Wie soll ich anfangen. Jubilation XXV von einem meiner absoluten Lieblings Nischenhäuser überhaupt. Ein Duft der schon lange auf meiner Wunschliste war.
Allerdings nicht unbedingt der neuste Batch.
Kommen wir nun zu dem Breakdown, der meiner Nase wahrnimmt.
Der Amouage ist ein neuer Batch von Anfang 2025. Laut Amouage wird der Duft für ein paar Monate in eine Ruhephase (Reifezeit und Mazeration) versetzt.
Eröffnen tut der Duft die ersten Sekunden tatsächlich leicht alkoholisch. Sehr untypisch für einen Amouage.
Allerdings handelt es sich hierbei wirklich um Sekunden.
Nach ca 5-10 Sekunden verfliegt die Alkohlnote und ich bekomme eine hatzige, ausgeglichene Kombination mit Dominanz von Gewürznelke sowie Oud zu spüren. Beide Duftprofile sind allerdings weder störend noch erheblich dominant. Die Brombere beginnt bei mir erst nach ca 10 Minuten zusammen mit der begleiteten Süße des Honigs präsent zu werden. Allerdings erhält der Duft nun dann für mich eine ausgewogene Balance aus komplexen Noten, die einen Breakdown für meine Nase unmöglich machen.
Überspringt hier meine Nase den Duftverlauf von Kopf/Basis/Herz? Ich kann es mir nicht erklären. Ich habe evenfalls eine Abfüllung aus 2020 deren Duftpyramide tatsächlich wie angegeben von Parfumo herunter bricht. Im ersten Moment ein sehr starker Unterschied von Alt zu Neu.
Allerdings will ich nicht gleich in eine negative Darstellung des neuen Batches verfallen. Auch hier zeigt sich manchmal „Gut Ding will Weile haben“. Und so wandert der Duft in die Schublade, damit die Duftöle noch etwas Zeit haben sich zu entfalten (Hatte ich unter anderem bei meinem Reflection) Auch hier hatte sich der Duft von Beginn zur endgültigen finalen Entwicklung Zeit von etwa 4 Jahren gelassen. Ich glaube heute wird sicherlich zu schnell über Reformulierungen und „Verwässerung“ gesprochen. Ich habe aber festgestellt, dass viele Düfte (Auch neue Batches) einfach mit der Zeit erheblich an Qualität in ihrer Komplexität gewinnen.
Ich werde eine Aktualisierung zu diesem Duft anstreben.