Tommo00
25.11.2022 - 18:49 Uhr
17
Sehr hilfreiche Rezension
10
Preis
5
Flakon
9
Sillage
7
Haltbarkeit
8.5
Duft

Das Best-Case-Szenario und der Pullivergleich

Es ist noch gar nicht so lange her, als ich das erste Mal den Layton probieren durfte. Ich war auf einer Party mit einem Kumpel & der Gastgeber ist ein ähnlich krasser Parfumfreak wie ich.

So kam es, dass wir seine Sammlung ein wenig durchgegangen sind, und zu meiner Schande musste ich gestehen, dass ich tatsächlich bei Parfums de Marly nahezu keinen Duft kannte. Lediglich Herod konnte ich mal vorher ausprobieren, der Rest war für mich noch Neuland. Und ja, so probierte ich Carlisle, Pegasus und eben den Layton. Und was soll ich sagen? Der Layton hat es mir komplett angetan.

Noch am selben Tag suchte ich nach guten Angeboten, wurde aber erstmal nicht fündig. Den Pulli, auf dem der Layton aufgesprüht wurde, habe ich erstmal nicht gewaschen da ich den Geruch so oft wie es geht wahrnehmen wollte. Ich war wirklich schockverliebt in dieses Meisterwerk. Gleichzeitig habe ich ein paar Tage später ein Video zum Détour Noir gesehen, bei dem es hieß, dass der schon wirklich sehr nah an den OG rankommt. Allerdings konnte ich dann sehen, dass dieser Duft nahezu überall ausverkauft war. Und 70€ war mir dann ein Klon, der normal für 30€ angeboten wird, nicht wert.

Auf einmal allerdings konnte ich ihn auf Notino für lächerliche 20€ erblicken und wusste, dass ich mir diesen Duft nicht entgehen lassen darf. Der sogenannte Best-Case ist eingetreten, da ich nun erstmal die Möglichkeit habe, den Klon auszuprobieren - und gleichzeitig hielt der Layton ungefähr diese Woche auf der Kleidung. (Welch unglaubliche Performance!)
Zwei Tage später kam der Lay… ich meine Detour Noir an und zuerst erblickte ich gemeinsam mit meinen Eltern den Flakon. Während ich das Fläschchen potthässlich fand, fanden ihn meine Eltern irgendwie einzigartig und schön? Gut, da sind sie wohl alleine wenn ich mir die Reviews hier durchlese. Aber es kommt ja auf den Inhalt an.

Der erste Sprühstoß und das Opening sind… Gewöhnungsbedüftig. Es kommt eine synthetisch-zitrische, etwas mentholartige ist Wolke auf dich zu und gleichzeitig gingen meine Mundwinkel nach unten. Ich hatte anhand der Bewertung hier definitiv mehr erwartet. Doch der Drydown folgt und ab hier wird es wirklich absurd. Dieser leckere Apfelkuchen, zubereitet mit Vanille und etwas Zimt und Lavendel ist fast 1 zu 1 abgestimmt wie das Original. Ein wenig Layton konnte ich auf dem Pulli noch wahrnehmen, aber sie waren anhand des reinen Duftes kaum zu unterscheiden. Ich war absolut begeistert, der Best-Case ist eingetreten.

Kommen wir zur Performance. H/S sind absolut ordentlich, für den Preis von 20-30€ sogar wirklich sehr gut, allerdings nicht auf dem fantastischen Level eines 2019er Layton. Sillage ist für vier Stunden wirklich sehr gut, und der Duft hält seine 7-8 Stunden. Auch wenn er nach und nach immer hautnäher wird.

Fazit: Hat der Al Haramain sein Ziel erreicht? JA. Der Layton ist ein absolutes Meisterwerk & verdient es, gekauft zu werden. Allerdings ist der Detour Noir für einen Studenten mit begrenzten Mitteln genau die Alternative, die es gebraucht hat. Ein wirklich toller Duft, der dir viele Komplimente einbringt und dich vor allem selbstbewusst sein lässt. Irgendwann werde ich mir sicher Mal - sofern es meine finanzielle Situation zulässt - das Original holen. So lange das allerdings nicht passiert, wird der Detour Noir ein treuer Begleiter in den kühlen Monaten.
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