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7.3 / 10 147 Bewertungen
Ein Parfum von Xerjoff für Damen und Herren, erschienen im Jahr 2023. Der Duft ist holzig-würzig. Haltbarkeit und Sillage sind überdurchschnittlich. Es wird noch produziert. Der Name bedeutet „Leben”.
Vergleich
Ähnliche Düfte
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Duftrichtung

Holzig
Würzig
Animalisch
Erdig
Orientalisch

Duftpyramide

Kopfnote Kopfnote
brasilianische Bitterorangebrasilianische Bitterorange bulgarischer Lavendelbulgarischer Lavendel persischer Safranpersischer Safran
Herznote Herznote
Ceylon-ZimtCeylon-Zimt AmberAmber KardamomKardamom
Basisnote Basisnote
OudOud NagarmothaNagarmotha Singapur-PatchouliSingapur-Patchouli AtlaszederAtlaszeder
Bewertungen
Duft
7.3147 Bewertungen
Haltbarkeit
8.3142 Bewertungen
Sillage
8.1139 Bewertungen
Flakon
9.1154 Bewertungen
Preis-Leistungs-Verhältnis
6.1122 Bewertungen
Eingetragen von Essy07 · letzte Aktualisierung am 12.11.2025.
Quellenbasiert & geprüft
Wissenswertes
Das Parfum ist Teil der Kollektion K Collection.

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Rezensionen

6 ausführliche Duftbeschreibungen
5Duft 8Haltbarkeit 5Sillage
TheLimit

10 Rezensionen
TheLimit
TheLimit
10  
Landluft, frische Landluft!
Xerjoff Hayat ist schwer für mich von der Duftpyramide aus zu denken, deshalb werde ich versuchen mich ihm von einem Gedankenspiel aus zu nähern.

Gedankenspiel

Ein wohlhabender Landsmann setzt sich in seinen Jeep. Mit offenen Fenstern fährt er ein paar Meter durch seinen Garten. Nicht Fäden, sondern ganze Stränge vom Geruch frisch ausgelegten Rindenmulches stoßen in die Fahrerkabine; warm, sauer und braun. Landluft! Die Wiesen blühen frisch. Frühblüher tragen den strengen, muffeligen Mulchgeruch durch die kühle Luft hindurch, Vögelchen tirilieren überstürzt und durcheinander. Man kann die einzelnen Töne aber dennoch voneinander unterscheiden. Der Mann träumt den Geräuschen hinterher, der Ruhe seines Frühlingsmorgens. Vollbremse, er muss ja abbiegen. Verbranntes Gummi strömt durch die Klimaanlage in die lederne Fahrerkabine. Auf der grünen Wiese fährt er schräg bergauf. Zum Apfelbaum. Darunter die Sillhouette eines Tieres, was nur von hinten zu sehen ist. Aus dem Rücken des Tieres plätschert es hinab; flatsch, flatsch, flatsch. Lebensäpfel fallen zu Boden und bilden mehrere süß-stechende Haufen auf den Lavendelsträuchern darunter. Guter Dünger, sagen die Kenner vom Lande. Unser Herr Landsmann macht nun die Tür auf und setzt seinen Gummistiefel routiniert in den frisch herabgefallenen Matsch. Er greift gleichgültig nach einem Lavendelzweig und verreibt ihn in der Hand, die er sich zum schnuppern Gedanken verloren durch das Gesicht streift. Eine kleiner brauner Streifen, wie eine Kriegsbemalung, bleibt ihm im Bärtchen kleben. Das scheint er aber nicht zu bemerken. Denn er stöhnt stolz die Worte „Landluft, frische Landluft“. Kurz darauf fällt das erdige Bröckchen Leben, der kleine Klumpen Hayat, der in des Landsmannes Gesicht weilte, zu Boden. Der Landsmann gibt dem Pferd einen liebevollen Klapps auf den Hintern, nach dem Motto gut gemacht. Gut gemacht, dass du da bist, gut für deine Existenz. Gut für die Existenz, das Leben, mit all seinen doch auch schwierigen Facetten. Vielleicht auch gut, dass es die Wiesen gibt, die Berge und die Luft. Mit geschloßener Lederjacke setzt er sich auf eine Bank und genießt den Anblick des Tales vor ihm. Die Lederjacke schützt ihn vor der Frische. Sein Gesicht genießt die warmen Sonnenstrahlen. Sein Blick gleitet von der getrimmten Wiese hinauf auf das Gebirgsmassiv am anderen Ende des Tales. Er macht sich an die Arbeit und kratzt die feuchtschwammigen Büschel, die sich an den Seiten der steinernen Treppenstufen festgesetzt haben, ab. Er mag körperliche Arbeit, dabei kann er tagträumen. Im Geländewagen klingelt das Telefon. Über die Freisprechanlage telefoniert er bei geöffneten Türen und rammt den Spaten immer wieder in die Erde, um ihn dann gekonnt zu drehen. Erst sieht er das Grün des Grases, dann die darunter liegende Erde. Immer wieder grün und braun. Im Laufe des Telefonates zieht er einige Wurzeln genüßlich aus dem Boden heraus und schmeißt sie zum Kompostieren. Ein lau wehender Wind zieht Kreise um das Auto und vermischt die Noten von Leder und Erde.

Duftcharakter

Hayat ist ein spezieller Duft, wie ich in den Assoziationen hoffentlich andeuten konnte. Seine größte Herausforderung ist das erdige Thema, was zu Beginn vom fäkal-stechenden herüber winkt und sich auch ein gewisses Weilchen dabei ganz wohl fühlt. Im weiteren Verlauf wird der Hayat deutlich ledriger und erdiger, wobei ihm aber immer etwas stechendes, etwas säuerliches und müffeliges anhaften wird.

Noten von Rindenmulch, verbrannten Reifen und die von Leder sind changierend in grünen und braunen Tönungen. Diesem Changieren zwischen Grün und Braun geht meines Erachtens eine komplizierte und herausfordernde Balance zwischen kühlendem und wärmendem Charakter einher, was den Duft in seiner Einsetzbarkeit schwer zu deuten macht.

Einsetzbarkeit

Gewiss sehe ich den Duft nur an erfahrenen Männern, die vielleicht schon etwas vom Leben durch einen gewissen Pessimismus gezeichnet sind. Aber nicht so ein Pessimismus ohne Heiterkeit. Eine Gleichgültigkeit, die einem auch einen gewissen Humor einbrennt. Männer, die die Natur lieben in all ihren Ausformungen. Die aber genauso ihr sauberes Haus und das Leben mit ihrer Frau genießen, auch wenn sie ihr fast nie etwas zu sagen haben. Stillschweigend ist man ins Gespräch vertieft und schmunzelt auch mal. Für den Hayat Träger wäre es auch von Vorteil, wenn er oft an der frischen Luft sein kann.

Parfümkenner, die herausfordernde Düfte mögen, werden hier mit einem rätselhaften Duft konfrontiert sein, den man tragen können muss. An jungen Menschen und Frauen sehe ich den Duft keineswegs. An sehr alten Frauen vielleicht schon, wenn sie schon - nun sagen wir mal - einen eigenen Muff produzieren und diesen auch zu kultivieren wissen. Das ist nicht dispektierlich gemeint, soll aber die eventuellen Komplikationen beim Tragen verdeutlichen.

Haltbarkeit und Sillage

Haltbarkeit und Sillage sind unproblematisch, wobei man hier dankbar sein sollte, dass die Sillage kein Trumpf ist.

Wer ein stinknormaler Mensch ist wie du und ich und in einem Mehrfamilienhaus lebt, dem empfehle ich zunächst mal mit Biomüll als Tarnung sich unter die Nachbarn zu mischen. So fällt man nicht allzu üppig auf und kann auch mit einer Art Ausrede im Handgelenk erstmal abtasten wie die Reactions sind.

Preis

Da ich den Duft eher an Sammlern und Freaks sehe, bzw. an hochbetagteren Herren mit einem gewissen Startkapital, halte ich den Preis für ordentlich. Der Duft ist beileibe ein Ausnahmeduft und sowas darf auch entsprechend belohnt werden.

Ich würde mich über Diskussionen und eure Einschätzungen
1 Antwort
8Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
TristanKalus

130 Rezensionen
TristanKalus
TristanKalus
Hilfreiche Rezension 6  
Wenn dir das Leben Bitterorangen schenkt...
Durch Berge, Häufchen, Hügel bitterer Orangenschalen führt mich das Leben,
Herb und bitter, trocken, zitrisch in der Nase, ihr Duft bleibt lange kleben.

Auch durch Lavendelfelder streife ich, so Purpur und so intensiv,
Auch diese duften trocken und ätherisch, ihre Dolden hängen tief.

Eine Heerschar orientalischer Barbiere rasieren und frisieren mich,
Fougerewässerchen gegen Brennen nach scharfer Rasur gegen den Strich.

Kardamomgewürzte, frische Winde tragen wilde Safranfetzen, so ledrig ihr Odeur,
Ein Wirbel brauner Wolken Zimt am Himmel, warme Farben jeglicher Couleur.

Ein Gewirr aus trockenen, dunklen Hölzer, es dringt kein Blick hinein,
Staubig knarzt das Adlerholz, rauchig bringt sich Nagarmotha ein.

Meine Wangen brennen vom Menthol, welches aus Patchouli rührt,
Wenn dir das Leben Bitterorangen schenkt, schau wohin es dich führt.

Fin.

________________________

Für Hayat aus dem Hause XerJoff habe ich etwas mehr Zeit benötigt. Hätte ich meine ersten Impressionen hier nieder geschrieben, würden meine Worte ein ganz anderes Bild zeichnen. Doch nun glaube ich ihn zu verstehen und zu mögen. Hayat ist in meinen Augen ein hochinteressanter Fougere-Duft, welcher allerdings nicht mit typisch französischen Einschlägen spielt, sondern durch und durch eine orientalische Interpretation dessen ist. Den Auftakt gestalten herbe Zitrusnoten von Bitterorangen und staubtrockener Lavendel. Hier ist zu sagen, dass die Bitterorange den Träger durch das gesamte Dufterlebnis begleitet. Im weiteren Verlauf gesellen sich würzig, frischer Kardamom, scharfer Zimt und ledriger Safran hinzu. Diese Noten betten sich auf staubigem Oud, rauchigem Nagarmotha und mentholigem Patchouli. Das Oud erinnert doch sehr von seiner Machart her an das in Alexandria II verwendete Oud. Staubig, trocken, holzig und kein bisschen animalisch oder fäkal. Alles in allem bietet Hayat ein sehr angenehmes Trageerlebnis, wenn man ein Faible für Fougere-Düfte hat und auf der Suche nach einer etwas besonderen und orientalischen Melange ist.
6 Antworten
0.5Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
Sky1005

7 Rezensionen
Sky1005
Sky1005
4  
Nach dem Kuhstall folgt der Ziegenstall
Auch wenn ich hier Gefahr laufe, hate abzubekommen, aber der Duft riecht für mich extrem nach Kuhstall. Ich muss sagen, ich verbinde mit Oud Wood relativ viel. Der Duft hat mich vor Jahren in die "Nischenwelt" gezogen, und ich habe den Duft auf meiner Hochzeit getragen. Als ich hörte, dass der Hayat recht ähnlich zum Oud Wood sein soll, wollte ich ihn natürlich mal testen. Aber ich muss sagen ich habe noch nie so einen unschönen Duft gerochen. Der richt für mich extrem nach Kuhstall. Auch nach einer Stunde ist die extreme animalische Note immer noch vorhanden. Wo bei einen Alexandria Orientale sich die animalische Note nach einer Stunde schön in den Hintergrund verzieht, kommt bei Hayat der Ziegenstall. Von einer Oud Wood Ähnlichkeit kann meiner Meinung nach nicht die Rede sein.
Sorry an alle die den Hayat lieben.
11 Antworten
9Duft 8Haltbarkeit 8Sillage
DavidKuhn

11 Rezensionen
DavidKuhn
DavidKuhn
3  
Der für mich schönste Xerjoff
... ist hier absolut underrated. Auf einem Duftstreifen nicht besonders schön ist Hayat auf der Haut ein genialer, zuerst würzig- balsamischer Duft.
Nach und nach wird das Parfum wärmer und holziger mit prägnantem Patchouli und tief- dunklem Oud, die Animalik mischt sich sehr tragbar, wenn auch selbstbewusst, darunter.

H/S stark, kommt bei meinem Umfeld auch sehr gut an.

Alle Interlude Man fans sollten hier auch nochmal genauer hinsehen.
0 Antworten
9Duft 9Haltbarkeit 5Sillage
Mischa99

116 Rezensionen
Mischa99
Mischa99
2  
Genial komponiert
Nach dem Aufsprühen riecht Hayat fast wie ein Kleber mit einer leicht animalischen Note. Es dauerte etwa eine viertel Stunde bis der tolle holzige Duft das erst mal durchschimmert. Zu Beginn wirkt das Parfüm noch leicht süßlich und frisch (Lavendel). Eine beerige Note konnte ich auch bemerkten. Die Düfte verschwinden allerdings im Laufe der nächsten Stunden. Es entwickelt sich ein sehr schwerer holziger/harziger Duft (wie Möbelpolitur) der regelrecht in der Nase kitzelt. Der Geruch hält übrigens locker 2-3 Tage auf Stoff.

Update 10/24
Nach mehreren Tests konstatiere ich: Startet chemisch mit fruchtiger Grapefruit und etwas Lavendel, Animalik ist immer im m Hintergrund riechbar, später stark holzig, erdig, Drydown Animalik und Möbelpolitur. Bisher mein zweit bester entdeckter Oudduft. Die Duftnoten sind gut miteinander verwoben und perfekt aufeinander abgestimmt. Die Silage ist wirklich raumfüllend stark, es genügen wenige Sprüher.

Hayat von Kemi (der gleiche Duft wurde früher über eine anderen Marke vertrieben) wird derzeit mit 8.1 hier bewertet. Für mich riechen beide Dufte absolut gleich.
1 Antwort
Weitere Rezensionen

Statements

34 kurze Meinungen zum Parfum
18
16
Wie TFs Oud Wood, nur das hier das Oud tatsächlich tonangebend ist und etwas Kuhstall mitbringt. Dadurch aber spannender.
16 Antworten
19
27
Ein von persischen Gewürzen ummanteltes, warmes & kuscheliges Oud, das in der Tat an Oud Wood erinnert durch den zimtigen Kardamom & Safran.
27 Antworten
6
1
Minimal bittere Orange in Verbindung mit Erdnoten. Kaum Süße/angenehm balsamisch/mich begeistert ein gekonnt mentolischer Twist, Top!
1 Antwort
5
1
"Hayat = Oud Wood Eau de Parfum , wenn sich Tom Ford was getraut hätte"
Trockener
Würziger
Oudiger
1 Antwort
4
Ich kann die Kritik nicht verstehen… ein Traum für mich!
Ein orientalischer Fougere mit viel Lavendel, etwas Oud, Orange und Patchouli!
0 Antworten
Weitere Statements

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