Das soll nun keine wissenschaftliche Abhandlung oder ein science fiction- Roman werden, sondern ein relativ normaler Kommentar zu einem schönen Duft. RELATIV normal. Was der Visit for Men irgendwie nicht ist. Warum- weshalb-wieso.... das versuche ich nun zu berichten. Doch beim Schnuppern fühle ich mich wie sich ein Taucher fühlen muss, der im Wasser die Orientierung verloren hat. Er/ sie weiß nicht mehr richtig, wo oben, unten, rechts oder links ist. Und doch wieder rechtzeitig zur Oberfläche findet.
Der "Himmel" ist unten, weil die "blauesten" Duftakkorde zum Schluss kommen (die frische Zeder mit weißen Moschuswölkchen)
Die "wasserfarben" anmutenden Akzente (der Weihrauch und das Kardamom) treiben obenauf, und das, was zum "Element Erde" gehört (die Hölzer und die anderen Gewürze) dagegen mittendrin, wie ein Floß auf einem See, dessen Ende und Ufer nicht zu sehen sind. Wasser und Himmel werden Eins, der schwankende hölzerne Untergrund wie eine einsame Insel, auf der jemand von den kanadischen Wäldern bei stahlblauem Himmel und von Bootsfahrten auf dem rauen Atlantik träumt.
Dennoch ist der Duft nicht nur hell und klar, er hat auch eine etwas dunklere Seite. Als wenn es Abend würde, sich das azurne Himmelsblau langsam zu tiefem Nachtblau wandelt. Und die Reste des letzten Sonnenlichts im Westen sich in der Seeoberfläche spiegele. Bei sich leicht kräuselnden konzentrischen Wellen. Als werfe man einen Kieselstein weit ins Wasser. Und der leicht metallische Glanz der Sterne und des aufgehenden Mondes.
Die Bläue nimmt alles mit. Andere Farben touchierend und sie "kühl" erscheinen lässt. Seltsam vertraut und doch irgendwie eigenartig. RUHE!
Der ist genial und so richtig schön schräg 🤪, danke für die Testmöglichkeit und tolle Rezension, der macht mich persönlich sprachlos. Das scheint bei dir ja nie ein Problem zu sein. Findest immer die passenden Worte. Bemerkenswert 👍 Hab ihn mir gekauft hehe