auf die Erde zu stürzen- ich sollte das mit den Pilzen in Zukunft sein lassen. Überraschend kamen Kobolde aus einem Erdloch direkt vor meinen Pfoten hervorgekrochen- jeder von ihnen trug einen Topf voll glänzender heller Flüssigkeit – gemeinsam tönten sie:

Wir bringen Töpfe voll Moschusgold,
aus Bernsteinhöhlen sind wir gekommen,
die Gaben wir euch bringen in Kolonnen,
wie uns befahl, unser Groß-Kobold!

Fröhlich singend und dazu rhythmisch tanzend, bewegten sich die Burschen zum siedenden Kessel. Als ein jeder in Reichweite war, verabschiedete er sich mit einem kräftigen „Jucheee“ und sprang in das kochende Kesselwasser hinein. Der Bartträger fing stumm laut zu lachen an, aus seinem Mund kamen Sprechblasen in den Lettern „HA HA HA HA HA HA HA HA“.

Der bartlose schien völlig erschöpft- seine Fläschchen ließ er kraftlos zu Boden stürzen, während sein Körper regungslos zum Himmel hoch fiel. Der andere schnappte sich flink eine leere Phiole und füllte mit einer Kelle das dunkelgrüne Gebräu ab. Er küsste die Phiole und warf sie mir zu – wie eine Rakete schoss sie durch die Luft und landete unbeschadet in meiner Pfote. Seine Lippen hingen noch an der Flasche, die plötzlich zu sprechen begannen: „¡Salvador Dali es mi nombre!“

Passende Musik: Jethro Tull – Velvet Green
Vielen Dank an Cappellusman – ein surrealer Vintage-Trip!
41 Antworten
8
Flakon
7
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft
Hautgout

25 Rezensionen
Hautgout
Hautgout
Top Rezension 23  
Surrealistischer Betriebsausflug
Will man den hysterischen und gleichermassen nerdigen Kommentaren in nationalen insbesondere englischsprachigen Foren glauben schenken dann hat man bei DpH „Vlad den Pfähler“ vor Augen, wie er schlaftrunken in handgefertigten Schnabelschuhen aus der Walachei seine Showtreppe aus schwarzem Onyx hinunterwankt, um aufs Klo zu gehen. Die Prostata drückt. Unabhängig von seinen Prostatabeschwerden hat er sich vor dem zu Bett gehen ordentlich mit Dali pour homme eingepudert damit er (sollte er dem Pasha von Ankara aka Recep Tayip Erdowahn begegnen) stets fein riecht. Na ja…
Der Perfumista mit starker Tendenz zur DramaQueen neigt bisweilen zum Fabulieren. Angeblich riecht DpH nach verdorbenen ranzigen Früchten, Blut und natürlich Pipi. Wer sich also schon mal auf seine Inkontinenz einstimmen will. Bitte. Der ein oder andere scheint hier deutlich zuviel Amselfelder Rotwein konsumiert zu haben oder hat zuviele Tim Burton Filme gesehen. Gleichwohl ist DpH ein ungewöhnlicher Duft – unter Mithilfe des Forumpräsidenten Can erschliesst sich einem der Duft jedoch relativ schnell wenn man nicht so viel Erfahrung hat…. Es ist wohl die schwarze Basis aus dunklen Moosen und dem animalischem Moschus, der diesem ungewöhnlichen Duft zu einer Alleinstellung verhilft. Was einem noch einfällt ist verbrannter Gummi und durch den dunklen Patchouli hat der Duft einen eindeutigen Gothic-Charakter…Das ist schon recht interessant und ungewöhnlich und mit nichts (es sei denn mit irgendwelchen überteuerten schrägen Nischendüften) zu vergleichen. Leider hat der Duft nicht mehr die Power vergangener Tage und wird nach 2-3 Stunden recht schnell hautnah.
Er ist definitiv kein Kandidat für jene aus der Willy Tonka-Ecke, die bei dem leisesten Anflug von Animalik mit spitzem Schrei durchs Wohnzimmer rennen und ein feuchtes Höschen kriegen...dennoch: er hat eine leichte Süße die im Duftkontext morbid anmutet...

DpH ist eindeutig was für pietistische Sonntagskirchgänger, Teilzeit-Satanisten oder Aficionados, die sich schonmal auf die drohende Inkontinenz einstellen wollen. Nicht wirklich. Zumindest das mit dem Bettnässen….
10 Antworten
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9.5
Duft
Can777

239 Rezensionen
Can777
Can777
Sehr hilfreiche Rezension 13  
Der schwarze Kuss
Welch böser,böser Duft du bist....Dali!
Du bist der Kinski der 80er. Du bist zu Parfum gewordener Wahnsinn,surreal und bizarr. Eine Endlosschleife aus Wollust und Dunkelheit. Hingebungsvoll und fordernd,kaltblütig und fiebrig. Dein Duft macht einen Körper zur Leinwand der Begierde. Du verführst und lähmst den Willen. Abstoßend faszinierend.
Du hast dich nicht verändert,nein..wozu auch,oder für was auch. Dir war schon immer egal was andere über dich dachten. Sollen sie doch! Wenn man sich auf dich einlässt,hat man das Spiel schon verloren und alle anderen mit. Dein schwarzer Mund aus dem so schöne Worte kamen,ob wahr oder gelogen...es spielt keine Rolle.
Von deinen Lippen tropft der Schweiss aus Moss und Moschus.
Niemand vergiss einen Kuss von dir..niemand. Er brennt sich ein wie Teer und bleibt für immer. Um einen Kuss von dir zu wollen muss man starke sein, weil er schmerzen kann oder betören. Du bist und bleibst ein sinnlicher Albtraum aus schwarzem Schweiss. Tückisch und verlockend.
Die Schlange im Paradies.

Wer Dich will,hat dich auch verdient!
5 Antworten
10
Flakon
10
Sillage
10
Haltbarkeit
10
Duft
Duftfatzko

10 Rezensionen
Duftfatzko
Duftfatzko
22  
Mein allererstes Eau de Toilette - und jede Menge Erinnerungen an die gute alte Zeit :-)
Hallo zusammen,

hier kommt er nun, mein zweiter Kommentar zu einem Duft, den ich der Ehre halber eigentlich hätte zuerst kommentieren müssen ... Warum ??? Nun, Dali pour Homme war das erste EdT, was ich mir in meinem Leben gekauft habe ... Aber der Reihe nach ...

1992 hatte ich meinen ersten längeren Auslandsaufenthalt - nach einer gastronomischen Ausbildung hat es mich in die Schweiz verschlagen für die obligatorische Wintersaison ... & dann auch noch in ein seeeehr abgeschiedenes Bergdorf mitten im Wallis ... Wer das kennt, ahnt in etwa, was das wirklich bedeutet ;-) Sobald es mal heftiger geschneit hat, war man total von der Außenwelt abgeschnitten und kam nicht mehr ins Tal - das kam schon mal öfter vor und war stellenweise ziemlich gruselig ... & da ich als junger und testosterongeladener Burschi ja immer alles besser wusste, hab ich in einem solchen Schnellsturm einfach mal versucht, als blutiger Fahranfänger mit dem eigenen Auto ins Tal zu fahren, frei von jeglichen Schneeketten und nur mit den guten Allwetterschlappen von Dunlop bewaffnet - das hätte mich fast das Leben gekostet, wäre ich noch 2 cm weiter aus der ersten Kurve gerutscht - die Serpentinen sind nicht gesichert gewesen und das Dorf lag auf ca.,1500 m ...

Aber ich schweife ab - es geht ja um den Dali ... :-)

Nach diesem horrorartigen Erlebnis ( ich hatte geschlagene 5 Std. in der Kurve gestanden, bis mein damaliger Chef mich mit seinem schneesicheren Gefährt zurück nach oben schleppte - Handys gab es da noch keine & ich hatte wirklich ca. 25 Schutzengel ... An dieser Stelle nochmals vielen Dank dafür :-))) ) fuhr ich an meinem nächsten freien Tag nach Lausanne, um mir nach dieser ersten Nahtoderfahrung ein "Geburtstagsgeschenk" zu gönnen ... Nach einigem Stöbern fand ich eine Direktbrüh - Kaffeemaschine von Severin und freute mich als Kaffeeonkel vor dem Herrn wie ein kleiner Schneekönig darüber ... Auf dem Weg zur Kasse dann ein Stand mit Parfums - damals hatte ich nicht viel am Hut mit Düften, fand aber die vielen bunten Flakons sehr ansprechend und probierte das Ein oder Andere auf Papierstreifen ...

Zum Schluss testete ich dann Dali pour Homme und war schon von dem Flakon ziemlich beeindruckt - eine schwarze, bauchige Flasche aus dickem Glas mit einem stilisierten Kussmund - irgendwie feminin, gleichzeitig aber auch maskulin und einfach total stylisch mit hohem Wiedererkennungswert; der erste Duftkontakt zwischen Dali und mir verlief ziemlich kurz: Duft auf den Streifen gesprüht - daran gerochen - totales Ekelgefühl - selten hatte ich etwas widerlicheres in die Nase bekommen als dieses Zeug - baahhh - das ging einfach gar nicht ...

Da eine nette Verkäuferin den Mülleimer zwischenzeitlich abgeräumt hatte und ich den Streifen nicht so doof im Regal liegenlassen wollte, nahm ich ihn einfach mit und warf ihn in die Tragetasche zu der Kaffeemaschine; ich würde ihn dann zu Hause entsorgen ...

In meiner damaligen Unterkunft angekommen packte ich dann die Kaffeemaschine aus und kochte erst einmal ausgiebigst leckeren Kaffee - & war erst einmal im Himmel :-) soooo lecker, tolle Maschine, alles gut - den Papierstreifen vergaß ich dabei völlig ...

Ca. eine Woche später, ich hatte wieder meinen freien Tag, räumte ich ein bisschen meine Hütte auf und traf dabei auch auf die besagte Plastiktüte - als ich diese aufmachte, um zu gucken, ob noch was drin ist, kam mir ein unglaublich maskuliner, animalischer, zutiefst erotisierender Duft entgegen, der mich sofort von den Socken gefegt hat - Was zum Henker war denn das ??? Neben dem Kassenzettel für die Kaffeemaschine lag der Teststreifen, den ich letzte Woche achtlos in Tüte geworfen hatte - & genau dieser war es, der diesen unfassbaren Duft verströmte :-) Unfassbar - sowas geiles hatte ich noch nie in meinem Leben gerochen; ich war total aufgewühlt und bekam meine Nase nicht mehr weg von diesem Streifen - am liebsten hätte ich ihn mir unter die Nase getackert, so unfassbar intergalaktisch gut hat es geduftet ...

Die Sache war klar - ich musste mich wieder in meine Kiste schwingen und die knapp 100 km - großteils sehr sehr serpentinich - nach Lausanne fahren, um das Zeugs zu kaufen. Gesagt - getan ... Gott sei Dank war der Stand mit den Flakons noch da & auch der Dali stand noch an seinem Platz ... Ich roch nochmal am Flakon direkt & dachte, dass das unmöglich der Duft sein kann, der sich in meiner Tüte bereitgemacht hatte - das absolute Gegenprogramm von lecker war das ... Da war der junge testosterongeladene Burschi total verwirrt - sollte ich das Zeugs jetzt trotzdem kaufen ?

Da ich den weiten Weg nu schon mal gefahren war & der 100 ml Flakon auch nur schlappe 18 SFr kosten sollte, kaufte ich Einen davon und fuhr total irritiert zurück nach Hause ... Dort angekommen ging ich duschen und sprühte mir den Dali aufs Handgelenk - & fuhr erschrocken zusammen - da war es wieder, dieses ekelige Duftmonster, das kaum zu ertragen war ... Gruselig .... Also wacker zum Waschbecken und runter damit ...

Abends im Bett dann wieder das Erlebnis der besonderen Art - zufällig kam meine Nase an das besprühte & geschrubbte Handgelenk - jaaaaaaa !!!!! - der intergalaktische Duft war wieder da :-)) Für mich war das ein absolutes Rätsel, ahnte ich ja damals noch nicht, dass es sowas wie Kopf-/ Herz- oder Basisnoten in einem Parfum gibt ... Selig schlief ich also ein, mein Handgelenk fest mit meiner Nase verbunden :-)

Am folgenden Tag dann ein erneuter Versuch - Dali aufsprühen - Ekel empfinden - Ekel aber diesmal aushalten ... Nach ca. 1 Stunde wurde es dann merklich besser & nach drei Stunden war er dann da - der Duft eines Gottes, so maskulin, so exzentrisch, so sexy, so würzig, so markant und durchsetzungsstark, so unverwechselbar ... Genau so wollte ich duften ... Für mich die erste olfaktorische Erfahrung, die mich tief und nachhaltig berührt und total fasziniert hat ... Natürlich fuhr ich in der Folgewoche nochmal nach Lausanne und kaufte die letzten drei Flakons, die da waren ...

Der Dali pour Homme begleitet mich seitdem - ich mag ihn auch heute noch sehr, finde ihn auch 2014 noch immer sehr gut tragbar und werde immer in die schweizer Zeit mit all den schönen & üblen Erlebnissen zurückversetzt, wenn ich ihn aufsprühe - eine ganze Zeit lang war er über die Bucht recht günstig zu bekommen, so dass ich immer einen kleinen Vorrat davon hatte ... Mittlerweile sind die Preise doch ordentlich in die Höhe gegangen, vermutlich weil er nun nicht mehr produziert wird - aber da ich ihn heutzutage nur noch selten trage, ist das nicht weiter tragisch ... Außerdem hab ich ja vorgesorgt - Interessant ist, dass ich den Dalimpour Homme noch nie an einem anderen Menschen wahrgenommen habe außer an mir selbst natürlich :-) Sicher ist aber Eines: Dali pour Homme wird mich Zeit meines Lebens begleiten - und vielleicht wünsche ich mir sogar, dass bei meinem Ableben ein Flakon dieses Schatzes mit in meiner letzte Ruhestätte kommt - erstens hat das doch eine gewisse Symbolik, zweitens möchte man doch auch "drüben" gut duften, oder ? :-))

Nun - aus einem geplant kurzen Kommi ist plötzlich ein kleiner Ausschnitt meiner Lebensgeschichte geworden - keine Person oder Begebenheit ist frei erfunden - hoffentlich langweile ich Niemanden damit ...
4 Antworten
9
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
SchatzSucher

107 Rezensionen
SchatzSucher
SchatzSucher
14  
Keine Fragen, keine Antworten
Irgendwo in einer kleinen etwas schummerigen Bar. Zeit spielte keine Rolle.
Eigentlich war nicht viel los. Die Bloody Mary war gut gemixt, dennoch wollte sie nicht so richtig munden. Die Blicke schweiften umher, ringsum nur vereinzelt Leute, die ihren Gedanken nachhingen, sich an ihren Gläsern festhielten und der Musik lauschten.
Gut, nach dem nächsten Lied werde ich gehen, dachte sie sich so. Noch einen Schluck.
Die Tür ging auf und von draußen kam ein Hauch kühler Luft herein. Ihre Blicke trafen sich. Er ging zielstrebig in Richtung Bar, wo sie allein saß. Wie zufällig blieb er direkt neben ihr stehen, als er sich einen doppelten Whisky bestellte. Da lag plötzlich dieser Duft im Raum. Sie hatte so etwas noch nie gerochen. Fremd, anziehend, stark, männlich, herb, ja wild und unbändig, irgendwie hatte der Duft etwas tiefes und animalisches an sich. Und doch gefiel er ihr, sogar sehr.
Sie setzte sich zurecht und spielte mit ihrem Armreif. Eigentlich trug sie nie viel Schmuck, nur dieser Armreif war ihr Lieblingsstück. Ein Andenken an frühere Zeiten.
Er prostete ihr zu und sie mußte unwillkürlich lächeln. Noch einmal diesen unglaublichen erotischen Duft in sich aufnehmen.
Hatte sie ihn eigentlich schon genauer angesehen? Im Halbdunkel wirkte er groß, männlich-kantig, kräftig, er hatte etwas geheimnisvolles an sich, beinahe etwas mysteriöses umgab ihn, eine fast greifbare Faszination umgab ihn.
Es fiel kein Wort. Die Blicke trafen sich erneut. Er nahm ihre Hand und zog sie mit sich zu der kleinen Tanzfläche, auf der kein Mensch war. Er zog sie fest an sich und sie wiegten sich zur langsamen lockenden Melodie.
Und sie nahm seinen Duft erneut wahr. Da war eine Ausstrahlung, der sie sich nicht entziehen konnte. Sie versuchte zu enträtseln, warum von ihm so eine fast magische Faszination ausging, doch es gelang ihr nicht.

Es lag eine knisternde erotische Spannung in der Luft, von seiner Wärme, seiner Ausstrahlung ließ sie sich einfach forttragen. Sie hatten noch immer kein einziges Wort gewechselt, doch da war ein inniges Verständnis zwischen ihnen, das ihr fast unheimlich erschien und dennoch vertraut. Und sie ließ es einfach geschehen, wollte nicht fragen, wollte keine Antworten.
Sie sahen sich wieder an. Er nahm ihre Hand und führte sie hinaus in die Nacht....

...

Sie erwachte. Sie war allein. Ein Zimmer, zerwühlte Laken, auf dem Boden verstreute Kleider. Sie zog die Decke fester an sich und da war erneut dieser wilde herbe Duft. Der Duft einer Nacht. Die knisternde Spannung lag immer noch in der Luft und sie fühlte sich unglaublich wohl, versunken in den etwas verschwommenen Erinnerungen an die letzten Stunden. Es fiel kein einziges Wort. Und sie wußte, sie würde ihn nie wiedersehen.
Doch seinen einzigartigen Geruch, der noch über Stunden wahrzunehmen war, würde sie niemals vergessen.
4 Antworten
Weitere Rezensionen

Statements

47 kurze Meinungen zum Parfum
Eggi37Eggi37 vor 10 Monaten
9
Flakon
8
Sillage
8
Haltbarkeit
9
Duft
Dunkler 3 Tage Moosbart
Warm einbalsamiert
Aroma: Mediterrane Kräuter
Bereit für pralle Vanillelippen
Intensiver Kuss
Moschusschweißperlen
44 Antworten
PinseltownPinseltown vor 2 Jahren
10
Flakon
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9.5
Duft
Grüner Wolf heult holzig vor der Tür
Öffne sie
Liebherb weht blumig Lavendelkraut
Tanz mit ihm auf Gotikmoos
Im surreal erotisch Mondeslicht
26 Antworten
Brelles530Brelles530 vor 3 Jahren
7
Flakon
9
Sillage
9
Haltbarkeit
6.5
Duft
80er Moosi Duft mit einer etwas störenden, schwülstigen Moschus Note hinten raus
die krasse Anhaftung erzeugt eine ungewünschte Opulenz
16 Antworten
NuiWhakakoreNuiWhakakore vor 2 Jahren
9
Sillage
8
Haltbarkeit
8
Duft
Surrealer Anblick
die Haut kräutergrün
süße Lippen aus Ambermoos
ein Bart aus Vanilleschoten
die Zeit zerfließt
in seinem wildem Blick
24 Antworten
ErgoproxyErgoproxy vor 7 Monaten
8
Sillage
9
Haltbarkeit
9
Duft
Gefiel mir schon immer sehr. Herb floral, mit einer deutlich animalischen Note und ordentlicher Würze. Hat einen hohen Wiedererkennungswert.
47 Antworten
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