Womanity (Eau de Parfum) von Mugler

Womanity 2010 Eau de Parfum

Hibiscus
15.03.2014 - 15:05 Uhr
7
Hilfreiche Rezension
10
Duft
10
Haltbarkeit
7.5
Sillage
7.5
Flakon

Was ganz anderes...

Womanity hatte ich schon mal in einer Parfümerie getestet. Vorsichtig auf der Haut und noch einen Streifen besprüht und in die Tasche gesteckt.
Davor hatte ich schon jede Menge Kommentare über den Duft gelesen. Mein damaliges Urteil:
Riecht doch ganz gut. Was haben die alle bloß? Weit und breit kein Fisch, weder alte Unterwäsche oder Socken zu finden.
Was mich verblüffte, war der Unterschied zwischen der Duftentwicklung auf der Haut und auf dem Teststreifen.

Leimbachers Kommentare erinnerten mich an meinen Womanity-Test und wagte einen Blindkauf. Ich legte mir erstmal Le Gout zu.
Dieser Duft überraschte mich total. Eine salzig- ozeanische Feigenfrische, die nie ganz verschwindet wird ergänzt vom Aroma getrockneter Feigen und einer Popcorn- Butterwaffel-Note. Eigentlich kann ich es gar nicht beschreiben und es sind auch schon genug gute Kommentare geschrieben worden.

Ich habe festgestellt, dass sich die gourmadigen Noten nur auf meiner Haut entwickeln, wenn sich die anfängliche Frischewelle gelegt hat und nur noch in kleinen Brisen erscheint. Auf der Kleidung duftet es ausschließlich nach Feigen und salzigem Ozean.
Wenn man den Duft trägt, hat man ständig beide Duftkomponenten um sich, in wechselnder Stärke. Deshalb wirkt das Parfum so unruhig. Der klassische Duftverlauf ist schon da, allerdings hab ich den Eindruck, dass kurz nach dem Aufsprühen alle Bestandteile der Pyramide präsent sind und sich mindestens 8 Stunden lang, mal laut und mal leise, über meine Haut zu meiner Nase schlängeln. Dann erst herrscht Ruhe in Form einer zarten Restsüße.

Diese Beschreibung trifft auch für das Original- Womanity zu, dass ich nun auch in meiner Sammlung habe. Das Original ist weniger gourmadig,dafür aber frischer, feigenfruchtiger und salziger als Le Gout. Ich empfinde es auch als noch wechselhafter. Für mich ist es eher die Alltagsvariante. Ein Duft mit viel Frische und Energie, stark und selbstbewußt. Ja, ein bißchen rebellisch eben. Es gibt keine Ruhe und muss deshalb manchmal ein paar Tage ungetragen bleiben. Es passt eben nicht immer zur Tagesform.

Le Gout trage ich zu besonderen Anlässen, er wurde mit Chutney gefüttert und ist etwas friedlicher und angepasster.

Die Womanitys sind absolut außergewöhnlich.
Düfte, die sich schlecht in Kategorien einordnen lassen, in keine Duftschublade passen. Ich zähle mich nicht zu den großen Kennern, aber ich hatte noch keinen Duft mit so stark wechselndem Duftverlauf. Und genau das macht sie so interessant. Ich mag sie und trage sie auch gern. Bisher bin ich damit nur positiv aufgefallen. Mag an meiner Duftfresserhaut liegen.
Ich gebe beiden Düften 100%, eben weil sie so besonders sind und erfinde mal die Duftfamilie: Fruchtig- Ozeanisch.
PS.:Pour elle kommt auf meine Wunschliste. Dieser Duft erschreckte mich mit einer Erdbeerwolke, die ganz schnell übergeht in ein leichtes Sommerspezial.
3 Antworten

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