NasenschmausNasenschmaus’ Parfumkommentare

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24.08.2015 11:00 Uhr
16 Auszeichnungen
Es gibt einzelne Parfüms, bei denen für mich Parfümeurskunst über das hinausgeht, was Kunst ist, sondern außerdem bzw. zusätzlich eine Form der Zauberei, der Magie (oder sogar der "Hexerei" im positiven Sinne) darstellt.
"Loulou" von Cacharel ist mein persönliches Paradebeispiel dafür und dieser Kommentar mein Versuch einer subjektiven Erklärung.
Flüssigkeiten sind nass.
Flüssigkeiten riechen "nass", d. h. Nässe oder Feuchtigkeit hat (so mein Empfinden) eine spezifische Duftqualität.
Ein Parfüm ist (in der Regel) eine Flüssigkeit.
Ergo:...
Das war für mich lange Zeit eine ebenso grundlegende wie banale (und nicht hinterfragte) Gleichung.
Exakt bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich Loulou das erste Mal roch.
Denn meine Geruchswahrnehmung damals wie heute widerspricht der oben beschriebenen Schlussfolgerung vollkommen.
Loulou duftet zum einen extrem süß und schwer und zum anderen so unbeschreiblich trocken wie Sand in der Wüste, wie Staub in der Prärie, wie Mehl, wie Puder, wie Sägespäne etc.
Seine Komposition überdeckt jeglichen Anklang von Nässe oder Feuchtigkeit und vermittelt mir das Gefühl, der nächste Wassertropfen ist schätzungsweise 10 000 Kilometer entfernt.
Loulou ist mit Abstand das trockenste (pudrigste) Parfüm, welches ich kenne und löst beim Riechen aufgrund seines Widerspruchs immer wieder Verblüffung, Erstaunen und Bewunderung darüber aus, was Parfümeurskunst zu leisten vermag und wie die sog. "Nasen" sich über spezielle Widersprüche hinwegsetzen bzw. diese aushebeln können.
Und obwohl mein Verstand diesen Kunstgriff rein theoretisch begreifen und nachvollziehen könnte (z. B- durch gute Kenntnisse in Chemie), bleibt das Ganze für mich doch manchmal unvorstellbar, unbegreiflich, erstaunlich und phantastisch im positivsten Sinne.
Die Kunst der Parfümeure ist eben auch Magie und Zauberei.
Wahnsinn !!!
Das Paradoxe an/in Loulou übt seit Ewigkeiten eine starke Faszination auf mich aus, so dass ich immer aufs Neue gern daran rieche, obwohl ich es aufgrund seiner enormen Süße und Schwere nicht benutzen würde.


28.07.2015 14:28 Uhr
6 Auszeichnungen
Das Rezept:
2-3 goldgelbe reife Bananen, 2 frische Feigen, 1 reife Mango, 1/2 kleine reife Ananas ("extra sweet"), 3-4 reife Aprikosen, eine Hand voll Rosinen oder Sultaninen.
Man/frau zerkleinere sämtliche Früchte und püriere sie mit dem Stabmixer.
Abgerundet wird die Mischung mit 3-4 Esslöffeln provenzalischem Akazienhonig, der abschließend untergerührt wird.
Name: Euphoria Gold
Duftrichtung: Fruchtig-süß, honig-süß, schwer
Geschmacksrichtung: Fruchtig-süß, schmackhafte "Kalorienbombe", appetitanregend

Bereits bei meiner ersten Riechprobe von "Euphoria Gold" sagte nicht nur meine Nase "unglaublich lecker", sondern auch mein Gaumen: Mir lief sofort das Wasser im Mund zusammen.
Verwundert stellte ich allerdings fest, dass die Duftpyramide völlig andere und weitaus weniger "nahrhafte" Früchte beinhaltet als von mir wahrgenommen; lediglich die dominierende Honigkomponente in der Kopfnote erwies sich als zutreffend.
Doch meine offensichtliche Fehl-Wahrnehmung ändert nichts an meiner Begeisterung für diesen Duft, der, zumindest bei mir, (fatalerweise) zugleich als Aperitiv wirkt.
Euphoria Gold beflügelt meinen Geruchs-und Geschmackssinn aber nicht nur "eindimensional" in dem Sinne, dass ich Appetit auf exotischen Obstsalat mit Honig bekomme. Nein, meine Fantasie wandert auf kulinarische Abwege hin zu meinen persönlichen "süßen Sünden" wie Tirami su (original vom Italiener), Walnuss-Marzipan-Schokolade von Niederegger und Stachelbeerkuchen mit Baiserhaube (mmh...)
Diese Simultanreaktion meiner Geruchs-und Geschmacksnerven samt nachfolgender Konsequenzen kannte ich bislang nur durch "Mira Bai" von Chopard (1998), dort allerdings in weniger ausgeprägter Intensität.
Fazit: Obwohl mir Euphoria Gold sehr gut gefällt, würde ich einem Dauergebrauch bei mir selbst eher kritisch gegenüberstehen. Zu groß erscheint mir angesichts meiner eigenen, nicht immer willensstarken Persönlichkeit die Gefahr, dass die beschriebene Spontanreaktion meines Gaumens meine Fantasie viel zu oft auf "krumme Gedanken" kommen lässt und ich glaube, nicht auf meine Portion Tirami su oder andere Lieblingssüßigkeiten verzichten zu können.
Trotz allem: Unbedingt testen (und sich gegebenenfalls verführen lassen) !!!


03.07.2015 14:18 Uhr
2 Auszeichnungen
Ich habe ab und zu Tage, an denen ich ohne für mich ersichtlichen Grund mies drauf bin.
Irgendwie ist mir alles zu viel, ich bin gereizt und nörgelig, suche förmlich bei jeder Gelegenheit und überall das Haar in der Suppe und neige dazu, ungerecht zu sein.
Aus diesem Grund musste ich, bevor ich diesen Kommentar verfasste, sorgfältig überlegen, ob meine Eindrücke von "Flower". die größtenteils negativ sind, weniger mit dem Parfüm selbst als vielmehr mit meiner eventuellen schlechten Allgemeinstimmung an den betreffenden Tagen zusammenhingen.
Ich glaube, dass das NICHT der Fall ist, sondern das "Flower" meinen persönlichen Vorstellungen von einem tollen Parfüm einfach nicht entspricht.
So wie "Poison" von Dior für mich ein Paradebeispiel für Perfektion in jeglicher Hinsicht darstellt, so sehr ist "Flower" sein Gegenteil, also ein Beispiel, was man/frau alles falsch machen kann.
Das beginnt bereits beim Namen, denn "Flower" riecht für mein Duftempfinden sehr wenig bis gar nicht nach Blumen. Lediglich einen Hauch von Veilchen kann ich in der Kopfnote wahrnehmen. Der verbleibende Duft erinnert mich an ein altes, leicht ranziges Marzipanbrot vom vergangenen Weihnachtsfest, welches nicht mehr bedenkenlos gegessen werden sollte.
Auch die schmale, hohe Flasche trifft nicht meinen Geschmack, vergleiche ich sie beispielsweise mit ähnlich "gearteten" Flakons wie dem Glaskegel von "L´eau I´ssey" oder dem nachgebildeten Glas-Wolkenkratzer von "Scherrer 2" (beide traumhaft schön).
Und warum ist auf dem Flakon ausgerechnet eine Mohnblume abgebildet ? Eine Blume, die (so zumindest meine Erfahrung) überhaupt nicht duftet ?
Zusammenfassend gesagt: An diesem Duft passt für mich nichts zusammen.
Meine Vermutung:
Der Parfümeur hatte einen schlechten Tag, der Flakon-Designer war bei seinem Entwurf frisch verliebt und durch seine neue Flammen abgelenkt und Kenzo selbst war zu gestresst durch die bevorstehende Präsentation seiner neuesten Kollektion, um sich nochmals eingehender mit dem Arbeitsergebnis für ein neues Damen-Parfüm zu beschäftigen und diesen folglich einfach "durchwinkte".
Fazit: Ich kann mich (trotz wiederholter Versuche) einfach nicht mit "Flower" anfreunden, selbst wenn ich beide Augen (bzw. Nasenlöcher) zudrücke.

P. S. Vielleicht sollte ich mich angesichts dieses Negativ-Kommentars in Nasengraus umbenennen.
(Sorry !)


29.06.2015 14:12 Uhr
10 Auszeichnungen
Vor vielen Jahren arbeitete ich befristet in einer sozialen Einrichtung, die sich ihre Räumlichkeiten auf einer Etage mit einem anderen kleinen sozialen Verein teilte, der personell lediglich aus einer Chefin und ihrer Büroangestellten bestand.
Auffallend an dieser besagten Chefin war für mich ihr Auftreten: Sehr selbstbewusst, kurzangebunden bis hin zur Unhöflichkeit, manchmal von oben herab und zickig, stets in Eile, hektisch und temperamentvoll. Sie "galoppierte" fast täglich an mir vorbei und kriegte kaum die Zähne für ein "Guten Morgen" oder "Hallo" auseinander.
Mein Arbeitszimmer lag direkt neben ihrem Büro.
Eines Tages bat mich mein Vorgesetzter einen beruflichen Termin für ihn mit der Chefin dieses Vereins abzusprechen.
Hätte ich irgendeine Chance gewittert, sein Anliegen auf eine andere Mitarbeiterin/einen anderen Mitarbeiter abzuwälzen, ich hätte es mit Sicherheit versucht, so unangenehm fand ich die bevorstehende Begegnung mit ihr.
Ich klopfte also an ihre Bürotür und wartete artig bis ein resolutes "Herein" mir Einlass in ihr Reich gewährte.
Sofort nach meinem Eintreten nahm ich zeitgleich zwei Dinge wahr, die überhaupt nicht zueinander zu passen schienen: Zum einen eine frostig-eisige Atmosphäre durch die Aura dieser Frau, zum anderen eine überaus intensive, feurig-warme Parfümwolke aus würzigen und animalischen Duftnoten, faszinierend und abstoßend zugleich.
Während unserer kurzen Unterhaltung würdigte sie mich kaum eines Blickes, sondern kehrte immer wieder zu ihrem Computerbildschirm zurück.
Ich wiederum war stark abgelenkt durch ihr mir bislang unbekanntes Parfüm. Meine immerwährende Neugier hatte unerwartet Futter erhalten, meine Nase frisches Blut gerochen.
Beim Verlassen ihres Büros nahm ich daher all meinen Mut zusammen und fragte sie danach.
"Obsession" lautete, wie immer unterkühlt, die lapidare Antwort.
Mein nächster Besuch in der Parfümerie ließ nicht lange auf sich warten.
Ich stürmte ungeduldig ins Geschäft, schnappte den entsprechenden Tester und besprühte großzügig einen Duftstreifen.
Doch meine Nase wartete vergeblich auf den erwarteten bzw. ersehnten Wow-Effekt meiner unbekannten Büro-Begegnung.
Das war definitiv nicht das Feuerwerk, welches mich auf widersprüchliche Art so fasziniert hatte.
"Vielleicht handelte es sich um "Obsession for men" ?" warf die bereits herbeigeeilte Parfümerieverkäuferin ein.
Als sie mir den neuen Duftstreifen überreichte, wusste ich sofort: Das ist er.
Erneut schwankte ich zwischen echter Begeisterung und Widerwillen angesichts dieser für mein Empfinden überdosierten Mischung, die fruchtig-frisch mit verschiedenen Zitrusfrüchten beginnt, welche aber relativ schnell von Gewürzen (vor allem Zimt und Vanille) und tierischen Bestandteilen (Amber und Moschus) verdrängt werden.
Spontan dachte ich an einen hochgradig arbeitsmotivierten Parfümeur, an dessen Arbeitsplatz bunte Haftnotizen mit Leit-bzw. Grundsätzen zur Parfümkreation der folgenden Art kleben:
"Nicht kleckern, sondern klotzen"
"Alles oder nichts"
"Ganz oder gar nicht"
"Wenn schon, denn schon"
"Viel hilft viel"
"Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr" usw. usf.

Auf einmal fand ich auch den Namen des Duftes (Obsession=Besessenheit) perfekt gewählt, denn Besessenheit bedeutet im Grunde eine Form der Übertreibung, ein "Nicht-aufhören-können", ein Zwang zum "Exzess", also möglicherweise genau das, was auch der Parfümeur bei seinem Schaffensprozess praktiziert hatte.
Mit anderen Worten: Eine rundum quantitativ übertriebene (besessene) Parfümkreation als Arbeitsergebnis eines übertrieben arbeitenden (besessenen) Parfümeurs.
Wie auch immer (oder eben nicht): Ich komme trotz (oder wegen ?) meiner widersprüchlichen Gefühle und Empfindungen nicht mehr los von diesem Duft (BIN BESESSEN !)
Ich denke
zwei Liebende beim Tango Argentino
von Amors Pfeil verwundet
Funkenregen zwischen Augenpaaren
Feuer und Leidenschaft
Begehren und begehrt werden

Fazit: "Obsession for men" ist
für ihn UND sie
die Kunst der gut gemachten Übertreibung
Besessenheit wert
Calvin Kleins Duft-Hymne an Leidenschaft und Liebe (in ihrer schönsten Form)
Calvin Kleins Duft-Hommage an "Basic Instinct" und "Eine verhängnisvolle Affäre" (im aller schlimmsten Fall)
eine große Verführung zum ungeplanten Sofortkauf

P. S. Vielleicht liege ich mit der Vermutung eines besessenen Parfümeurs ja völlig daneben, sondern die betreffenden Person wollte ursprünglich von Beruf Zoologe werden und lebt nun stattdessen ihr "Herz für Tiere" (vor allem Wale und Ochsen) mehr oder weniger ungehemmt in ihrem jetzigen Arbeitsfeld aus. ;-)


20.06.2015 14:59 Uhr
5 Auszeichnungen
Später Vormittag.
Sie (aus dem Flur): "Ich bin dann mal weg."
Er (aus dem Wohnzimmer):"Was ? Wohin denn ?"
Sie (aus dem Flur): "Hab´ich dir doch gesagt. Ich will mit Gabi zusammen ein neues Parfüm für mich aussuchen."
Er (aus dem Wohnzimmer): "Wozu das denn ? Du hast doch schon so viele Flaschen !"
Sie (aus dem Flur): "Mein Gott, das Thema hatten wir doch schon ! Ich muss mich beeilen, bis dann."
Er (aus dem Wohnzimmer): "Kauf bloß nicht wieder so´n schweres Stinkezeug ! Und denk dran; du wolltest Blumen und Obst mitbringen !"

Später Nachmittag.
Sie (aus dem Flur): "Bin wieder da."
Er (aus dem Wohnzimmer): "Das hat ja gedauert. Hast du an die Blumen und das Obst gedacht ?"
Sie (aus dem Flur): "Jaaa..."

Noch später.
Er (aus der Küche): "Wo hast du denn die Blumen und das Obst hingelegt ?"
Sie (aus dem Wohnzimmer): "Auf den Küchentisch."
Er (aus der Küche): "Hier liegt aber nichts."
Sie (aus dem Wohnzimmer): "Doch."
Er (aus der Küche): "Wo denn ? Hier steht nur dein komisches Parfüm !"
Sie (aus dem Wohnzimmer): "Ja, Blumen und frisches Obst. Riech´doch mal !"
(Nach einer wahren Begebenheit)

Natsumi ist für mich eines der besten Sommerparfüms, die ich kenne und das hat hauptsächlich zwei Gründe:
Es beinhaltet ganz überwiegend blumige und fruchtige Bestandteile und (re)präsentiert in Duftform, was für die Jahreszeit des Sommers typisch ist: Eine große Vielfalt an frischen Früchten und den verschiedensten Blumenarten.
Es beschert der Benutzerin gleichzeitig mit seinem Blumen-Früchte-Mix, was im Hochsommer vor allem bei sehr heißen und/oder schwülen Temperaturen vonnöten ist: Eine ausgeprägte Frische und Kühle.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich die darin enthaltenen Früchte und Blumen mit einem Hauch von Feuchtigkeit überzogen, welche meistens dann entsteht, wenn etwas direkt aus einem eisigen Kühlhaus in die normale Umgebungstemperatur kommt.
Diese kühle Frische des Duftes definiert Natsumi für mich eindeutig als ausschließliches Sommerparfüm; sie würde mich (als kälteempfindlicher Mensch) bei winterlichen Temperatuten mit Sicherheit frösteln lassen.
Je nach meiner aktuellen "Tagesform", d. h. meiner momentanen geistig-seelisch-körperlichen Verfassung nehme ich in der Kopf- , Herz- und Basisnote mal intensiver die blumigen Noten (vor allem Maiglöckchen und Veilchen), mal stärker die fruchtigen Aromen (vor allem Melone und Pfirsich) wahr.
Insgesamt wirkt der Duft auf mich rein und klar, geradlinig, harmonisch und irgendwie "unschuldig".
Natsumi hat eine starke Sillage und das konnte ich unter anderem daran feststellen, dass sein Duft, den meine verstorbene Mutter zuletzt als Sommerparfüm trug, noch stundenlang im Treppenhaus wahrnehmbar war, wenn sie nach einem kurzen Besuch bei mir zusammen mit meinem Vater wieder nach Hause fuhr.
Im Zusammenhang mit meiner Mutter als Duftträgerin möchte ich noch etwas erwähnen, dessen Einfluss ich selbst oftmals unterschätze: Die individuelle "Hautchemie" der betreffenden Person.
Natsumi roch an meiner Mutter um ein Vielfaches besser als an mir oder auf einem Duftstreifen !!!
SIE war es, die den Zauber des Sommers so richtig zum Strahlen brachte (den Duft sozusagen perfektionierte).
Fazit: Da Natsumi ungeachtet seiner Qualitäten so untrennbar mit der Erinnerung an meine (tolle) Mutter verknüpft ist, gehört er (vermutlich für immer) zu meinen Sommerfavoriten.
Allen Liebhaberinnen von blumig-fruchtigen Parfüms kann ich ein Testen sommerlich-wärmstens empfehlen.

P. S. Die oben geschilderte Szene hat sich vor einigen Jahren tatsächlich so zwischen einer Freundin von mir und ihrem Ehemann im Zusammenhang mit dem Kauf von Natsumi abgespielt.


01.06.2015 14:36 Uhr
13 Auszeichnungen
"Was wünscht du dir zum Geburtstag ?"
So die alljährliche, obligatorische, leicht gequälte Frage meines Vaters an meine Mutter.
"Chanel No. 5 oder ´ne Enny !"
So die nahezu alljährliche, stereotype Antwort meiner Mutter während meiner Kindheit und frühen Jugend.
Was dieser Wortwechsel mit meiner Leidenschaft für Parfüms zu tun hat ?
Sehr viel.
Ich vermute, dass in diesen Kindheitserfahrungen der Schlüssel für meine Parfümvorliebe(n) zu finden ist, speziell meine große Liebe zu "Fendi Donna" aus dem Jahre 1987.
Warum ?
Vorab noch eine Anmerkung für alle, die noch nicht mein "reifes" Alter erreicht haben und daher vermutlich nichts mit dem Begriff "Enny" anfangen können.
ENNY war damals ein Handtaschenhersteller und die bevorzugte, heißgeliebte Marke meiner verstorbenen Mutter. In der Regel suchte sie sich vor ihrem Geburtstag eher größere, sportlich - puristische Schultertaschen aus weichem, schwarzem Leder aus, edel und teuer zugleich, die mein Vater dann nur noch zu kaufen brauchte.
Ihr stets wiederkehrender Wunsch nach Chanel No. 5 war für mich im Alter zwischen 7 und 15 Jahren weniger nachvollziehbar; dafür verstehe ich sie heutzutage umso besser.
Entschied sich mein Vater für eine Enny - Handtasche als Geburtstagsgeschenk freute auch ich mich, denn mich verband mit dem jeweils neusten Exemplar ein "kleines Geheimnis".
Von Zeit zu Zeit schlich ich mich heimlich ins Schlafzimmer meiner Eltern und suchte im unteren Bereich der Kleiderschrankseite meiner Mutter nach dem grünen Stoffbeutel, in dem die neue Enny vorerst aufbewahrt wurde.
Ich nahm die Tasche heraus, befühlte ausgiebig das weiche schwarze Leder, schmiegte meine Wange an die Tasche und schnupperte zuguterletzt mit ein paar tiefen Atemzügen den intensiven Ledergeruch.
Was für ein herrlicher, unvergesslicher Duft !
Genau das denke und empfinde ich noch heute: Leder riecht toll; aromatisch, würzig und einzigartig.
Und genau das gilt auch für das originale Fendi Donna, dessen Basisnote ganz eindeutig durch Leder dominiert wird.
Leider (und diese Tatsache macht mich traurig, verzweifelt und wütend zugleich) ist Fendi Donna vom Aussterben bedroht und nur noch zu astronomischen Preisen erhältlich.
Wie ich nun schon seit Jahren ohne mein Lieblingsparfüm vor mich hinlebe bzw. hinleben kann und muss, ist mir selbst manchmal schleierhaft.
Und mir liegt im Grunde nichts ferner, als aktiv nach einem würdigen Thronfolger für Fendi Donna zu suchen ("nein", "nein" und nochmals "nein").

Durch Margotanna (nochmals 1000 Dankeschön an dich !!!) geriet eine Probe in meine Hände, die bereits beim Abnehmen des Verschlusses einen intensiv würzigen und scharfen Duft verströmte, dass meine Riechzellen sofort zu vibrieren begannen.
Nach dem ersten Aufsprühen war ich total angefixt und berauscht von dem Feuerwerk aus Pfeffer, Gewürzen und einem Hauch von Leder, welches mir um die Nase flog.
So etwas Tolles hatte ich seit Fendi Donna nicht gerochen !
Name des Parfüms: Bottega Veneta.
Ich tänzelte völlig "high" durch meine vier Wände und besprühte zusätzlich ein Tempotaschentuch, welches ich in mein Wohnzimmer legte.
Sollte sich Bottega Veneta als ernstzunehmende Konkurrenz für Fendi Donna erweisen ?
War durch einen Schachzug des Schicksals ein potentieller Nachfolger gefunden ?
Meine überschwängliche Begeisterung wich jedoch nach ca. 1/2 Stunde einer deutlichen Ernüchterung.
Nach und nach verschwanden die intensive Würzigkeit und Schärfe bis schließlich nur noch ein dezenter Lederduft übrig blieb; angenehm, aber bei Weitem nicht in der Konzentration, die meine "lederfixierte" Nase offensichtlich bevorzugt.
Es war, als wollte ich eine Geruchsintensität aus Lederjacke PLUS Lederhose PLUS Lederhandschuhen und bekam nur die Dosis eines Fensterleders in der Größe eines Taschentuchs.
Wie gewonnen, so zerronnen...
Ein Gutes hatte diese Episode dennoch für mich: Es kristallisiert sich immer stärker heraus, welche Duftbestandteile mich wirklich ansprechen/berühren/mitreißen und welche "biographischen Wurzeln" meine Parfümvorlieben haben.
Des weiteren hat mich dieser vermeintliche "Reinfall" davor bewahrt, mich (mal wieder) bei meiner besten Freundin zu verschulden.
Fazit: Für Liebhaber von Lederdüften, die eine dezentere Intensität bevorzugen, ist Bottega Veneta vermutlich eine echte Kaufoption.


24.05.2015 15:20 Uhr
6 Auszeichnungen
Wer heutzutage ohne konkretere Vorstellungen in einen Blumenladen geht, um jemand anderen oder sich selbst mit einem Strauß zu beschenken, hat bei gut gefülltem Geldbeutel oder Bankkonto in der Regel die Qual der Wahl.
Wer heutzutage in einen Blumenladen geht mit dem Anspruch, die ausgewählten Blumen mögen nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch duften, dessen Wahlmöglichkeiten stellen sich dagegen als ziemlich begrenzt heraus.
Es existieren relativ viele "geklonte" Blumensorten, deren Einzelexemplare sich ähneln wie ein Ei dem anderen und die meisten erweisen sich leider als nahezu geruchslos.
Was jedoch fast immer zu erwerben ist und beide Kriterien (sowohl Schönheit als auch eine deutlich wahrnehmbare Duftqualität) erfüllt, sind weiße Lilien.
Mich verbindet mit diesen langstieligen, eleganten Blumen seit Urzeiten eine stetige Ambivalenz (Motto: "Heute hüh...morgen hott").
Das ganze "Drama" spielt sich ungefähr folgendermaßen ab:
Ich kaufe mir eine einzelne weiße Lilie, stelle sie gut sichtbar in eine ansprechende Vase mitten im Raum und erfreue mich in den nächsten Tagen an ihrem Aussehen und ihrem betörenden Duft.
Aufgrund dieser positiven Erfahrung wiederhole ich den Vorgang einige Zeit später und stelle nach kurzer Zeit fest: "Geht gar nicht."
Das gute Aussehen der Blume wirkt auf mich plötzlich "arrogant und elitär" und der betörende Duft erscheint mir "schwer, penetrant, aufdringlich und schwülstig", was in letzter Konsequenz dazu führt, dass ich die Lilie schnellstens weiterverschenke oder entsorge, weil ich mich von ihr belästigt fühle.
Aufgrund dieser ausgeprägten langjährigen Ambivalenz müsste rein theoretisch schon der Begriff "weiße Lilie" ein inneres Warnlämpchen in mir zum Leuchten bringen und mich gegebenenfalls von unsinnigen Fehlkäufen abbringen. Weit gefehlt.
Von Zeit zu Zeit untergräbt eine plötzliche Gier nach einem neuen Parfüm sog. "vernunftgeleitete Entscheidungen" und Sparsamkeitsgelübde. So weit, so schlecht.
Als mein mehr oder minder peinlichster (weil voraussehbarer) Fehlkauf kann dabei "Dune" von Dior gelten (schäm...;-) )
Auch wenn mein Riechvermögen bei weitem nicht so ausdifferenziert und geschult ist wie bei vielen von Euch, so bin ich mir ziemlich sicher, den Duft weißer Lilien zweifelsfrei identifizieren zu können.
Rein theoretisch sollte also die Fähigkeit meiner Nase eine eindeutige Pro - oder Contra - Kaufentscheidung begründen.
Beim erstmaligen Riechen empfand ich "Dune" zum einen als wunderbar blumig - frisch, zum anderen als blumig süß mit einer ausgeprägten Lilien - Note. Sehr ansprechend.
Weil mir außerdem der lachsfarbene Flakon gut gefiel und die Düfte der Marke Dior regelmäßig meinen Geschmack treffen (Poison, Fahrenheit, Dolce Vita), glaubte ich mich auf der sicheren Seite und ließ meiner Kauflust freien Lauf.
Bereits am nächsten Tag bekam ich enorme Zweifel an meiner vermeintlich guten Parfümwahl.
Die intensive Lilien - Note erschien mir wie ein Tsunami aus weißen Lilien, der alle anderen Duftkomponenten unter sich begräbt. Was meine Nase wahrnahm waren Lilien, Lilien und nochmals Lilien...
Erdrückend wie eine schwül - warme Wetterfront, bei der man/frau sich nach einiger Zeit nur noch ein "erlösendes", reinigendes Gewitter herbeisehnt, welches die unangenehme Situation endlich beendet.

Für mich völlig untypisch trat ich spontan die Flucht nach vorne an und entschloss mich, meinen Neuerwerb so schnell wie möglich wieder loszuwerden.
Wie konnte ich nur so bescheuert sein ???
Ich war sozusagen sehenden Auges und riechender Nase ins Verderben gerannt, alle Warnsignale geflissentlich ignorierend. ("Verderben" klingt vielleicht überspitzt, ist aber angesichts meiner sehr begrenzten finanziellen Spielräume doch zutreffend).
Die lapidaren Kommentare meiner besten Freundin beschränkten sich auf "Nobody is perfect" und "Shit happens".
In wessen Hände "Dune" schließlich gelangt ist, kann ich nicht mehr sagen; vermutlich weil ich versucht habe, diese peinliche Aktion schnellstens zu vergessen.
Fazit: Wer ein ungetrübtes Verhältnis zu weißen Lilien hat, ohne irgendwelche ambivalenten Gefühle und Empfindungen und diese Blumen jederzeit wertschätzt, für den dürfte Dune ein perfektes oder zumindest sehr ansprechendes Parfüm sein. Allen anderen Parfümliebhabern würde ich angesichts der "Lilien - Übermacht" in diesem Duft eher zur Vorsicht raten oder den Tipp geben, sich mit der Kaufentscheidung in jedem Fall Zeit zu lassen.


17.05.2015 11:37 Uhr
2 Auszeichnungen
Eau de Givenchy und sein spezieller Duft sind für mich untrennbar mit dem Land Frankreich, genauer gesagt der Cote d'Azur im Südosten der Mittelmeerküste verbunden.
Diese quasi unauflösbare Assoziation zwischen meiner Nasen - und Gedankenwelt ist damit zu erklären, dass ich die erste Flasche dieses Parfüms tatsächlich in Südfrankreich erhielt.
Sie war ein Geschenk meiner Oma während eines zweiwöchigen Frühlingsurlaubs an der Cote 'Azur in einem Küstenstädtchen namens Antibes (und meine erste Urlaubsreise in dieses tolle Land).
Dort marschierten wir eines Vormittags zu viert (Oma, Mutter, jüngster Bruder und ich) in eine kleine elegante Parfümerie in der Innenstadt und ließen uns von der älteren, ein paar Brocken Deutsch sprechenden Besitzerin (im obligatorischen Chanel - Kostüm) ausgiebig beraten und beduften.
Meine Wahl fiel ohne große Entscheidungsprobleme.
Eau de Givenchy ist ein sehr leichter und frischer grüner Duft, der mich sofort an eine frisch gemähte, vom Morgentau noch feuchte Blumenwiese denken lässt.
Das Parfüm riecht sauber und klar, wird im weiteren Duftverlauf nicht süß oder schwer, sondern bleibt dezent, frisch, blumig und später etwas holzig.
Ein Hauch des Frühlings.
Im wahrsten Sinne des Wortes "bildlich" gesprochen, wäre Eau de Givenchy für mich ein Seerosenbild des Impressionisten Claude Monet oder ein abstraktes Aquarell in den Farbtönen hellblau und hellgrün.
Eine andere, vielleicht etwas absonderlich wirkende Charakterisierung finde ich den abgewandelten Romantitel "Die (...) erträgliche Leichtigkeit des Seins" von Milan Kundera.
Das Parfüm vermittelt mir ein Gefühl der Beschwingtheit, der Gewissheit, wie unbeschwert das Leben sein kann und das es Zeiten gibt, in denen alles so unbegreiflich leicht, mühelos und selbstverständlich abläuft wie ein gut geöltes Räderwerk.
P. S. Für meinen Geschmack ist Eau de Givenchy ein Unisex - Duft. Wem als Mann der "grüne Frischekick" beispielsweise durch Cerruti 1881 pour Homme zu intensiv ist, der könnte an Eau de Givenchy Gefallen finden.
Fazit: Was soll ich noch sagen...ich liebe es und das wird auch so bleiben.


11.05.2015 01:41 Uhr
12 Auszeichnungen
Schätzungsweise Anfang/Mitte Zwanzig und zu meinen besten WG - Zeiten bekam ich von meiner Mutter völlig überraschend das erste Dali- Damenparfüm zum Geburtstag geschenkt.
Meine Mutter, seit jeher kunst - bzw. malereibegeisterte Frau, schwärmte bereits beim Auspacken des Geschenkes von dem tollen Flakon, den Duft selbst erwähnte sie überhaupt nicht, so, als hätte sie ihn gar nicht gerochen.
Ihrer Schwärmerei konnte (und kann) ich mich nur anschließen: Der originelle Nase - Mund - Flakon im typischen Salvador - Dali - Stil ist für meinen Geschmack einzigartig und ein echter Hingucker (außerdem sehr sinnlich).
Nach unserer ausgiebigen Bewunderung des Flakons roch ich schließlich (relativ schnell und eher beiläufig) am Duft und befand: "Och...ja, ganz nett."
Das war´s dann auch.
Meine damalige Parfüm - Sammlung bestand aus "Lumiere" von Rochas (eher selten in Gebrauch), "Joop! Femme" (sehr häufig) und "Poison" von Dior (ebenfalls eher selten). Zuvor hatte ich ausschließlich "Shalimar" von Guerlain benutzt, den meine Nase aber irgendwann über hatte.
Das neue Parfüm landete auf meinem Regalbrett des Badezimmerregals und wartete auf seinen Einsatz.
Ich kann mich nicht erinnern, wie viele Wochen oder Monate später ich den Duft das zweite Mal in die Hände nahm, aber an den Anlass umso genauer: Mein heißgeliebtes Joop! Femme neigte sich dem unmittelbaren Flaschen - Ende entgegen (ein echter Schock für mich ) !!!
Da ich als Studentin eigentlich ständig knapp bei Kasse war, verordnete ich mir Sparsamkeit, um das Unvermeidliche noch ein wenig hinauszuzögern.
Auf Lumiere als Pseudo - Ersatz hatte ich keine Lust, Poison war mir zu edel für häufigen Gebrauch, folglich blieb nur noch Dali als Alternative.
Damit begann das Ende einer Ära.
Eine Ära aus vorwiegend schweren, orientalischen, Vanille - dominierten Parfüms, die lange Zeit meine alleinigen Duft - Favoriten waren.
Ich sprühte Dali also auf und dachte sofort: "Oh,...riecht das gut !"
Und nach dem zweiten Sprüher: "Oh,...riecht das SUPER !!!"
Bei dieser Meinung bin ich bis heute geblieben.
Mit Dali begann für mich eine neue Parfüm - Ära in dem Sinne, dass die sog. Chypres Einzug in meine Duft - Welt hielten und meinen Parfüm - Horizont um einen Blickwinke/eine Facette erweiterten. (Mein Lieblingsparfüm ist seit langem "Fendi Donna"; meiner Kenntnis nach ein klassischer Chypre - Duft).

Dali ist für mich ein leichter, blumig - fruchtiger Chypre, in dem anfänglich vor allem Orangenblüte und Lilie und später die Moschus - Note vorherrschen.
Warm, weich und harmonisch, irgendwie unspektakulär und trotzdem eine einprägsame Mischung.
Meine positiven Erfahrungen mit Dali verbannten Joop! Femme aus meinem Parfüm - Sortiment und reduzierten meine Vorliebe für süße, vanille - betonte Düfte ganz erheblich und bis heute (Poison ausgenommen).
Ich wage sogar die Prognose, dass weder Shalimar, noch Joop! Femme jemals wieder auf meiner Wunschliste erscheinen (okay, sag niemals nie...)
Dali hingegen steht derzeit auf Platz 1 dieser Wunschliste und ich hoffe, dass ich mir meine Sehnsucht bald erfüllen kann.
Fazit: Tolles Parfüm in einem sehenswerten Flakon. Punkt.

P. S. Ich kann mir bis heute nicht erklären, wie es zu dem oben beschriebenen "Aha - Erlebnis" meiner Nase kam.
War sie den (süßen) Kinderschuhen entwachsen und einfach "reifer" geworden, im Sinne einer umfassenderen Wahrnehmung der Welt und ihrer Gerüche ?


07.05.2015 00:46 Uhr
2 Auszeichnungen
In all den Jahren meiner Parfüm - Begeisterung hat es die Marke Jil Sander nicht geschafft, einen Damenduft herauszubringen, der mir gefällt. Alle Damenparfüms (und das schließt die als leichtere, sportliche Düfte angepriesenen mit ein) sind für meinen Geschmack entweder einen Hauch oder im Übermaß zu süß und zu schwer.
Da ich hemmungslos auch im Revier der Männer - Parfüms wildere, startete ich folglich hoffnungsvoll eine Suche unter den Herrendüften und wurde tatsächlich fündig, allerdings auf völlig unerwartete Weise:
Meine Nase machte mit "Background" Bekanntschaft.
Ehrlich, mir schwanden fast die Sinne...
Nach nochmaligem vorsichtigem Riechen dachte ich: Dieses Parfüm ist mit seiner "brutalen" Intensität aus Süße, Schwere und Pudrigkeit der ideale Begleiter für jedes Alpha - Tier.
Unter Alpha - Tieren (und der Begriff meint Männer UND Frauen) verstehe ich Menschen mit großem Selbstbewusstsein, Charisma, Charme und sog. Führungsqualitäten.
Menschen, deren Ziel es ist, die Führungsrolle einzunehmen und dies auch mühelos schaffen.
Menschen, die oft und gerne im Mittelpunkt/Vordergrund stehen, mit anderen Worten, "die Leitwölfe eines Rudels", "die Rampensäue im Schauspielerensemble" etc.

Obwohl ich Background nicht wirklich gut riechen kann, halte ich den Duft für eine gelungene Kreation, denn er besitzt einen unverwechselbaren Charakter und "große Substanz" (=Fülle).
(Leider fallen mir keine besseren Beschreibungen ein).
Meine Großmutter würde sagen:" Er hat Fleisch auf den Rippen".

Background ist so reichhaltig und schwer wie ein dicker Norwegerpullover, der aus vielen, vielen Knäulen verstrickter Wolle besteht.
Auch den Flakon aus dickwandigem Glas finde ich sehr passend zum Duftcharakter. Er hat eine kompakte und massive, eckige Form mit guter Standfestigkeit.
Wenn ich mir allerdings vorstelle, mit zwei Alpha - Tieren gleichzeitig in einem Raum zu sein, der eine Träger von Background, der andere Benutzer von JOOP! Homme, beider gleichermaßen umringt von ihren Anhängern (wie Motten das Licht), meine Nase würde nach kurzer Zeit in Streik treten und ich mit Kopfschmerzen den Raum verlassen müssen.
Fazit: Ein gelungenes Parfüm, welches in jedem Fall die Persönlichkeit des Benutzers/der Benutzerin unterstreicht.


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