
Louka
21 Rezensionen

Louka
Hilfreiche Rezension
5
ein bad im kornfeld;)
du gehst verträumt durch das weizenfeld, das sich im spätsommer in seiner tiefgelben pracht präsentiert – zum glück hat es über den sommer genug regen gegeben. die abendlichen sonnenstrahlen tauchen die ganze landschaft in ihr für diese jahreszeit typisches, einzigartig goldenes licht und intensivieren die wärme der farben.
die erde strahlt die letzte über den tag gespeicherte wärme ab, du spürst sie an deinen füßen, während eine leichte, erfrischende brise über das land hinweggleitet, die eine ahnung des herbstes und kühlerer nächte in sich trägt.
dein blick schweift über das feld hinweg, in eine unbestimmbare, diffuse weite. dann zieht er weiter, hinüber in richtung wald. auf dieser seite ist der rand des feldes gesäumt von sträuchern und obstbäumen, du glaubst, reife birnen in ihnen zu erkennen. eine pulsierende gemeinschaft, die vielen lebewesen ein zuhause bietet. die vögel fliegen, laute unterhaltungen führend, umher und stimmen sich auf ihre nahrungssuche in der bald hereinbrechenden dämmerung ein.
beim gehen streicheln deine hände zärtlich-verspielt über die ähren. bald ist ernte. die blumen, die zwischen den weizenpflanzen wunderschöne gelbe, weiße und blaue farbsprenkel verteilen, mobilisieren ihre letzten kräfte und hüllen alles in ihr betörendes und doch ganz helles, leichtfedriges duftspektakel ein.
ein seufzen entringt sich deiner seele. du fühlst dich in der tiefe genährt, gewärmt und getröstet. ja, der abschied naht. und gleichzeitig berührt diese fülle, dieses große fest des lichts und des lebens dein herz. du bist erfüllt von süßer leichtigkeit und einer tiefen dankbarkeit, hier sein zu dürfen. hier, an diesem ort, in diesem leben, in diesem körper, der dir schon so viele jahre verlässlich dein tor zur welt ist.
**
na sowas!
zur zeit darf ich einige samples von atelier materi (wieder)testen und frage mich, was mit mir los ist. ich mag sie nämlich plötzlich alle, obwohl sie imho kein bisschen edgy sind. vielmehr fühlen sich alle düfte unglaublich fein komponiert an, hohe kunst in verbindung mit tiefer wertschätzung für jede einzelne, liebevoll umhegte ingredienz.
und natürlich hätte ich keinen duft freiwillig getestet, der die narzisse im namen trägt. und nun also das hier.
narcisse taiji startet bei mir mit einer ordentlichen portion tuberose. die note ist sonst schwierig für mich, wie die meisten blüten. hier fühlt sie sich sehr wohldosiert an. vielleicht moderiert der ingwer ja ihre kraft. auf jeden fall bringt er eine kleine würzige frische mit, die ihr guttut.
sehr bald wirft sich dann die narzisse kraftvoll hinein in die szene. auch sie wäre mir viel zu gelb und süß und schwer normalerweise. hier jedoch legt sich ein zartherbes, leicht frisches grün unter ihre blütensüße, ein bisschen wie der saft aus ihren pflanzenstängeln.
und dann entfaltet sich das herz, das den gesamten duft für mich trägt: kleie und heu. bei mir entsteht ein wundervoll cremiges getreidegefühl, das sich warm und weich unter die blüten legt. die blütensüße energie wird gerade so nicht zu viel, sehr hart an der grenze allerdings. das getreide ist frisch, roh, unverarbeitet. würzig-süß und warmtönig. wie frisch geschrotetes korn, das fürs frühstück eingeweicht wurde. vielleicht kommt auch – nicht erschrecken – ein kleiner hauch von gärung mit dazu, aber ganz ohne die säure darin.
und auch wenn später dann ein weiches, feines leder und ein moschus-gezähmtes patchouli sich in das gesamtwerk einbinden, bleibt die feine, cremige wärme des getreides – in verbindung mit den sehr präsenten blüten – erhalten.
für mich hat der duft in erster linie eine beruhigende, tröstende, liebevolle kraft. und – jetzt lehne ich mich richtig weit aus dem fenster – würden leder und patchouli nicht von moschus weichgespült und nach meinem gefühl in ihrer energie begrenzt, könnte ich den duft womöglich sogar tragen wollen. ähm. (sind das die crazy wechseljahre?!)
ich bleibe beeindruckt und berührt zurück.
die erde strahlt die letzte über den tag gespeicherte wärme ab, du spürst sie an deinen füßen, während eine leichte, erfrischende brise über das land hinweggleitet, die eine ahnung des herbstes und kühlerer nächte in sich trägt.
dein blick schweift über das feld hinweg, in eine unbestimmbare, diffuse weite. dann zieht er weiter, hinüber in richtung wald. auf dieser seite ist der rand des feldes gesäumt von sträuchern und obstbäumen, du glaubst, reife birnen in ihnen zu erkennen. eine pulsierende gemeinschaft, die vielen lebewesen ein zuhause bietet. die vögel fliegen, laute unterhaltungen führend, umher und stimmen sich auf ihre nahrungssuche in der bald hereinbrechenden dämmerung ein.
beim gehen streicheln deine hände zärtlich-verspielt über die ähren. bald ist ernte. die blumen, die zwischen den weizenpflanzen wunderschöne gelbe, weiße und blaue farbsprenkel verteilen, mobilisieren ihre letzten kräfte und hüllen alles in ihr betörendes und doch ganz helles, leichtfedriges duftspektakel ein.
ein seufzen entringt sich deiner seele. du fühlst dich in der tiefe genährt, gewärmt und getröstet. ja, der abschied naht. und gleichzeitig berührt diese fülle, dieses große fest des lichts und des lebens dein herz. du bist erfüllt von süßer leichtigkeit und einer tiefen dankbarkeit, hier sein zu dürfen. hier, an diesem ort, in diesem leben, in diesem körper, der dir schon so viele jahre verlässlich dein tor zur welt ist.
**
na sowas!
zur zeit darf ich einige samples von atelier materi (wieder)testen und frage mich, was mit mir los ist. ich mag sie nämlich plötzlich alle, obwohl sie imho kein bisschen edgy sind. vielmehr fühlen sich alle düfte unglaublich fein komponiert an, hohe kunst in verbindung mit tiefer wertschätzung für jede einzelne, liebevoll umhegte ingredienz.
und natürlich hätte ich keinen duft freiwillig getestet, der die narzisse im namen trägt. und nun also das hier.
narcisse taiji startet bei mir mit einer ordentlichen portion tuberose. die note ist sonst schwierig für mich, wie die meisten blüten. hier fühlt sie sich sehr wohldosiert an. vielleicht moderiert der ingwer ja ihre kraft. auf jeden fall bringt er eine kleine würzige frische mit, die ihr guttut.
sehr bald wirft sich dann die narzisse kraftvoll hinein in die szene. auch sie wäre mir viel zu gelb und süß und schwer normalerweise. hier jedoch legt sich ein zartherbes, leicht frisches grün unter ihre blütensüße, ein bisschen wie der saft aus ihren pflanzenstängeln.
und dann entfaltet sich das herz, das den gesamten duft für mich trägt: kleie und heu. bei mir entsteht ein wundervoll cremiges getreidegefühl, das sich warm und weich unter die blüten legt. die blütensüße energie wird gerade so nicht zu viel, sehr hart an der grenze allerdings. das getreide ist frisch, roh, unverarbeitet. würzig-süß und warmtönig. wie frisch geschrotetes korn, das fürs frühstück eingeweicht wurde. vielleicht kommt auch – nicht erschrecken – ein kleiner hauch von gärung mit dazu, aber ganz ohne die säure darin.
und auch wenn später dann ein weiches, feines leder und ein moschus-gezähmtes patchouli sich in das gesamtwerk einbinden, bleibt die feine, cremige wärme des getreides – in verbindung mit den sehr präsenten blüten – erhalten.
für mich hat der duft in erster linie eine beruhigende, tröstende, liebevolle kraft. und – jetzt lehne ich mich richtig weit aus dem fenster – würden leder und patchouli nicht von moschus weichgespült und nach meinem gefühl in ihrer energie begrenzt, könnte ich den duft womöglich sogar tragen wollen. ähm. (sind das die crazy wechseljahre?!)
ich bleibe beeindruckt und berührt zurück.
6 Antworten



Kopfnote
Tuberose
Birne
Ingwer
Herznote
Narzisse
Heu Absolue
Kleie Absolue
Basisnote
Patchouli
Leder
Moschus




ElAttarine
Marieposa
UntermWert
SebastianM
Duftessa

























