Câline ist eine Marke, der ich sehr viel abgewinnen kann: Innerhalb so kurzer Zeit haben sie sich als mitunter beste Duftmarke im niedrigpreisigen Bereich etabliert.
Bisher war es so, dass sich Câline hauptsächlich an Düften orientiert hat, die durch ihre Einfachheit als sog. „Crowd Pleaser“ von einer Vielzahl von Personen gemocht werden konnten.
Mit dem Mystic White hat Câline sich den Xerjoff Naxos als Vorbild genommen. Ein Vorbild, das durch seine Komplexität besticht und keineswegs zu allen Anlässen getragen werden kann bzw. von allen gemocht wird.
Câline hat hierbei einen sehr guten Job gemacht und den Naxos vernünftig nachgebildet, wobei der Mystic White auch eigene Nuancen mitbringt: So fällt die Kopfnote des Duftes deutlich zitrischer aus, wodurch der Duft nach dem Aufsprühen frischer wirkt, als sein Vorbild.
Diese frische Kopfnote verfliegt allerdings auch schnell und es kommen die Herz- und Basisnote zur Geltung, denn der Duft entwickelt sich in eine süßlich-rauchige Richtung.
Die Honig- und Tabaknote führen dazu, dass der Duft eine sehr orientalische Duftnote entwickelt.
Die Haltbarkeit ist für den Preis vollkommen in Ordnung, da man den Duft so 6-7 h wahrnehmen kann.
Die Sillage ist anfangs sehr stark, nach etwa 1-2 h nimmt sie ab, aber ist dennoch halbwegs präsent.
Kommen wir zum Fazit: Meinen persönlichen Geschmack trifft der Mystic White nicht ganz, da mir zwar die frisch-zitrische Kopfnote sehr zusagt, die orientalische Herz- und Basisnote aber nicht so. Ich kann aber dennoch anerkennen, dass Câline hier für kleines Geld wieder eine sehr gute Leistung erbracht hat.
Es ist richtig, dass hier auf Parfumo der Naxos sehr gut ankommt, aber ich habe aus meinem Umfeld schon öfters die Rückmeldung erhalten, dass sie die Naxos-DNA als viel zu süß und erdrückend empfinden.