Ambre et Vanille (1935)

Ambre et Vanille von E. Coudray
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7.2 / 10     101 BewertungenBewertungenBewertungen
Ambre et Vanille ist ein Parfum von E. Coudray für Damen und erschien im Jahr 1935. Der Duft ist süß-gourmandig. Die Haltbarkeit ist überdurchschnittlich. Es wird noch produziert.

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Duftnoten

Kopfnote KopfnoteBergamotte, Bitterorange, süße Orange, Ylang-Ylang
Herznote HerznoteHeliotrop, Iris, Tonkabohne, Zimt
Basisnote BasisnoteAmber, Patchouli, Vanille

Bewertungen

Duft

7.2 (101 Bewertungen)

Haltbarkeit

8.6 (75 Bewertungen)

Sillage

7.7 (69 Bewertungen)

Flakon

7.5 (74 Bewertungen)
Eingetragen von Kankuro, letzte Aktualisierung am 19.06.2017
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Kommentare

Flakon 8.0/10
Sillage 8.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    16 Auszeichnungen
Die Faszination eines Beutetiers
Hatte ich geschrieben, ich hätte mit Lipstick On meinen Lippenstift-Duft schon gefunden? Ich dachte ich hätte es. Aber dann bekam ich von Simetra einen Flakon Ambre et Vanille. Vielen, vielen Dank! Schon als ich den Deckel vom Sprühkopf nehme, denke ich: Lippenstift! Cremiger Vintage-Lippenstift! Ich liebe Vintage-Lippenstift-Duft, auch wenn ich schon ahne, dass mein Mann den altbacken finden wird. Und natürlich musste ich dann auch sofort sprühen: Aber, holla, die Waldfee - uiii, das war Lippenstift mit Bergamotte auf Heliotrop! Intensiv, sehr speziell. Plötzlich kommen dahinter noch enorm viele andere Noten zum Vorschein und schon in Minute zwei erinnert der Duft mich an Ligea von Carthusia, was aber in Minute 5 schon wieder abklingt. Dafür frage ich mich nun, ob ich es mit einem versteckten Chypre zu tun habe, was aber in Minute 7 schon wieder abklingt. Also, Achtung: Der Duft in diesem zarten Schafspelz-Fläschchen überrollt die ahnungslose Parfuma mit der Intensität eines Wolfsrudels.
Ich habe nichts gegen Wölfe, ich bin ja kein kein Beutetier - oder doch?

Wenn ich versuche, diese ersten sieben Minuten des Duftes zu entzerren, dann kann ich es folgendermaßen beschreiben: es beginnt mit der Lippenstiftnote, die ich auf Iris, Heliotrop und einen Hauch Tonka zurückführe, wobei Heliotrop für mich deutlich herauszuriechen ist. Gleichzeitig gibt es etwas zitrisch Frisches, das auch ein wenig herb ist und für mich am meisten nach Bergamotte duftet. Unmittelbar darauf kommen sehr viele Noten gleichzeitig dazu und der Duft gewinnt enorm an Komplexität. Hier sind die Orangen dabei, Ylang -Ylang habe ich so nicht herausgerochen, Zimt auch nicht, aber die Komponenten vermischen sich auf eine lebendige Weise miteinander und verleihen dem Duft eine innere Bewegung, die mich fast überfordert. Nun scheint durch die Zitrusfrüchte, Iris und den ersten, nur unterschwellig spürbaren Hauch Patchouli, bei mir eine Assoziation von Chypre zu entstehen.

Nach diesen furiosen etwa sieben ersten Minuten verlangsamt sich die Entwicklung zum Glück.
Aber ein anderes Phänomen taucht auf: Direkt auf der Haut riecht Ambre et Vanille nun recht herb und etwas stechend. Ich führe das auf die Bitterorange zurück. In etwa 25 Zentimetern Abstand erscheint warm-süßlicher Vintage-Lippenstift, ganz und gar weich und ohne jegliche Bissigkeit.
Als sei der Duft nun zweigeteilt.

Ich bin völlig gebannt: Auf der Haut denke ich immernoch ein wenig an Chypre und irgendwie ist mir das zu unbequem herb, dennoch ein wenig wie die Faszination, die von gruseligen Dingen ausgeht. Im Abstand gerochen ist es genau umgekehrt: Da ist mir das zu plüschig-warm-süß bequem und dennoch, auch hier eine Faszination: die von ungehemmter Schwülstigkeit. Einerseits so plüschig und lippenstiftig alt anmutend, aber durch die Süße auch wieder irgendwie bonbonmäßig mädchenhaft. Verrückt! So viele Gegensätze, die jeder für sich in mir eine intensive Ambivalenz zwischen Begeisterung und Ablehnung hervorrufen.

Diese Zweiteilung von auf der Haut und in 25 cm Abstand, bleibt etwa zwei Stunden bestehen, in denen sich immer mehr Vanille in beide Abteilungen hinzugesellt. Von nun an nimmt Ambre et Vanille einen normaleren Verlauf.
Es kommt eine schöne Vanille/Heliotrop/Tonka-Phase mit Iris, wobei es recht viel Tonka ist und das erst Mal fällt mir auf, dass Tonka, wenn es intensiv ist, auch etwas scharf riechen kann.
Im Verlauf der vielen folgenden Stunden entwickelt sich der Duft immer mehr in Richtung Vanille.
Er hält insgesamt weit über 15 Stunden. Am Ende bleibt er lange Zeit einfach als weiche, warme Tonka und Vanillebasis mit Resten von Iris erhalten. Amber, auch wenn im Namen aufgeführt, rieche ich zu keinem Zeitpunkt heraus.

Ich habe jetzt zwei Lippenstift-Düfte. Einen Immergeher und diesen hier, Ambre et Vanille.
Der geht nicht immer. Mit Sicherheit wird er das Umfeld spalten mit seiner Fähigkeit, sowohl Begeisterung als auch Ablehnung hervorzurufen und das auch noch gleichzeitig. Dabei sind Tages- und Jahreszeiten zweitrangig.
Ich bin fasziniert von diesem Duft und kann, seit ich ihn habe, nicht von ihm lassen.
Aber in der Öffentlichkeit: Achtung! Kann altbacken und plüschig wirken! Kann Mitmenschen verschrecken! Aber, kann sicherlich auch dazu führen, dass Menschen es nicht mehr schaffen, sich aus der unmittelbaren Duftaura wieder zu lösen. Diese Leute hätte man dann 12-15 Stunden an den Hacken....
9 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 8.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    8 Auszeichnungen
Pauken und Trompeten bis hin zur kleinen Nachtmusik
So ein unschuldiger zartgelber Flacon läßt einen zarten Blütenduft vermuten. Etwas unschuldiges, was fein ausgewogenes. Weit gefehtl! Boah, der geht aber ab wie Schmitts Katze!!! Ich bin total geplättet. Der ist wie eine Wundertüte. Wie ein Konzert, das mit Pauken und Trompeten anfängt und in einem sanften Geigenspiel endet. Eine turbulente Symphonie für die Sinne. So genial und genauso ungewöhnlich und sicher nicht jedermanns Liebling.

Die Kopfnoten tanzen einem nur so in die Nase und jede buhlt um die Oberhand. Herb, frisch, bitter, fast schon stechend. Bergamotte und Bitterorange, welch geniale Kombination. Süße Orange im Hintergrund, ganz dezent. Blüten, ja erahnbar. Vanille vom feinsten und im Herz der würzige Zimt. Das muss ein umgesetzter Traum sein, ein Experiment auf hohem Niveau.

Der Duft spricht mit mir. Sagt "halt deine Nase dran und saug mich auf" und ich mache es wie hypnotisiert, gefesselt, beseelt. Du stößt mich ab und ziehst mich an. Iris spielt eine kleine Nebenrolle. Aber das Beste ist die Basis. So warm und weich. Lecker Vanille/Amber und ein Patchouli, das bei mir mal nicht schweißig wird. Nach dem echt lauten Auftakt, hätte man diese Lieblichkeit nicht vermutet. Du bist ein Wandelbalg mit Tarnkäppchen! Diesen Duft mag man oder nicht. Ich denke nicht, dass man sich rantasten kann.

Haltbarkeit gut mit über 10 Stunden. Sillage bis zur Basis gut. Bürotauglich ja, aber nicht übertreiben. ;) Kommt auf die "Will ich haben" Liste. ;)

Oh, habt Dank liebe QueeN. Die Proben haben es wirklich in sich!
1 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 8.0/10
Erstklassiger Kommentar    23 Auszeichnungen
Wer hätte das gedacht,
dass etwas, das so einfach, harmlos und unschuldig Ambre et Vanille heißt, einen derartigen Kracher im Flakon beherbergt! Man könnte den Duft mit Medusas Worten auch als Wummser bezeichnen, als Duftgranate – egal – für Liebhaber feiner, zarter Duftentwicklungen ist dieser hier eher nichts.

Dabei ist von Amber und Vanille zunächst einmal nicht viel zu spüren. AeV startet nämlich mit einer sehr kräftigen Bergamotte mit ein paar schüchternen Orangen als Begleitung und erinnert mich ungemein an Shalimar ungefähr beim Übergang von der Kopf- zur Herznote, oder einfacher noch an deren Tochter aus Madagaskar. Die Verwandtschaft zu diesen beiden Düften, die ich sehr schätze, schafft eine vielversprechende Basis von Vertrautheit und vielleicht liegt darin der Grund, dass ich von meinem Angstgegner Ylang-Ylang nur minimale Spuren erkenne, die der Komposition einen ganz leichten Hauch von Blumigkeit verleihen, ohne mich abzuschrecken.

Das war es dann aber auch schon mit den zitrischen oder blumigen Komponenten, denn jetzt dreht AeV richtig auf. Ein für meinen Geschmack etwas zu großzügiger Schuss Heliotrop (jaaaa, gleich zwei Angstgegner in einem Duft!) bringt kräftige Süße und leider den bei mir damit untrennbar verbundenen Geruch nach Knetgummi. Ich komme jedoch kaum dazu, mich darüber zu ärgern, denn schon wird diese für mich unangenehme Note nach und nach durch Amber ersetzt und zwar in einer seiner schönsten Formen: warm, weich, opulent, nicht zu süß. Süß ist dagegen die Vanille, die genauso berauschend stark die zweite Hauptrolle besetzt. Bevor einen jedoch der Zuckerschock zu Boden wirft, wird die süße Duftgranate durch einen genau richtig bemessenen Schuss Patchouli entschärft. Dieser nimmt die Süße und bleibt unterschwellig für den Rest des Duftverlaufes präsent.

Wenn sich AeV nach etwa einer Stunde auf ein der Öffentlichkeit zumutbares Maß an Projektion zurückgezogen hat, bleibt für viele, viele Stunden ein ungemein angenehmer deutlich ambrierter, patchouligeküsster Vanilleduft, der Wohlbehagen, Geborgenheit und Gemütlichkeit vermittelt. Eine kleine Kante z.B. durch ein paar Hölzer hätte ihm vielleicht gut zu Gesicht gestanden, aber das wäre Jammern auf hohem Niveau.

Mit Augenmaß aufgetragen (zwei Sprüher reichen vollkommen für den ganzen Tag) und mit ein bisschen zeitlichem Abstand zwischen dem Aufsprühen und der Begegnung mit nicht ganz so duftaffinen Mitmenschen, eignet sich AeV auch fürs Büro, um dort zwischen der ganzen Technik ein bisschen heimelige Wohlfühlathmosphäre zu verbreiten.
7 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 7.5/10
Haltbarkeit 7.5/10
Duft 5.0/10
Erstklassiger Kommentar   
Maßvoll oder Maß voll?
Süße Düfte mag ich bisweilen sehr gern, besonders, wenn sie dann so unverschämt süß sind wie "Confetto" oder Loukhoum, die durch ihre schon fast karikaturistische Übertreibung schockieren und vexieren. Ab und zu. Und selbst, wenn ich mich jetzt in Teufels Küche begebe: Ich mochte auch "Angel" und habe noch einen Rest, er entbehrte damals nicht der Originalität und wurde erst durch wüste Verbreitung und Überdosierung zum Ärgernis.
"Ambre et Vanille" hätte nach dem Studieren der Duftpyramide durchaus auch ein solcher Kandidat sein können, wenn da nicht Heliotrop wäre, der mich in vielen Düften sticht und beißt wie eine Wespe. Aber der ist es hier vermutlich gar nicht, der mich plagt, nicht in erster Linie - und nur ein bisschen.
Die Introduktion ist noch recht amüsant durch die Bitterorange, auch wenn die Dessertnote schon klar wird: Creme brulet, ohne großen Eigengeschmack, aber, wenn sie gut gemacht wird, mit leichten Nuancen neben dem Süßen.
Der vorige Kommentar macht den Knackpunkt - oder eben den fehlenden Knackpunkt schon deutlich "Kampf der Titanen" trifft es: Allerdings sehe ich andere Gegner. gar nicht so sehr Ambra, sondern Vanille und der Patchoulie ringen miteinander, und das sind wirklich Sumoringer, die am Ende miteinander verschmelzen - keiner siegt wirklich, die dicken Dinger verknäulen sich zu einer unauflösbaren Masse - keiner kann je siegen - und die ist mir zu fett. Zu einseitig. Interessante Düfte haben dann etwas, das einen Stachel hat - es muss ja nicht Heliotrop sein, aber einen Widerpart, der
aufstört aus zu viel Behaglichkeit. Hier ist das süße Maß für mich - übervoll.
6 Antworten
Flakon 10.0/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 6.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    11 Auszeichnungen
Ambrische Nächte unter südlichen Sternen...
Heute ist er bei mir angekommen, mein Ambre et Vanille EdT. Ich liebe diese schön gestalteten Flakons von E. Coudray. Schlank aus matiertem Glas, oben klar und mit Ornamenten verziert. Der Knopf (Deckel) auf dem goldfarbenen Sprühknopf sieht aus wie eine Blüte und er ist oben mit dem Markenzeichen, dem Logo, von E. Coudray verziert.
Alle E. Coudray Düfte kommen in diesem Flakon als EdT oder auch als Körperöl mit jeweils 100ml. Zusätzlich gibt es zu jedem Duft eine Dusch-/Badecreme und eine Körpercreme.

Ambre et Vanille ist mein fünfter E. Coudray - d. h. eigentlich mein sechster, doch der sechste fällt aus dem Rahmen und findet daher zunächst keine Beachtung.

Neben Vanille et Coco ist Ambre et Vanille der zweite Gourmand von E. Coudray. Bei beiden Düften spielt die Vanille eine eindeutige Hauptrolle und Ambre et Vanille erinnert zum Teil stark an Shalimar Ode á la Vanille ist aber ambrischer.

Der Auftakt allerdings ist beim Ambre et Vanille ganz anders. Frisch zitrisch saftig erfolgt nach einer Viertelstunde die Übergabe an die warmen Akkorde. Und auch wenn ich mich nicht imstande sehe, sie eindeutig zu bestimmen, würde ich in diesem Fall der o.g. Herznote absolut zustimmen. Hier ist die Vanille noch fein und leicht die der Vanilleblume (Heliotrop), ohne die Wärme und Dunkelheit der Vanilleschote. Tonka und Zimt runden diesen Eindruck sehr angenehm ab ohne explizit wahrnehmbar zu sein. Die Süße empfinde ich als angenehm, zu keiner Zeit übertrieben, zumal sie in der Basis auch abnimmt.

Die Basis dreht dann allerdings erst nochmal ordentlich auf und meldet sich recht früh zu Wort. Eine überwältigende Vanille - so könnten die großen Hallen auf Réunion oder Madagaskar duften, in denen die Säcke mit der fermentierten, zu Bündeln gebundenen und zum Abtransport fertigen Vanille gelagert werden. Amber ersetzt beim Duft die menschlichen Ausdünstungen in dieser großen Halle und die Menschen, die dort arbeiten, duften von Kopf bis Fuß nach Vanille und nehmen diesen Duft mit nachhause.

Ich liebe solche Düfte. Sie geben mir das Gefühl zuhause zu sein, sicher und behütet, wie ein bullernder Kamin in einem eiskalten Winter: mag es draußen auch stürmen und schneien - hier drin kann mir nichts passieren.

Auch wenn die E. Coudray Düfte "nur" als EdT geliefert werden, dieses EdT ist so stark, dass ich mir ein EdP oder gar ein Extrait eines solchen Duftes kaum vorstellen kann.

Auch Ambre et Vanille hat es wirklich in sich und ist für den Sommer gänzlich ungeeignet. Doch an frischeren Tagen im Frühling oder Herbst und natürlich im Winter ist es ein perfekter Begleiter. Allerdings nicht als Tagesduft, dazu ist er zu mächtig.

Sillage und Haltbarkeit sind mehr als gut und der Preis für diese Düfte ist mehr als akzeptabel. Vergleichbare Düfte anderer Marken kosten mindestens das Doppelte. Allen, die ambrische Gourmands mögen, kann ich diesen hier nur ans Herz legen.
3 Antworten
Flakon 7.5/10
Sillage 10.0/10
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 1.0/10
3 Auszeichnungen
Ich bin sprachlos
Ja,mir fällt kein passender Titel ein,der Duft haut mich um,leider nicht im positiven Sinne.

Einmal aufgesprüht,dran geschnuppert und fast umgekippt bin ich.
Er ist laut,übertrieben,das finde ich normalerweise gar nicht schlimm*g*,eigentlich mag ich solche Düfte.Aber dieser hier ist so ganz anders.

Beim allerersten Schnuppern habe ich gedacht es wäre Anis mit drin,es wird aber in der Beschreibung gar nicht aufgeführt.Hmm,komisch...ich mag eigenlich alle in der Kopfnote enthaltenen Duftnoten,nur in dieser Zusammensetzung hier riechen sie schrecklich.
Mir wurde übel davon,ich habe überlegt alles abzuwaschen,aber für diesen Kommentar habe ich dann durchgehalten.

Tonkabohne,Amber und Vanille sind da und bleiben auch auf ihrem Platz,sie rücken nicht zur Seite oder gar zurück,es ist keine kein Entkommen möglich.
Sie sind einfach zu stark oder ich bin zu schwach.Er ist seehr sehr lange auf der Haut haltbar.Müsste ich ihn benutzen würde eine Flasche wahrscheinlich für mich ein Leben lang halten.

Ich frage mich wann ich diesen Duft denn auflegen könnte,und mir fällt nicht eine Möglichkeit ein.

Der Duft kommt mir trotz allem bekannt vor,aus meiner Kindheit...irgendeine Tante von mir hat ihn vielleicht benutzt.Mir wurde früher schon schlecht wenn ich das gerochen habe.

Nein,wir werden keine Freunde,wenn mir nach Amber zumute ist lege ich lieber mein Prada auf.
1 Antworten
Haltbarkeit 10.0/10
Duft 9.0/10
Sehr hilfreicher Kommentar    13 Auszeichnungen
Passt prima zum Lavazza
Ein Morgen, wie ich ihn mag. Ein Brötchen (noch besser, wenn der geliebte Mann es vom Bäcker heranschafft, aber Frau kann eben nicht alles haben) herrlich mit Butter und Lindenblütenhonig bestrichen dazu einen Kaffee und ich meine wirklichen Kaffee, also Lavazza (dafür liebe ich die Italiener )meine Fellnasen schnurrend um mich und eine kleines Pröbchen testen.

Das Pröbchen ist Ambre et Vanille von Coudray, ich kenne bisher nur EDT Versionen. Da tut sich aber gewaltig was auf, gleich zu Beginn wird da gar nicht gespart. Es ist orangig aber schon eine kräftige Ylang Ylang Note vorhanden, wobei genau diese Kopfnote vorerst die Süße unterdrückt und ich spüre noch nichts von den Naturggewalten, die da noch folgen werden, aber sie kommen, denn die Ankündigungen gab es. Die Seismographen schlagen aus! Für eine Evakuierung ist es jetzt schon zu spät, es wird Opfer geben. Ich schätze meine Mann wird das erste sein, er mag diese Art von Düften nicht. Ich aber schon, auch wenn das wieder so eine Richtung ist, für die ich keine Eisatzmöglchkeit habe. Da bleibt nur das stille Kämmerlein. Mit Vanille et Coco ging es mir auch so.

Und dann kommt dieser gewaltige Würbelsturm aus Heliotrop, Tonka, Zimt - die Tonkabohne dominiert sehr stark - so wie fast immer, wenn sie zum Einsatz gebracht wird. Gnadenlos fegt dieser Sturm über die ihm zur Verfügung stehende Fläche. Meine Katzen halten tapfer zu mir und ich habe nicht den Eindruck, dass es für sie unangenehm ist, sonst wären sie längst weg. Mit etwas mehr Patchouli als Sicherheitsvorkehrung hätte schon im Vorfeld das Ausmaß der Verwüstung gemildert werden können oder, und jetzt komme ich zum Lavazza, mit einer Kaffeenote, der dampft mir nämlich auch in die Nase und verbindet sich herrlich mit den Ambre et Vanille Sturmböen.

Mir gefällt dieser Duft, jeder Sturm geht mal vorbei, man räumt auf und der Hauch, der dann noch in der Luft hängt erzeugt bei niemandem mehr Angst. Es bleibt eh nur die Tonkabohne/Vanille-Note auf meiner Haut, die hält zwar, ist dann aber mehr so für den Hausgebrauch. Der Flakon wunderschön, die Präsentation geschmackvoll mit duftweisender Deko, sehr schön, wie immer bei Coudray.

Danke Lolle für die steife Brise, du hilfst jetzt aber beim Aufräumen, ich gebe auch einen Lavazza aus! ;-)
2 Antworten
Duft 9.0/10
9 Auszeichnungen
In kleinen Dosen
Schulflur? Mit einem ausgelaufenem Fläschen dieses Elixiers kann man ganze Universitäten zu einem Wespennest machen. Ich bin drauf und dran in mein Handgelenk zu beißen.
1 Antworten

Statements

Seerose vor 6 Monaten
Fast Shalimar mit vanilliger Sillage, weniger rauchig, bittere Zitrusfrucht, labdanumsüß-grün-Gourmand, harzig+blütig, herbstliches Chypre.+8
Flakon 10.0
Sillage 10.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 8.0
2 Antworten
Gerdi vor 19 Monaten
Extrem laut! Hält mindestens 14 Stunden! Süß-schwer-schwülstig!
Ein Gourmand der 1930er, der sehr modern anmutet!+8
Flakon 10.0
Sillage 7.5
Haltbarkeit 10.0
Duft 10.0
Heikeso vor 3 Tagen
Beginnt zitrisch-vanillig-chyprig, driftet ab in die Puderblumenecke. Irgendwie altbacken feminin. Zu viel Ylang und Heliotrope. Verzichte.+7
Ergoproxy vor 116 Tagen
Wer es laut, süß, blumig und vanillig ambriert mag, der kommt an diesem Duft nicht vorbei. Ambre et Vanille ist hier nur die halbe Wahrheit.+6
Sillage 8.0
Haltbarkeit 10.0
Duft 7.5
Sonjoschka vor 8 Monaten
Petroleum und Vanille, leider relativ hautnah. Aber wunderbar altmodisch und pudrig. Einer meiner Favoriten. Goldene Vanille für den Herbst.+6
Flakon 7.5
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 10.0
Pluto vor 18 Monaten
Der zitrische Auftakt täuscht, lasziver, gourmandiger Orientalenkracher der Oberliga. Verwandtschaft von Shalimar - klasse, aber nicht meins+6
Sillage 7.5
Haltbarkeit 7.5
Duft 8.0
2 Antworten
Luxusqueen vor 18 Monaten
Eigentlich ein schöner Duft, aber sehr schwer, opulent und "tantig". Eher für den Ball- oder Opernbesuch als für den Alltag.+5
2 Antworten
Felini vor 9 Monaten
Kommentar Choupon: Puder und Altersheim, tja das war deutlich. Mir steht er leider nicht und darf gehen..+4
Astraea vor 16 Monaten
Vanillig-blumig und pudrig. Geht minimal in die "Teint de Neige" Richtung aber weniger staubig und dafür blumiger.+3
Duft 9.0
2 Antworten
Serafina vor 17 Monaten
Heliotropische Puderbombe, gourmandig-süß! Wer Loulou, (das alte) Sun, Nuit d'Ete liebt(e), sollte hier mal antesten!+2
Duft 8.0

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