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Die Vielfalt der Duftstoffe

Die tierischen Duftstoffe
Einer der bekanntesten tierischen Duftstoffe ist der so genannte Moschusduft. Der Name wurde abgeleitet aus dem Ursprung des Duftstoffes. Aus einer Bauchdrüse des Moschushirsches wurde schon im frühen Altertum das Sekret genutzt um Parfüms herzustellen. Der intensive Duftstoff fand auch in der Seifenherstellung seine Verwendung. Später wurden nicht mehr nur das Sekret des Moschushirsches verwendet, sondern auch das Sekret der Drüsen der Bisamratten und der Moschusente.
Im Jahre 1888 verzichtete man auf die Sekrete der Tiere und produzierte synthetische Duftstoffe die von den natürlichen Moschus-Aromen kaum zu unterscheiden waren.
Allerdings muss man dazu sagen, dass auch Drüsensubstanzen spezieller Walarten und der nordamerikanischen Biber für die Herstellung der tierischen Duftstoffe genutzt wurden. Auch die aufgefüllten Honigwaben der Biene konnten verwendet werden.
Da man so allerdings mit der Zeit in einen ethischen Konflikt geraten ist, verlagerte die moderne Parfümherstellung mehr und mehr das Gewicht auf die synthetische Herstellung. Dies hatte nicht nur den ethischen Vorteil, sondern man konnte die Düfte somit auch länger haltbar machen und die Produktionskosten um ein Vielfaches minimieren.

Die Duftöle der Natur
Was in der Welt der Pflanzen als natürlicher Schutz gehandhabt wird, ist für das Reich der Menschen eine Bereicherung. So kann man unterschiedliche Teile einer Pflanze, wie beispielswiese die Blüte, die Blätter oder auch die Hölzer nutzen, um aromatische Duftstoffe zu produzieren. Auch Blumen und Gräser konnten mit der Zeit genutzt werden um aromatisches Öl herzustellen.
Zusätzlich sind sogar Rinden und Hölzer eine Bereicherung für die Parfümindustrie, da man somit beispielsweise den Zimtbaum und das wohlriechende Sandelholz als aromatisches Öl für die weite Masse zugänglich machen kann.
Heutzutage sind vorranging die pflanzlichen Materialien gemeint wenn von natürlichen Duftstoffen die Rede ist, da man weitest gehend auf die Verwendung von tierischen Drüsensekreten verzichtet hat.

Die Moderne - synthetische Duftstoffe
Die Techniken der Labore sind heutzutage an einem Punkt, an welchem man sämtliche natürlichen Stoffe, Fasern und sogar Hormone künstliche reproduzieren kann. Hierfür wurden die natürlichen Duftstoffe in einzelne Bestandteile separiert, so dass man die einzelnen Inhaltsstoffe chemisch künstlich entwickeln konnte.
Die daraus resultierenden Ergebnisse sind nicht nur kaum zu unterscheiden von den natürlichen, sondern ermöglichen sogar völlig neue Grenzen. Somit konnten Forscher Duftkombinationen erschaffen, die auf natürliche Weise niemals entstanden wären. Das bedeutet für die Parfümindustrie, dass synthetische Duftstoffe völlig frei von natürlichen Aromen angenommen werden. Damit kann der Endkunde kaum noch eine Assoziation zu einem natürlichen Produkt schaffen, da rein synthetische Produktionen der Ursprung der neuen Aromen sind.
Aufgrund der künstlichen Produktion konnte man die Kosten für die Parfümherstellung auf ein Minimum reduzieren, und die Haltbarkeit des Parfüms hingegen auf ein Maximum steigern. Der Duftstoff verbindet sich nicht nur völlig anders mit der Haut, sondern er bleibt auch länger haften. Auf diese Weise werden Tiere vollkommen außer Acht gelassen bei der Herstellung der synthetischen Duftstoffe.
Ein Nachteil ist allerdings im Laufe dieser Entwicklung entstanden: die Auswirkungen der synthetischen Duftstoffe auf den menschlichen Organismus müssen kontinuierlich untersucht werden, um mögliche schädliche Einflüsse sofort zu erkennen.

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