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Thema verfehlt. Setzen. Eins mit Sternchen.
"Find your inner calm"- finde deine innere Ruhe, heißt es auf der Webseite von Ormonde Jayne. Xi'an wird dort als meditativer Duft beschreiben, der Gelassenheit und Ruhe bringen soll.
Das hat mich durchaus Neugierig gemacht. Wie soll ich mir einen meditativen Duft vorstellen? Wie den Klang einer Klangschale vielleicht? Monoton, mal leiser, mal lauter, um sich darauf zu fokussieren ohne sich davon ablenken zu lassen, als ein Anker für die Versenkung, um die geschwätzigen Gedanken weiterfließen zu lassen? Oder Duftnoten mit einer beruhigenden Wirkung? Duftnoten, die ein Bild von Ruhe entstehen lassen?
An einem windigen Winternachmittag hielt ich dann meine Duftprobe in den Händen, aber was ich da roch, ist etwa so meditativ wie ein Hypnose-Kurs am Fastnachts-Wochenende, während vor den Fenstern des Seminarraumes die Fanfarenzüge aus Allgäu und Oberschwaben in Aufstellung gehen (nach einer wahren Begebenheit). Einen echten Zen-Meister kann natürlich weder das alemannische Brauchtum noch der Ormonde-Jayne-Pfeffer abhalten, aber so sehr ich auch versuchte mir einen Reim darauf zu machen, Gelassenheit und Ruhe kam keine auf.
Ganz im Gegenteil, der Duft startet würzig mit einer ordentlichen Portion Pfeffer, was auf mich immer eine "brizzelige" Wirkung hat, aufregend, funkelnd, prickelnd. Die Muskatnuss gibt dazu wohlig würzige Wärme. Dann steigt sogleich der Rhabarber mit ein und lässt mich lächeln. Sauer macht schließlich lustig. Wobei ich nicht Rhabarber als solchen wahrnehmen, nur diese fein säuerliche Frucht, die den Pfeffer wunderbar ergänzt.
Schließlich zeigt sich die holzige Tiefe des Dufts, trockene harzige Zeder und cremiges Sandelholz breiten sich aus. Bis am Schluss noch die Moschus-Sandel-Creme lange auf der Haut liegen bleibt.
Für mich lebt der Duft vor allem vom Kontrast der Noten - kühl und warm, scharf und weich, trocken und cremig, das Ganze finde ich tatsächlich ziemlich aufregend. Immer wieder wanderte mein Handrücken zur Nase und immer wieder fand ich neue Aspekte. Ein Duft, der bei mir wirklich Freude erzeugt.
Getragen hab ich ihn schließlich Abends auf ein Konzert, da ich ihn vom Charakter eher als Ausgehduft eingeordnet habe, aber, bei ganz guter Haltbarkeit tritt die Silage nicht hervor, und ein einem Raum voller Menschen geht er ziemlich unter, bleibt doch sehr persönlich. Ich ertappe mich dabei immer wieder inne zu halten und nach dem Duft zu suchen, in meinen Haaren, bei einer Bewegung. Am nächsten Morgen nächster Versuch, diesmal auf der Kleidung und auf der Haut aufgetragen, ein wunderbares, persönliches Wölkchen begleitet mich durch den Tag, ohne andere Personen allzu sehr zu tangieren.
Abends hab ich dann noch die Moschus-Sandel-Reste in meinen Haaren und auf dem Kopfkissen und, siehe da, Ruhe und Gelassenheit stellen sich ein.
Für mich eine klare Empfehlung, ein echter Signature-Kandidat, wenn man es holzig frisch mag. die Noten sind vielschichtig und kontrastreich, dabei sehr gut abgestimmt und verwoben. Nur das mit dem Meditieren klappt bei mir nicht so richtig. Für mich einfach ein sehr besonderer Alltagsduft, etwas, das jeden Tag besonders macht.
Das hat mich durchaus Neugierig gemacht. Wie soll ich mir einen meditativen Duft vorstellen? Wie den Klang einer Klangschale vielleicht? Monoton, mal leiser, mal lauter, um sich darauf zu fokussieren ohne sich davon ablenken zu lassen, als ein Anker für die Versenkung, um die geschwätzigen Gedanken weiterfließen zu lassen? Oder Duftnoten mit einer beruhigenden Wirkung? Duftnoten, die ein Bild von Ruhe entstehen lassen?
An einem windigen Winternachmittag hielt ich dann meine Duftprobe in den Händen, aber was ich da roch, ist etwa so meditativ wie ein Hypnose-Kurs am Fastnachts-Wochenende, während vor den Fenstern des Seminarraumes die Fanfarenzüge aus Allgäu und Oberschwaben in Aufstellung gehen (nach einer wahren Begebenheit). Einen echten Zen-Meister kann natürlich weder das alemannische Brauchtum noch der Ormonde-Jayne-Pfeffer abhalten, aber so sehr ich auch versuchte mir einen Reim darauf zu machen, Gelassenheit und Ruhe kam keine auf.
Ganz im Gegenteil, der Duft startet würzig mit einer ordentlichen Portion Pfeffer, was auf mich immer eine "brizzelige" Wirkung hat, aufregend, funkelnd, prickelnd. Die Muskatnuss gibt dazu wohlig würzige Wärme. Dann steigt sogleich der Rhabarber mit ein und lässt mich lächeln. Sauer macht schließlich lustig. Wobei ich nicht Rhabarber als solchen wahrnehmen, nur diese fein säuerliche Frucht, die den Pfeffer wunderbar ergänzt.
Schließlich zeigt sich die holzige Tiefe des Dufts, trockene harzige Zeder und cremiges Sandelholz breiten sich aus. Bis am Schluss noch die Moschus-Sandel-Creme lange auf der Haut liegen bleibt.
Für mich lebt der Duft vor allem vom Kontrast der Noten - kühl und warm, scharf und weich, trocken und cremig, das Ganze finde ich tatsächlich ziemlich aufregend. Immer wieder wanderte mein Handrücken zur Nase und immer wieder fand ich neue Aspekte. Ein Duft, der bei mir wirklich Freude erzeugt.
Getragen hab ich ihn schließlich Abends auf ein Konzert, da ich ihn vom Charakter eher als Ausgehduft eingeordnet habe, aber, bei ganz guter Haltbarkeit tritt die Silage nicht hervor, und ein einem Raum voller Menschen geht er ziemlich unter, bleibt doch sehr persönlich. Ich ertappe mich dabei immer wieder inne zu halten und nach dem Duft zu suchen, in meinen Haaren, bei einer Bewegung. Am nächsten Morgen nächster Versuch, diesmal auf der Kleidung und auf der Haut aufgetragen, ein wunderbares, persönliches Wölkchen begleitet mich durch den Tag, ohne andere Personen allzu sehr zu tangieren.
Abends hab ich dann noch die Moschus-Sandel-Reste in meinen Haaren und auf dem Kopfkissen und, siehe da, Ruhe und Gelassenheit stellen sich ein.
Für mich eine klare Empfehlung, ein echter Signature-Kandidat, wenn man es holzig frisch mag. die Noten sind vielschichtig und kontrastreich, dabei sehr gut abgestimmt und verwoben. Nur das mit dem Meditieren klappt bei mir nicht so richtig. Für mich einfach ein sehr besonderer Alltagsduft, etwas, das jeden Tag besonders macht.

