Die Rückkehr der Faust - Ein Klassiker wird erwachsener
Das Eau de Toilette (EDT) hat sich einen festen Platz in der Parfumwelt gesichert. Die Meinungen dazu gehen allerdings stark auseinander – von „Duschgel-König“ bis „solider Alltagsbegleiter“ ist alles vertreten. In der Parfum-Community genießt das EDT insgesamt keinen besonders guten Ruf. Doch bringt das Eau de Parfum (EDP) nun die mögliche Wende?
Der Duft des EDPs startet frisch-zitrisch, leicht süßlich und mit einer dezenten Ledernote. Insgesamt wirkt der Mix eher schlicht und unaufgeregt. Die zitrische Frische bleibt im Vordergrund, während das Leder im Hintergrund mitschwingt. Für meinen Geschmack hätte es mehr Leder sein können. Diese Ledernote verleiht dem Duft eine erwachsenere, interessantere Note, ohne zu dominant zu werden.
In puncto Alltagstauglichkeit überzeugt das EDP: Ob Büro oder Freizeit – der Duft fügt sich überall gut ein. Er ist unaufdringlich, bringt aber dennoch eine gewisse Eigenständigkeit mit. Ja, eine gewisse "Duschgeligkeit" lässt sich nicht leugnen – doch das war in diesem Segment zu erwarten. Das EDP will kein Nischenstar sein, sondern ein massenkompatibler Duft.
Der Flakon bleibt markant: Die bekannte Faustform nun in Dunkelblau.
Bei der Haltbarkeit punktet das EDP deutlich: Es hält spürbar länger als das EDT. Den „Beastmode“ aktiviert der Duft aber nicht. Für Frühling und Sommer ist der Duft ideal – in Herbst und Winter könnte er hingegen untergehen.
Fazit: Eine gelungene Ergänzung zum EDT – markanter, reifer und mit besserer Performance. Wer das EDT mag, kann hier bedenkenlos zugreifen. Auch Fans von Düften wie Versace Eros oder Acqua di Giò sollten mal Probe riechen.