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Ombré Leather (2018) (Eau de Parfum) von Tom Ford

Ombré Leather 2018 Eau de Parfum

Version von 2018
DaveGahan101
30.09.2018 - 05:32 Uhr
24
Top Rezension
8.5Duft 8Haltbarkeit 7Sillage 8Flakon

Schatten des Herbstes

Der formvollendete Herbst.
Ja das kommt mir bei Tom Ford‘s neuem Lederduft in den Sinn.
Ja klar, man kann jetzt natürlich hergehen und Ombre Leather
bis ins kleinste Detail mit Tuscan Leather, Ombre Leather12 oder
mit den Rasasis dieser Welt vergleichen. Dies würde ich aber nur den Parfumos
empfehlen, die einen dieser Düfte bereits in der Sammlung haben. Sonst würde einem, unter Umständen, die Schönheit dieses Duftes entgehen. Den Duft zu reduzieren, ob und wieviel Himbeere übriggeblieben ist, ob Rasasi das besser und günstiger hinbekommt oder vielleicht Parfums de Marly doch die bessere Wahl ist, kann man machen-muss man aber nicht.
Ja ne Ähnlichkeit zu OL16 besitzt er natürlich, mangels aktueller Testmöglichkeiten, sind meine Vergleiche aus dem Gedächtnis geschrieben. Schon bei OL16 mochte ich es, dass KEINE Himbeere enthalten war, sondern um blumige und moosige Nuancen erweitert wurde, er war runder, weicher als Tuscan Leather. Um aufzufallen war man mit Tuscan Leather natürlich „besser“bedient, vielen ist das Gott sei Dank nicht wichtig.
Ombre Leather wird jetzt nicht als Clubbing-Monster oder Disko-King in die Geschichte eingehen, aber er besitzt sehr viel Charme und subtile Schönheit.
Die sonst übliche Tom Ford-Exzentrik hält sich dieses Mal deutlich in Grenzen, es schadet im nicht.
Für mich besitzt Ombre Leather ein wundervolles, dunkles Nappa-Leder, glatt, dick, keine Narbung. Es gibt natürlich authentischere Lederdüfte, das bestaunt man gern, ist für mich aber oft nur schwer zu tragen. Holzige und blumige Schlieren kann ich auch greifen, ist aber mehr Feinschliff als Akzent. Für mich ist es eher ein Duftteppich, der sehr gefällt, der erahnen lässt, dass er nicht nur aus Leder besteht. Auch hier könnte man natürlich ewig philosophieren, ob gerade die Basis jetzt Signature- oder Privat-Blend-würdig ist, mir eher egal, da für mich sehr oft die Alltagstauglichkeit im Vordergrund steht. Für mich ist einfach ne Runde Einheit mit relativ wenig Entwicklung, er wird über die Stunden hinweg etwas schwächer, aber auch etwas herber. Neue Eindrücke kommen nicht dazu, aber von Soliflor oder monohaft möchte ich nicht sprechen.
Die Haltbarkeit und Sillage sind sehr gut gewählt, kein Aale-Dieter-Duft, aber
man hat viele Stunden was von ihm, man riecht sich selber auch ziemlich lange
ohne andere damit zu sehr zu beschäftigen.
Fazit: Toller Herbst- und Winterallrounder, seine Würzigkeit passt jetzt wunderbar in den sich jetzt verfärbenden Wald ohne ganz neue Elemente zu bieten.

Alltagstauglichkeit: 8/10
Wohlfühlfaktor: 8/10
Wow-Effekt: 6/10
Preis/Leistung: 8/10
Idee+Umsetzung: 9/10
Aktualisiert am 30.09.2018 - 05:37 Uhr
2 Antworten
TheScenterTheScenter vor 7 Jahren
Schön ist er. Vor allem bei weitem tragbarer als der eher animalische Tuscan. Wenn meine Frau genauso gut damit klar käme, dürfte er bei mir auch noch länger bleiben :/
KienanteKienante vor 7 Jahren
Den Duft habe ich leider -noch- nicht getestet, aber "Aale-Dieter-Duft" finde ich göttlich :D
Dafür gibt es einen Fischmarkt-Pokal !