Es beginnt mit einer trockenen, leicht bitteren und zitrischen Note. Gleich darauf schieben sich die floralen Bestandteile ( Veilchenblatt ist sehr deutlich ) in den Vordergrund. Amber und Vanille sind schon im Ansatz erkennbar aber wirken sehr trocken und rauh. Der Duft macht in der ersten Stunde einen eher distanzierten und noch verschlossenen Eindruck. Ich glaube bei Rotweinen würde man sagen, er adstringiert ( Säuren und Gerbstoffe unterbinden den Speichelfluss und erzeugen eine Art "pelziges" Mundgefühl ). Hier empfinde ich ein pelziges Nasengefühl. Nach und nach kommt die Amber / Vanille-Kombination hervor. Sie wirkt hell, noch immer etwas spröde und verweilt auch längere Zeit in diesem Zustand.
Auf der Haut
Im Prizip ist der Duftverlauf vergleichbar, wenn auch etwas weicher. Nachteilig ist aber, wie schon in den ersten Statements berschrieben, die sehr geringe Haltbarkeit. Auf meiner Haut erlebe ich den Verlauf im Eilzug-Tempo und dadurch eher verzerrt und unharmonisch.
Fazit:
Beim ersten Test hat sich mir dieses Eau de Cartier noch nicht erschlossen. Die ganze Zeit über hatte ich nach Assoziationen gesucht um den Gesamteindruck dieses Parfüms festzuhalten. Ich hatte das Bild der englischen Schauspielerin Tilda Swinton vor Augen. Sie hat auch eine Art kühle, helle, unnahbare und spröde Aura. Ohne Zweifel eine großartige Darstellerin. Aber das Parfüm ist nicht so mein Fall.