
Felix2109
17 Rezensionen

Felix2109
Hilfreiche Rezension
4
Leder, Zitrusfrüchte und die irritierende Note
Wie schon so mancher Ort hat nun auch die äolische Insel Salina, mit Malfa Walls einen Duft gewidmet bekommen. Diese Insel zeichnet sich durch ihre immergrüne Strauchvegetation aus, unteranderem Thymian, Stechwacholder und Salbei, die alle in diesem Duft als Noten vertreten sind. Zudem gedeihen auf Salina Mandarinen und Orangen prächtig, was sich in der Duftpyramide widerspiegelt. Auch Leder, das in der Basisnote auftaucht, hat historische Wurzeln in der Region, die vorallem Antike und im Mittelalter auf Grund seiner geographischen Lage ein bedeutendes Zentrum des Lederhandels war. Natürlich dürfen im streng katholischen Italien auch die Kirchen und somit auch nicht der Weihrauch fehlen, welche der Parfümeur Julien Rasquinet ebenfalls in Malfa Walls verarbeitet hat. Alles in allem somit ein gut durchdachtes Konzept. Desto mehr irritiert mich der als erste Note gelistete Schwarze Johannisbeerlikör. Nicht, weil ich bezweifle, dass er auf Salina nicht schmecken würde, sondern weil schwarze Johannisbeeren in einem kühleren Klima gedeihen und ich keinen traditionellen Johannisbeerlikör aus dieser Gegend kenne. Vielleicht täusche ich mich in diesem Punkt auch – ich bin offen für Korrekturen. Trotzdem wirkt diese Note für mich etwas fehl am Platz, aber am Ende zählt ja, wie der Duft tatsächlich riecht.
Nun zu den olfaktorischen Eindrücken:
Der Duft beginnt mit einer markanten, ledrigen und rauchigen Note. Beim ersten Schnuppern dominieren Leder und Weihrauch so sehr, dass kaum etwas anderes wahrzunehmen ist. Aber das ändert sich schnell. In den ersten Minuten treten diese intensiven Noten zurück und machen Platz für eine leichte Zitrusfrische. Besonders die Mandarine ist deutlich spürbar, während auch eine subtile Orangennote durchscheint. Diese Zitrusnoten sind nicht süß, sondern eher herb und sorgen für eine erfrischende Note, ohne ihn jedoch zu dem Typ „frischer Duft“ zu machen. Zusätzlich zu den Zitrusnoten gesellen sich grüne Akzente durch Thymian und Salbei hinzu. Auch eine holzige Note ist stark präsent, die wahrscheinlich durch das gelistete Oud hervorgerufen wird. Allerdings ist hier kein „Kuhstall-Oud“ zu finden; vielmehr könnte man auch ein anderes Holz benennen, ohne es als eindeutig oudig zu identifizieren. Das stört jedoch keineswegs, denn der Duft wird dadurch nicht getrübt. Selbst für diejenigen, die Weihrauch nicht mögen, ist dieser Duft unbedenklich. Der Weihrauch fügt sich im Verlauf sanft in das Leder ein, ohne das typische und oft erschlagende „Kirchenaroma“ zu verbreiten.
Nun zum kritisierten schwarzen Johannisbeerlikör:
Mit etwas Vorstellungskraft kann man eine dezente beerige Note erkennen, spielt aber keine große Rolle in dem Eau de Parfum. Auch eine süßliche oder alkoholische Komponente, welche durch den Likör entstehen hätte können, nehme ich nicht war.
Zusammengefasst ist das Leder definitiv der Hauptakteur in diesem Duft. Es prägt den Duftverlauf und kombiniert sich mit dem Wacholder in der Basis zu einem eher klassischen, herb-maskulinen Duft. Er eignet sich besonders gut für den Frühling und Herbst.
Alles in allem wird das Thema Salina meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Definitiv ein Duft, der es wert ist, von Euch ausprobiert zu werden!
Nun zu den olfaktorischen Eindrücken:
Der Duft beginnt mit einer markanten, ledrigen und rauchigen Note. Beim ersten Schnuppern dominieren Leder und Weihrauch so sehr, dass kaum etwas anderes wahrzunehmen ist. Aber das ändert sich schnell. In den ersten Minuten treten diese intensiven Noten zurück und machen Platz für eine leichte Zitrusfrische. Besonders die Mandarine ist deutlich spürbar, während auch eine subtile Orangennote durchscheint. Diese Zitrusnoten sind nicht süß, sondern eher herb und sorgen für eine erfrischende Note, ohne ihn jedoch zu dem Typ „frischer Duft“ zu machen. Zusätzlich zu den Zitrusnoten gesellen sich grüne Akzente durch Thymian und Salbei hinzu. Auch eine holzige Note ist stark präsent, die wahrscheinlich durch das gelistete Oud hervorgerufen wird. Allerdings ist hier kein „Kuhstall-Oud“ zu finden; vielmehr könnte man auch ein anderes Holz benennen, ohne es als eindeutig oudig zu identifizieren. Das stört jedoch keineswegs, denn der Duft wird dadurch nicht getrübt. Selbst für diejenigen, die Weihrauch nicht mögen, ist dieser Duft unbedenklich. Der Weihrauch fügt sich im Verlauf sanft in das Leder ein, ohne das typische und oft erschlagende „Kirchenaroma“ zu verbreiten.
Nun zum kritisierten schwarzen Johannisbeerlikör:
Mit etwas Vorstellungskraft kann man eine dezente beerige Note erkennen, spielt aber keine große Rolle in dem Eau de Parfum. Auch eine süßliche oder alkoholische Komponente, welche durch den Likör entstehen hätte können, nehme ich nicht war.
Zusammengefasst ist das Leder definitiv der Hauptakteur in diesem Duft. Es prägt den Duftverlauf und kombiniert sich mit dem Wacholder in der Basis zu einem eher klassischen, herb-maskulinen Duft. Er eignet sich besonders gut für den Frühling und Herbst.
Alles in allem wird das Thema Salina meiner Meinung nach sehr gut umgesetzt. Definitiv ein Duft, der es wert ist, von Euch ausprobiert zu werden!
4 Antworten



sizilianische Mandarine
sizilianische Orange
Thymian
Schwarze-Johannisbeere-Likör
Weihrauch
Salbei
Leder
Oud
Stech-Wacholder
Humphrey
Tomkleins
TheBasti
MartialScent
Felix2109



































