L'Homme Yves Saint Laurent 2006 Eau de Toilette
17
Top Rezension
Erdiger Ingwer, "dreckiges" Veilchen.
Eine oftmals als ordinär gescholtene Schöpfung dieses exzentrisch ausgerichteten Hauses. Vermutlich ist dies dem Umstand geschuldet, dass in diesem Fall erstmals ein (scheinbar) harmloses, betont jugendliches Vielzeck-Wasser in ein YSL-Sortiments für reifere, distinktive Herrschaften eingegliedert wurde.
Doch was sich hier in den ersten Momenten seiner Entfaltung als fruchtig-frisch getrimmter Ingwer geriert, ist für mein Empfinden nur Vorspiel für ein blumig-würziges, von Vetiver und Zeder "geerdetes" Herz, das ich tatsächlich mit der doppeldeutigen Vokabel "pikant" belegen würde.
Denn sobald der weiße Pfeffer zu zünden beginnt, mündet die Bergamotten-Ingwer-Note allmählich in etwas, das ich mit dem Geruch eines Schlafzimmers nach einer wilden Nacht assoziiere. In der dritten Stunde komplettieren die Veilchenblätter mit einem schrägen, geradezu "dreckigen" Aufleuchten das würzige Techtelmechtel von Pfeffer und Basilikum. Sie kommen aber erst auf erwärmter Haut so richtig zum Tragen, und selbst die ständig mitschwingende Tonka-Süße rückt dann in den Hintergrund.
Wer L´Homme bei 15 Grad aufwärts zu tragen pflegt, wird zudem bemerken, dass die ansonsten sehr mäßige Projektion ein wahrnehmbares Maß erreicht. Um eine verhältnismäßig großzügige Dosierung kommt man zwar selbst dann nicht herum, erfreut sich aber immerhin an einer Präsenz, die auf meiner Haut 12 Stunden währt.
Alles in allem ein sehr französisches Parfum, das wegen seiner raffinierten, hintergründigen Leichtigkeit zu vielerlei Anlässen tragbar und für Liebhaber blumig-würzig-holziger Düfte sehr zu empfehlen ist.
Doch was sich hier in den ersten Momenten seiner Entfaltung als fruchtig-frisch getrimmter Ingwer geriert, ist für mein Empfinden nur Vorspiel für ein blumig-würziges, von Vetiver und Zeder "geerdetes" Herz, das ich tatsächlich mit der doppeldeutigen Vokabel "pikant" belegen würde.
Denn sobald der weiße Pfeffer zu zünden beginnt, mündet die Bergamotten-Ingwer-Note allmählich in etwas, das ich mit dem Geruch eines Schlafzimmers nach einer wilden Nacht assoziiere. In der dritten Stunde komplettieren die Veilchenblätter mit einem schrägen, geradezu "dreckigen" Aufleuchten das würzige Techtelmechtel von Pfeffer und Basilikum. Sie kommen aber erst auf erwärmter Haut so richtig zum Tragen, und selbst die ständig mitschwingende Tonka-Süße rückt dann in den Hintergrund.
Wer L´Homme bei 15 Grad aufwärts zu tragen pflegt, wird zudem bemerken, dass die ansonsten sehr mäßige Projektion ein wahrnehmbares Maß erreicht. Um eine verhältnismäßig großzügige Dosierung kommt man zwar selbst dann nicht herum, erfreut sich aber immerhin an einer Präsenz, die auf meiner Haut 12 Stunden währt.
Alles in allem ein sehr französisches Parfum, das wegen seiner raffinierten, hintergründigen Leichtigkeit zu vielerlei Anlässen tragbar und für Liebhaber blumig-würzig-holziger Düfte sehr zu empfehlen ist.
3 Antworten
Skylab vor 9 Jahren
Aus den 12, sind leider mittlerweile 4 geworden...
Moriarty vor 12 Jahren
You got it!
Blanche vor 15 Jahren
Schön beschrieben. Ich mag es auch sehr!!

