
Abraxas98
58 Rezensionen

Abraxas98
3
Wunderschöne Opulenz! Ein Rubens im Flakon!
Es fällt mir schwer „Muse“ adäquat zu beschreiben. Er trifft bei mir einen Nerv - der vielleicht gar nicht so viel mit Parfüm zu tun hat. Ich schreibe fast alles mit Füller. Und zwar mit einem Kolbenfüller. Mal von Pelikan, mal von Montblanc - aber eben immer Füller. Ich mag die Haptik, das Auffüllen am Tintenfass und eben auch tatsächlich den Geruch guter Tinte. Denn Tinte riecht in der Tat unterschiedlich, je nach Farbe und auch Güte.
Und dann entdecke ich Muse. Ein Flakon, wie ein edles Tintenfass und ein Parfüm, wie üppige, dunkle Tinte. Tiefes Rot, welches sich erst im Gegenlicht offenbart. Schon alleine das hat mich in den Bann geschlagen.
Und der Duft? Er ist mächtig! Laut Aussage der Fachverkäuferin von YSL, ist der Ansatz bei diesem Duft eine sofortige Präsenz aller Duftelemente. Und das kann ich für mein Gefühl bestätigen. Es gibt wenig Duftverlauf. Muse ist sofort da und nimmt einen gefangen.
Muse ist süß, dunkel, schwer, edel, einfach opulent. In den ersten Minuten habe ich bei mir selber bemerkt, dass er mir fast etwas zu viel von allem ist. Und er ist auch sofort voller Widersprüche. Das ist schwere Süße - aber eben auch eine trocken Note.
Aber Muse ist eben auch ein unglaublich dicht und schön durchkreierter Duft. Passend zum Thema „Tinte“, gibt er mir Vibes von altem, edlen Papier. Die Vanille ist präsent, ohne mich jedoch zu stören - was für mich unüblich ist, da ich nicht wirklich ein großer Freund von Vanilledüften bin.
Ich meine immer wieder sanfte Anklänge von Weihrauch wahrzunehmen, welche allerdings nur subtil die Tiefe des Dufts betonen.
Gerne würde ich jetzt meine feine Nase loben und Inhaltsstoff für Inhaltsstoff herausanalysieren… Aber das wäre gelogen! Muse überfordert mich da völlig. Ich nehme ihn als Gesamtkunstwerk wahr, denn das ist er definitiv.
Eines kann ich jedoch sicher sagen: wer keinen Oud mag, der kann hier dennoch beruhigt zugreifen. Denn der Oud ist hier so fein eingearbeitet, dass ich ihn nicht wirklich wahrnehme.
Muse wird noch eine Weile warten müssen, denn bei mittleren bis warmen Temperaturen ist er mir definitiv „too much“. Aber ich freue mich auf kalte Tage, bei denen er mir bestimmt ein guter Begleiter sein wird.
Wenn YSL mit Muse ein Kunstwerk gelungen ist, dann ist es definitiv im Barock oder dem Rokoko beheimatet - und nicht im Klassizismus!
Und dann entdecke ich Muse. Ein Flakon, wie ein edles Tintenfass und ein Parfüm, wie üppige, dunkle Tinte. Tiefes Rot, welches sich erst im Gegenlicht offenbart. Schon alleine das hat mich in den Bann geschlagen.
Und der Duft? Er ist mächtig! Laut Aussage der Fachverkäuferin von YSL, ist der Ansatz bei diesem Duft eine sofortige Präsenz aller Duftelemente. Und das kann ich für mein Gefühl bestätigen. Es gibt wenig Duftverlauf. Muse ist sofort da und nimmt einen gefangen.
Muse ist süß, dunkel, schwer, edel, einfach opulent. In den ersten Minuten habe ich bei mir selber bemerkt, dass er mir fast etwas zu viel von allem ist. Und er ist auch sofort voller Widersprüche. Das ist schwere Süße - aber eben auch eine trocken Note.
Aber Muse ist eben auch ein unglaublich dicht und schön durchkreierter Duft. Passend zum Thema „Tinte“, gibt er mir Vibes von altem, edlen Papier. Die Vanille ist präsent, ohne mich jedoch zu stören - was für mich unüblich ist, da ich nicht wirklich ein großer Freund von Vanilledüften bin.
Ich meine immer wieder sanfte Anklänge von Weihrauch wahrzunehmen, welche allerdings nur subtil die Tiefe des Dufts betonen.
Gerne würde ich jetzt meine feine Nase loben und Inhaltsstoff für Inhaltsstoff herausanalysieren… Aber das wäre gelogen! Muse überfordert mich da völlig. Ich nehme ihn als Gesamtkunstwerk wahr, denn das ist er definitiv.
Eines kann ich jedoch sicher sagen: wer keinen Oud mag, der kann hier dennoch beruhigt zugreifen. Denn der Oud ist hier so fein eingearbeitet, dass ich ihn nicht wirklich wahrnehme.
Muse wird noch eine Weile warten müssen, denn bei mittleren bis warmen Temperaturen ist er mir definitiv „too much“. Aber ich freue mich auf kalte Tage, bei denen er mir bestimmt ein guter Begleiter sein wird.
Wenn YSL mit Muse ein Kunstwerk gelungen ist, dann ist es definitiv im Barock oder dem Rokoko beheimatet - und nicht im Klassizismus!
3 Antworten



Weihrauch
marokkanischer Lavendel
provenzalischer Muskatellersalbei
Ambrettesamen Absolue
Irisbutter
Tinte
Bourbon-Vanille
französisches Eichenholz
Oud
DANA17
ChristianSch





































