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25.12.2025 - 03:41 Uhr
7Duft 9Haltbarkeit 8Sillage

Beginnt anstrengend, entwickelt sich dann gefälliger

Nach dem Aufsprühen begann ich zunächst mit der gedanklichen Formulierung eines Verrisses - Man befindet sich in einer drückend süß-harzigen synthetisch anmutenden Duftwolke, die - jedenfalls mir - die Luft nimmt. Echte Vanille ist für die Süße nicht verantwortlich, auch für Benzoe fehlt eigentlich die zumindest dezente Backvanillinnote die ich damit verbinde. Laut Wiki ist Opoponax süß, balsamisch, würzig, frisch. Frisch ist da zunächst gar nichts, umso mehr süß. Dieses Gefühl, nicht durchatmen zu können, löst Weihrauch in höherer Dosierung bei mir aus, davon rieche ich aber nichts, auch nichts anderes Würziges. Opoponax soll auch als "Wirkungsverlängerer" dienen können, aber vielleicht hat man ja auch noch Ambrox oder ähnliches beigefügt - anderseits hatte ich kein lästiges Kratzen im Hals, welches Ambrox in höheren Dosen bei mir immer verursacht. Wie dem auch sei, nach etwa 20 min wird es dann angenehmer, es riecht tabakähnlich, die Süße und das Harzige werden zurückhaltender, mit viel Fantasie mag da auch eine - nicht neue - Ledercouch in der Nähe stehen. M.E., wenn man die Richtung mag, ein Duft für Herbst und Winter und eher nicht für das Büro. Aber bekanntlich entwickeln sich Düfte auf jeder Haut anders...
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