Erster zaghafter Sprüher - oh mein Gott. Die Rose schreit mich an! Sie ist süßlich, warm und doch unendlich. "All eyes on me!" Ein wahrer Superstar an Rose!
Vielleicht bin ich auch einfach nur empfindsam (oder empfindlich) gegenüber Rosen, aber das ist für mich das prägnanteste Opening überhaupt. Und ich persönlich finde es überragend, dass die Rose in der Kopfnote steckt.
So holt sie sich erstmal lautstark die Aufmerksamkeit die eine so wunderschöne Blume eben verdient, sie zieht alle Blicke auf sich und spielt bedingungslos ihre Melodie. Vielleicht eine Geige? Oder doch ein Saxophon.
Nach ungefähr zwei Stunden ist sie ruhiger geworden, sie hat ihre Energie versprüht und überlässt die Bühne gerne anderen Darstellern - nicht zuwider, sondern elegant, wie man es sich von einer stolzen Rose erwarten würde.
Es ist der Auftritt des restlichen Orchesters. Der Duft wird leiser, körpernäher, weiterhin stilvoll aber im Wandel zum Geheimnisvollen. Er bleibt warm, Leder und Oud - Weihrauch erobern die Bühne. Ein mystisches Jazzkonzert mit vielfältigen Akkorden. Im Hintergrund die Rose, sie lächelt, trinkt noch ihren letzten Schluck Kakao und verschwindet. Was bleibt ist ein letzter Atemzug ihrer, die vor wenigen Stunden noch die Menge fasziniert hat.
Das sanfte Orchester spielt noch viele Stunden sinnlich und nah weiter.