
Axiomatic
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Axiomatic
Top Rezension
23
Fernab der Schnaken rasiert
Donato Ciniello.
Das ist das Gesicht der Marke Extró.
Ein äußerst sympathischer Herr, welcher sein Handwerk versteht.
Er betreibt eine Barberia in Settimo Torinese in der Nähe von Turin und stellt auch etliche Rasurpflegeprodukte her, unter anderem auch folgenden Duft.
Allein das Bild seines Geschäfts, Laden und Barbier in einem, lädt zum Verweilen ein.
Ein Schwan ziert als Wappentier das Zeichen der Marke.
Die klassisch gestreifte Markise in erdigen Tönen passt perfekt zu den holzgetäfelten Schaufenstern.
Ach, am liebsten würde ich mir sofort einen Termin samt Beratung dort wünschen.
Auf seiner Internetseite warnt er über die folgende Minzattacke wie folgt.
„Wenn Du intensive Empfindungen magst und Deine Augen nach dem Auftragen eines Aftershaves tränen, ist dieses Produkt genau das Richtige für Dich.
Freddo ist eine eisige Explosion, die im Gesicht sogar noch intensiver wirkt als das alte Acqua di Colonia Sottozero (wortwörtlich unter Null).
Dank seiner hohen Konzentration an menthol- und pfefferminzreicher Essenz kann Freddo auch als Eau de Toilette verwendet werden.“
Klingt wahrlich nach strapaziöser Wanderung in den Piemonteser Alpen.
Allora, attraversiamo la catena montuosa!
Zischolino!
Dio mio, hier wird es mal richtig klassisch italienisch frisch.
Die rasierte Haut dürfte geradezu einen recht hohen Flageolettton von Paganini ins Ohr kreischen.
Falls man eben noch geschwitzt hat, kann man im Nu wie grünes Gemüse schockgefroren ewig jung grinsen.
Von mir aus genügt diese Erfrischung bei Atemwegsproblemen.
Oder bei Kopfschmerzen.
Oder bei Weltschmerz.
Egal.
Irgendwie wird es helfen.
(Meine bessere Hälfte verzog als waschechter Kurpfälzer das Gesicht und attestierte der Erfrischung das Zeug zur Schnakenabwehr, Mottenbekämpfung und Schimmelbeseitigung.)
Auf jeden Fall teleportiert es einen direkt auf einen gemütlichen Friseurstuhl mitten in Italien.
Diese unverkennbare Frische ist und bleibt nunmal das Erkennungszeichen jener traditionellen Rasierpflege südlich der Alpen.
Man glaubt nicht, wie schön einfache Minze die Stimmung heben kann.
Diese Menthol-Kanone bleibt aber nicht allzu lange bestimmend.
Denn im Hintergrund säuseln die restlichen Noten leise ins Ohr.
Na ja, ich will ja nicht allzu verklärend schönfärben, das Flüstern gleicht schon einem vertrauenserweckenden Angebot für zuverlässigen Personen- und Objektschutz nach einer freiwilligen, monatlich zu entrichtenden Gebühr.
Santo Sepulcro, die Rosengeranie hält dermaßen bitterrosig jegliche summenden Blutsauger bis an den Brenner fern.
Als hätte man die zickigsten der zickigsten Blätter der Pflanze zu einer Art Pesto zerrieben und mit einer nicht minder matronenhaften grünen Geranie abgeschmeckt.
Als Zierde arrangiert man noch recht grünes Patchouli, welches römische Schimpfwörter erquickend zu rezitieren weiß.
(Klischeewarnung)
Mamma mia!
Das Holz, Zeder wie ich annehme, knirscht recht natürlich wie beim bevorstehenden Einsturz des maroden Dachstuhls jener Hirtenkapelle am Berghang nach dem Blitzeinschlag.
(Wo zum Kuckuck destilliert man antikes Holz?)
Ganz der Erweckungshoffnung Rechnung tragend, flößt man behutsam einen seltsamen Moschus ein, welcher…
(Ach, ich zitiere hier meine bessere Hälfte wieder.)
… wie das Exhumieren des Familienoberhauptes zur Zeit des Risorgimento duftet.
Wer es bis hierher geschafft hat, weiterhin unter den Lebenden zu weilen, kann sich als Kenner einer waschechten italienischen Rasur schimpfen lassen.
Ich liebe es!
(Aber ich liebe auch Crostini di Fegato, Ossobucco, Animelle al Marsala, u.a.)
Also, nichts für pochierte Eier, gelle?!
Als Abschluss möchte ich dem guten Donato gratulieren und danken, für einen Klicker und Knopf Großartiges anzubieten.
Es ist recht lange her, dass ich so kräftig geohrfeigt wurde.
Es war überfällig!
Bald darf mich Donato von der Pulle aus im Bad angrinsen, ganz zum Ärger aus der Kurpfalz.
Ich verbleibe mit einem:
In bocca al lupo!
Das ist das Gesicht der Marke Extró.
Ein äußerst sympathischer Herr, welcher sein Handwerk versteht.
Er betreibt eine Barberia in Settimo Torinese in der Nähe von Turin und stellt auch etliche Rasurpflegeprodukte her, unter anderem auch folgenden Duft.
Allein das Bild seines Geschäfts, Laden und Barbier in einem, lädt zum Verweilen ein.
Ein Schwan ziert als Wappentier das Zeichen der Marke.
Die klassisch gestreifte Markise in erdigen Tönen passt perfekt zu den holzgetäfelten Schaufenstern.
Ach, am liebsten würde ich mir sofort einen Termin samt Beratung dort wünschen.
Auf seiner Internetseite warnt er über die folgende Minzattacke wie folgt.
„Wenn Du intensive Empfindungen magst und Deine Augen nach dem Auftragen eines Aftershaves tränen, ist dieses Produkt genau das Richtige für Dich.
Freddo ist eine eisige Explosion, die im Gesicht sogar noch intensiver wirkt als das alte Acqua di Colonia Sottozero (wortwörtlich unter Null).
Dank seiner hohen Konzentration an menthol- und pfefferminzreicher Essenz kann Freddo auch als Eau de Toilette verwendet werden.“
Klingt wahrlich nach strapaziöser Wanderung in den Piemonteser Alpen.
Allora, attraversiamo la catena montuosa!
Zischolino!
Dio mio, hier wird es mal richtig klassisch italienisch frisch.
Die rasierte Haut dürfte geradezu einen recht hohen Flageolettton von Paganini ins Ohr kreischen.
Falls man eben noch geschwitzt hat, kann man im Nu wie grünes Gemüse schockgefroren ewig jung grinsen.
Von mir aus genügt diese Erfrischung bei Atemwegsproblemen.
Oder bei Kopfschmerzen.
Oder bei Weltschmerz.
Egal.
Irgendwie wird es helfen.
(Meine bessere Hälfte verzog als waschechter Kurpfälzer das Gesicht und attestierte der Erfrischung das Zeug zur Schnakenabwehr, Mottenbekämpfung und Schimmelbeseitigung.)
Auf jeden Fall teleportiert es einen direkt auf einen gemütlichen Friseurstuhl mitten in Italien.
Diese unverkennbare Frische ist und bleibt nunmal das Erkennungszeichen jener traditionellen Rasierpflege südlich der Alpen.
Man glaubt nicht, wie schön einfache Minze die Stimmung heben kann.
Diese Menthol-Kanone bleibt aber nicht allzu lange bestimmend.
Denn im Hintergrund säuseln die restlichen Noten leise ins Ohr.
Na ja, ich will ja nicht allzu verklärend schönfärben, das Flüstern gleicht schon einem vertrauenserweckenden Angebot für zuverlässigen Personen- und Objektschutz nach einer freiwilligen, monatlich zu entrichtenden Gebühr.
Santo Sepulcro, die Rosengeranie hält dermaßen bitterrosig jegliche summenden Blutsauger bis an den Brenner fern.
Als hätte man die zickigsten der zickigsten Blätter der Pflanze zu einer Art Pesto zerrieben und mit einer nicht minder matronenhaften grünen Geranie abgeschmeckt.
Als Zierde arrangiert man noch recht grünes Patchouli, welches römische Schimpfwörter erquickend zu rezitieren weiß.
(Klischeewarnung)
Mamma mia!
Das Holz, Zeder wie ich annehme, knirscht recht natürlich wie beim bevorstehenden Einsturz des maroden Dachstuhls jener Hirtenkapelle am Berghang nach dem Blitzeinschlag.
(Wo zum Kuckuck destilliert man antikes Holz?)
Ganz der Erweckungshoffnung Rechnung tragend, flößt man behutsam einen seltsamen Moschus ein, welcher…
(Ach, ich zitiere hier meine bessere Hälfte wieder.)
… wie das Exhumieren des Familienoberhauptes zur Zeit des Risorgimento duftet.
Wer es bis hierher geschafft hat, weiterhin unter den Lebenden zu weilen, kann sich als Kenner einer waschechten italienischen Rasur schimpfen lassen.
Ich liebe es!
(Aber ich liebe auch Crostini di Fegato, Ossobucco, Animelle al Marsala, u.a.)
Also, nichts für pochierte Eier, gelle?!
Als Abschluss möchte ich dem guten Donato gratulieren und danken, für einen Klicker und Knopf Großartiges anzubieten.
Es ist recht lange her, dass ich so kräftig geohrfeigt wurde.
Es war überfällig!
Bald darf mich Donato von der Pulle aus im Bad angrinsen, ganz zum Ärger aus der Kurpfalz.
Ich verbleibe mit einem:
In bocca al lupo!
Aktualisiert am 24.04.2026 - 15:01 Uhr
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Menthol
Pfefferminze
Axiomatic
Yatagan


























