Black Cherry macht seinen Namen meiner Meinung nur teils aller Ehre. Durchaus ist hier eine relativ dunkel wirkende Kirsche aktiv, aber jedoch erst etwas später und vor allem durch die hier oder da andere Note als Gegenspieler.
Definiert man den Namen jedoch nur als reine Übersetzung bezüglich der Kirsche, sprich als Schwarzkirsche, kommt es schon eher hin und das obwohl in der Pyramide nicht direkt eine Schwarzkirsche gelistet ist.
Jedenfalls startet der Duft doch relativ fruchtig süßlich, so wie man die Kirsche oft aus Düften kennt.
Interessant ist jedoch das ich in den ersten Sekunden oder in der ersten Minute irgendwie auch einen leichten Marzipan Vibe mit dazu kriege. Man könnte es aber auch durchaus als Karamell definieren, wobei für mich Marzipan etwas eher hinkommt.
Kurz darauf ist dieser Eindruck aber wieder weg und es setzt sich die fruchtige Süße wieder mehr durch. Ich assoziiere das auch ein wenig mit Kirschbonbons. Meine Freundin hatte den Eindruck eines Kirschkaugummi.
Nach ein paar Augenblicken kommt dann ein leichter dunkler Twist mit hinzu. Zumindest wirkt die Kirsche nun etwas anders durch den Rum.
Diese Phase gefällt mir am Besten, weil ich gerade diese Art von Kirschdüften aktuell bevorzugt suche. Der Cherry X von Kai Porten ist da für mich ein Parade Beispiel.
Mit der Zeit tritt auch etwas Sandelholz mit dazu, sowie die Tonkabohne.
Diese für mich eben beschrieben schöne Phase hält sich bei mir aber leider nicht bis zum Ende.
Irgendwann kommt der Moment wo ich persönlich wieder mehr die fruchtige Seite wahrnehmen kann und das wollte ich eigentlich nicht so. Dennoch ist der Duft gut gemacht! Die Brand 1973 macht auf mich allgemein einen super Eindruck mit einfallsreichen und hochwertigen Düften im Repertoire.
Der Duft ist auf jeden Fall Unisex und die Performance ist ebenfalls durchaus als positiv anzumerken.
Ich kann es empfehlen die Düfte aus diesem Haus mal zu testen und sich eventuell überzeugen zu lassen.