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Übersicht Parfum allgemein Der Duft ist der Duft aber ich bin anders......?
Louce
Louce
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LouceLouce Der Duft ist der Duft aber ich bin anders......? 25.05.2011, 15:29
Etwas hilflos schnuppere ich gerade an mir rum und frage mich, was passiert ist.
Vor einem guten Dreivierteljahr testete ich Dzing!Dzing!. 2 Pröbchen hatte ich und ich hab ihn ausgiebig und ordentlich testgeschnuppert. Ich fand ihn toll.
Jetzt habe ich ihn mir zugelegt.
Und er ist anders.
Der Duft ist noch derselbe - genauso, wie ich ihn in Erinnerung habe.
Aber ich reagiere komplett anders darauf.
Es ist nicht diametral anders, von "boah!" zu "wäh", aber signifikant, immerhin von "boah!" zu "hm.".

Dass sich Riechvermögen mit Zeit und Erfahrung ändert, ist mir ja klar....
aber ändern sich auch die Duftpräferenzen?

Parfumo
Parfumo
Kittycat
Kittycat
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KittycatKittycat Ja 25.05.2011, 16:52
Mit Sicherheit - jedenfalls bei mir ist das schon der Fall gewesen. Desöfteren. Habe schon oft darüber nachgegrübelt, woran es liegen mag ...

MariellaMmmh
MariellaMmmh
1604 Posts
MariellaMmmhMariellaMmmh 25.05.2011, 16:53
Japp. Geht mir auch so. Vor allem seitdem ich hier erzogen werde... Laughing

Memomemo
Memomemo
MemomemoMemomemo 25.05.2011, 16:54
Ich empfehle die Anwendung des Duftes am richtigen Objekt...

Memomemo
Memomemo
MemomemoMemomemo 25.05.2011, 16:58
Ganz entschieden: JA

Jahreszeitlich
Alters-Technisch.
Hormonell Shocked
Stimmungsabhängig.
Schwangerschaft auch Twisted Evil

Ich habe gelernt, alles schön stehenzulassen, nichts wegzuwerfen, oder weiterzugeben.
Kommt alles wieder. Fast oder manchmal.

Lakshmi
Lakshmi
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LakshmiLakshmi 25.05.2011, 17:09
Mir gehts auch so; ist auch sehr von der Jahreszeit abhängig.

Manche Düfte mag ich auch wirklich gern, aber sie erinnern mich zu sehr an eine Person oder, wenn ich sie schon mal hatte, an eine bestimmte Zeit als das ich sie noch verwenden könnte... Ist jetzt nicht exakt zum Thema, aber na ja Wink.

Louce
Louce
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LouceLouce 25.05.2011, 17:49
Eigentlich hab ich ein ziemlich stabiles Seelchen... aber ich frage mich, ob es was mit der Situation des Kennenlernens zu tun hat.
Jedenfalls war das Wetter sehr sommerlich und ich war nicht schwanger (bin es auch jetzt nicht).

Ich war im Krankenhaus und hatte ziemliche Angst, wieder neuen, bzw. alten Krebs zu haben. Hat sich dann nicht bewahrheitet und war nur ein eher kleines medizinisches Ärgernis. Aber die Zeit war entsprechend heftig.
Falls man sich wundern sollte... nein, Louce ist nicht ins Lager der Privatschwafelfraktion gewechselt... ich fange nur langsam an, zu glauben, dass der Duft irgendwie neuronal-hirntechnisch an emotionale Module gekoppelt ist, die es mir nicht möglich machen, ihn "objektiv" zu riechen und wieder zu entdecken.

Ist das halbwegs denkbar, logisch... oder nur der Reim, den ich mir auf eine völlig herkömmliche Anders-riech-Situation mache?
Ich hatte das noch nie und bei keinem anderen Duft.

Man fremdelt vielleicht nach längerer Pause... aber so?

Memomemo
Memomemo
MemomemoMemomemo 25.05.2011, 18:00
Mir geht das bei ganz vielen Düften so! Insgesamt hat sich über die Jahre mein Geschmack geändert, aber zwischenzeitlich gab es eindeutig andere Gründe, weswegen ich den einen oder anderen Duft nicht mehr mochte:
1. Weil er mich an die Zeit mit einem bestimmten Kerl erinnerte
2. Weil er mich an die Zeit erinnerte, als meine Oma starb
3. Weil ich ihn in der Schwangerschaft oft riechen musste und jedesmal wurde mir speiübel.
4. Weil er schlicht und einfach anders roch.

Ich hatte übrigens auch mal (eine Vorstufe von?) Krebs (Pap IVb), da war ich so depressiv, dass mich kein Duft interessiert hat, deshalb assoziere ich auch keinen mit dieser tiefschwarzen, aber glücklicherweise kurzen Phase in meinem Leben.

Murcielago
Murcielago
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MurcielagoMurcielago 25.05.2011, 18:07
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß ich bei Proben und beim Testen euphorischer und offener bin, weswegen mir die Düfte meistens besser gefallen.
Wenn ich dann die große Buddel in der Hand halte, vielleicht vom letzten Geld gekauft, mit schlechtem Gewissen, dann finde ich den Duft auf einmal garnicht mehr so schön... *_°

Das gibt sich aber wieder - in dem Moment, wo es mir besser geht.

Emotionen beeinflußen auf jeden Fall. ,°-)

Memomemo
Memomemo
MemomemoMemomemo 25.05.2011, 18:11
ja, das ist auch eine Tatsache. Ich kaufe halt gern, das macht mich froh. Zuzusehen, wie die Flaschen dann herumstehen und immer leerer und älter werden, macht mich traurig.

Parfumo
Parfumo
Turandot
Turandot
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TurandotTurandot 25.05.2011, 20:03
Dass Gerüche mit Gefühlen verbunden werden, ist ja unbestritten. Liegt eben daran, dass Düfte in denselben Gehirnregionen Reaktionen auslösen, die auch für unser Gefühlsleben zuständig sind. (Limbisches System) Also wird es uns nie wirklich möglich sein, einen Duft objektiv zu beurteilen. Aber wollen wir das überhaupt?
Ist es nicht gerade spannend, mit dem Vehikel Duft an der Oberfläche unseres Unterbewusstseins zu kratzen und zu erleben, was sich da tut?

Ich denke auch, mit zunehmender Lebenserfahrung, erlebten sehr hohen Höhen und sehr tiefen Tiefen, sowie Zeiten von Stillstand wird uns das wohl immer öfter passieren. Wir sind kein unbeschriebenes Blatt mehr wie ein junges Mädchen, das einen Duft nett und "in" erlebt. Wir können mithilfe eines Duftes ganze Zeitläufe Revue passieren lassen. Mit allem was dazugehört.

Mir geht es mit Musik übrigens ganz ähnlich.

Monsieur
Monsieur
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MonsieurMonsieur 25.05.2011, 20:37
Böse ist, wenn sich ein Sinnes-Eindruck mit unangenehmen Gefühlen verbunden hat so wie man war krank und hat was gegessen/gerochen, das man seitdem nicht mehr haben will, weil es sich zu ner Einheit im Hirn geformt hat... :-/
Viele können etwas nicht mehr trinken, von dem sie mal nen fiesen Kater hatten, es gibt selbst Parfüms, die man nach so nem Erlebnis nicht mehr mag, weil sie einen daran erinnern und nach dem Aufwachen das Kopfweh begleiteten etc.
Hänge auch extrem an dem Teil meiner Sammlung, den ich schon seit den 90ern habe und der an die Jungend mit ewig viel Zeug erinnert - die haben irrationale Bevorzugung, obwohl man sich ansonsten im Geschmack verändert hat und immer anspruchsvoller wird (Ihr seid mitschuld!!!)
Ihr seid übrigens auch mitverantwortlich dafür, dass ich immer mehr extremes Zeug packen kann, das ich früher pfui fand - man probiert es doch mal aus und "gewöhnt sich dran" so wie ich irgendwann mal systematisch Oliven von mag ich nicht zu mag ich durch systematisches antrainieren gebracht habe...

Baux
Baux
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BauxBaux 25.05.2011, 21:01
Dzing war schon immer eher och nö. Wink

Eternity
Eternity
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EternityEternity Idealisierung VS Realität 25.05.2011, 22:01
hallo Leidensgenossin! Also, ich glaube nicht so sehr, dass es mit irgendwelchen neuronalen Dingen zusammenhängt. Hormone sind natürlich ne andere Geschichte bei Frauen. naja, hab heute erst die gleiche Erfahrung gemacht. Düfte lange auf der Wunschliste gehabt, geordert, heute angekommen, ausgepackt, gesprüht und mich gefragt, was mich da denn wohl geritten hat. Wieso empfinde ich den Duft/die Düfte nun auf einmal nicht mehr powwow?!
Mir passiert das, was du beschreibst in 50% der Fälle. Das heißt nur jeder zweite mit 100% bewertete Duft, den ich auch die Wunschliste setze und mir irgendwann gönne, gefällt mir in Fullsize. Die anderen 50% fristen ihr Dasein oder sollen andere beglücken. Da ich mir zufällig heute selbst die Frage gestellt habe, wieso das so ist (die Düfte waren ja nicht billig), glaube ich, dass es sich doch mehr um Psychologie handelt: ich hab eine Probe, bin begeistert vom Duft, setzte ihn auf die Wunschliste. In der Zweischenzeit bis zur Erfüllung des Kaufes, idealisiere ich meine Dufterinnerung d.h. der Duft wird zunehmend in der Phantasie überbewertet. Trifft er dann endlich bei Mutti ein, deckt sich das reale Dufterlebnis nicht mehr mit der idealisierten Dufterinnerung....naja, so ist es jedenfalls bei mir Smile

Louce
Louce
2169 Posts
LouceLouce 26.05.2011, 06:34
Hmmm...
... ich nehme jetzt eine Mischtheorie an:

- viel Zeit vergangen
- andere Dufterfahrungen gemacht
- Dufterinnernung idealisiert
- emotional sehr aufgewühlte und angestrengte Zeit des Erstriechens = nicht vergleichbare Situation heute und vermutete Hirnmodulaktivität, die jeseits bewusster Erinnerung etwas Unschönes wachruft

Auf jeden Fall bin ich um Eine Erfahrung reicher.

Und biete im Souk 100 frische ml (- 5 ml) Dzing!Dzing! günstig an für die oder den die/der sich richtig freuen kann über den Stoff.

Lotus
Lotus
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LotusLotus 26.05.2011, 06:45
Monsieur hat Folgendes geschrieben:
Böse ist, wenn sich ein Sinnes-Eindruck mit unangenehmen Gefühlen verbunden hat so wie man war krank und hat was gegessen/gerochen, das man seitdem nicht mehr haben will, weil es sich zu ner Einheit im Hirn geformt hat... :-/
Viele können etwas nicht mehr trinken, von dem sie mal nen fiesen Kater hatten, es gibt selbst Parfüms, die man nach so nem Erlebnis nicht mehr mag, weil sie einen daran erinnern und nach dem Aufwachen das Kopfweh begleiteten etc.
Hänge auch extrem an dem Teil meiner Sammlung, den ich schon seit den 90ern habe und der an die Jungend mit ewig viel Zeug erinnert - die haben irrationale Bevorzugung, obwohl man sich ansonsten im Geschmack verändert hat und immer anspruchsvoller wird (Ihr seid mitschuld!!!)
Ihr seid übrigens auch mitverantwortlich dafür, dass ich immer mehr extremes Zeug packen kann, das ich früher pfui fand - man probiert es doch mal aus und "gewöhnt sich dran" so wie ich irgendwann mal systematisch Oliven von mag ich nicht zu mag ich durch systematisches antrainieren gebracht habe...

J a das JOOP Homme hatte ich damals zu viel udn kann es auf den Teufel nicht mehr abhaben, sogern ich es manchmal versuche zu testen da wird mir übel.
manche Düfte gehen einfach nicht mehr , da habe ich so mache rumstehen die ich nur noch habe weil sie eben rumstehen, aber benutzen kann ich sie nicht mehr.
Manchmal Jahre später in einer melancholischen Minute gnaz alleine daheim , wegen der schönen Erinnerung............... abe rim Leben never ever............)))

Memomemo
Memomemo
MemomemoMemomemo 26.05.2011, 09:12
Ja, kenn ich. Ich hab auch mehr als einmal die Erfahrung gemacht das es entweder innerhalb kurzer Zeit (wenige Monate) von bah nach aha geht oder von aha nach bah.
Manchmal liegen auch Jahre dazwischen. Kommt dann noch etwas Negatives dazu kann es auch von "oh ganz toll" zu "sofort weg damit" gehen.
Ich stell solche Flacons dann erstmal auf die Seite weil es ja sein kann, daß ich in absehbarer Zeit wieder anders auf den Duft reagier.
Entweder sind Emotionen damit verbunden die dann meine Reaktion in die eine oder andere Richtung lenken. Manchmal aber auch vielleicht ein veränderter Duftgeschmack. Und der bezieht nicht auf eine komplett andere Richtung.
Ich hatte es neulich mit Montale's Soleil de Capri. war eins meiner ersten Probenröhrchen die ich bei Wuchsa bestellt hatte. Vor 5 Jahren oder so. Mal ausgegraben, gerochen und ich dachte nur "boah was ist mir da entgangen" nochmal gesprüht, fullsize bestellt und ich bin jetzt mit dem Duft lull und lall

DieNase
DieNase
4045 Posts
DieNaseDieNase 26.05.2011, 20:54
Hm, so extrem habe ich das eigentlich noch nicht erlebt, dass ich die Fullsize nicht mochte.
Nur beim Omnia dachte ich mal, das könne ein Fake sein, weil der mir in der Fullsize auf einmal so dünn vorkam.
Auch der l'instant de Guerlain riecht in der Fullsize etwas anders, etwas blumiger (vielleicht muss der noch abhängen, damit er dem Tester näher kommt).
Von boah nach ganz nett kommt schon vor. Aber dass ich ihn so ganz plötzlich gar nicht mehr mögen würde, nein.
Der Sensuous noir ist mir mittlerweile auch etwas heftig, finde kaum Gelegenheit ihn zu benutzen, aber scheußlich finde ich ihn jetzt nicht.
Es gibt auch Düfte, die ich immer besser finde. Oder zumindest gleichbleibend geil. Mein Einsame-Insel-Duft gehört definitiv dazu, und zwar "Déclaration".

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