Ambre superfluide steht nun seit knapp 1 1/2 Jahren im Parfumschrank. Ich kann ohne Zweifel behaupten, dass dieser Duft eins unserer Schätzchen ist.
Der Duft reiht sich in die Familie um Ambre nuit, Angels Share und Ambre narguile ein. Dennoch grenzt er sich von seinen Duftzwillingen gut ab. Ich finde ihn deutlich feiner verwoben, eleganter und vom tieferen Charakter als seine Duftzwillinge.
Er ist süß, aber nicht pappsüß. Er ist dunkel, mysteriös, ohne distanziert zu sein. Durch Honig, Zimt, Vanille und Rum bekommt er eine schöne warme Grundfarbe, ohne dass man diese Noten einzeln herausriechen würde. Tannenbalsam und Rose rieche ich überhaupt nicht. Ich könnte mir hier allerdings vorstellen, dass das Tannenbalsam für die Tiefe des Dufts verantwortlich ist. Die Ambernote kommt der in Ambre Nuit sehr nahe. Ich meine, einen salzigen Touch wahrzunehmen.
Mir gefällt insbesondere, wie hochwertig der Duft verarbeitet wurde. In den letzten Jahren habe ich eine zunehmende Intoleranz gegenüber stark riechenden Fixationsstoffen entwickelt. Viele Amberdüfte riechen für mich dermaßen stechend, dass ich schnell reißaus nehme. Ambre superfluide ist durchgehend so samtig weich und anschmiegsam für die Nase, da kratzt und sticht nichts.
Obwohl der Duft sehr teuer ist, kann ich ihn dennoch empfehlen. Er hält lange, ist sehr elegant. Man wird gut wahrgenommen, ohne dass es negativ auffällt. Ambre superfluide ist einfach durchgehend angenehm. Obwohl der Duft hauptsächlich von meinem Partner getragen wird, benutze ich ihn auch ab und zu. Ambre superfluide sehe ich gleichermaßen an einer Frau wie an einem Mann.