Chergui von Serge Lutens
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Chergui (Serge Lutens)
Chergui (Serge Lutens)
8.2 / 10     667 BewertungenBewertungenBewertungen
Chergui ist ein beliebtes Parfum von Serge Lutens für Damen und Herren und erschien im Jahr 2001. Der Duft ist orientalisch-würzig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

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Duftnoten

Amber, Heu, Honig, Iris, Leder, Moschus, Muskatellersalbei, Rose, Sandelholz, Tabakblatt, Wacholderbeere, Weihrauch

Bewertungen

Duft

8.2 (667 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.6 (452 Bewertungen)

Sillage

7.5 (419 Bewertungen)

Flakon

7.8 (391 Bewertungen)
Eingetragen von DonVanVliet, letzte Aktualisierung am 19.02.2017
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Kommentare

KiengiraKiengira vor 3 Jahren
Duft 8.0

„Föhn in München vs. Wüstenwind”


Himmelherrgott, bin ich nass! Grad aus dem Auto …und dann das! Fuhr her, um einen Duft zu kaufen! Und bin jetzt nahe am Ersaufen. Petrus!...
FranFran vor 6 Jahren
Duft 2.0

„Trockenobst-Tabak”


Ich erinnere mich, dass einige Raucher damals eine Apfelscheibe in ihren Van Nelle, Drum, Samson oder Ascot-Beutel getan haben, damit der Tabak nicht so schnell...
Flakon 6.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 7.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    9 Auszeichnungen
Orientalische Vanillen-Pfeife
Chergui. Das bedeutet heißer, trockener Wüstenwind. Ein interessanter Name, wie ich finde.
Jetzt, wo es gerade kälter wird da draußen (um genau zu sein sogar ARSC.. ähm EISKALT), würde man sich fast schon tatsächlich die Hitze der Sahara hier her wünschen. Wird es dann allerdings zu heiß, wünscht man sich aber gleich wieder die Arktis zurück. Tja, ja so sind wir eben… :D

Aber auch an kalten Tagen muss man ja nicht gleich von Wüsten träumen, nein, man kann sich zum wärmen an den Kamin oder Heizung setzen, heißen Tee ohne Milch trinken, Plätzchen futtern, mit dem Kater kuscheln, der allerdings wiederum auf die Plätzchen abgesehen hat (die er dann natürlich nicht essen würde, aber dennoch unbedingt jedes einzelne betatschen muss!) und sogar wohlig warme Düfte benutzen, wie Chergui von Serge Lutens hier, um sich zu trösten, falls einem die kalt-nassen Tage nicht so sehr gefallen sollten...

Der Duft:
Hm… der Duft beginnt süßlich, weich und leicht pudrig mit rauchig-luftigen Noten. Von den Süßen Noten dachte ich zuerst, dass ich hier am besten den Amber rieche, aber nur kurze Zeit später weiß ich es besser, es ist der Honig. Der Honig riecht hier sehr schön und auch nicht so stechend stark (bzw. würzig stark) wie sonst in manchen Düften. Die pudrigen Noten könnten glatt von einer Vanille kommen (aber ich sehe auch, dass der Duft Iris enthält, vielleicht kommt es mir daher so weich vor), was hier aber nicht aufgelistet ist. Durch den leichten Tabak wirkt der Duft in Kombination mit dem Weihrauch und natürlich den süßlichen Noten irgendwie wie eine Vanillenpfeife, nur etwas weicher.
Etwas später kommt einem schon so vor, als ob wirklich Heu im Duft drin ist (tut mir leid, das muss jetzt sein, aber ich kann nicht anders… jedesmal wenn ich den Begriff „Heu“ sehe, schreit jemand in meinem Kopf ständig „Zicke Zacke Zicke Zacke Heu Heu Heu!“, selbst wenn es eigentlich „hoi“ heißen sollte :D), aber dadurch wird der Duft nicht trockener. Im Gegenteil, wie erwähnt ist der Duft weich und warm. Im Hintergrund gibt es leicht herben Salbei.
Auch später bleibt der Duft hauptsächlich weich und warm und es riecht vanillenartig süßlich (wobei der Tabak später etwas stärker wird) und pudrig mit etwas Heu, Honig, luftigen Weihrauch und leichten, aber nicht weiter identifizierbaren Gewürzen. Man kann also sagen, dass der Duft orientalisch ist.

Die Sillage und die Haltbarkeit:
Die Sillage ist überdurchschnittlich und der Duft behält dieses Niveau auch recht lange, das heißt, er wird schon gut an einer bzw. einem zu riechen sein und eventuell bleibt auch eine Duftwolke zurück.
Chergui ist ein langanhaltender Duft, der so zehn oder zwölf Stunden und vermutlich noch viel länger auf der Haut bleibt.

Der Flakon:
Der Flakon ist rechteckig, hoch und eher dünn. Er hat dickere Ränder und ist gefüllt mit bräunlicher Duftflüssigkeit, was eventuell Flecken auf der Kleidung verursachen könnte (?)… Auf der Vorderseite sieht man ein großes, rechteckiges Etikett mit Name, Marke und Logo. Wie immer gibt es hier sowohl einen runden, schwarzen Deckel (ohne angeschraubten Sprühkopf) sowie einen schwarzen, zylindrischen und hohen Deckel (mit angeschraubten Sprühkopf). Etwas simpel anmutend alles, aber dennoch ganz nett gemacht.

Hm, Chergui ist ein sehr schöner Unisex-Duft geworden, der trotz der vanilligen Noten auch von Herren gut tragbar sein müsste. Außerdem ist er, trotz seines Namens (Wüstenwind) nicht staubtrocken, sondern pudrig-weich und warm. Die lange Haltbarkeit überzeugt, die Sillage ist überdurchschnittlich gut, er könnte also auch zum Ausgehen geeignet sein, allerding müsste man dies mal ausprobieren. Für alle anderen Anlässe passt er aber genauso gut im Herbst und Winter.

An kalten Tagen passt dieser Duft also wunderbar. Außerdem tröstet er über eine Sache hinweg, die wohl jeder von euch sehr gut kennt… bei den meisten Katzenbesitzern ist es wohl so, dass die Fellviecher abends raus möchten. Und wenn man die Gelegenheit dazu hat, dann lässt man das Fellmonster ja auch raus, so dass es erst in den frühen Morgenstunden wieder heimkommt, müde von all seinen Eskapaden…

Und tja, während man sich dann fertig macht, da man ja früh morgens die Wohnung verlassen muss (bei mir je nachdem zwischen halb 7 und halb 8), muss man mit ansehen, wie der Stubentiger sich auf dem Bett oder dem Sofa kuschelig gemütlich macht, geschützt in wohliger Wärme, während es draußen stürmt und regnet. Beim diesem Anblick des Katertieres im Vergleich zu einem Blick draußen aus dem Fenster, wo es ja noch stockfinster ist und wie gesagt stürmt und regnet, spielt man sofort mit dem Gedanken, blau zu machen. Eine tiefe Lustlosigkeit baut sich in einem auf, die Motivation sinkt und man sehnt sich zurück ins Bett, welcher vermutlich sogar noch warm ist, so dass man in weniger als einer Minute direkt wieder einschlafen könnte… *seeeeeufz* :D

Jaaaa… ich finde Chergui ganz gelungen!
4 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 9.0/10
Duft 9.5/10
Erstklassiger Kommentar    13 Auszeichnungen
Helios
Ja, ich kenne den Chergui auch im arabischen Sargi gennant.
Aber auch den Cyrocco oder den Kalimar.
Sie alle sind heiße teilweise feuchte Winde,und sie kommen
meistens sehr plötzlich.
Ist ein solcher Wind erst einmal um einen,hat man körperliche schon
fast verloren!
Man hat das Gefühl Helios der Gott der Sonne selbst würde seinen
heißen Atem über die Erde blasen.

Chergui macht das selbige mit mir auch.
Dieser Interpretation des Windes ist für mich persönlich eine Meisterleistung von Serge Lutens und Chistoper Seldrake.
Er ist flüssige Hitze.

Sobald ich Chergui benutzte steigt meine Körpertemperatur an.
Er kriecht über meine Haut wie flüssige Lavaströme aus Duftmolekülen.
Das Flimmern der Hitze ist förmlich zu riechen,und ich habe das Gefühl
das jede Zelle meiner Haut durch dien Duft aufgekocht wird.
Er pulsiert förmlich,wie der Herzschlag der Sonne.
Bei der Arbeit oder bei schweißtreibende Aktivitäten sendet er wahre Schübe von Dufthitze bei mir frei.
Ja,Chergui ist heiß,sehr heiß sogar!
Meine Haut ist für Chergui wie ein Katalysator der ihn ins Extreme steigert.
Keine Interpretation des "Windes der Hitze" ist so gut getroffen wie diese,nicht mal von Herrn Tauer.
Chergui ist schwül und schwer so wie er sich leibhaftig auch anfühlt wenn er über dich kommt.

Meiner Meinung nach ist es das Zusammenspiel von Honig,Amber,Tabak und Weihrauch was diese Hitze ergiebt,die anderen
Duftstoffe sind nur Nebendarsteller im Reigen der Glut.

Seine Haltbarkeit ist immens,er hält länger als eine Dürreperioden
Zwischen 8 und 48 Stunden Kleidung mit eingeschlossen.
Seine Sillage ist wie der Wind,überall.

Wie ich schon mal sagte...Helios der Gott der Sonne würde ihn wahrscheinlich auch haben und tragen wollen.

Chergui ist im wahrsten Sinne des Wortes...HEIß!
2 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 1.0/10
Weniger hilfreicher Kommentar   
Hinterglasmalerei, glatt, farbstark, kalt dank fehlender Nuancen
Sicher Heu, Weihrauch .... An und für sich könnte 'Chergui' ein recht gutes, fast originelles Parfüm sein. Es ist ungewöhnlich.

Deshalb kann und sollte die Frage erlaubt sein, ob die Verbindung Parfüm -- Träger -- Umwelt 'funktioniert'. Nicht jeder angenehme Geruch macht ein geschmackssicheres Parfüm, so gut der Geruch auch mit einer heute fast immer 100%ig synthetischen Nachbildung getroffen ist. Ob man sich als Duftbäumchen fühlt, das den künstlerischen Impuls des Parfümeurs in die Welt trägt, oder sich selbst rundum selbst fühlt, das ist nicht zu kommentieren.
Lediglich eines: die Umwelt wird die feine Machart nur stark abgeschwächt zur Kenntnis nehmen können - oder belästigt sein. Ein Parfüm und seine Exzellenz der Bürobelegschaft detailliert vorführen zu wollen, wird auf gemischt gefärbte Aufmerksamkeit treffen.

'Chergui' ist meinem Geschmack nach kein Parfüm für mich. Es trägt sich wie das besagte Duftbäumchen, es wäre an mir eine Verkleidung, vor allem, weil es einfach zu heftig ist. Heu etwa duftet nicht besonders stark - ich habe einen Extrakt zu Hause. Auch Weihrauch ist nicht derart laut. Etwas ist falsch. Ich meine auch einschätzen zu können, was.

Die Duftkomponenten passen nicht recht ... und wurden mit grober Kraft auf die Schnelle passend gemacht. Das Mittel der Wahl scheint Iso-E-Super zu sein, eine synthetische Duftkomponente, ein Wertigkeits-Vermittler, der selbst kaum riecht, aber allem (hier!) einen besonderen, auf den ersten Schnüff harmonischen Glanz gibt. Der Effekt des Iso-E-Super ist völlig unbestritten. Die Hersteller werben gerade mit dieser EIgenschaft: 'velvet sensation'. So kann der beauftragte Parfümeur in kurzer Zeit immer wieder neue Geruchskombinationen zum duften bringen. Eine Arbeit, die früher Jahre brauchte, nämlich alles fein abzustimmen kann man sich heute fast schenken. So kommt es dann dazu, dass "innovative" Parfümsensationen im Wochentakt erscheinen.

Den Eigengeruch dieser Chemikalie finde ich nicht direkt abstoßend. Auf Dauer ist er für sich aber dann doch ziemlich 'funktionell' Richtung Fabrik. Nicht schlimm, störend, aber doch belästigend.

Der Punkt für mich mit Iso-E-Super ist, dass so vortrefflich die ersten Paar Male das Parfüm die Nase beglückt, das vermeintlich besondere Parfüm vieleicht gekauft wurde - nach spätestens dem vierten Tragen ich die ersten Lücken finde. Da stimmt was nicht. Der 'Duft' zerfällt geradezu mit jedem weiteren Tragen in seine Bestandteile, die alle für sich komisch leer wirken. Da hat man dann seine Pulle für xxx,yy Euro, und sieht die Felle davon schwimmen.

'Chergui' gehört für mich zu den Parfüms, die vieleicht kurz Erstaunen, vieleicht Begeisterung wecken, dann aber doch schnell als Experiment im Schrank verschwinden. Man riecht sich derart schnell satt daran ... Wegen dem Missverhältnis von Anspruch und Ergebnis ziehe ist die Lusche. Sicher könnte der Parfümeur mit mehr Zeit, sagen wir zwei Jahre ('Mitsouko' hat wohl länger zu komponieren gebraucht, glaube ich!), mit mehr Gelassenheit, mehr Ruhe was ganz tolles schaffen. Man müsste nur mehr Traute haben, und dem Konzept vertrauen, in etwas wirklich Großes wirklich investieren ... so bleiben das sonst alles nur spontane Gesten. Mehr oder weniger ohne Leidenschaft auf den Markt geworfen, auf dass die Kundschaft entscheidet, und letztlich vergebliche Mühe, soweit es mich betrifft.

Fazit: nicht durchkomponiert, nervt auf Dauer, enttäuschend
4 Antworten
Flakon 7.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.5/10
Erstklassiger Kommentar    13 Auszeichnungen
Charakterstark
Wohlgefühl und Behaglichkeit vermittelt dieser Duft, ohne dabei so ein Pralinenschachtel- oder Plüschteddy Kuschelduft zu sein.
Im Gegenteil er hat auch eine interessante leicht eckige / kantige Seite die das Ganze sehr interessant macht.
Ich wollte ihn schon lange mal testen und muss sagen er hält was ich mir davon erhofft hatte. Ein schöner Orientale mit der perfekten Balance zwischen anschmiegsam und würzig-aufregend. Er hat Power und auch die Haltbarkeit ist richtig gut, man kann ihn am nächsten Tag nach der morgendlichen Dusche noch riechen.

Amber und Honig sind vorhanden, machen diesen Duft aber nicht zum Gourmand, das macht ihn für Männer sehr gut tragbar. Das Leder und der nicht sakrale Weihrauch setzen hier ein überaus gut gelungenes Gegengewicht das noch mit etwas Rose und Tabak gestützt wird. Es gibt da auch noch eine Note die das Tüpfelchen auf den I ist weil sie den Duft ein klein wenig kantig macht, ich denke dass es der Muskatellersalbei ist. Alles in allem eine meisterhafte Komposition mit viel Charakter.

Ich würde jedem der ihn nicht kennt einen Test wärmstens empfehlen, für mich als Liebhaber orientalischer Düfte, ist das ein ganz klarer Kaufkandidat der ohne Oud auskommt und trotzdem von berauschender, würziger Schönheit ist und viel Charisma hat.
7 Antworten
Flakon 8.0/10
Sillage 9.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 5.5/10
13 Auszeichnungen
Liebe Bienen und Parfumistas! Sollten Sie sich für Serge Lutens begeistern wollen, fangen Sie nicht!
Oder sollte ich sagen: ParfumIn? Wäre das linksparteigefälliges Neusprech für alle, die sich den Düften dieser Welt verschrieben haben und auf immer neue Reisen gehen wollen?

Egal!

Auf jeden Fall: An! Und zwar mit Chergui, um die Überschrift wieder aufzugreifen. Denn Chergui konnte vor allem eines nicht. Mich begeistern. Zum Glück hatte ich neben Chergui noch eine Abfüllung zu Five o'clock au gingembre geordert, sonst hätte ich sehr zu meinem Leidwesen sofort diesem zu Recht mit allseitigen Lobpreisungen versehenen Meisterparfümeur den Rücken gekehrt. Man hat das ja bisweilen: Zwei, drei schlechte Düfte einer Marke zu Beginn unter der Nase und schon hat es sich ein für alle Mal damit erledigt. Ging mir so mit Amouage. Damit braucht mir keiner mehr kommen. Zurück zum Duft:

Nach dem Sprühen beginnt es sofort überbordend gourmandig süß mit viel Honig, Sandelholz und Amber. Den Rest kann ich kaum herausriechen, weil alles unter diesem Berg von Süße verschwindet. Wenn man mich eine Nacht folterte, würde ich vielleicht am Morgen noch zu der Erkenntnis gelangen, dass auch die in der heutigen Zeit allgegenwärtige miese kleine Tonkabohne hier ihr Unwesen treibt, aber sicher bin ich mir nicht.

Im weiteren Verlauf kann ich kaum eine Entwicklung feststellen. Es bleibt einfach nur süß, süß und am Ende noch einmal süß. Mit einer großen Karaffe siedend heißer Milch im Arm, in der ein ganzes Glas Honig aufgelöst worden ist, im Heu einschlafen, auf dass die Milch irgendwann umkippt und sich ins Heu ergießt, weil man ja nicht mehr aufpassen kann, um dies zu verhindern, scheinen viele Leute zu mögen.

Zumindest den Geruch, der entstanden ist, wenn man nach langen Stunden aus wilden Fieberträumen von hitzigen Diskussionen der Flensburger Linken über die Abschaffung männlicher Gegenstände wieder aufwacht, gilt Chergui doch als JederIns Liebling. Eine bessere Übersetzung von Everybody's Darling, die auch der Partei Die Linke gefallen würde, ist mir nicht eingefallen. Bei Jedermanns Liebling würde man in den Parteilokalen Flensburgs und umzu vollkommen zu recht die Nase gehörig kraus ziehen. Jaja, die haben schon tolle Ideen da in ihren Parteilokalen.

Genauso langlebig wie Parteilokale im Allgemeinen ist Chergui auf der Haut im Besonderen. Stunde um Stunde um Stunde strahlt der Duft kräftig in die Nasen aller Bienen, die um den süßen Topf kreisen. Neun Stunden sind locker drin, die Sillage ist raumfüllend. Man sollte sich also in Acht nehmen und den Auslöser nicht zu enthemmt betätigen. Sonst droht der plötzliche Süßetod. Ebenso ist ein unachtsamer "Sprüh" auf z.B. einen hellen Pullover gleichzusetzen mit dem Wandern in den Wäschekorb von eben jenem, denn Chergui hinterlässt (auch nach abgeschlossenem Verdunstungsprozess) unansehnliche bräunliche Flecken.

Zurück zu den Parteilokalen: Man sollte dort vielleicht hin und wieder ein Glas Milch mit Honig vorbeibringen. Es wird ja auch bald wieder kälter, da soll das helfen, um lästige Halsschmerzen, die der GenossIn eine nahende Erkältung ankündigen, zu vertreiben. Selbige Fähigkeiten zur Vertreibung des Halswehs kann man Chergui leider nicht nachsagen, sonst würde ich dem Duft noch etwas Gutes abgewinnen können. So bleibt es leider dabei, dass Chergui für mich einer der ganz wenigen Reinfälle dieser Marke ist. Daher fange ich hiermit meine Kommentare zu Düften von Serge Lutens an. Mit Chergui. Damit keiner meine Fehler wiederhole. Äh, pardon: FehlerIn.

Ach ja: Wer unbedingt etwas in der Richtung testen möchte, nehme lieber den bereits erwähnten "Tee mit Ingwer" - Sieben Jahre jünger, nicht so schwer, gefälliger und moderner und damit in gewissem Sinne Chergui 2.0
16 Antworten
Duft 3.5/10
8 Auszeichnungen
Minziger Iltis mit verbranntem Gummi über.
Das Heu, der Salbei und der Weihrauch kommen für mich minzig rüber, und ich fühle mich an verschiedene mittelmäßige bis exzellente holzige Parfums erinnert. Die Kräuterkombination hat für sich was, etwas kühles, verhaltenes, gedämpftes, und ist schonmal nicht ganz mein Geschmack, zu grau, zu traurig, zu medizinisch. Ich muss an die dämmerige etwas bedrohliche Stimmung von "Encre Noire" denken.

Den Moschus aber am anderen Ende dagegenzusetzen, das mag für viele gewagt sein,
ich finde es ganz knapp gesagt eklig.
Ich habe selbst keinen besonders animalischen oder stechenden Körpergeruch.
Aber so würde ich müffeln wenn ich ein richtiger Bär wäre und Haare auf dem Rücken haben wollte. Moschus unterstellt ja Duftdrüsensekrete.

Irgendwo ist noch ein verbrannter Gummi, aber das ist nun auch egal.

Auf der anderen Seite weiß ich nicht, ob mir je ein Parfum mit Moschus gefallen hat... ?

Ein hilfreicher Kommentar sieht sicher anders aus,
dafür gibt es ja andere, auch erfahrenere und feingeistigere Kommentatoren,
allerdings werde ich mir bei diesem Parfum einen zweiten Testdurchlauf ersparen.

Zwar habe ich nur in der würzigen Richtung experimentiert, kenne mich dort bisher nur wenig aus, und habe jetzt auch nicht auf einen Begeisterungssturm gehofft und würde meine Enttäuschung übertreiben,
Dass ich aber tausendprozentig enttäuscht würde hätte ich echt nicht erwartet.

Nicht gefällt mir nicht, sondern ekelt mich an!
8 Antworten
Flakon 7.0/10
Sillage 7.0/10
Haltbarkeit 8.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Stallgeruch
Mein Mann pflegt zu sagen - jeder habe nun mal seinen persönlichen Stallgeruch.

Er bezieht diese Redewendung natürlich auf die Herkunft und den Background eines Menschen - ich gehe aber gedanklich in unserem Pfedestall spazieren.

Es gibt kaum einen schöneren Duft, als den von zufrieden kauenden Pferden, vermischt mit Heu und dem Leder des Sattelzeugs.
Mein Le Fou hat lässig das Hinterbein auf die Hufspitze gestellt, glänzt wie eine Kastanie und wartet auf den Ausritt.
Durch die geöffnete Stalltür dringt der Duft des Rosenbusches, und Herr M döst in seinem " Stallsessel " und schmaucht verbotenerweise, aber genüsslich ein Pfeifchen.
Der süße Tabakrauch umweht meine Nase.
Hinzu tritt eine Weihrauchnote, vermischt mit Honig.
Die Stimmung ist friedlich bis feierlich.
Andächtig striegele ich das duftende Fell meines Pferdes, wir schauen uns in die Augen - und verstehen uns.

Diese ruhige Intimität ist in Chergui perfekt eingefangen.
Es vermittelt Harmonie und Gleichklang.

Ich sage leise zu dem klugen Le Fou:

Das höchste Glück der Erde - liegt auf dem Rücken der Pferde
in der Gesundheit des Leibes -
und am Herzen des Weibes.

Ich glaube, er hat genickt.
8 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    20 Auszeichnungen
Einer wie keiner
Ich liebe Parfumkreationen von Serge Lutens. Ich LIEBE sie! In meiner Parfumwelt gibt es viele solide, gute, sehr gute und weniger gute Parfumhäuser. Und dann gibt es IHN, den unerreichbaren Maestro -SERGE LUTENS. Wie gesagt, es ist nur meine Parfumwelt und ich erhebe keinerlei Ansprüche auf die absolute Wahrheit. Wie konnte ich auch …
Mit Serge Lutens Werken begann meine Reise durch die Welt der Nischenparfümerie. Ich weiß noch, wie ich vor dem Parfumstand stand (ich bitte Sie mir diese Tautologie zu vergeben) und den ersten „Zug“ des Duftes machte. Es schlug wie ein Blitz ein. Es war etwas radikal anderes, als das was ich jemals vorher gerochen habe. Es war der Beginn einer neuen Parfumära für mich.
Damals nahm ich La fille de Berlin mit mir nach Hause und bekam eine Phiole Chergui zum testen mit. Zwei tage später stand ich wieder vor diesem Stand um einen Flakon Chergui zu kaufen. Es ging nicht anders, ich musste es einfach haben, ich musste es ständig riechen können. Seit dem habe ich sehr viele Parfums getestet und viele haben ein Zuhause bei mir gefunden. Einige davon haben mein Herz, meine Nase und einen festen Platz in meiner Kollektion erobert, einige sind nur eine kurze aber leidenschaftliche Affäre gewesen. Nicht so Chergui. Dieses Parfum ist zu meiner Obsession geworden. Mein Signaturduft, meine leidenschaftliche Liebe. Es ist gleichzeitig warm und rau, süß, scharf und würzig-umhüllend. Ein absoluter Unisexduft. Eher maskulin, gerade zu Anfang, im Verlauf wird er milder und gefügiger. Ich der ersten Linie rieche ich Honigwaben, Bienenharz und Pfeifentabak. Später gesellen sich Amber und Rose dazu, Weichrauch kann ich eher erahnen… Es ist kein Duft, der jedem gefallen will - er hat Charakter. Die meisten Damen in meinem Bekanntenkreis finden ihn zu maskulin. Meinem Mann ist er zu feminin :-). Ich würde jedoch behaupten, dass dieser Duft auf jeden Fall wert ist, ihn zu testen.
6 Antworten
Duft 9.0/10
1 Auszeichnung
Chergui... toller Duft in zwei Versionen oder reformuliert?
Anfang des Jahres kaufte ich hier bei einem Parfumo eine viertelvolle Flasche "Chergui"; Flakon mit weißem Etikett, rotbraune Flüssigkeit. Klasse Duft, auch für den Mann...Ich vernahm Heu, Tabak, Hölzer, sowie eine angenehme Süße.
Der Flakon war bald aufgebraucht, u. ich kaufte bei Ebay eine ebenfalls angebrochene Flasche. Diesmal war es ein Flacon mit schwarzem Etikett und einer grünlichen Flüssigkeit.
Beim Auftragen kam mir der Duft wesentlich maskuliner vor...zu Beginn hatte er einen etwas stechenden Anklang; erst nach ca. 30 Minuten, kam die mir bekannte Süße hervor.
Meine Frage an alle Serge Lutens-Liebhaber wäre nun, ob es sich vielleicht um eine ältere Version des Dufts handelt? In den Parfümerien sieht man ausschließlich den Flacon mit der rotbraunen Flüssigkeit...Ist dieser Duft irgendwann reformuliert worden???
5 Antworten
Flakon 6.0/10
Sillage 6.0/10
Haltbarkeit 6.0/10
Duft 4.5/10
Erstklassiger Kommentar    12 Auszeichnungen
Heiße Milch mit Honig oder mit Honig parfümierter Pfeifentabak?
Den unten stehenden, ausschweifenden Lobeshymnen ("Wüstenwind" etc.) sowie der überbordend starken 82 %-Bewertung kann ich mich - das gleich vorweg - so wirklich nicht anschließen.

Ein paar rabiat kritische Stimmen kann man zwar auch ausmachen, aber die sind doch deutlich in der Minderzahl, lassen dabei aber auch kein gutes Haar an "Chergui".
So rabiat nun (0%, 10 %) mag ich den Duft wiederum auch nicht sehen, aber wenn ein Duft - morgens aufgetragen und dann absichtlich "vergessen" - immer wieder beim punktuellen Wahrnehmen im Lauf des Tages eher nervt als erfreut, dann wird das Urteil tendenziell schon recht klar.

Ich habe es nicht so mit Honig und überhaupt mit jenen gourmandigen Düften, die eine überzogen liebliche, fast im Kopf dröhnende, milchig bis pappig zu nennende Süße prägt.

Hier ist es leider der Fall. Jedes weitere Schnuppern an "Chergui", auch in der 2. und 3.Testsequenz, lässt in mir zusehends den Wunsch aufkeimen, ihn nicht mehr auf der Haut haben zu wollen.

Von Anfang an dominiert ein Wechselspiel an Aromen, das immer zwischen den beiden Beispielen in meiner Überschrift changiert.

Die heiße, von mir aus abgekühlte Milch mit Honig ist am Anfang im Zentrum. Pudrig durch Amber, das auf jeden Fall, aber in der Summe auch milchig, dabei sehr eindimensional süß.

Das Tabakblatt taucht recht bald auf, wodurch man innerlich umschwenkt auf den honigparfümierten Pfeifentabak. So riechen tatsächlich diese billigen Zigarillos, die man mal mit Vanille, mal mit Karamell oder sonstigem, zumeist stumpf-süßlichen Aromenzusatz bekommt.

Es bleibt dann auch dabei - ich empfinde den Duft als extrem flach, ereignisarm und eintönig, dabei durch seine aufdringlich-einfältige Honigsüße auch etwas unangenehm. Nichts zu machen.
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 7.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    15 Auszeichnungen
Salamberwachholzhonigrauchtabbeere
1. Test 06/2014
Süß, würzig, etwas medizinisches. Sehr verwoben.
Nicht schlecht, aber auch kein "Wow ist der Gut" Effekt.
Bitte noch mal in Ruhe testen.

2. Test 09/2014
wiederum süß, würzig, nichts mehr medizinisches. Leicht florale Noten, Rose, seifig, sauber, aber honigsüß. Das dominiert alles andere. Warm, tröstend und doch widerspenstig. Abenteuerlich, ja doch. Pudrig? Eher nein! Sexy, nein eher nicht. Dunkel, gefährlich und lieblich mit Stacheln. Spritzig. Laut ja, mit Sicherheit. Frische? Nein! Auffällig, Wiedererkennungswert auf jeden Fall. Wandelbar, eher nein. Linearer Duft, keine Pyramide. Etwas rauchig, kratzig, stechend. Einschlafduft, weniger. Wann tragen? Keine Ahnung!

3. Test 11/2014
Wird nach ca. 2 Stunde ruhiger. Süßte tritt etwas zurück, nehme heute die Heunoten mehr wahr, etwas sauberer Tabak, eher Tabakblätter, Virginia Blend, hell und feucht frisch. Honig bleibt. Wird würzig, maskulin. Verrucht? öhm ja doch! Weihrauch ja, süßer, intensiver Weihrauch, grob dunkle Nugets, nicht die teuerste Sorte. Da kommen mir plötzlich alte Holzkirchenbänke in den Sinn. Abgesessen, aber frisch gewachst und nach Holz und Holzpflegemittel duftend. Erinnerung an eine alte Schuhcreme, die von meiner Großmutter. Gibt`s vermutlich nicht mehr im Handel. Das roch beim Pflegen der Schuhe nach Leder und Pflegemittel nach Wachs, nach Honig, in der Sonne auf der Terrasse. Interessant ja. Wann tragen? Weiß nicht...

4. Test 01/2015
ja der hat was, unterscheidet sich aber auch nicht von den vorherigen Wahrnehmungen. Schwanke immer noch zwischen ja und nein, zwischen Gut und Böse. Da ist etwas was ich nicht mag und etwas was mich magisch anzieht. Wie gegensätzlich, wie Himmel und Hölle. Du heilige Salamberwachholzhonigrauchtabbeere wohlriechend und doch irgendwie medizinisch bitter. Ach und ich mag keinen Wacholder. Nicht als Gewürz, nicht als Schnaps, nicht mal zum basteln. Und immer nur ganz am Ende, wenn du dich beruhigt hast, dann gefällst du mir. Sehr gut sogar. So als wolltest du mich doch jedes mal überzeugen. Der Mensch vergisst schnell und merkt sich nur das Gute. Nee mein Lieber, so schnell geht das auch nicht. DU wirst für ewig mein Testduft bleiben. Zwischen den Welten, nicht Fleisch, nicht Fisch. Unterirdisch gut oder himmlisch sündig. Keine Ahnung. ... und wieder stelle ich mir die Frage: "WANN TRAGEN?"

Ich weiß nicht, du sagst es mir nicht.
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 5.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    11 Auszeichnungen
'Stimmen im Wind...'
'…die sie rufen, wenn der Abend beginnt.
Sei nicht traurig, Susann –
es fängt alles erst an.'

tröstete Juliane Werding Mitte der 80er stellvertretend für uns alle jene unbekannte 'Susann' - auf allen Radiokanälen, im Fernsehen, überall. Nach den noch klar den 70ern zugehörigen 'Wenn Du denkst, Du denkst, dann denkst Du nur, Du denkst' und 'Am Tag, als Conny Kramer starb' wandelte sie sich spätestens mit 'Geh nicht in die Stadt', 'Nebelmond' und 'Tarot' vom frechen Gitarrenmädchen zur mystischen, nachdenklich-problemorientierten Esoterikbardin. (Dies fand seinen Höhepunkt in meiner ewigen Lieblingstextzeile in 'Das Würfelspiel', wo ein mysteriöser Fremder sie durch ein solches davon abhält in einen sich später als fatal herausstellenden Zug zu steigen: '…ich dreimal sechs, und neunzehn er.' - Lyrik schlägt Logik.)

Chergui, das ist Serge Lutens' heißer Wüstenwind, und auch der ist voller Stimmen. Ich spüre einen abendlichen Wind – nur warm und nicht mehr heiß - und einen einsamen Wanderer oder eine Wanderin inmitten von Strandhafer vor einem feuerfarbenen Himmel – wie in Juliane Werdings schmeichelweichem Song. In diesem warmen Wind der Duft von längst gemähtem Gras und zarten, trockenen Blüten – Immortellen aus einer fernen Macchie – und dabei die Ahnung einer animalischen Weichheit wie vom sonnenwarmen Fell ein ruhenden Pferdes. Hinzu kommen eine köstliche Süße von orientalischem Zuckerzeug und Anklänge von süßem Tee, schließlich weht er vom Persischen Golf herüber - Chergui, der Wüstenwind.

Nicht umsonst ist dies eine von Lutens' populärsten Kreationen – hat er doch weniger Kanten, weniger Abgründe als viele seiner beigefarben und besonders seiner schwarz etikettierten Brüder. Vergleichsweise gefällig kommt er daher - weich und warm, betörend krautig, tröstlich süß. Und es sind flüsternde und lockende Stimmen darin, die von fernen Ländern erzählen – und dem Bedauern eines lange zurückliegenden Verlusts. Gleichermaßen melancholisch und ernst ist er - und doch sanft und heiter wie eine Liebkosung, intim wie ein Atemhauch auf der Haut. Bernsteinfarben. Abendschön.

Fazit, anmoderiert von Uwe Hübner oder Viktor Worms:
'Stimmen im Wind,
die so zärtlich und so liebevoll sind.
Sei nicht traurig, Susann –
es fängt alles erst an.'
2 Antworten
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 6.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    7 Auszeichnungen
Heiter bis wolkig
Lutens schafft es immer wieder, mich zu verwirren. Bei Chergui ist das nicht anders, macht der Duft doch eine große Veränderung durch bzw. gleich mehrere. Das, was aus direkt aus der Flasche kommt, finde ich schon mal göttlich. Süß, würzig und gar nicht unisex, sondern vielmehr feminin. Dann arbeitet sich das Heu durch, das ich eigentlich recht gern mag, mir hier aber zu dominant ist. Gemeinsam mit dem Tabak wird der Duft deutlich maskuliner, aber er ist auch ganz schön süß. Ich weiß nicht, ob ich das an einem Mann riechen möchte, zumal die Sillage bei Überdosierung wahrhaft atemberaubend ist.

Bis hierher war Chergui für mich ehrlich gesagt noch kein typischer Orientale, das ändert sich dann aber schnell durch den Weihrauch und das Sandelholz - ein orientalischer Basar ist wirklich nichts dagegen. Diese rauchige Basis hält dann in etwa so lange, wie es bis zum Untergang des osmanischen Reichs gedauert hat...ewig und drei Tage.

Mein Fazit zu Chergui ist, dass er zwar nicht mein Duft ist, ich aber die Faszination auf viele von euch nachvollziehen kann. Mich persönlich nervt erst das Heu, dann der Wacholder und zum Schluss die Rauchwolke, aber dazwischen finden sich wiederum auch die schönen Fassetten - das Amber und der Honig zum Beispiel. So bleibt Chergui für mich wechselhaft und schwer zu fassen. Das ist zumindest nicht langweilig...
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Duft 7.0/10
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Für Männer...meinetwegen!
Dass Heu drin ist glaube ich aufs Wort denn beim Aufsprühen musste ich erst mal kräftig niessen :-)

Der Besitzerliste nach muss es sich offensichtlich um einen sehr beliebten Duft handeln, ich jedoch bin nur mal bei einem Parfümeriebesuch zufällig an eine Probe geraten und denke, dass es dabei bleiben wird. Den Duft finde ich zwar irgendwie gut, aber ich sehe ihn mehr an Männern, die süssere Düfte mögen, als an mir. Mir persönlich sind für mich als Frau zu viele maskuline würzige Noten drin die auch zu lange bzw. auch in der Basis präsent bleiben. Dieser Duft würde nicht zu meinem weiblichen Image passen welches ich vertrete.

Tabak, Wachholder und dieser Muskatellersalbei sind glaube ich die Übeltäter weswegen ich als Frau sagen muss, dass der Duft nichts für mich ist. Aber auch wenn ein Mann ihn trägt weiss ich nicht, ob es mich umhauen oder ich eher auf Distanz gehen würde.

Wer würzig, orientalische Düfte mit einem Unisex < Maskulin Touch mag hat bestimmt einen hochwertigen Duft, aber ich für meinen Teil muss leider passen, obwohl ich Amber und Honig mag, aber nicht in dieser Zusammensetzung mit männlicher Würze und nach Heu möchte ich auch nicht riechen. Ich rieche Heu sehr gerne im Tierstall, aber nicht in meinem Parfüm.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
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Wechselhafter Orientale
Nachdem ich ihn beinahe abgegeben habe, aber von meiner besseren Hälfte daran gehindert wurde, habe ich mich nochmal ausgiebig mit Chergui beschäftigt. Und was soll ich sagen, ich glaube ich hatte ihm noch nicht genug Zeit gegeben und ihn noch nicht richtig entdeckt. Jetzt will ich ihn nicht mehr missen.

Ich habe nicht das Gefühl,dass der Duft eine klassische Pyramide hat. Die Analogie mit dem Wüstenwind passt hier sehr gut. Chergui hat verschiedene "Himmelsrichtungen" und manchmal weht der Wind eben aus unterschiedlichen Richtungen. Gefühlt hängt meine Wahrnehmung von vielen Faktoren ab: den Materialen der Kleidung die ich trage, wie Aktiv ich heute bin und natürlich auch der Umgebungstemperatur. Chergui riecht nie 100% gleich an mir.

Was ich immer untrüglich wahrnehme sind Salbei und Wacholderbeere zu Beginn und Honig, Tabak und Heu im Herzen des Ganzen.
Gerade der Honig zieht sich für mich von Anfang bis zum Ende durch und liegt wie Balsam auf der Haut. Danach wird es schwierig den Duft festzulegen. Manchmal mehr blumig mit Rose und Iris. Mal holzig und rauchig mit Sandelholz und Weihrauch ,dann wieder eher ein wenig animalischer mit Leder und Moschus u.v.m
Alle Noten in der Auflistung oben sind wahrnehmbar,aber nicht immer alle in gleichen Maßen und nicht unbedingt am selben Tag.

Haltbarkeit ist bei mir bei um die 10-12 Stunden bei kräftiger Sillage(ca. 2m) in der ersten Hälfte, danach eher Armlänge.

Chergui ist ein Ausgeh-und Wohlfühlduft. Er projeziert kein bestimmtes Bild ausser seinem allgemeinen warmen und orientalischen Charakter. Aufgrund seines dunkleren Charakters eher für die Nacht als den Tag.
Er ist natürlich eher für die kühlen Jahreszeiten aber er hat genug eher frische und ätherische Noten(Salbei,Rose,Wacholder) um zumindets noch im Frühjahr zu funktionieren.
Eher auf der maskulinen und herben Seite der Unisexdüfte, aber locker noch für Frauen tragbar.

Ein hochinteressanter und handwerklich sehr,sehr gut ausgeführter Duft den ich gerne beschnüffel. Die Unberechenbarkeit die ich oben beschrieben habe und die starke Honigsüsse führen allerdings dazu, dass er nicht ganz so universell tragbar ist wie ich es gerne hätte.
Deshalb keine 90 oder 100% von mir aber sehr solide 80%(eher 85 wenn das system das zulassen würde)
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
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Föhn in München vs. Wüstenwind
Himmelherrgott, bin ich nass!
Grad aus dem Auto …und dann das!
Fuhr her, um einen Duft zu kaufen!
Und bin jetzt nahe am Ersaufen.

Petrus! Arsch!! Ich möcht dich lynchen!!
Bin echt sauer! ( ….bin in München)

5 Stunden Fahrt, 2 davon Stau!
Steh nass am Stachus und jetzt schau…
ich links und rechts, da muss er sein!
Der Oberpollinger! Jetzt rein!!

„ Grüss Gott! Bin wegen Chergui hier!
Ich möchte den haben, bitte sehr!
Und… liebe Frau, ich hab schon mehr
gelesen drüber, gems ihn mir!“

Sie sieht mich an, vom Kopf bis unten
Ich wär am liebsten gleich verschwunden
Stand echt da wie ein nasser Hund…
Dann ging es los, sie sagte:“ und…
weisst du denn wohl , wo du hier bist?“

Ein Blick nach draussen… schifft noch! Mist!

„ So wie du aussiehst! Kennst den Preis?
Der ist nicht billig, ohne Scheiss!
Ein kleiner Tipp, dort vis a vis
ist auch noch ne Parfumerie!
Du siehst sie gleich, ist violett!
Bist besser dort bedient, ich wett!“

„Seid wann sind wir 2 denn per du?
Nur weil ich nass bin? Blöde Kuh!“
Sie merkt es gar nicht, doch ich koch!!!

Und draußen regnets immer noch!

„Pass auf!!! Mach meinem Ärger Luft!!
Verdammt! Ich will jetzt diesen Duft!!!
Kauf schließlich das, was mir gefällt!
Was guckst du blöd? Ich hab das Geld!!“

„ Schon gut!………………das ist ein Serge Lutens…“
(versucht Verkaufsgespräch... ) ich gähn!
Erzählt von Honig, Iris, Heu…
( mach hinne Tante! Mir nicht neu!)
Erzählt von Leder und Tabak…

Und draussen schiffts! !! Petrus, du Sack!

Erzählt von Rose, Moschus , Holz…
und in ihrem ganzen Stolz,
fällt ihr auch noch der Amber ein!
„ Darf ich jetzt kaufen? Das wär fein!!)

Endlich bezahlt! !!Hab was ich wollte!
( ein Blick zurück beim Gehn…, sie schmollte!)
War mir egal! Soll wohl so sein!
Doch draußen war jetzt Sonnenschein!!!

Hab nicht gelogen, meine Lieben..
(vielleicht ein bisschen übertrieben!)

Ich hatte meinen Wüstenwind…
und bin dann nicht mehr so geschwind
Zurück zum Auto, jetzt ja Sonne!
Bin durch die Altstadt, welche Wonne!

Das nächste Mal werd ich versuchen
(Vorausgesetzt, es schifft nicht wieder..)
Den Münchner Hasen zu besuchen!
Mit meiner Frau! Wie hörn uns wieder!
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Wind aus umlaufenden Richtungen
So drücken es die Meteorologen aus, wenn der Wind bei uns mal nicht bevorzugt aus westlichen, sondern aus allen Himmelsrichtungen weht. Ganz ähnlich verhält sich dieser heiße Wüstenwind aus dem Hause Lutens.

Zu keinem anderen der bisher von mir getesteten Düfte habe ich derart viele Notizen gemacht. Kaum habe ich eine Duftnote sicher identifiziert, ist sie auch schon wieder weg und der nächste Windstoß trägt eine ganz andere Facette des Duftes an mir vorbei. Das macht eine Duftbeschreibung nicht unbedingt einfacher, aber ich versuch´s trotzdem.

Chergui startet bei mir mit einer kräftigen Dosis von Salbei und Wacholder, fast schon wie ein ätherisches Öl mit einer eher kühlen, sauber-medizinischen Ausstrahlung. Dieser Eindruck währt jedoch nur kurz, denn bald darauf kommen deutlich Noten von Amber, Heu und Honig zum Tragen und geben dem Duft Wärme und Süße. Die Worte „hach, wie schön“ habe ich noch nicht ganz ausgesprochen, als die Wärme und Süße sich schon wieder in den Hintergrund verziehen und Platz machen für eine zarte Rose, edle Hölzer und Tabak. Dann wiederum überwiegt wieder der Wacholder … und das ganze Spiel beginnt von neuem.

Dieser ständige Wechsel zwischen kühlen, hellen, ätherisch-leichten und den eher warmen, dunklen, holzig-süßen Noten, die jeweils sehr harmonisch und ausgewogen miteinander kombiniert sind, ist ungemein faszinierend, allerdings auch ein wenig anstrengend – eben wie ein Tag mit wechselnden Winden, an dem der kalte Hauch aus Nordost mich zur Jacke greifen lässt, die ich kurz darauf im warmen Wind aus dem Süden wieder ablegen muss.

So ist Chergui für mich kein Duft für jeden Tag, aber auch einer, der sicher den Weg in meine Sammlung finden wird, wenn meine Abfüllung aufgebraucht ist.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Another peace of my heart
... Break another little bit of my heart now, darling, yeah, yeah, yeah.
Oh, oh, have a!
Have another little piece of my heart now, baby,
You now you got it if it makes you feel good,
Oh, yes indeed ...

(Erma Franklin)

Gestern Abend wurde ich erobert, flachgelegt und es war definitiv kein One-Night-Stand. Sex war es aber nicht (das hätte ich gemerkt) und so muss ich euch in eurer unkeuschen Phantasie ausbremsen. Ich habe einfach nur "Chergui" getestet. :o)

Viele Beschreibungen gibt es hier, darum möchte ich mich kurz halten. Chergui ist für mich ein Kerl mit extra viel Testosteron, der gerade aus der weihgeräucherten Kirche kommt, seine Lederjacke überzieht, sich seine Pfeife mit dem Tabakblend Honig/Aprikose anzündet und das Heu wenden geht. (Fragt bitte nicht nach dem Sinn der Lederjacke und des Brandschutzes.)

Chergui ist für mich auch Bluesrock vom Feinsten, vorgetragen durch eine markante Stimme, wie der von Janis Joplin oder Melissa Etheridge. Emotional, sanft, rockig und durchaus auch mal schreiend. Ich empfinde diesen Unisex-Duft als aufregend und zugleich besänftigend, dunkel und geheimnisvoll. Er ist Seelentröster und ein gezähmtes wildes Tier. Er ist animalisch und sexy.

Ich trage ihn heute in geriner Dosierung auf Arbeit und bin bisher noch nicht unangenehm aufgefallen. Die Sillage ist kräftig und mein Handgelenk roch, nach dem frühabendlichen Test gestern, heute früh noch. Ich halte "Chergui" für einen Herbst- und Winterduft. Den Preis finde ich moderat.

Vielen lieben Dank Bellemorte, für dieses Erweckungserlebnis. Du hat mir ein neues Geruchstor geöffnet. *
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Duft 8.0/10
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Des Rätsel`s Lösung?
schon lange suche ich nach "meinem" Amber. Entweder ist er zu süß und vanillig (Ambre Nuit), zu rau und hart (Ambra Aurea) oder ich verliebe mich zuerst, aber er wird mir auf Dauer zu gewürzlastig (Alambar).
Chergui hat würzige Anteile, die aber nie zu dominant werden. Chergui ist süß, hat dabei aber eher eine Honignote, nichts von Vanille. Die Gewürze geben immer ausreichend Kontrast, ohne nervig zu werden. Einzig die Honignote könnte auf Dauer nerven - das erinnert mich zusehr an Tobacco Vanille. Etwas mehr knarziger Amber und weniger Honig - das wäre perfekt. Am anderen Arm habe ich den Amber von Collines de Provence. Diesen Amber mit den orientalischen Noten von Chergui und nur einem winzigem Hauch von der Knarzigkeit eines Ambra Aurea - alles ohne Honig. Das wäre ein Traum. So bleibt hier ein wunderschöner Duft - der für mich leider kein Kaufkandidat werden kann.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Ritter Sport Olympia
Ein dickes "Grazie" an Leimbacher für die 10ml Abfüllung...oder wie hat er geschrieben "..für ein Must-Have" in der Duftwelt:-)!!!

So nun darf ich endlich mal einen richtigen Serge Lutens riechen..das Eau Serge gehört ja laut den Kennern der Szene wohl nicht dazu..wegen seiner extremen Andersartigkeit.

Stimmt..das haben sie wohl alle recht..Chergui (möchte irgendwie immer "Cherie" schreiben) riecht ganz anders als was ich bisher kannte...und extremst anders als Eau Serge..verhält sich quasi wie Nordpol zu Südpol..oder Schalke zu Dortmund.

Ich kann mich vor diesem Parfum nur verbeugen...zuletzt hab ich so eine Lobeshymne bei Lumiere von MFK verfasst. Cherie schlägt mich von der ersten Sekunde in Bann..so traumhaft..so wahnsinnig...so lecker..SO ANDERS..obwohl es hier 1000ende Traumdüfte gibt!!! woahhhhhh........;-)))))))

Die ersten Sekunden und Minuten bestehen für mich aus einer nicht ganz so süssen Honignote mit leichtem Wacholderbeereneinschlag. Diese tolle Beerenote konnte ich nur identifizieren als ich Sun Day Men von Jil Sander kurz quertestete...nur bei Serge ist die natürlich und echt..wie vom Strauch gepflückt und in den Händen zerrieben...eine leichte frische-ätherische Öle-Note steigt auf. Chergui ist für mich der Extreme-Zapper der Parfumwelt..alle paar Minuten ändert er seine Richtung..seine Nuancen...glaubt man ist ihm auf den Fersen..schon schlägt er wieder Haken..ich bin einfach fassungslos..ich kenn das so extrem von keinem anderen Parfum..eine tolle Note wird durch die nächste ersetzt...so nach dem Motto show must go on..oder das Bessere ist des Guten Tod.

Das ganze wird in der ersten haben Stunde bis Stunde von der herrlichen Heunote umhüllt...nicht wie frische gemähtes Gras..sondern wie von einer Allgäuer Almwiese mit würzigen Kräutern und Blumen getrocknet auf Strohmatten wie der Amarone-Wein..genauso so eine einzigartige Note kann ich darin entdecken. Nach 10 Minuten kann ich eine ganz dezente Rosennote erkennen..viel viel dezenter als bei Lumiere..habs mir extra nochmal parallel aufgesprüht...diese zieht sich aber gleich wieder zurück und macht dem frischen Sandelholz platz. Jetzt riecht Chergui ein paar Minuten wie Tiramisu..nicht ganz so alkoholisch und süss aber klare Richtung zu diesem leckeren Dessert...nicht die obersüsse vom Supermarkt sondern noch selber gemacht von der italienischen-Mama. Auch starke Erinnerungen an Ritter Sport Olympia werden wach..auch dort ist die Honignote zu erkennen...Olympia gibt es nicht das ganze Jahr..was seinen Reiz auch ausmacht..so wirds mir auch mit diesem Juwel..mit dieser Perle gehen...zu schade zum Tragen.

Nach einer Stunde kann ich eine süssliche Tabaknote ala Bucaneer (mit leichter süsslicher Whiskynote)..entdecken..wahnsinn...komm bei den Noten kaum hinterher. Nie zu süss..nie stickig-orientalisch..nie zuviel...einfach D I E perfekte Mischung aus Würze und Süsse..ein absoluter Seelentröster...hab jetzt extra auf den Regen und auf die abgekühlte Luft gewartet...wie muss der erst im Winter wirken..wenn man durch den Duft nach einem langem Schneespaziergang von innen aufgewärmt wird.

Alle Liebhaber von süsslicheren Düften wie Lumiere, APOM, Dior Homme Intense oder L'Instant Guerlain Eau Extreme werden hier über beide Ohren glücklich und Ihren (Duft-)Frieden finden...Danke Serge für diesen grossen Wurf.

Vielleicht noch eine kleine Ergänzung..um kurz nach Mittag hab ich ihn mir aufgesprüht..bestimmt inzwischen 3-4x die Hände gewaschen..nach 8 Stunden immer noch da..besser gehts einfach nicht..in eine Atemzug mit Lumiere zu nennen!
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Honeymoonsuite in der Scheune
Mein erster Serge Lutens Duft den ich kaufte, nach 2 maligem Test hat mich Chergui restlos überzeugt. Und auch jetzt in der Alltagsbenutzung beeindruckt er mich mit seiner komplexen, gutmütigen Struktur immer mehr. Andere Serge Lutens Düfte waren zu speziell, harsch, extrem, untragbar, wirkten eher wie Duftexperimente. Zwar von hoher Qualität, aber nicht wirklich angenehm. Aber Chergui, der ja auch gemeinhin als der Must Have Duft dieser Marke für Männer gilt, ist ganz anders. Tiefgründig, besonnen, ruhig, klassisch, warm, anschmiegsam, kuschelig, vielschichtig, dick, süß - einer der vollkommensten Orientalen den es gibt!

Ich rieche Heu, Tabak und Honig als dominierende Noten. Chergui befindet sich irgendwo zwischen Mainstreamer-Meilensteinen wie Le Male oder Zino, über teurere Mainstreamer wie Equipage bis hin zu Nischendüfte wie Tom Fords Tabacco Vanille. Der einzige der mir noch besser gefällt als Chergui ist letzterer, aber Chergui ist von der Qualität fast ebenbürtig. Eine äußerst interessante, einzigartige Mischung aus Wonne im Winter und wärmende Sommersonne. Aber ganz klar für kalte Tage und Abende, davon gibts auch jetzt ja in Deutschland noch genug zum Glück. Zu den o.g. hervorstechenden Noten sind auch sanfter Weihrauch, Beeren, Moschus, Hölzer und Rose wahrnehmbar, allerdings kaum voneinander trennbar. Die Komposition von Chergui ist einfach zu flüssig ineinander laufend und darf getrost als genial bezeichnet werden!

Der Flakon ist auch toll, auch wenn ich anfangs überrascht war, dass man den Sprühkopf selber drauf machen muss und ihn erst gar nicht gefunden habe bzw. nicht aus der Kappe bekommen habe^^ Dachte schon ich hätte eine Splashversion abgegriffen und sogar einen User hier gefragt ob das sein kann. Aber nein alles gut, SL liefert sowohl runden Kugeldeckel als auch Spraykopf bei seinen Parfums mit, top top top! Wurde gestern extrem oft auf den Duft angesprochen und nur positiv, Sillage ist definitiv stark. Glaube aber nicht nervig stark, werde ich aber noch genauer rausfinden und testen, so lange es noch kühl und grau ist. Denn Chergui hüllt mich in sein warmes Gewebe aus Heu, Honig und Tabak ein und wärmt so meine Seele. Und zwar von morgends bis abends, da die Haltbarkeit mit 10 Stunden plus von der hochwertigsten Sorte ist!

Serge Lutens Meisterwerk für die Herrenwelt, dessen orientalische Qualität in der Parfumwelt nur kaum getoppt wird!
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Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
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Der Teufel mit der Lederjacke auf einer Harley - aber er ist nicht böse, sondern gutmütig ;)
Chergui ist ein sehr guter Duft und hat einen sehr präsenten und intensiven Charakter. Er ist auf der einen Seite sehr verspielt, auf der anderen wiederrum auch ruhig und dumpf. Ich persönlich habe ihn sehr gerne gemocht und habe ihn heute an einem Freund beim Essen wahrgenommen. Auf die Frage, wieso er ihn schon zu so früher Zeit oben hat, meinte er ,er hätte heute was wichtiges vor.
So so .. sieh mal einer an, kann man sich ja denken, wenn man in ein grinsendes Gesicht blickt.

Was man bei Chergui am besten wahrnimmt ist vor allem der Tabak. Richtig rauchig, schwer und konsistent. Der Tabak wird umringt von Sandelholz und Weihrauch. Ich finde diese Zutaten spielen sich gegenseitig aus und jeder will die Oberhand für sich gewinnen. Mal ist der Duft so- mal anders. Der Honig ist so, als würde er gerade erst vom Imker eingefüllt. Richtig klar und süß, verfliegt aber wieder gleich und alles in einem wird umhüllt von Weihrauch, was sich angenehm auf einen haftet.. Interessant und vielversprechend!

Chergui war zumindest auf meiner Haut immer wandelbar, ohne jegliche kleine Aufmerksamkeit zu verlieren. Heu kann ich nicht nachvollziehen, denn ich rieche es überhaupt nicht. Auch nicht bei meinem Bekannten und weder noch, beim aufsprühen auf meine Haut. Am Anfang kommt Chergui sehr edel daher, ein Gentleman im chicen Anzug, dann jedoch verfliegt der Charme und das Holzige , Rauchige kommt zum Vorschein und es scheint so, als wolle sich der Teufel höchstpersönlich was abholen...
Ich bin hin und hergerissen, zwischen Gentleman/Lady und Alltagsrocker/in, die es so richtig derb und rauchig mögen. Dieser Duft ist beides finde ich, zumal er wirklich lange anhält und dem Träger Sicherheit vermittelt.
Den Duft riecht man noch Stundenlang , auch wenn man sich ausgiebig ausgeruht und geschlafen hat. Jedoch ist er im Ausklang sehr ruhig. Gutmütigkeit könnte ich mit dem Abklang verbinden .. er ist so schön zum riechen, man fühlt sich wohl .. vor dem jedenfalls war mein ein Teufelchen, das sich seine alte, modrige Lederjacke umzieht und sich auf die Harley haut .. Mit einem fetten Grinser drauf, so wie mein Bekannter .. was man da so alles im Plan hat mit Chergui ?
Er ist für den Tag und für die Nacht geschaffen.

Nicht zu teuflisch, nicht zu liebhaft. Einfach perfekt um auch der Gesellschaft zu zeugen, das auch teuflisch gut riechende Düfte, auch nur gutmütig sein können, denn sie zeigen besonders viel Herz in der Konsistenz und befriedigen unsere Nasen!
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 9.0/10
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Untypischer Lutens - aber sooooo gut!!!!!!
Mit den Lutens-Düften ging und geht es mir zumeist so wie mit den Montale-Düften: sie gestalten sich bei mir häufig "sperrig", wollen verstanden und erobert werden. Sie offenbaren oftmals nicht sofort ihre ganze Pracht und ihr ganzes Potential, sondern geben dies nur nach und nach preis. Andererseits sind mir beide Vertreter auch oftmals zu "nischig", will sagen zu extravagant, um sie für mich tragbar zu machen.

Nun haben sich bei mir einige Lutens Proben angesammelt und ich griff wahllos und unabsichtlich zu Chergui.
Ich stellte mich auf alle möglichen Dufteindrücke ein und getreu dem Motto "Augen zu und durch" startete ich den Test. Spannung....würden sich meine bisherigen Erfahrungen bestätigen? Würden mich die "heißen Wüsten Winde" hinwegfegen? Ja, taten sie, aber ganz anders als gedacht!

Vom ersten Moment an kann ich Amber, Heu, Honig und eine rauchige Note (ich vermute den Weihrauch) wahrnehmen. Dabei ist nichts übertrieben süß oder rauchig, toll! Nach einiger Zeit vermengen sich anscheinend alle Komponeneten miteinander. Ich kann nicht mehr klar bestimmen, welche Duftmoleküle da so herrlich vor sich hin duften. Bestenfalls etwas Zimt kann ich noch herausriechen. Aber dann kommt noch eine feine Ledernote hinzu. Vor meinem geistigen Auge sehe ich ganz weiches Handschuhleder und so riecht es eigentlich auch. Und ich würde sagen, dass die Iris dafür sorgt, dass der Duft eine dezent pudrige Richtung einschlägt.

Das war's, so unglaublich ausbalanciert bleibt dieser Duft nun auf meiner Haut zurück. Ich bin wirklich begeistert, von diesem, na klar, Kuschelduft! Er besitzt eine tolle Strahlkraft und umhüllt mich wie meine Lieblings-Kaschmir-Strickjacke. Ich empfinde Chergui als einen unaufdringlichen und stilvollen Duft, den man(n)/frau auch getrost im Büro tragen kann.
Wenn man etwas mehr "Wumms" und Aufmerksamkeit möchte, können einige Sprühstöße mehr die Außenwirkung und -wahrnehmung deutlich erhöhen. Insofern fast schon ein Allrounder für den Tag und den Abend.

Und ich bin heilfroh und überrascht, dass es mir ein Lutens mal leichtgemacht hat. Das lässt für weitere Lutens-Tests hoffen....

Um's mit Marianne Rosenberg zu sagen.....er gehört (demnächst) zu mir ;-)
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Duft 8.0/10
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Soll ichs wirklich machen oder lass ichs lieber sein?
Jein!
Ich wollte den Duft immer schon testen, seit ich von ihm erfahren habe, aber jedes Mal, wenn ich in einer Parfümerie war, gabs alle Lutens-Düfte, nur Chergui nicht, warum auch immer.
Heute war das anders! Also direkt ab damit aufs Handgelenk und, na ja, der erste Eindruck war so lala. An sich all das, was ein winterlich-weihnachtlicher Duft haben sollte (für mich), aber dieses Heu ging mir ganz schön auf die Nerven. Irgendwie finde ich das deplaziert, es macht den Duft für mich so muffig-stechend. Gott sei Dank war das aber nur für die ersten 15-30 Minuten so, danach hab ich das bekommen, was ich mir erhofft hatte (oder auch nicht, denn das ist bisher der erste Lutens, der mich wirklich überzeugt).
Also ganz konkret: auf meiner Haut rieche ich Heu (doof), dann Zimt, Amber, ein bisschen Honig, aber 'positiv' (ich hasse Honig eigentlich) und schließlich auch eine ganz sanfte Ledernote, aber so weihnachtliches Leder, vielleicht riecht so ja der Stiefel vom Weihnachtsmann.
Tjaja und jetzt bin ich am überlegen...ich glaub, Chergui ist ein Duft, den ich mir gerne schenken lassen würde, oder aber selber kaufe, wenn ich mal ein tolles Angebot finde. Er kommt also definitiv auf die Wunschliste, aber an erster Stelle steht er da (noch) nicht.
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Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
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Aromen des Windes – Chergui (Serge Lutens)
Wenn der heiße Wind Chergui von der Sahara kommend über das Atlasgebirge hinweg in die Küstenstädte Marokkos weht, bringt er alle olfaktorischen Eindrücke, die er bis dahin auf seinem Weg gen Nord-Westen in sich aufgenommen hat, mit.

Die ersten Ausläufer des Windes sind sowohl beerig als auch floral, allerdings wirken diese Noten nicht frisch und grün, sondern die Beeren und ebenso die zu erkennende Rose wurden durch den heißen Wind getrocknet und mit Honig kandiert. Nicht dass die Rose verwelkt oder die Beeren verdorben seien – nein: sie wurden für die Ewigkeit festgehalten, der heiße Wind hat aus ihnen ein duftendes Stillleben werden lassen.

Dieser trockene, beerig-florale Windstoß wird durch das Heu unterstrichen, das wunderbar zu den würzig-rauchigen Akkorden überleitet. Vor allem der Weihrauch, den man trotz der gluterzeugten Aromen der zahlreichen Duftbestandteile gut heraus riechen kann, und das Muskatellersalbei bestimmen hier vor dem Tabak die Szenerie.
Dennoch ist es der geschmeidigere Tabak, der – gepaart mit dem Sandelholz – letztlich die balsamische Note des Windes ermöglicht, die dennoch die kandierten beerig-floralen Momente als auch die würzig-rauchigen Anteile nicht vollkommen in den Hintergrund treten lässt.

Chergui - ein Wind, der sicherlich nicht für jeden bestimmt ist.
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 10.0/10
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*** Lutens für süßlich warme Wintertage ***
Serge Lutens, kenn ich nicht!

Nimm dir doch die Zeit und teste ihn mal!

Ok, gesagt getan, gleich mal eben sehen wo ich eine Probe
von diesem Chergui her bekomme!

Was soll ich sagen, welch ein schöner Duft steigt mir da in die Nase?
Ich bin begeistert, warum habe ich nur von diesem Serge Lutens noch nie etwas gehört?

Ich muss mir dieses Chergui mal bestellen glaube ich.

Getestet, für gut befunden und dann bestellt!

Es hat dann einige Tage gedauert, bis das Schwarze Paket aus Frankreich bei mir ankam.
Also, Messer raus und aufgemacht, in Grauem Schaumstoff war ein kleines Schwarzes Tütchen mit Schwarzer Schleife sicher verpackt, nicht nur Sicher, auch Optisch schön anzusehen war diese Art die Ware dem Kunden zu Präsentieren. Mit einigen Duftkärtchen und ein paar Proben war alles sehr Nett zurechtgemacht, ja das Chergui war auch drin!
Vorweg, es war kein Fehlkauf, Samtweich, Zart, Anschmiegsam und Warm kommt der Duft daher, Süßlich mit Amber, Honig, Moschus und Iris, aber auf keinen Fall Aufdringlich oder zu Süß.
Sehr Komplex, Orientalisch, Würzig, Holzig empfinde ich ihn jetzt so nach drei bis vier Stunden, ein Idealer Duft für die kalten Wintertage, man fühlt sich gleich nach dem aufsprühen wie Warm eingekuschelt. Die Haltbarkeit ist mit 8- 10 Stunden Top!

Nun sagt mir auch Serge Lutens etwas!

Wer süßlich, würzige Orientalen mit Tiefgang mag, sollte diesen einmal testen!
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Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 0.0/10
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ich rieche nur honig...
und zwar pappsüss ...irgendwann gesellt sich etwas bitteres ,stechendes hinzu das meine gesichtsmimik entgleisen lässt. ich kann die lobeshymnen nicht so ganz verstehen.
allerdings ist das wohl typisch lutens-enweder man liebt den duft oder man hasst ihn.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Heißer Wind statt nur heiße Luft
"Chergui"..., schon länger in meiner Sammlung, aber bis jetzt fehlten mir ehrlich gesagt die Worte. Zu gut is' dieser Stoff. Und schwer die dementsprechende Beschreibung.
Anscheinend ist "Chergui" lt. Wiki ein heißer Wind in der Sahara. Dann versteh' ich die Namensgebung bei diesem Parfum natürlich ein wenig mehr.

"Chergui" hat eine Wärme an sich, die unglaublich ist. Wenn ich diesen Duft aufgelegt habe, kann man sich nur noch an mich kuscheln (so vermute ich mal, bei den Kommentaren dazu). :)

Aufgesprüht vernimmt man sofort den Amber. Der Honig schmiegt sich langsam dazu und auch der Moschus ist nach kurzer Zeit zu vernehmen. Danach macht sich eine leichte Holzigkeit breit, die vermutlich vom Sandelholz kommt. Auch Tabak und der Weihrauch ist wahrzunehmen. Alle Zutaten sind absolut perfekt miteinander verbunden, sodass "Chergui" von Anfang bis zum Ende einfach nur wunder- wunderschön ist.

Auch die Haltbarkeit ist der Wahn. Ohne Probleme werden 8 Stunden durchgehalten, wenn nicht sogar noch länger.

Leider gibt es keinen längeren Kommentar, weil's recht kompliziert für mich scheint, die einzelnen Komponenten rauszuschnuppern. Aber, er riecht immer wieder gut. :)
Aber ob ich ihn im Sommer aufsprühen würde, bezweifle ich. Eher ein Duft, den man für die kältere Jahreszeit benutzen sollte.
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Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
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Chergui „ von Osten kommend“
Chergui habe ich mehrmals als Kind erlebt, ist ein Ost- oder Süd-Ost Wüstenwind in Marokko (aus dem Arabischen“ sharq“ = Ost) der in Richtung Atlantische Ozean sich bewegt.
Chergui ist sehr trocken und staubig, heiß im Sommer bis zu 40 C, und kalt im Winter und kann Tage lang dauern?. Im Sommer könnte die Chergui Leben zum Stillstand bringen.
Chergui ist ein ebenso schöner wie ungewöhnlicher Orientale; wie alle großartigen Duft Lutens 'Kreationen, es ist alles, was man denn von einem Parfum nach einer legendären Wind namens wünschen würde ... Ein Duft, der seine einzigartige Aura aus dem Spannungsfeld seiner Widersprüche schöpft: trocken und süß, puderige Leichtigkeit und würzige Intensität, gleichermaßen prachtvoll wie sanft einhüllend.., Chergui ist vollmundig und komplex und hat einen süßen Würze, die Meilen entfernt ist von etwas mädchenhaft oder niedlich.
eine heiße und atemberaubende Duft, der sein Träger oder Trägerin an verführerische Kraft und Attraktivität verleiht.
Dieser Duft ist eher ein Winter-Duft, kommt wirklich von Herzen und seine Duftmischung ist einmalig!
Ein romantisches Meisterwerk für Männer und Frauen
Ich liebe Chergui den Duft, als Wind möchte ich im Moment nicht erleben ;)
2 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
Erstklassiger Kommentar    19 Auszeichnungen
Never say never
Nach meinem zwiespältigen Erlebnis mit Arabie(siehe dort) hatte ich die Lutens für mich erstmal unter nicht tragbare Duftexperimente abgehakt.

Bis ich letztens im Alsterhaus, eigentlich auf dem Weg zum Guerlain-Stand, fast über die in Batterie-Stärke aufgefahrenen Flakons am Shiseido-Stand stolperte. .... Welch ein glücklicher Zu-Fall!

Denn sofort kam eine nette Dame auf mich zu und fragte, ob ich die Düfte denn schon kennen würde und wo meine Duft-Vorlieben lägen. Auf meine Erklärung, das ich die orientalisch-würzige Richtung mag, wollte sie mir Arabie "vorführen", als ich aber sagte, das ich den schon kenne und für mich untragbar finde, nahm sie den Chergui. Kaum auf dem Teststreifen wargenommen, streckte ich ihr fast willenlos mein Handgelenk entgegen und sie sprühte lächelnd...

Und da war es! Alles was ich an Arabie so überaus abstossend empfand, war hier nicht vorhanden, dafür alles, was ich daran bewunderte. Orientalische Opulenz, dunkle Holzigkeit, samtige Fülle. Ein warer Handschmeichler. Man mag den Kreationen von S.L. kritisch gegenüberstehen aber dies ist eine überaus gelungene Komposition, die ich nach meinen bisherigen Erfahrungen mit seinen Düften nicht erwartet hätte. Neben Shalimar und Jaipur Homme der für mich bisher beste Orientale, da er vom Charakter her beiden ähnelt, dabei aber
durch eine leichte Ledernote und einen Hauch Tabak, die man mehr erahnt als sie wirklich wahrzunehmen eine eigene , dunkle und mystische Komponente ins Spiel bringt und so im Fach der Orientalen eine wirkliche Bereicherung darstellt. Von diesem Wind lasse ich mir gern die Seele streicheln.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
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Lutens - Fry 4-0 n.E.
Heut zum ersten mal dabei, Heu und Honig als Sturmspitzen, beide wirken angespannt, bereit sofort voll loszulegen, mal sehen ob sie die ganze Spieldauer überstehen. Den Auftakt haben sie auf jeden Fall schon mal bravourös gestaltet.

Der Weihrauch und das Sandelholz sind vom Anpfiff an etwas vorlaut, laufen als Innenverteidiger schon ab der Kopfnote immer mal vor zum Sturm, was ihnen aber auch mal kleine Erfolge einbringt, wobei der Weihrauch definitiv sprintstärker ist.

Ab der Halbzeit dann ist er voll da, der liebe Weihrauch, jetzt im Mittelfeld hat er mit der Iris einen Anspielpartner der dafür sorgt das der Weihrauch nicht so kratzig daherstakst sondern leicht pudrig elegant, ein fantastisches Spiel macht. Sandelholz rechts aussen gibt dem ganzen noch den letzten Pfiff durch scharf holzige Flanken. Tabak links aussen hat heute Schwierigkeiten richtig in den Spielfluss reinzukommen, versucht es aber immer wieder. Die Rose scheint nur am Spielfeldrand zu stehen. Unterbindet aber jeden Versuch der Würze durchzubrechen und rettet die Situation immer weit vor dem Strafraum.
Irgendwann fängt das Spiel an ein wenig runder, weicher zu werden, da will sich wohl mal der Moschus behaupten. Ganze durchsetzen kann er sich nicht, muss er aber auch gar nicht, bei Mannschaftssport zählt eh der Teamgeist.
So sorgt er dann für neue Inspiration, damit sich gegen Ende das Spiel noch mal ein bischen ändert.

Da während der regulären Spielzeit kein Ergebniss erzielt werden konnte gabs noch Verlängerung und anschliessend Elfmeter.
Die Kondition der Mannschaft ist atemberaubend, selbst dann noch kein Anzeichen von Erschöpfung.

Mein Kompliment an das Trainergespann Lutens und Sheldrake

Lutens hat klar gesiegt, ich gebe mich geschlagen und räume im bald einen Platz in meiner Hall of Bath.
Ich finde es wirklich grandios und muss es haben, da führt kein Weg drann vorbei.

Nochmals danke der lieben Probenspenderin, wie du siehst, im Leben wie bei Düften.
Des einen Freud ist des anderen Leid.
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Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Lutens fast pour Homme
Ach ja, den hatte ich ja schon getestet.

Das ist bis jetzt der männlichste Lutens-Duft den ich je gerochen habe.

Der Duft startet mit einem trockenem und Rauchigen Akkord. Schon von Beginn an kann man eine gewisse Kantigkeit wahrnehmen, die Chergui meiner Meinung nach zu einem eher maskulinen Duft macht. Ich nehme an das der Weihrauch eine Mitschuld an dieser Kantigkeit trägt.

Mit der Herznote wird Chergui dann etwas milder und eine leichte Blumigkeit versucht gegen die Rauchigkeit zu bestehen. Doch auch hier wird den Blumen nur wenig Raum auf der Duftbühne eingeräumt. Die herb-würzigen Noten behalten das Zepter fest in der Hand.

Im Drydown wird Chergui dann etwas balsamischer und schwerer. Nun strahlt der Duft eine angenehme Unisex-Ruhe aus.

Chergui ist der zweite Duft von Onkel Serge, der mir richtig gut gefällt. Er ist sehr haltbar und keinesfalls für die warmen Monate oder das Büro geeignet. Für mich ein kantig schöner Ausgeh-Orientale für die kühlere Jahreszeit.
3 Antworten
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Ein Traum
Also dieser Duft ist das reinste Meisterwerk! So sanft und pudrig, dass er die zartesten und bildreichsten Phantasien in mir wach küsst. Honig, Tabak Weihrauch umhüllen den Körper wie der tiefblaue Nachthimmel in einer Sommernacht, mit dem man sich auf einer Wiese liegend zu decken möchte..
So warm und weich, so anschmiegsam und doch wild! Chergui kann auch anders! Betörend, Sinne raubend, subtil sexy! Es ist nicht Jedermanns Geschmack, aber ich kann sagen, dass sich wirklich jeder nach mir umdreht, wenn ich ihn trage. Chergui ist wie ein gut gehütetes Geheimnis, jeder will es erfahren, aber jeder hat Angst, was es sein könnte. Er ist mysteriös und anziehend, zugleich aber auch beängstigend.
Ich persönlich liebe diesen Duft sehr, kann nicht genug davon bekommen und die Haltbarkeit ist der Wahnsinn! Sehr empfehlenswert!
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 2.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Trockenobst-Tabak
Ich erinnere mich, dass einige Raucher damals eine Apfelscheibe in ihren Van Nelle, Drum, Samson oder Ascot-Beutel getan haben, damit der Tabak nicht so schnell austrocknet und etwas Feuchtigkeit bewahrt. Macht man das heute noch?
Dies war jedenfalls eines der ersten Bilder, die mir vor mein geistiges Auge kamen, als ich Chergui aufsprühte. Ich musste sofort an Trockenfrüchte in Tabak denken – viele Trockenfrüchte in viel Tabak. Trockenfrüchte sind ja viel süßer als frische, sie bestehen ja quasi nur aus konzentriertem Fruchtzucker mit sehr starken Fruchtaromen. Denn Chergui ist ganz schön süß. Aber nicht so zuckrig süß oder blumig süß, sondern schwer süß. Irgendwie „dick“, wie Sirup, zäh-süß. Das macht wohl der Honig. Und das Heu bringt eine Art welke Duftnote rein, die zusammen mit dem Honig in meiner Nase diese Trockenfrucht-Assoziation zaubert.

Chergui ist für mich ein typischer Serge Lutens. Zu schwer, zu schwierig, zu würzig, zu kräftig, zu laut, zu grob, zu süß, zu rauchig, zu dunkel, zu mysteriös. Eine Keule. Sehr viel Tabak, sehr viel Süße, bei aller Sirupartigkeit trotzdem irgendwie auch trocken. Als Farbe kommt mir sofort ein verbranntes Rot in den Sinn. Kein Leuchten, kein Strahlen, sondern etwas Mattes, Verwaschenes, Staubiges, Bräunliches. Trocken-rauchig.

Alles in Chergui ist nicht frisch: die Blumen sind nicht frisch, sondern welk, modrig, vielleicht sogar schon vertrocknet. Wahrscheinlich denke ich deswegen so vehement an ein Gewürzregal. Das Heu war mal frisches Gras, jetzt ist es verblasst, vertrocknet, muffig. Das Obst ist fermentiert. Leder, Weihrauch und Hölzer tun ihr übriges, dass Chergui garantiert einen kräftigen und herb-dunklen Eindruck hinterlässt. Auf Männerhaut kann ich ihn mir besser vorstellen, aber ich weiß, welche Damen in unserer Gemeinde auf genau solche Kaliber stehen. Jede Duftrichtung hat ihre Liebhaber. Zu recht. Diese Kreation ist natürlich bemerkenswert und ein Kracher. Für mich allerdings untragbar. Meine Nase findet keinen Zugang, Chergui ist, wie viele andere Düfte von Serge Lutens, für mein Empfinden zu angestrengt komponiert, zu sehr auf einen dramatischen Effekt aus, will bewusst schwierig und „künstlerisch“ sein und bleibt mir daher zu distanziert. Und abgesehen davon ist es einfach nicht meine Duftrichtung. Ist aber nicht schlimm, bin sonst soweit ganz gut versorgt.
10 Antworten
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 10.0/10
CdG
Sehr hilfreicher Kommentar    10 Auszeichnungen
Hervorragender Unisex-Orientduft
Ich liebe die süßlich schwere Komplexität und tiefgründige Würze von Chergui. Es ist ein opulenter und feinschichtiger Duft zugleich, schwer und doch balsamisch leicht.

Chergui beginnt mit einem Akkord aus süßem Heu, Honig und Gewürzen, die den fließenden Übergang zum Herzen aus Iris, Leder und Rose vorbereiten. Tabak und eine dezente Spur Weihrauch ziehen sich durch den gesamten Duftablauf und verhindern dabei, dass das Eau ins eindeutg Feminine bzw. Florale gleitet. Eine komplexer Amber-Basisakkord mit Anklängen an Vanille sowie Moschus und Sandelholz umschließen den Duft.

Die von mir geschilderte Duftpyramide ist allerdings nur eine Vermutung. Chergui ist recht komplex und selbst ambitionierten „Hobbyschnüfflern“ wird eine klare Einteilung der Noten nur schwer gelingen. Aber irgendwie ist das auch völlig nebensächlich, denn Sheldrakes Komposition sollte man als Gesamtkunstwerk betrachten. Das verhältnismäßig frühes Werk aus der Reihe Les Salons du Palais Royal Shiseido ist ein Musterbeispiel für einen erstklassigen Duft, der auf feinsten Zutaten in ausgezeichneter Qualität basiert.

Chergui hinterlässt eine deutliche, für mich sehr angenehme Duftfahne und bleibt den ganzen Tag nahe bei mir. Die Haftung auf der Haut ist wirklich fantastisch, der Drydown selbst am nächsten Morgen noch eine wahre Schau.

Trotz der handwerklich hervorragenden Komposition kann ich auch verstehen, dass Chergui – oder vielleicht auch das gesamte Orientduft-Genre – einigen (insbes. männlichen) Zeitgenossen deutlich zu feminin, süß oder schwer ist. Wie sooft hilft hier nur der Test auf der eigenen Haut und das Wissen um die eigenen Vorlieben.
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 7.0/10
Hilfreicher Kommentar    2 Auszeichnungen
Süßlich frisches Heu.
Dieses Heu ist süß und trocken, aber es lässt noch deutlich erkennen das es mal grün war.

Insgesamt sehr süß und zäh.

Nachdem im Sommer frische saftige grüne Düfte benutzt wurden, muss man im Winter auf die trockenen wärmenden süßen Reserven zurückgreifen.
1 Auszeichnung
Irgendwie so gar nicht Lutens
Ich habe in Letzter Zeit immer mal wieder Serge Lutens Düfte ausprobiert und alle hatten das ein wenig überladene gleich, auser chergui.
Anführ sich ist es ja ein Duft der mir gefallen müste, nur leider tut er das nicht sonderlich.

Den Angang macht ein Papensüßes Heu gemisch, das mir irgendwie viel zu süß ist, hatt so eine Art stechende süße.
Diese stechende süße hält sich leider über die gesamte Duft dauer, in ihr versinkt auch leider die richtig gute Herznote die sehr Ledrig und Tabak haltig ist, Leier bekomme ich nicht mehr raus weil die Heu Honig Mischung meine Nase Komplet belegt. Die Basis ist eigentlich auch nicht schlecht, Sandelholz+Amner ist bei mir immer eine sichere Bank, leider stört hier wieder die Kopfnotr die meinen Duft Erlebnia dauernd im weg steht.
Mit der Bewertung bin ich mir noch nicht ganz sicher da der Duft eigentlich ganz gut ist, aber die Kopfnote mich sehr stört. Ich werde den Duft in einer Woche nochmal Testen und dann mal schauen ob ich mir dann sicherer mit der Note bin.
1 Antworten
Duft 8.0/10
2 Auszeichnungen
Frisch, Holzig, Ätherisch, Balsamisch
Chergui riecht nach dem aufsprühen holzig, nach Heu, frisch, ätherisch und da ist noch etwas anderes, wohl Moschus oder Amber, das ich rieche. Das Frische verliert sich später etwas, der Duft wird etwas süßer. Absolut empfehlenswert.

Statements

DieLora vor 7 Monaten
Dampfendes Heu, würziger dunkler Honig, Pfeifentabak, ledrig, leichte Süße. Einhüllend, warm - wunderbar an kühlen Tagen. Beständige Liebe!+13
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Pepper81 vor 18 Monaten
Wunderschöner Duft für kältere Tage. Amber,Tabak und Honig kommen schön durch. Leicht Holzig ist er auch. Sehr lecker!+11
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Catfriend vor 42 Tagen
Ein leckerer Honigduft mir Würzigen Noten - Für mich einer der Winterlichsten Düfte überhaupt!+10
Flakon 6.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.0
2 Antworten
Schakaa vor 125 Tagen
Das ist aber mal ein Leckerle, würzig und zugleich warm, weich und rund. Vermutlich der Salbei gibt noch ganz leicht Ecke und Kante. Top.+10
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
Ergreifend vor 15 Monaten
Ein wahrer Kuschelduft.
Taucht alles in eine warme, tiefsinnliche Atmosphäre.
Starke Vanille mit einem Schuss Honig.
Fantastischer Tabak.+9
Duft 10.0
Nisie vor 6 Tagen
Auf meiner Haut kaum Honig-dafür viel Amber, Heu, Moschus.In der Basis wunderbar rauchiges Leder&leichte Schokoladennote.So schön!Immer.+7
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 10.0
2 Antworten
Zoso vor 80 Tagen
Rauchig, aber nicht zu rauchig, würzig, aber nicht zu würzig, süß, aber nicht zu süß. Dafür warm, seeehr warm. Großartiger Winterduft.+7
Flakon 7.0
Sillage 6.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.5
Can777 vor 111 Tagen
Selbst "Helios.Gott der Sonne"würde ihn tragen! Er ist heiß,....sehr heiß!!!+7
Flakon 8.0
Sillage 9.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.5
Cita vor 10 Monaten
Hmmmmm! Von Anfang bis Ende kuschelig warm süß rauchig dunkel mystisch. MUST HAVE. Must!+6
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.5
Prokion vor 12 Monaten
Bei einem Pffft, ist er ein Teil von mir. Bei zwei Pffft´s ist er ein Statement. Bei drei Pffft´s fühle ich mich beinahe verkleidet. Vorsicht+5
Flakon 8.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.0
Cassiel10 vor 16 Monaten
Wunderschön schmeichelnder & süsser ambrierter Tabak-Honig-Duft.Leicht weihrauchig. Ein Immer-Geher & einer meiner Top 10-Düfte!+5
Duft 10.0
Tofog vor 73 Tagen
Kräuterteeessenz mit Wacholderbeeren und knarzigem Honig, leicht räucherig einhüllend, hoher Kuschelfaktor. Nichts für Windschattenfahrer.+4
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 9.0
Schücha vor 179 Tagen
And I say, hay hay hay. Süßes Heu, Tabak und Weihrauch. Erinnert mich leicht an TV. Haltbarkeit 10+ Std. Der Winter kann kommen ;)+4
Flakon 7.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 9.0
Maggy4u vor 7 Monaten
Im Auftakt schöner Honig-Amber, leichte Leder-Nuancen mit Weihrauch, schöne warme Aura. Paßt zu einem guten Buch, Dinner und kalten Tagen.+4
Flakon 9.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 8.5
Aleks vor 13 Monaten
Honig im Überfluss...hab ich...Bienenwachskerzen...hab ich...wo bekomme ich jetzt noch Heu her ?+4
Flakon 6.0
Sillage 7.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 6.0
reni379 vor 14 Monaten
Finde die Kopfnote furchtbar. Nach zwei Stunden trägt er sich angenehm weich-würzig-warm und
der Weihrauch stimmt mich milde+4
Sillage 8.0
Haltbarkeit 9.0
Duft 8.0
RandomScent vor 14 Monaten
Bienenwachskerze im Heuboden. Irgendwo steht da auch ein Hammel rum, paffend. Witzig untragbar.+4
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 4.0
Josch vor 106 Tagen
Viel erhofft – aber auch mit diesem Lutens werde ich nicht warm: Eigentlich gut, aber irgendwie einfach zu laut, plakativ und breitbeinig.+3
Flakon 8.0
Sillage 8.0
Haltbarkeit 8.0
Duft 5.0
HMF vor 16 Monaten
Voluminöser Amber/Honig/Tabak/Weihrauch Dufttraum, sehr charakteristisch, total unisex, Vorsicht bei heller Kleidung! Wirkt etwas 'klebrig'+2
Flakon 9.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
2 Antworten
Serafina vor 16 Monaten
Ähnlichkeit mit Tobacco Vanille? Kaum! C. Ist kantiger. Hat anfangs fast was "staubiges". Basis ist aber sehr weich und beinahe gourmandig.+2
Flakon 7.0
Duft 8.5
Astraea vor 79 Tagen
Würziger Honig-Weihrauch.Les Zazous: Chergui ist weicher und cremiger und ohne Lavendel,der bei LZ in der Kopfnote, LZ ist männlicher.
Duft 10.0

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