
Chnokfir
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Chnokfir
Top Rezension
25
Muss man sich noch mal durch den Kopf gehen lassen ...
In meinem früheren beruflichen Leben konnte ich als Airliner zu teilweise aberwitzig geringen Preisen Fernreisen unternehmen, das glaubt einem heutzutage kein Mensch mehr. Ich hatte für genau EUR 1.000,00 zwölf Übernachtungen 5*-All-Inclusive auf einer kleinen Insel bei Tahiti gebucht, Vor-Saison, versteht sich. Was vom Wetter her aber kein nennenswerter Unterschied war. Wenn man es mag, auf dem Hin- und Rückflug jeweils 35-38 Stunden mit einigen Umstiegen im Flieger zu verbringen, dann sollte man so etwas nicht auslassen. Gut, wenn man für all die Flug-Upgrades nach weiter vorne auch nur USD 500,00 zu zahlen hatte und es einige Male auch ganz gratis war, dann um so besser. Dass für diesen Preis im Hotel nicht nur stilles Wasser inklusive ist, sondern auch alle Weine und eine grosszügige Anzahl alkoholischer Cocktails an der Poolbar, das hatte ich wahrlich auch nicht immer. Jetzt erst recht nicht mehr. Denn ich bin kein Airliner mehr. Und meine Schwebende Pfirsichblüte hat Flugangst. Urlaubsziele in tropischen Gefilden habe ich für mich abgehakt. Ist aber OK, ich habe schon fast alles gesehen, was ich mal sehen wollte.
Wenn man sich statt dessen einen Flakon von Zoologist ansieht, dann erblickt man ein Tier-Konterfeit. Das ist meist recht drollig, auch wenn ich nicht immer alle Tiere mit dem jeweiligen Duft in Zusammenhang bringen kann und mir manches Tier auch nicht so sympathisch ist wie manch anderes. Man steckt nicht immer drin. Der helle Karton ist sehr stilvoll und passt gut zum Flakon. Ich mag den handlichen Glas-Zylinder mit den massiven Fuss, auch wenn ich zugeben muss, dass mir die alten, eckigen Flakons etwa mehr zugesagt haben. Sei es drum, schön ist schön.
Erster Dufteindruck ist dann auch wundervoll tropisch. Exotische Früchte, von spritzig frisch bis aromatisch süss, abgerundet mit Cocos-Milch. Einen Trinkhalm statt des Zerstäubers und ich würde ganz kräftig anziehen wollen. Bald kommen dann auch Blüten hinzu, helle Orangenblüte und Jasmin sowie ein sehr gehaltvolles, starkes Ylang. Gewürznelke hätte ich jetzt nicht erwartet, sie passt aber gut ins Bild. Die süsse Cocos geht irgendwann in nicht minder süsse Vanille und Tonka-Noten über, bilden zusammen mit Sandelholz ein weiches mitunter etwas herbes Bett.
So weit, so fein. Doch irgendwas in diesem wunderbaren Fruchtcocktail, erzeugt mir auf meiner Haut einen säuerlichen Unterton. Einen fiesen säuerlichen Unterton. Ein Unterton von Magensäure. Ich habe glücklicherweise keine Probleme mit Reflux, mein Pförtner versieht noch gut seine Pflichten, aber wenn man so in der Südsee an der Poolbar im Pool sitzt, Luft- und Wassertemperaturen nur knapp unter der eigenen Körpertemperatur, ein leichte anlandige Brise für zusätzliche Erfrischung sorgt, ein sinnstiftendes unterhaltsames Gespräch einen ablenkt, abwechslungsreiche Aussicht auf Palmen, Strand, Meeresbrandung, leichtbewölkten Himmel und die aktuelle farbenfrohe Bademode für angenehme Reize sorgen, da kann man schon mal vergessen, die eigenen Cocktails mitzuzählen, insbesondere, wenn man diese nicht bezahlen muss. In ehrfurchtsvoll katholisch knieender Haltung vor der Sitzkeramik macht man voll der Demut eine Rolle rückwärts und ich preise in diesen Momenten, dass meine Uvula sensibel genug ist, sich nicht lange bitten zu lassen und die Erlösung schnell und vollständig eintritt. Das sind Momente, die ich nicht sonderlich feiere. Denn der Geschmack von Magensäure, noch dazu mit süssen Früchten kombiniert, ist nicht so das meine. Es bedarf schon ausführlicheren Mundhygienemassnahmen, um meine Papillen wieder in einen halbwegs neutralen Zustand zu versetzen. Diese Assoziation von Magensäure zusammen mit gelben exotischen Früchten und Cocos habe ich bei diesem Duft. Die Fruchtsäure erzeugt mir nicht diesen leicht metallischen Eindruck der Magensäure. Ich hatte nicht den grossen Forscherdrang, dem stundenlang nachzugehen, aber ich denke, dass bei mir irgendeine der Blüten diesen sauren unangenehmen Eindruck vermittelt. Fies, unangenehm.
Hätte ich den Duft nicht aus vorgenannten Gründen vorzeitig abgewaschen, er hätte mich auch bei hochsommerlichen Temperaturen gewiss deutlich durch den gesamten Tag gebracht. So aber habe ich auch am kommenden Tag nachmittags noch hautnah sehr deutlich die Nelke und das Holz in der Nase. Der Duft projiziert also gut und ausdauernd, sehr respektabel.
Cocktails sind was für jeden, sie erzeugen bei beiderlei Geschlecht meist positive Urlaubs-Vibes und schöne Erinnerungen. So auch hier. Lasst euch von meinen isolierten schlechten Erfahrungen nicht die Stimmung vermiesen. Toucan passt halt nicht zu mir und meinen gestörten neuronalen Verknüpfungen von damals, auf Tahiti. Da hilft nur Testen ... und bei mir ein Konter-Cocktail mit Wassermelone, Ananas, Orange, Nektarine und was ich sonst noch so finde. Alkoholfrei heute. Also wird es wohl eher ein Smoothie. Entspricht mir auch mehr ...
Wenn man sich statt dessen einen Flakon von Zoologist ansieht, dann erblickt man ein Tier-Konterfeit. Das ist meist recht drollig, auch wenn ich nicht immer alle Tiere mit dem jeweiligen Duft in Zusammenhang bringen kann und mir manches Tier auch nicht so sympathisch ist wie manch anderes. Man steckt nicht immer drin. Der helle Karton ist sehr stilvoll und passt gut zum Flakon. Ich mag den handlichen Glas-Zylinder mit den massiven Fuss, auch wenn ich zugeben muss, dass mir die alten, eckigen Flakons etwa mehr zugesagt haben. Sei es drum, schön ist schön.
Erster Dufteindruck ist dann auch wundervoll tropisch. Exotische Früchte, von spritzig frisch bis aromatisch süss, abgerundet mit Cocos-Milch. Einen Trinkhalm statt des Zerstäubers und ich würde ganz kräftig anziehen wollen. Bald kommen dann auch Blüten hinzu, helle Orangenblüte und Jasmin sowie ein sehr gehaltvolles, starkes Ylang. Gewürznelke hätte ich jetzt nicht erwartet, sie passt aber gut ins Bild. Die süsse Cocos geht irgendwann in nicht minder süsse Vanille und Tonka-Noten über, bilden zusammen mit Sandelholz ein weiches mitunter etwas herbes Bett.
So weit, so fein. Doch irgendwas in diesem wunderbaren Fruchtcocktail, erzeugt mir auf meiner Haut einen säuerlichen Unterton. Einen fiesen säuerlichen Unterton. Ein Unterton von Magensäure. Ich habe glücklicherweise keine Probleme mit Reflux, mein Pförtner versieht noch gut seine Pflichten, aber wenn man so in der Südsee an der Poolbar im Pool sitzt, Luft- und Wassertemperaturen nur knapp unter der eigenen Körpertemperatur, ein leichte anlandige Brise für zusätzliche Erfrischung sorgt, ein sinnstiftendes unterhaltsames Gespräch einen ablenkt, abwechslungsreiche Aussicht auf Palmen, Strand, Meeresbrandung, leichtbewölkten Himmel und die aktuelle farbenfrohe Bademode für angenehme Reize sorgen, da kann man schon mal vergessen, die eigenen Cocktails mitzuzählen, insbesondere, wenn man diese nicht bezahlen muss. In ehrfurchtsvoll katholisch knieender Haltung vor der Sitzkeramik macht man voll der Demut eine Rolle rückwärts und ich preise in diesen Momenten, dass meine Uvula sensibel genug ist, sich nicht lange bitten zu lassen und die Erlösung schnell und vollständig eintritt. Das sind Momente, die ich nicht sonderlich feiere. Denn der Geschmack von Magensäure, noch dazu mit süssen Früchten kombiniert, ist nicht so das meine. Es bedarf schon ausführlicheren Mundhygienemassnahmen, um meine Papillen wieder in einen halbwegs neutralen Zustand zu versetzen. Diese Assoziation von Magensäure zusammen mit gelben exotischen Früchten und Cocos habe ich bei diesem Duft. Die Fruchtsäure erzeugt mir nicht diesen leicht metallischen Eindruck der Magensäure. Ich hatte nicht den grossen Forscherdrang, dem stundenlang nachzugehen, aber ich denke, dass bei mir irgendeine der Blüten diesen sauren unangenehmen Eindruck vermittelt. Fies, unangenehm.
Hätte ich den Duft nicht aus vorgenannten Gründen vorzeitig abgewaschen, er hätte mich auch bei hochsommerlichen Temperaturen gewiss deutlich durch den gesamten Tag gebracht. So aber habe ich auch am kommenden Tag nachmittags noch hautnah sehr deutlich die Nelke und das Holz in der Nase. Der Duft projiziert also gut und ausdauernd, sehr respektabel.
Cocktails sind was für jeden, sie erzeugen bei beiderlei Geschlecht meist positive Urlaubs-Vibes und schöne Erinnerungen. So auch hier. Lasst euch von meinen isolierten schlechten Erfahrungen nicht die Stimmung vermiesen. Toucan passt halt nicht zu mir und meinen gestörten neuronalen Verknüpfungen von damals, auf Tahiti. Da hilft nur Testen ... und bei mir ein Konter-Cocktail mit Wassermelone, Ananas, Orange, Nektarine und was ich sonst noch so finde. Alkoholfrei heute. Also wird es wohl eher ein Smoothie. Entspricht mir auch mehr ...
Aktualisiert am 14.08.2026 - 08:53 Uhr
15 Antworten



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Limette
Orange
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Orangenblüte
Jasmin
Rosengeranie
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Benzoe
Gewürznelke
Sandelholz
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Kankuro







































