Ganz ehrlich: Der Preis ist in meinen Augen absolut nicht gerechtfertigt – viel zu überteuert. Man kauft hier weniger den Duft selbst als vielmehr das Luxusgefühl, den aufwendig gestalteten Flakon und natürlich den Namen Clive Christian. Nur weil ein süßer Panda darauf prangt, muss man das nicht automatisch haben.
Aber: Wer sich diesen Luxus leisten kann und genau dieses Statement sucht, der bekommt hier definitiv einen guten Duft. Der Duft wirkt sehr hochwertig, fein abgestimmt und absolut sublimiert.
Der Auftakt startet klar wahrnehmbar mit Anis und Kaffee – beides kommt deutlich durch und verleiht dem Opening eine leicht würzige, aromatische Tiefe. Aber keine Angst, es ist kein Lakritz Duft und Anis ist nicht lang wahrnehmbar. Relativ schnell entwickelt sich der Duft in eine süße, gourmandige Richtung.
Und hier wird es spannend: Für mich ist das hauptsächlich ein stärkerer Althaïr von Parfums de Marly – nur intensiver, dichter und noch einen Tick süßer. Ich bin ehrlich überrascht, dass dieser Vergleich bisher so selten gezogen wurde, denn die Parallelen sind deutlich.
Ein klein wenig Blond-Amber-Charakter schwingt ebenfalls mit, was dem Ganzen zusätzliche Wärme und Cremigkeit verleiht. Dennoch bleibt die DNA klar: Wer Althaïr liebt und sich eine kräftigere, luxuriös inszenierte Variante wünscht, wird hier definitiv fündig.
Fazit: Überteuert? Ja.
Guter Duft? Ja.
Ein Must-Have? Nur für diejenigen, die genau dieses Maß an Luxus suchen.