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Sehr hilfreiche Rezension
Jägergrün auch für Mädels
Ein echter Männerduft sollte man meinen bei den vielen Gewürzen und Hölzern. Nein, nein, nicht nur. Auch sehr feminine Frauen, die gerne mit Brüchen arbeiten, können sich hier wiederfinden. Die Verbindung Salbei-Wacholder-Thymian verschmilzt im Auftakt sehr angenehm zu einem neuen Gewürzeindruck, der mir sehr gefällt. Die Tanne begleitet waldig und bildet die Verbindung zu Tabak, Zeder und Labdanum. Der angegebene Kümmel fällt mir nicht als der Kümmelduft auf wie ich ihn aus der Küche kenne. Ich denke, er gibt Holysm eher die erdige Note und die Basis erhält dadurch und weiterhin durch etwas Waldiges ihren besonderen Twist. Auf Holysm bin ich übrigens aufmerksam geworden durch den unglaublich schönen, fast kunsthandwerklichen, Flakon. Das alleine wäre nun kein Grund ein Parfum zu mögen, aber der Inhalt hat mich dann doch extrem positiv überrascht. Vergleiche mit Ganymede kann ich überhaupt nicht bestätigen, denn Leder und Safran sind in Holysm schlicht nicht vorhanden. Beide Düfte sind außergewöhnlich und beide haben ihren Platz verdient. Mit Holysm kann ich besser layern. Wenn ich feine Blütendüfte drübergebe - ein Traum. Als Retroduft will ich ihn nicht bezeichnen, dazu ist er zu besonders. Ich bin heute extra losgezogen und habe mit den üblichen Verdächtigen von früher verglichen - es war nichts Ähnliches dabei.
2 Antworten


Wobei ich tatsächlich den Kümmel ausmache (*staun*), allerdings auch nicht den aus der Küche, sondern die "lebendige", ausblühende (und damit gerade samenbildende) Pflanza als Ganzes an sich.
Das erdige habe ich für mich eher durch das Patchouli (welches ich als solches jedoch nicht direkt ausmachen kann) erklärt.
Da eins meiner ab-und-an-Hobbys (ernsthaft ... zum Kopf frei bekommen... 🙈) Rechnen mit Unbekannten ist, sind mir natürlich auch Brüche nicht fremd... 😉 - vielleicht gefällt er mir deshalb so gut!?! 😉😁